Finanzkrise: Rettung der HRE erspart Banken Milliardenverluste
Interne Dokumente zeigen: Noch während der Verhandlungen zum Rettungspaket war klar, dass die HRE weitere Hilfen braucht. Erstmals wird deutlich, wie tief deutsche Finanzhäuser verstrickt waren
Die Rettung der Hypo Real Estate (HRE) hat den deutschen Finanzhäusern Milliardenverluste erspart. Das geht aus einer Aufstellung der Bundesbank hervor, die ZEIT ONLINE vorliegt und die erstmals einen konkreten Überblick über die Verflechtungen des Münchner Instituts gibt. Demnach hatte insbesondere die Versicherungswirtschaft Forderungen an die HRE.
Am 28. September 2008, dem Sonntag des ersten Rettungswochenendes, informierte die Bundesbank Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen über die größten deutschen Kreditgeberkonzerne der HRE. Dabei handelt es sich Informationen von ZEIT ONLINE zufolge unter anderem um die Allianz (Gesamtverschuldung: rund 5,6 Milliarden Euro), die Münchener Rück (rund 4,4 Milliarden Euro), die BayernLB (rund 3,0 Milliarden Euro), die Unicredit mit ihrer Tochter HypoVereinsbank (rund 3,0 Milliarden Euro), die DZ Bank (rund 2,9 Milliarden Euro), die Commerzbank (rund 1,4 Milliarden Euro) und die Deutsche Bank (rund 1,0 Milliarden Euro).
Bei den Zahlen handelt es sich um die sogenannte Millionenkreditgewährung, die Kredite über mehr als 1,5 Millionen Euro registriert. Allerdings sind eventuelle Gegengeschäfte und Absicherungen nicht berücksichtigt – was bedeutet, dass die Kreditgeber im Falle eines HRE-Zusammenbruchs per Saldo nicht unbedingt die gesamte Summe verloren hätten.
Informationen von ZEIT ONLINE zufolge betrugen die unbesicherten Verbindlichkeiten der HRE gegenüber deutschen Banken (Stand 30. Juni 2008) rund 19,8 Milliarden Euro, die gegenüber deutschen Versicherern und Pensionskassen rund 10 Milliarden Euro und gegenüber deutschen öffentlichen Anlegern – etwa Städte und Gemeinden – rund 8,2 Milliarden Euro. Unbesicherte Verbindlichkeiten wären im Fall einer Pleite der HRE von einem Totalausfall bedroht gewesen. Gegenüber ausländischen Banken bestanden seitens der HRE unbesicherte Verbindlichkeiten von insgesamt rund 23 Milliarden Euro.
Aus den Unterlagen geht zudem hervor, dass der deutsche Staat weit früher über die existenzielle Kapitalnot der Hypo Real Estate (HRE) informiert war als bisher bekannt. Bereits Anfang November 2008 – zu einem Zeitpunkt also, als die Verhandlungen über die endgültige Ausgestaltung des Rettungspakets für das angeschlagene Münchener Institut noch andauerten – befürchtete die Bundesbank in einer Szenariorechnung ein Absinken der Kernkapitalquote der HRE unter die vorgeschriebene Mindestgrenze. "Unter Berücksichtigung weiterer Risikofaktoren (...) ergibt sich eine Kernkapitalquote von 3,7 Prozent", heißt es in dem Bericht vom 5. November.
Fällt die Kernkapitalquote einer Bank unter vier Prozent, droht ihr die sofortige Schließung durch die deutsche Finanzaufsicht.
In dem internen Papier stellt die Bundesbank die Notwendigkeit einer deutlichen – und damit langfristig den Erhalt sichernden – Rekapitalisierung der HRE fest: "Für eine anzustrebende Kernkapitalquote von 8% ergibt sich ein Kernkapitalbedarf in Höhe von 4,16 Milliarden Euro".




Man kann das nicht alles so buchhaltärisch abhandeln.
Regel Nr. 1 : Show me 50
aus dem New Yorker Strassenroulette entlehnt - man muss erst eine bestimme Summe anzeigen oder parken um mitspielen zu dürfen.
Regel Nr. 2 : Risk reversal
die Landesbank zockt beispielsweise beim Dollar Handel mit;
und ist beim Kauf- oder Verkauf von dem abhängig was der PC an Daten ausspukt;
Am PC kann man aber nicht sehen, welche Börsianer in Chicago beispielsweise das Zeichen zum Verkauf geben, während man selber noch kauft ... Deshalb macht man ein zweites Geschäft, das unabhängig vom Dollar ist und kauft gleichzeitig Immobilien.
