Binationale Abschlüsse Hürden für Europas StudentenSeite 2/2

Eine weitere Hürde stellten die unterschiedlichen Finanzierungssysteme dar. Niederländische Hochschulen bekommen vom Staat nur Geld für Bachelor-Studierende. Der Masterbereich muss sich dagegen, anders als in Deutschland, komplett selbst finanzieren. Die Einrichtung vieler Master-Studiengänge war für die Holländer damit finanziell zu riskant, da die Nachfrage von Studierenden nicht abzusehen war. Auch wie mit den Unterschieden bei den Studiengebühren im Bachelor umgegangen wird (in Holland kostet das Studium derzeit gut 1600 Euro pro Jahr, die Gebühren liegen damit um mehr als 50 Prozent über denen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.), blieb umstritten.

"Die Bewältigung dieser Hürden kostet die Hochschulen viel Zeit und Energie", folgert die Studie. Eine weitere Harmonisierung des europäischen Hochschulraums sei daher dringend geboten. Womöglich seien gemeinsame Studienprogramme sogar einfach zu aufwendig, um flächendeckend eingeführt zu werden – zumal sich bisher eher wenige Studierende für die existierenden Programme interessieren würden. Auch sei nicht gesichert, dass "Joint Degrees" Absolventen auf dem Arbeitsmarkt wirklich mehr Chancen eröffnen. Hochschulen sollten daher verstärkt Ideen für "weniger aufwendige" Angebote bei der Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern entwickeln.

 
Leser-Kommentare
    • Topf86
    • 27.07.2009 um 13:46 Uhr

    Ähm. Was soll dieser Unsinn mit den niederländischen Studiengebühren?
    Diese werden jährlich entrichtet und sind nicht 3x sondern 1,5x höher als in den Bundesländern, die Studiengebühren erheben. Das lässt sich mit 3 Klicks über Google nachrecherchieren.

    Schlampig recherchiert oder CHE nachgeplappert?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    vielen Dank für Ihren höflichen Hinweis. Wir haben den Fehler entsprechend korrigiert.

    Herzliche Grüße, Atila Altun/ Redaktion ZEIT ONLINE

    vielen Dank für Ihren höflichen Hinweis. Wir haben den Fehler entsprechend korrigiert.

    Herzliche Grüße, Atila Altun/ Redaktion ZEIT ONLINE

  1. Die Wendung »weitere Harmonisierung des europäischen Hochschulraums« als Umschreibung für die flächendeckende Einführung (in der Vorstellung des CHE wohl sogar) kostendeckender Studiengebühren sollte mit der Auszeichnung »Euphemismus des Jahres« gelobt werden!

  2. vielen Dank für Ihren höflichen Hinweis. Wir haben den Fehler entsprechend korrigiert.

    Herzliche Grüße, Atila Altun/ Redaktion ZEIT ONLINE

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service