Gleichgeschlechtliche Partnerschaften Kinder brauchen keine Hetero-Eltern

Homosexuelle sollten Kinder adoptieren dürfen. Denn die traditionelle Familie nimmt daran keinen Schaden und die Qualität einer Beziehung hängt nicht vom Geschlecht ab

Im Eu-weiten Vergleich hinkt Deutschland leider mittlerweile in so einigen sozialpolitischen Bereichen hinterher – zum Beispiel hinsichtlich der Schichttransparenz, dem Zugang von Kindern aus sogenannten "einfachen Verhältnissen" zu höheren Bildungsstätten – nun auch noch auf einem weiteren Gebiet: dem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare.

Schon elf europäische Länder haben das Neue Europäische Adoptionsabkommen, nach dem auch homosexuellen Paaren das volle Adoptionsrecht eingeräumt wird (und nicht nur das Recht auf Stiefkindadoption) ratifiziert. Selbst Länder wie Spanien, jahrzehntelang mit sehr traditioneller Familienideologie ausgestattet, sind mittlerweile progressiver als Deutschland.

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Zypries’ Vorschlag einer Reformierung des Adoptionsrechts hat bei den Konservativen sofort reflexhaft moralische Entrüstung ausgelöst. Befürwortern wie Volker Beck von den Grünen ist vollkommen zuzustimmen, wenn er deren Weltbild, nachdem nur die "traditionelle Familie" eine glückliche Kindheit bescheren kann, "rückständig und realitätsfern" bezeichnet.
Mittlerweile wachsen in Deutschland nach Schätzungen 16.000 Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen auf, die meisten (94,5 Prozent) bei Frauen-Paaren.

Tatsächlich scheinen die Traditionalisten nicht einmal von Zahlen überzeugt werden zu können: Sowohl in Kalifornien als nun auch in Bamberg wurden Langzeitstudien zur Untersuchung der Entwicklung von Kindern aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen durchgeführt. Beide Studien konnten keinerlei nachteilige Entwicklung bei den "Homo-Kindern" konstatieren – weder hinsichtlich ihrer psychischen Entwicklung noch ihrer späteren Lebensbewältigung. Kinder aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen werden nicht häufiger kriminell und nicht einmal öfter homosexuell als die Kinder heterosexueller Eltern.

Der einzige Unterschied, den die kalifornische Studie feststellen konnte, war, dass Mädchen, die bei zwei Frauen aufwachsen, minimal öfter klassische "Männer-Studienfächer" wie Maschinenbau oder Luft- und Raumfahrtechnik wählen. Ein verkraftbares Ergebnis.

Homosexuellen Paaren das Recht auf Adoption zu verweigern zeugt von einem Weltbild, nach dem eine gleichgeschlechtliche Beziehung immer noch "schlechter" sei als eine gegengeschlechtliche. Und dies wiederum zeugt von einem geradezu rührend antiquierten Familienbild, in dem Mann und Frau immer noch klar voneinander abgegrenzte Rollen erfüllen, nicht nur in der Aufteilung der Lebenssphären, sondern auch in psychosozialer Hinsicht – "Mutterliebe", "Vaterstolz" und so weiter.

Es verwundert, dass führende Politiker wie Volker Kauder heute noch ernsthaft glauben, die Qualität einer Beziehung hänge nicht von Faktoren wie Zuverlässigkeit, Integrität und liebevoller Zuwendung ab, sondern – strikt binär gedacht – vom Geschlecht der Bezugsperson. Nach konservativer Logik ist ein schlechter biologischer Vater einer guten zweiten sozialen Mutter in jedem Fall vorzuziehen. Haare auf der Brust und eine tiefere Stimme sollen dem Kind eher von Nutzen sein als jede andere Eigenschaft. Doch dem widerspricht tagtäglich die Realität – und jede Studie zum Thema.