Regel Nr. 3 : Monopolybank
die Bundesregierung gibt, wenn man über Los kommt Kapital aus
Die Rettung der HRE spart vielleicht den Banken Geld, jedoch nicht den Steuerzahlern. Wenn man liest, dass die Bankenrettung durch Steuergelder nunmehr wiederum überwiegend den Banken hilft,( anstatt dass der Staat die Gelder selbst verwaltet an die Firmen weitergeleitet hätte), so weiß man dass es das selbe Spiel wie immer ist, nichts sich ändern wird und nur wenige in diesem globalen Spiel wieder profitiert haben, nämlich die Hochfinanz, die in Abständen so eine "Bombe" platzen läßt.
Ich meine mich zu erinnern hier in der Zeit mal gelesen zu haben dass die Bankenaufsicht frühzeitig auf Probleme bei der HRE hingewiesen hat. Allerdings war sie nicht befugt irgendetwas zu unternehmen und musste somit tatenlos zusehen.
könnte der Leitspruch der Banken sein. Leider.
Seit wann geben Banken anderen Kreditnehmern Kredite ohne Besicherung? Woher wollen die drei Journalisten wissen, daß im Falle einer Liquidierung Milliardenverluste entstanden wären?
Der Wert der Besicherungen ist doch nie ausgelotet worden. Die Kreditgeber hatten lediglich, wie man so sagt, die Hosen voll. Sie hatten Angst, daß hinter realen Besicherungen durch Hypotheken wertlose Immobilien stehen.
Aber anders als in den USA gab es hier keine Immobilienblase durch absolut blödsinnige Krediitvergaben an Immobilienkäufer ohne liquidisierbares Vermögen und ohne realistische zukünftige Einkommen (natürlich, ein gewisser %-Satz an Immobilienkrediten wird immer notleidend - normal).
Das Problem der HRE lag zunächst in einem eklatanten Fehler in den Fristigkeiten: Wer langfristige Kredite ausgibt und diese nur sehr kurz refinanziert, der läuft über dünnes Eis. Und dabei ist die HRE mit ihrer Tochter Depfa dann eben aus eingebrochen. aber das ist ein Problem der Liquidität, nicht der Werthaltigkeit des Vermögens.
Die gesetzliche Rente ist doch auch eine Art Versicherung. Hinter dieser "Versicherung" steht der Staat als Garantie. Ich meine damit nicht die Regierung sondern die Menschen die in diesem Staat leben. Ich hoffe also, daß Menschen (Arbeitnehmer) der nächsten Generationen meine Rente einmal bezahlen werden. Mir gibt es ein Gefühl von Sicherheit, daß Menschen mit ihrer Arbeitskraft als Sicherheit da sind, wenn ich ins Rentenalter komme.
Nun hat, wie ich lesen konnte, allein die Allianzversicherung Forderungen an die HRE in Höhe von 10 Milliarden Euro. Andere Vesicherungen haben bei anderen Banken Forderungen. Bereits im letzten September wäre das unsichere System der privat finanzierten Altersvorsorge aufgeflogen, hätte die Bundesregierung nicht eingegriffen.
Um den Staat vor höheren Zuschüssen für die gesetzliche Rentenvesicherung zu bewahren, wird der Umstieg auf die private Altersvorsorge mit Steuergeldern (Riester) unterstützt. Nun gibt der Staat der HRE 10 Milliarden (allein für die Allianz), diese gibt das Geld der Allianz, und diese gibt dieses Geld dann an die Versicherten zurück (hoffentlich).
Jeder der gelernt hat bis 3 zu zählen, muß die Gefahr für die Zukuft erkennen. Alle machen nämlich weiter so wie bisher. Am Ende steht nur der Staat (alle Steuerzahler) hinter unserer Rente. Ob man als Arbeitnehmer direkt an den Staat (Rentenkasse) einzahlt oder den verlustreichen Umweg über Versicherungen wählt ist eine Entscheidung unserer Politiker. Wenn der gleiche Politiker natürlich im Aufsichtsrat oder Vorstand einer Versicherung sitzt, welche auch ihm ein fürstliches Solär jedes Jahr gibt, ist die Entscheidung für private Altersvorsorge zu verstehen.
Das schlimme und unerträgliche dabei ist, daß man bei den nächsten Wahlen keine Wahl hat. Wenn sich alle Parteien einig sind, kommt es nur noch daruf an, welche Partei in diesem System die Rosinen (Trauben) ernten darf. Das dürfen Sie als Wähler bestimmen. Nicht mehr.
