Steigende Ärzte-Honorare Doktoren im Glücksrausch
Vor Kurzem gesellten sich protestierende Ärzte in ihren Verarmungsszenarien bereits den Hartz-IV-Empfängern zu. Nun dürfen sie über nie dagewesene Honorarzuwächse jubeln
Es lebe die Übertreibung. Dass protestierende Ärzte den Untergang ihres Berufsstandes an die Wand malten, ist nicht lange her. Nun geht es andersherum. Die Rede ist von Schamlosigkeit, skrupellosen Lobbyisten, nie dagewesenen Honorarzuwächsen auf Kosten der krisengebeutelten Restbevölkerung. Und von Doktoren im Glücksrausch.
Tatsächlich ist der Sprung von Existenzangst zu Euphorie schon aus gesundheitlicher Sicht bedenklich. Und vielleicht empfiehlt sich auch hier eher das Maßhalten. Nehmen wir Berlin, die Stadt der großen Gewinner. Für deren Ärzte, so verkündete die Kassenärztliche Vereinigung, seien die Honorare dank der jüngsten Reform geradezu explodiert. Das Plus im ersten Quartal betrage mehr als 32 Prozent. Aber gab es zu Jahresbeginn von derselben Vereinigung nicht noch Zahlen, die Schlimmstes befürchten ließen? Reicht es jetzt plötzlich wieder für ein neues Ultraschallgerät und das Urlaubsgeld der Arzthelferin? Oder profitieren doch nur wieder die mit den vielen Apparaten?
Gewiss ist derzeit vor allem eines: Die über Gebühr jammernden Ärzte haben sich einen Bärendienst erwiesen. Sie müssen sich nun den Fragen erboster Patienten stellen, die sie im Honorarpoker benutzt haben und für deren eigene Jobs, so überhaupt noch vorhanden, solche Einkommenszuwächse unvorstellbar sind. Bei der nächsten Honorarrunde werden sie mit einem gewissen Glaubwürdigkeitsproblem zu kämpfen haben.
Moderne Medizin ist ein Spiegel der Gesellschaft
Doch Substanz für eine große Neiddebatte enthalten die Honorarzuwächse nicht. Schon weil sie sehr ungleichmäßig verteilt sind. Vom Ganzen her besehen ist die Systematik ja vernünftig: Berliner Ärzte, bislang im bundesdeutschen Honorarvergleich weit abgeschlagen, erhalten deutlich mehr. Die Spitzenverdiener im Süden dagegen bekommen weniger oder müssen sogar kleine Einbußen hinnehmen. Klar, dass es dort Proteste gibt. Wichtiger aber ist der Ausgleich. Dass die immer rarer werdenden Mediziner im Osten nun endlich aufschließen. Und dass mehr Geld in Regionen mit wenigen Privatpatienten und vielen Arbeitslosen fließt. Dem Kinderarzt in Neukölln, der sich quasi ehrenamtlich noch als Sozialarbeiter betätigt, ist auch eine zweistellige Erhöhung zu gönnen – zumal sie auf niedrigen Ausgangswerten basiert.
Noch ein Zweites scheint sich zum Positiven zu bewegen. In technische Verrichtungen wie die Labormedizin fließt nun weniger Geld, dafür werden Zuwendungen wie Hausbesuche gesondert honoriert. Der flotte Patientendurchlauf vieler Praxen belegt, dass das nötig ist. "Sprechende Medizin" ist immer noch unterbezahlt. Dabei ließe sich viel Geld sparen, wenn Mediziner ihren Patienten genauer zuhören und dafür manche unnötige Doppeluntersuchung vermeiden würden. Oder wenn nicht jedem Arzt ökonomisch nahegelegt wird, sich einen riesigen Apparate-Park in die Praxis zu stellen, den er aus Kostengründen dann auch möglichst intensiv zu nutzen gezwungen ist.