Leser-Kommentare
  1. Ja, es muss ein tolles Gefühl sein wenn man in der Klasse oder auf dem Pausenplatz mitteilen darf das man eben nicht ein Mami und Papi zu Hause hat sondern zwei Mami oder zwei Papi...

    Den dem Hedonismus und Egoismus moderner Erwachsener dürfen keine Grenzen mehr gesetzt werden.

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Tja, ich durfte auf dem Pausenhof mitteilen, dass der krumme, gebeugte Mann dort mein Vater ist und wurde dafür gehänselt. Na und? Ich liebe meinen Vater und jedes Kind, dass mich zu Hause besuchte, nahm seine Behinderung nach kurzer Zeit gar nicht mehr wahr, sondern sah ihn einfach als Menschen, der nicht durch Form sondern Inhalt (Humor, Wärme) bestimmt wird. Vielleicht half es den meisten meiner Freunde auch Vorurteil gegenüber körperlich benachteiligten Menschen abzubauen. Und vielleicht wünschte ich innerlich grade Ihre Schulfreunde hätten 2 Mamas gehabt, damit Sie hier nicht solchen menschenverachtenden Schmu schreiben würden.

    "...
    Es blickt mit strahlenden Augen
    aufs Wellengewell und -gejohl ...
    Es hat einen - Fisch im Magen
    und fühlt sich gewaltig wohl.
    ..."
    Morgenstern und Abendsonne

    dass es für diese Kinder schwierig werden kann, zumal sie mit Kindern die ihrer Erziehung ausgeliefert waren, zusammentreffen könnten.
    Um es mit Praunheim zu sagen: "Nicht der Homosexuelle ist pervers sondern die Situation in der er lebt"

    Ja, es muss ein tolles Gefühl sein wenn man in der Klasse oder auf dem Pausenplatz mitteilen darf das man eben nicht ein Mami und Papi zu Hause hat sondern zwei Mami oder zwei Papi...

    Sie meinen, weil man von lauter Charakter[...]-Kindern umgeben ist, zu denen diese von ihren hochanständigen Eltern gemacht wurden? Wie nennt man denn solche Eltern? "Moderne Erwachsene" sicher nicht, das würden die wohl auch verabscheuen. Ist halt deutsche Tradition, dass man den Kindern eintrichtert, was gute und was schlechte Menschen sind. der zivilisatorische Lack des Wohlstands ist dünn. Danke, dass Sie uns daran erinnern.

    Den vermeintlichen Hedonismus und Egoismus anderer zu kritisieren ist übrigens viel weniger lächerlich, wenn man sich selber genau diesem Hedonismus und Egoismus fröhnt. Denken Sie darüber mal angestrengt nach. Wie am besten zukünftig generell, bevor Sie auf "Kommentar hinzufügen" klicken.

    [Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    Gedacht wie ein echter "Erwachsener"-warum sollte es ein unangenehmes Gefühl sein für ein Kind, zwei Mamas oder Papas zu haben? Das Gefühl kommt wohl eher von Ihnen und Ihren eigenen Voruteilen.
    Was das "anders als die anderen Kinder" Gefühl angeht-das setzt ja auch wieder voraus, dass es ein "normal" und ein "unnormal" gibt.Warum kann damit nicht langsam Schluss sein?
    Es war kein schönes Gefühl für mich, zu sagen "Ich habe keinen Papa", dennoch hatten all meine andern Freunde auch keinen. Wie ist es für ein Kind zu sagen, "Meine Mutter spricht kein Deutsch" oder "Ich habe kein eigenes Zimmer" oder "Mein Vater hat keinen Beruf"? Sollten wir nicht langsam mal aufhören, mit dem Gut-Schlecht, Richtig-Falsch eingetrichtere? Kein Kind denkt von seiner normalen Situation irgendetwas Schlechtes, wenn es sich zuhause wohl fühlt, solange ihm nicht irgendein Erwachsener etwas andres erzählt!