Es ist übrigens keineswegs sicher, dass die HRE überhaupt für die Verbindlichkeiten der DePfa hätte haften müssen. Zumindest gab dies jüngst der Wirtschaftsprüfer Tillmann Hermanns zu bedenken. Demnach hätten wir das irische Institut DePfa sang- und klanglos ohne einen Cent Steuergeldern pleite gehen lassen können.
Das so selbstbewusste Irland wäre wahrscheinlich mit baden geagangen und würde heute unter IWF-Zwangsverwaltung stehen
Aber das alles hat offensichtlich niemand im Herbst 2008 geprüft. Lieber sich die deutsche Regierung von den Ackermanns, Webers und Dieckmanns Sand in die Augen streuen lassen und mal eben 102 Milliarden Euro Steuergelder lockergemacht.
Zum Vergleich: Bei der Pendlerpauschale hatte Herr Steinbrück wegen "nur" 2,5 Mrd. Euro ein Urteil des BVerfG provoziert...
Der dumme Lohnsteuerzahler ist mal wieder der Gekniffene.
Sehr richtig, lieber bromfiets, so wie Tillmann Hermanns denken noch einige andere.
Und selbst qwenn wes Bürgschaften gegeben haben sollte - auch die kann man löschen, bevor das ganze Haus brennt.
Das Interview mit Tillmann Hermanns ist übrigens auch aus anderen Aspekten heraus sehr aufschlußreich; wer mag, suche mal mit : Depfa Haftung Hermanns
Steht gleich oben auf der Ergebnisliste ... kein Wunder, oder? ;-)
[...] (Bitte verzichten Sie auf Polemik. Die Redaktion /ft)
Wer in seinem armseligen Leben nie war anderes gesehen hat, als ein überzogenes Girokonto hat natürlich auch nie einen Pfandbrief gesehen. Nicht mal einen, den die Lebensversicherung oder der offene Immo-Fonds hält. Sowas hat man natürlich auch nicht. Und wird es auch nie haben.
Dummerweise gibt es in Deutschland Pfandbriefe im Wert vom 900.000.000.000 Euro. Das ist noch mehr als das euer Hartz von nächsten Monat. Und dem Monat drauf.
Und deshalb ist auch die HRE/DEPFA gerettet worden. Und das war gut so. Auch für euch - sonst gäbe es längst Hartz00.
Sehr richtig, lieber bromfiets, so wie Tillmann Hermanns denken noch einige andere.
Und selbst qwenn wes Bürgschaften gegeben haben sollte - auch die kann man löschen, bevor das ganze Haus brennt.
Das Interview mit Tillmann Hermanns ist übrigens auch aus anderen Aspekten heraus sehr aufschlußreich; wer mag, suche mal mit : Depfa Haftung Hermanns
Steht gleich oben auf der Ergebnisliste ... kein Wunder, oder? ;-)
[...] (Bitte verzichten Sie auf Polemik. Die Redaktion /ft)
Wer in seinem armseligen Leben nie war anderes gesehen hat, als ein überzogenes Girokonto hat natürlich auch nie einen Pfandbrief gesehen. Nicht mal einen, den die Lebensversicherung oder der offene Immo-Fonds hält. Sowas hat man natürlich auch nicht. Und wird es auch nie haben.
Dummerweise gibt es in Deutschland Pfandbriefe im Wert vom 900.000.000.000 Euro. Das ist noch mehr als das euer Hartz von nächsten Monat. Und dem Monat drauf.
Und deshalb ist auch die HRE/DEPFA gerettet worden. Und das war gut so. Auch für euch - sonst gäbe es längst Hartz00.
Mindestens bereits seit 1993 gut in Münchner Bank Kreisen bekannt, sind die vollkommen überbewerteten Schrott Immobilien der HRE, was dann nochmal über korrupte Wirtschats Prüfer Gesellschaften wie der KMPG bei der Fusion mit der Bayerischen Vereinsbank abgesegnet wurden. Schon damals bewertete man in einem betrügerischen System, die Immobilien einfach höher auch wenn viele Immobilien im Müchner Raum seit 15 Jahren nicht vermietet sind. Man gründete dann einfach Auslands Immobilien Firmen und lagerte die unverkäuflichen Schrott Immobilien aus. Und dann ohne jede Sicherheit erhielten US Finanz Immobilien Entwickler Milliaren schwere Kredite, für Luft Schlösser im Osten !
Der Vorgang zeigt auch wo die Deutsche Justiz steht!
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