Die moderne Medizin ist ein Spiegel der Gesellschaft. Technische Spezialisierung wird hoch honoriert, die Arbeit am Menschen dagegen kaum. Der Bedarf ist oft ein anderer. Immer mehr Menschen leiden unter fehlender Zuwendung. Immer weniger wollen seelenlose Pflege in Klinik und Heim akzeptieren. Und kompetente Kinderbetreuung ist vielen wertvoller als ein noch schnellerer Computer.
Es wird Zeit, dass sich solche Bedürfnisse im Gehaltsgefüge auswirken. Die Millionen für die Kitabeschäftigten sind ein solches Signal. Die Milliarden für die Ärzte könnten auch eines sein. Wenn man Liegezeiten in Krankenhäusern verkürzt, muss man mehr in ambulante Versorgung investieren. Allerdings muss man gerecht verteilen – und Medizinern den Rücken freihalten. Dass die Sache mit den Protesten so danebenging, hing mit undurchschaubaren Abrechnungsstrukturen zusammen. Wenn Ärzte genau wüssten, wie viel sie zu welchem Zeitpunkt für welche Leistung verdienen, würden sie nicht von unbegründeter Existenzangst befallen – und gingen vielleicht auch keinem maßlosen Lobbyisten mehr auf den Leim.
- Datum 30.07.2009 - 08:46 Uhr
- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 26
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Wer keine Lobby hat, ist selbst dran schuld?
"Die Spitzenverdiener im Süden dagegen bekommen weniger oder müssen sogar kleine Einbußen hinnehmen. Klar, dass es dort Proteste gibt. Wichtiger aber ist der Ausgleich."
Sie setzen das "klar" so als sei das nicht der weiteren Debatte wert.
Man sollte nicht vergessen dass im sog. "Süden" nicht nur überproportional das allgemeine Steueraufkommen erwirtschaftet wird sondern vor allem auch die Sozialsysteme getragen werden. Dort ist die Arbeitslosigkeit niedrig, die Einkommen sind hoch - das resultiert darin dass "unter dem Strich" die Schwaben und Bayern viel mehr "einzahlen" als sie in Anspruch nehmen, viele Milliarden also gen Norden fließen. Die Berliner als Stadtgesellschaft nehmen mit Sicherheit erheblich mehr Sozial- und Versicherungsleistungen in Anspruch als die dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten "einzahlen".
Das ist nun ja das Resultat der sog. "Solidarität". Das kann einem gefallen oder nicht, ist aber so. Nun kann man es aber nicht gleichzeitig ungerecht finden wenn im sog. "Süden" auch höhere Honorare gezahlt werden - denn dort sind nicht nur Einkommen, sondern auch alle anderen Praxiskosten deutlich höher. Eine Praxis lässt sich in Berlin mit Sicherheit erheblich preisgünstiger betreiben als in München. Dazu muss man keine Studien anfertigen, ich denke dies kann keiner anzweifeln.
Die Solidarität ist also keine Einbahnstraße! Sie darf nicht nur von Süd gen Nord funktionieren, sondern muss auch zwischen Stadt und Land und dergleichen funktionieren.
Hier ist die Ärzteschaft in ihrer Selbstorganisation ("Kassenärztliche Vereinigung") gefragt. Was bei Mietspiegel und dergleichen funktioniert, warum soll das nicht bei Ärztehonoraren funktionieren? Eine an lokale Unkosten angeglichene Honorarstruktur.