    Tja, ich durfte auf dem Pausenhof mitteilen, dass der krumme, gebeugte Mann dort mein Vater ist und wurde dafür gehänselt. Na und? Ich liebe meinen Vater und jedes Kind, dass mich zu Hause besuchte, nahm seine Behinderung nach kurzer Zeit gar nicht mehr wahr, sondern sah ihn einfach als Menschen, der nicht durch Form sondern Inhalt (Humor, Wärme) bestimmt wird. Vielleicht half es den meisten meiner Freunde auch Vorurteil gegenüber körperlich benachteiligten Menschen abzubauen. Und vielleicht wünschte ich innerlich grade Ihre Schulfreunde hätten 2 Mamas gehabt, damit Sie hier nicht solchen menschenverachtenden Schmu schreiben würden.

    "...
    Es blickt mit strahlenden Augen
    aufs Wellengewell und -gejohl ...
    Es hat einen - Fisch im Magen
    und fühlt sich gewaltig wohl.
    ..."
    Morgenstern und Abendsonne

    dass es für diese Kinder schwierig werden kann, zumal sie mit Kindern die ihrer Erziehung ausgeliefert waren, zusammentreffen könnten.
    Um es mit Praunheim zu sagen: "Nicht der Homosexuelle ist pervers sondern die Situation in der er lebt"

    Ja, es muss ein tolles Gefühl sein wenn man in der Klasse oder auf dem Pausenplatz mitteilen darf das man eben nicht ein Mami und Papi zu Hause hat sondern zwei Mami oder zwei Papi...

    Sie meinen, weil man von lauter Charakter[...]-Kindern umgeben ist, zu denen diese von ihren hochanständigen Eltern gemacht wurden? Wie nennt man denn solche Eltern? "Moderne Erwachsene" sicher nicht, das würden die wohl auch verabscheuen. Ist halt deutsche Tradition, dass man den Kindern eintrichtert, was gute und was schlechte Menschen sind. der zivilisatorische Lack des Wohlstands ist dünn. Danke, dass Sie uns daran erinnern.

    Den vermeintlichen Hedonismus und Egoismus anderer zu kritisieren ist übrigens viel weniger lächerlich, wenn man sich selber genau diesem Hedonismus und Egoismus fröhnt. Denken Sie darüber mal angestrengt nach. Wie am besten zukünftig generell, bevor Sie auf "Kommentar hinzufügen" klicken.

    [Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    Gedacht wie ein echter "Erwachsener"-warum sollte es ein unangenehmes Gefühl sein für ein Kind, zwei Mamas oder Papas zu haben? Das Gefühl kommt wohl eher von Ihnen und Ihren eigenen Voruteilen.
    Was das "anders als die anderen Kinder" Gefühl angeht-das setzt ja auch wieder voraus, dass es ein "normal" und ein "unnormal" gibt.Warum kann damit nicht langsam Schluss sein?
    Es war kein schönes Gefühl für mich, zu sagen "Ich habe keinen Papa", dennoch hatten all meine andern Freunde auch keinen. Wie ist es für ein Kind zu sagen, "Meine Mutter spricht kein Deutsch" oder "Ich habe kein eigenes Zimmer" oder "Mein Vater hat keinen Beruf"? Sollten wir nicht langsam mal aufhören, mit dem Gut-Schlecht, Richtig-Falsch eingetrichtere? Kein Kind denkt von seiner normalen Situation irgendetwas Schlechtes, wenn es sich zuhause wohl fühlt, solange ihm nicht irgendein Erwachsener etwas andres erzählt!

  2. In einem Punkt verlieren einige heterosexuelle Paare doch drastisch, wenn homosexuelle Paare bei der Adoption gleich gestellt werden:

    Und zwar jene hetersexuellen Paare, die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können.
    Denn um die gleiche Anzahl Kinder bewerben sich dann plötzlich viel mehr Paare. Und die Wahrscheinlichkeit, den Kinderwunsch erfüllt zu bekommen, sinkt für Mann-Frau-Paare, die biologisch nicht Eltern werden können, drastisch.

