H1N1 Schweinegrippe-Welle erreicht Deutschland
Die von Experten erwartete Häufung von Infektionen tritt jetzt ein: Binnen zwei Tagen befiel das Virus 1000 Menschen
Die als Schweinegrippe bekannte Amerikagrippe breitet sich in Deutschland immer schneller aus. Allein Mittwoch und Donnerstag verzeichneten die Behörden rund 1000 neue Fälle – das ist knapp ein Drittel der gesamten Infektionen, die derzeit auf mehr als 2800 Fälle angestiegen ist. Der rasante Anstieg rührt von der größeren Zahl der Infizierten und Erkrankten her, die wiederum mehr Menschen anstecken. Hinzu kommt die Reisesaison: Etwa 80 Prozent der infizierten Deutschen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums Urlauber.
Bislang aber sei der Verlauf der Epidemie in Deutschland mild, sagten Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder und der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Jörg Hacker. Die meisten Erkrankten seien nach höchstens einer Woche wieder gesund, Todesfälle hat es in Deutschland noch nicht gegeben.
"Der Verlauf ist ähnlich wie eine leichte Grippewelle", sagte Schröder. Deshalb gebe es auch keinen Grund für besondere Vorkehrungen etwa für Massenveranstaltungen wie die Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in Berlin.
Ab Ende September soll Impfstoff zur Verfügung stehen. Die Bundesländer hatten am Freitag 50 Millionen Impfdosen beim Pharmariesen GlaxoSmithkline bestellt.
Weltweit sind bisher etwa 800 Menschen an der Grippe gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will nun, dass von den gerade entwickelten Impfstoffen zumindest das Gesundheitspersonal in den ärmsten Ländern der Welt weitgehend kostenlos profitieren kann.
In Deutschland soll der Impfstoff als Erstes an Ärzte und Gesundheitspersonal ausgegeben werden.
- Datum 24.07.2009 - 18:23 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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Als erstes: Die Schweinegrippe sollte Mexikogrippe heißen, wie spanische Grippe oder Hongkong-Grippe. Die Mexikaner haben protestiert, dann sollte die Schweinegrippe Amerika-Grippe heißen. Das setzt sich offensichtlich nicht mehr durch.
Als zweites: Die ständigen Meldungen über die Schweinegrippe werden durch die Pharmaindustrie lanciert. Die Schweinegrippe ist im Prinzip ziemlich harmlos. Alle wissen es, aber dann wird über mögliche Modifikationen gesprochen.
Die Länder kaufen in großen Mengen Medikamente und bestellen in großen Mengen Impfstoffe, die es noch gar nicht gibt. Das ist das Geschäft der Pharmaindustrie. Medikamente und Impfstoffe haben nur ein gewisses Haltbarkeitsdatum. Dann können die Präparate entsorgt werden und die Pharmaindustrie hat ihren Gewinn gemacht. Tamiflou haben die Länder bereits einmal in großen Mengen wegen SARS eingekauft. Deren Haltbarkeit läuft bereits langsam ab.
Ei, Ei, Ei - was machen wir uns wieder um diese Grippe den Kopf heiß.
Setze ich die deutsche Bevölkerung ins Verhältnis mit den in Afghanistan eingesetzten Soldaten der Bundeswehr, errechne die Wahrscheinlichkeit der zu erwartenden Toten, dann ist der Afghanistan-Virus weitaus gefährlicher.
Leider gibt es dafür keine Antibiotika, aber die Verbreitung ist ja momentan nur auf das Gebiet der Afghanen begrenzt.
Trotzdem sei Vorsicht geboten, denn im immer schneller werdenden Zusammenwachsen der Menschen kann sich das ganz schnell ändern.
Der Afghanistan-Virus läßt sich aber nicht so einfach bekämpfen, außer die Leute ziehen endlich mit Plakaten anstelle von Mundschutz-Hauben auf die Straße.
Wir leben aber nicht in Amerika, sondern in Deutschland und da tut man sich damit ja bekanntlich schwerer.
Schade, denn solange es einfacher ist, Autos anzuzünden, sich bei Atomtransporten anzuketten und damit erst Gefahren herauf zu beschwören, solange lacht sich dieser Virus über uns tot.
Aber vielleicht bekommen wir ihn wenigstens so, durch unsere persönliche Ignoranz, zum Absterben.
Diesen Afghanistan-Virus auszurotten, dem sollten wir wenigstens weitaus mehr Aufmerksamkeit schenken.
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