Ich bin zwar kein "Schwabe", aber ich kann jeden Stuttgarter Arzt verstehen - Baden Württemberger Ärzte sind die einzigen mit durchschnittlichen Einbußen durch diese Reform - der die Welt nicht versteht. Er, aus der Landeshauptstadt eines der wenigen Länder die den "Laden" in Deutschland überhaupt noch am laufen halten und den berliner Hedonismus finanzieren, soll Einbußen haben und Kollegen in Städten mit erheblich günstigeren Mieten und sonstigen Unkosten sollen zugewinne haben. Das ist keine Solidarität sondern sehr geschickte Lobbyarbeit und Resultat der bedauernswerten Tatsache dass die "Nehmerländer" in der Bundesrepublik inzwischen in der (politischen) Mehrheit sind und die "Geberländer" de facto nach belieben auspressen können.
in NS (nein nicht Natursekt...), aber kann ihre Argumentation schon verstehen.
Vielleicht könnte Herr Öttinger - und der Seehofer gleich mit - mal anfragen, ob man vielleicht der Schweiz - unter kompletter Übernahme des dortigen Rechts - beitreten dürfe. Dann guckt der Rest von Großdeutschland aber sparsam aus der Wäsche :-)
So ein Schwachsinn ! Durch was ,oder wen sind diese Länder denn stark geworden?
Das ist genau so zu sehen im Ost- und Westvergleich. Wer hat Reperationen gezahlt und wer nicht. Wem hat man Maschinen und Handwerkszeug weggenommen und nach Rußland verschickt. Andere haben Aufbaukredite erhalten.
in NS (nein nicht Natursekt...), aber kann ihre Argumentation schon verstehen.
Vielleicht könnte Herr Öttinger - und der Seehofer gleich mit - mal anfragen, ob man vielleicht der Schweiz - unter kompletter Übernahme des dortigen Rechts - beitreten dürfe. Dann guckt der Rest von Großdeutschland aber sparsam aus der Wäsche :-)
So ein Schwachsinn ! Durch was ,oder wen sind diese Länder denn stark geworden?
Das ist genau so zu sehen im Ost- und Westvergleich. Wer hat Reperationen gezahlt und wer nicht. Wem hat man Maschinen und Handwerkszeug weggenommen und nach Rußland verschickt. Andere haben Aufbaukredite erhalten.
in NS (nein nicht Natursekt...), aber kann ihre Argumentation schon verstehen.
Vielleicht könnte Herr Öttinger - und der Seehofer gleich mit - mal anfragen, ob man vielleicht der Schweiz - unter kompletter Übernahme des dortigen Rechts - beitreten dürfe. Dann guckt der Rest von Großdeutschland aber sparsam aus der Wäsche :-)
lol
Ehm also ich aus BY (Buyern) würd nie zu den Schweizer wollen O.o Wir beäugen die hier eher skeptisch-genervt. Ein freier Freistaat Bayern wenn schon.
Das "System" ist absolut nicht das "Problem". Die deutsche Gesundheit, wie so ziemlich alles in der Bundesrepublik, funktioniert sehr effizient und auf hohem Niveau. Es ist halt, wie ebenfalls vieles in der Bundesrepublik, hoffnungslos unterfinanziert. Was durchaus eine komfortable Ausgangslage ist, die meisten Industriestaaten - Gesundheitsreformen sind nahezu überall ein Dauerthema - haben ja eher damit zu kämpfen dass ihr Gesundheitssystem mißerabel ist ganz egal wieviel Geld sie reinstecken. Als halber Amerikaner kann ich davon ein Lied singen, wenn ich mir bei einem Besuch in Übersee ein Bein breche dann lasse ich mich da nur grob flicken und dann in Deutschland richtig behandeln und operieren. Weil das in Übersee nicht nur sehr teuer ist, sondern außerhalb der Millionenmetropolen die medizinische Versorgung ein sehr schlechtes Basisniveau hat. Hier ist es ja umgekehrt, die Ärzte und Krankenpfleger sind hervorragend ausgebildet das zweifelt ja auch kaum einer an. Allein fehlt es am Geld im "System".