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    Und die Wahrscheinlichkeit, den Kinderwunsch erfüllt zu bekommen, sinkt für Mann-Frau-Paare, die biologisch nicht Eltern werden können, drastisch.

    Und Sie finden es unpassend, diese ungerechtfertigte Bevorzugung abzuschaffen?

    • ascola
    • 17.08.2012 um 23:07 Uhr

    Das wäre doch wahrscheinlich gar nicht der Fall. Im Einzelfall wird behördlich entschieden, und wir dürfen wohl davon ausgehen, dass die Ämter nicht plötzlich reihenweise homosexuelle Paare bevorzugen werden, im Gegenteil: es dürfte gerade wegen der Konkurrenz schwierig bleiben für Lebenspartnerschaften.

    Und die Wahrscheinlichkeit, den Kinderwunsch erfüllt zu bekommen, sinkt für Mann-Frau-Paare, die biologisch nicht Eltern werden können, drastisch.

    Und Sie finden es unpassend, diese ungerechtfertigte Bevorzugung abzuschaffen?

    • ascola
    • 17.08.2012 um 23:07 Uhr

    Das wäre doch wahrscheinlich gar nicht der Fall. Im Einzelfall wird behördlich entschieden, und wir dürfen wohl davon ausgehen, dass die Ämter nicht plötzlich reihenweise homosexuelle Paare bevorzugen werden, im Gegenteil: es dürfte gerade wegen der Konkurrenz schwierig bleiben für Lebenspartnerschaften.

    • Rellem
    • 28.07.2009 um 16:36 Uhr

    Hallo
    Homosexuelle Paare aller Art sind nicht in der Lage auf regulärem Weg Kinder zu bekommen.
    Lesben müssen sich dazu mit einem Mann einlassen, bei Homos klappt es prinzipiell nicht , also bleibt nur der Weg der Adoption. Um diesen Weg gehen zu können, muss man sich die öffentliche Meinung etwas zurecht biegen. Am besten geht das über "wissenschaftliche Studien" um dem kritischen Beobachter gleich mal von vornherein den Mund zu stopfen. Die ganze Schosse passt aber ausgezeichnet in das gegenwärtige Klima, in dem Familien und Männer gnadenlos diffamiert und herabgesetzt werden und von "Zwangsheterosexualität“ gefaselt wird. Denn eines ist mal klar, die Anzahl der Kinder die freiwillig zur Adoption frei gegeben werden, ist verschwindend gering und die klassische Familie IST für Kinder der beste Ort um auf zu wachsen und nichts anderes.
    Passender Kommentar zum Thema, wenn auch leicht OT, von Andre F. Lichtschlag
    http://ef-magazin.de/2009...
    Gruss
    Rene

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    und die klassische Familie IST für Kinder der beste Ort um auf zu wachsen und nichts anderes.

    Und wer hat Ihnen das erzählt? Hätten Sie in einer "klassischen Familie" richtiges Deutsch gelernt, oder wie muss man sich den "besten Ort" vorstellen?

    "...die klassische Familie IST für Kinder der beste Ort um auf zu wachsen und nichts anderes."

    Eh Basta? Oder wie wollten Sie Ihre These untermauern?

    Sie halten sich also für den "kritischen Beobachter", dem durch "wissenschaftliche Studien" das Maul gestopft wird?

    Wissen Sie, Rellem, Kritik hat etwas mit Wertung zu tun und vielleicht werten und bewerten Sie gleichgeschlechtliche Beziehungen abwertend; das ist zwar doof, aber offensichtlich Ihre Betrachtungsweise. Sei es drum!
    Hier geht es nicht - wie in Ihrer Kommentarüberschrift angedeutet - um Gefälligkeitsgutachten, sondern um langjährige Studien.

    "Die ganze Schosse passt aber ausgezeichnet in das gegenwärtige Klima, in dem Familien und Männer gnadenlos diffamiert und herabgesetzt werden und von "Zwangsheterosexualität“ gefaselt wird."