Und das hat halt die altbekannte, aber dennoch verdrängte oder abgekanzelte (da sofort als "West-Ost" Schlagabtausch diffamiert), Wiedervereinigung als Ursache. Man muss bei aller "Vergleicherei" bedenken dass allein darum die Bundesrepublik einfach mit keinem anderen westlichen Industrieland vergleichbar ist. Bis dahin bewegte sich die Bundesrepublik (West) je nach Weltkonjunktur ja immer so zwischen "Weltspitze" und "gutem Mittelfeld". Der Fall es Eisernen Vorhanges hat die Welt verändert, die Globalisierung, Aufstieg von China und Co., das nahm da ja alles erst richtig Fahrt auf. Aber gerade da waren die Deutschen VERSTÄNDLICHERWEISE nur mit sich selbst beschäftigt, das Land irgendwie zusammenwachsen zu lassen. Die ganzen 1990er hindurch eigentlich. Diese Zeit haben alle um uns herum natürlich genutzt, sie haben dadurch einen "Vorsprung" erreicht und gleichzeitig die ganzen Lasten natürlich nicht zu tragen die hierzulande entstanden. Der Mauerfall war, pointiert gesprochen, "unser Problem" und der Vorteil der Anderen.
Darum sehe ich diese Vergleicherei und manches Problem hierzulande auch deutlich gelassener und relativierter als das oft in der öffentlichen hysterischen Debatte der Fall ist.
Ich meine halt nur, anstatt sich mit Nabelschau zu befassen oder mit Verteilungskämpfen (zB innerhalb der Ärzteschaft), ist es sinnvoller dafür zu sorgen dass allgemein wieder mehr zum "Verteilen" da ist. Und die Bundesrepublik auch wieder zur Weltspitze gehört. Es gibt keinen rationalen Grund der dagegen spricht. Die Deutschen stehen sich hier nur selbst im Weg, da sie sich aus irgend einem Grund nichts mehr zuzutrauen und resigniert zu haben scheinen. Das ist dann aber nur deren Problem. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
lol
Ehm also ich aus BY (Buyern) würd nie zu den Schweizer wollen O.o Wir beäugen die hier eher skeptisch-genervt. Ein freier Freistaat Bayern wenn schon.
Das "System" ist absolut nicht das "Problem". Die deutsche Gesundheit, wie so ziemlich alles in der Bundesrepublik, funktioniert sehr effizient und auf hohem Niveau. Es ist halt, wie ebenfalls vieles in der Bundesrepublik, hoffnungslos unterfinanziert. Was durchaus eine komfortable Ausgangslage ist, die meisten Industriestaaten - Gesundheitsreformen sind nahezu überall ein Dauerthema - haben ja eher damit zu kämpfen dass ihr Gesundheitssystem mißerabel ist ganz egal wieviel Geld sie reinstecken. Als halber Amerikaner kann ich davon ein Lied singen, wenn ich mir bei einem Besuch in Übersee ein Bein breche dann lasse ich mich da nur grob flicken und dann in Deutschland richtig behandeln und operieren. Weil das in Übersee nicht nur sehr teuer ist, sondern außerhalb der Millionenmetropolen die medizinische Versorgung ein sehr schlechtes Basisniveau hat. Hier ist es ja umgekehrt, die Ärzte und Krankenpfleger sind hervorragend ausgebildet das zweifelt ja auch kaum einer an. Allein fehlt es am Geld im "System".
Und das hat halt die altbekannte, aber dennoch verdrängte oder abgekanzelte (da sofort als "West-Ost" Schlagabtausch diffamiert), Wiedervereinigung als Ursache. Man muss bei aller "Vergleicherei" bedenken dass allein darum die Bundesrepublik einfach mit keinem anderen westlichen Industrieland vergleichbar ist. Bis dahin bewegte sich die Bundesrepublik (West) je nach Weltkonjunktur ja immer so zwischen "Weltspitze" und "gutem Mittelfeld". Der Fall es Eisernen Vorhanges hat die Welt verändert, die Globalisierung, Aufstieg von China und Co., das nahm da ja alles erst richtig Fahrt auf. Aber gerade da waren die Deutschen VERSTÄNDLICHERWEISE nur mit sich selbst beschäftigt, das Land irgendwie zusammenwachsen zu lassen. Die ganzen 1990er hindurch eigentlich. Diese Zeit haben alle um uns herum natürlich genutzt, sie haben dadurch einen "Vorsprung" erreicht und gleichzeitig die ganzen Lasten natürlich nicht zu tragen die hierzulande entstanden. Der Mauerfall war, pointiert gesprochen, "unser Problem" und der Vorteil der Anderen.
Darum sehe ich diese Vergleicherei und manches Problem hierzulande auch deutlich gelassener und relativierter als das oft in der öffentlichen hysterischen Debatte der Fall ist.
Ich meine halt nur, anstatt sich mit Nabelschau zu befassen oder mit Verteilungskämpfen (zB innerhalb der Ärzteschaft), ist es sinnvoller dafür zu sorgen dass allgemein wieder mehr zum "Verteilen" da ist. Und die Bundesrepublik auch wieder zur Weltspitze gehört. Es gibt keinen rationalen Grund der dagegen spricht. Die Deutschen stehen sich hier nur selbst im Weg, da sie sich aus irgend einem Grund nichts mehr zuzutrauen und resigniert zu haben scheinen. Das ist dann aber nur deren Problem. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
Bitte verfolgen Sie bei der KVNO die RLV-Fallpauschalen in der Neurologie und in der Psychiatrie:
1. Quartal (das jetzt abgerechnet wurde): Neurologie 53.-€, Psychiatrie 50.-€
2. Quartal: Neurologie 48.-€, Psychiatrie 43.-€ (wird im Oktober abgerechnet)
3. Quartal: Neurologie 43.-€, Psychiatrie 23.-€ (wird im Januar 2010 abgerechnet).
Mit gleichen Leistungen und gleicher Patientenzahl wurde in unserer Dreiergemneinschaft in 1998 ein Quartalsumsatz von 400.000.- DM erzielt,
in 2003 von 130.000.-€, in 2008 von 90.000.-€, in 1/09 von 100.000.-€
Man kann aus diesem simplen Beispiel sicher eine Menge ablesen, z. B. dass die Bezahlung in der Nervenehilkunde in den letzten 10 Jahren dramatisch heruntergefahren wurde und nun noch nicht einmal ansatzweise die gleichen Umsätze wie 1998 oder 2003 erzielt werden. Man kann auch erkennen, dass nach diesem im Verrgleich zu den letzten Jahren guten Quartal die nächsten schlechten Quartale nach der Bundestagswahl schon programmiert sind.
Hier bitte ich den Autor doch einfach um etwas genauere Recherche.
Ich denke, diese Honorarerhöhungen sind gut angelegt.
Ungleich sinnvoller als es irgendwelchen Casino-Bankstern oder Boni-Rittern hinterher zu werfen.
Aber dabei darf es nicht bleiben. Konsequenterweise müssen nun Erhöhungen für Krankenschwestern und Pflegern erfolgen.
Da ist ein (sinngemäßes) Zitat von Volker Pispers überaus treffend:
"„Stellen Sie sich vor, morgen fallen alle Unternehmensberater, Investmentbanker und Aktienanalysten tot um.
Und stellen Sie sich vor, morgen würden alle Ärzte, Polizisten und Krankenpfleger tot umfallen.
Und nun überlegen Sie kurz, wen Sie persönlich vermissen würden!“
Ich würd ja die Bänker vermissen, sonst würde dann jede Menge an dolle Erben gehen...
Aber im Prinzip hat Pispers Recht.
Ich würd ja die Bänker vermissen, sonst würde dann jede Menge an dolle Erben gehen...
Aber im Prinzip hat Pispers Recht.
Ich würd ja die Bänker vermissen, sonst würde dann jede Menge an dolle Erben gehen...
Aber im Prinzip hat Pispers Recht.
So ein Schwachsinn ! Durch was ,oder wen sind diese Länder denn stark geworden?
Das ist genau so zu sehen im Ost- und Westvergleich. Wer hat Reperationen gezahlt und wer nicht. Wem hat man Maschinen und Handwerkszeug weggenommen und nach Rußland verschickt. Andere haben Aufbaukredite erhalten.
lol
Ehm also ich aus BY (Buyern) würd nie zu den Schweizer wollen O.o Wir beäugen die hier eher skeptisch-genervt. Ein freier Freistaat Bayern wenn schon.
Das "System" ist absolut nicht das "Problem". Die deutsche Gesundheit, wie so ziemlich alles in der Bundesrepublik, funktioniert sehr effizient und auf hohem Niveau. Es ist halt, wie ebenfalls vieles in der Bundesrepublik, hoffnungslos unterfinanziert. Was durchaus eine komfortable Ausgangslage ist, die meisten Industriestaaten - Gesundheitsreformen sind nahezu überall ein Dauerthema - haben ja eher damit zu kämpfen dass ihr Gesundheitssystem mißerabel ist ganz egal wieviel Geld sie reinstecken. Als halber Amerikaner kann ich davon ein Lied singen, wenn ich mir bei einem Besuch in Übersee ein Bein breche dann lasse ich mich da nur grob flicken und dann in Deutschland richtig behandeln und operieren. Weil das in Übersee nicht nur sehr teuer ist, sondern außerhalb der Millionenmetropolen die medizinische Versorgung ein sehr schlechtes Basisniveau hat. Hier ist es ja umgekehrt, die Ärzte und Krankenpfleger sind hervorragend ausgebildet das zweifelt ja auch kaum einer an. Allein fehlt es am Geld im "System".
Und das hat halt die altbekannte, aber dennoch verdrängte oder abgekanzelte (da sofort als "West-Ost" Schlagabtausch diffamiert), Wiedervereinigung als Ursache. Man muss bei aller "Vergleicherei" bedenken dass allein darum die Bundesrepublik einfach mit keinem anderen westlichen Industrieland vergleichbar ist. Bis dahin bewegte sich die Bundesrepublik (West) je nach Weltkonjunktur ja immer so zwischen "Weltspitze" und "gutem Mittelfeld". Der Fall es Eisernen Vorhanges hat die Welt verändert, die Globalisierung, Aufstieg von China und Co., das nahm da ja alles erst richtig Fahrt auf. Aber gerade da waren die Deutschen VERSTÄNDLICHERWEISE nur mit sich selbst beschäftigt, das Land irgendwie zusammenwachsen zu lassen. Die ganzen 1990er hindurch eigentlich. Diese Zeit haben alle um uns herum natürlich genutzt, sie haben dadurch einen "Vorsprung" erreicht und gleichzeitig die ganzen Lasten natürlich nicht zu tragen die hierzulande entstanden. Der Mauerfall war, pointiert gesprochen, "unser Problem" und der Vorteil der Anderen.
Darum sehe ich diese Vergleicherei und manches Problem hierzulande auch deutlich gelassener und relativierter als das oft in der öffentlichen hysterischen Debatte der Fall ist.
Ich meine halt nur, anstatt sich mit Nabelschau zu befassen oder mit Verteilungskämpfen (zB innerhalb der Ärzteschaft), ist es sinnvoller dafür zu sorgen dass allgemein wieder mehr zum "Verteilen" da ist. Und die Bundesrepublik auch wieder zur Weltspitze gehört. Es gibt keinen rationalen Grund der dagegen spricht. Die Deutschen stehen sich hier nur selbst im Weg, da sie sich aus irgend einem Grund nichts mehr zuzutrauen und resigniert zu haben scheinen. Das ist dann aber nur deren Problem. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
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