    Die Chose (!!) unterstützt und passt also in das gegenwärtig herrschende Klima der Männer- und Familienfeindlichkeit?
    Wann wurden SIE denn zuletzt als Zwangshetero geoutet? Wann wurden Sie als Mann (der sie ja offensichtlich sind) diffamiert? Wo werden Familien diffamiert und herabgesetzt? Beim Ehegattensplitting? Bei der Wohnungs- oder Jobsuche? Im Adoptionsrecht?

    Wissen Sie, meiner Ansicht nach sollte jeder Mensch seine eigene Meinung haben und sie auch vertreten können - und sei sie auch noch so bekloppt! Meiner Ansicht nach sollten auch alle Menschen ihre Religion oder Glaubensfreiheit, ihre politische Orientierung, ihre Nahrungsgewohnheiten, die eigenen Schlafbedürfnisse, die Weltanschauungen, die Sexualität etc. so leben können, wie sie es für richtig halten. Jedenfalls so lange kein anderer Mensch geschädigt wird.
    Ich halte Bigotterie für schädlich! Die klassische Familie als für Kinder optimalen Ort des Aufwachsens zu benennen, zeugt nicht unbedingt von Menschenkenntnis und Weitblick. Papi, Mami und der (gewünschte!!!) Nachwuchs sind kein Garant für Kindesglück. Für Elternglück übrigens auch nicht!
    Witzig finde ich, dass gerade die CSU sich diesbezüglich so ins Zeug legt, wo doch der Herr Seehofer vor einiger Zeit ein Kindlein gezeugt hat, dessen Glück und Zufriedenheit hoffentlich nicht von dem nicht-anwesenden Kindesvater abhängig ist.
    Achso Rellem...noch ein Aufreger für Sie: Heterosexualität ist heilbar - Es gibt ja ratiopharm! *g*

    Ich teile nicht die Formulierungen von Rellem ! Aber in der SAche teile ich sie Teilweise !
    Ansatz : Konseratives Gedankengut ( CDU ) bezieht u.a. darauf das die "Keimzelle" der Gesellschaft die Familie ist , so wie Merkel und Co es sich vorstellen , Vater ,Mutter , und Kinder . Wenn möglich nicht mehr als 2 oder 3 .
    Wenn jetzt die Adoption , z.b. von Justizministerin Zypries durch Homosexuelle Paare erlaubt werden soll ( Focus Online vom 23.07.2009 ) ist das ganz entscheidend .
    Es passt gut zum Zeitgeist , das man sich weltoffen und Liberal gibt , aber
    übertrieben gesagt : " Wie viel "Liberatlität" kann sich diese Gesellschaft noch erlauben" ?
    Wir haben jetzt schon viele Menschen ,die an Rande der Gesellschaft leben
    ( u.a. Unterschichten Fernsehen , Harald Schmidt 2008 , Hartz 4 ) , sollten wir hier nicht erst mal für "Ordnung sorgen" bevor wir uns mit solchen eher Unwichtigen
    Sachen beschäftigen ?

    "...die klassische Familie IST für Kinder der beste Ort um auf zu wachsen und nichts anderes." - Eh Basta!

    Gut erkannt, reporterchen!

    Also mal vorweg ich leg im internet keinen großen wert auf rechtschreibung und etwas dergleichen.
    ich bin selbst 23 bin berufssoldat meine eltern sind ein stinknormales heterosexeuelles paar mit eigenheim und allem drum und dran. ich selbst bin schwul hatte eine normale kindheit hab mich mit 15 geoutet und klar hat man da probleme bei manchen minderbem.... zu gut deutsch blagen die intollerante im mittelalter hängengebliebene eltern haben ja mein gott so ist die welt nunmal und und wie es so schön in (gefälligkeitsgutachten) heisst... ja kinder sollten in normalen familien aufwachsen so wie es für den autor dieses beitrags besser gewesen wäre^^. ich hab nach der schule auch ein praktikum in einem kinderheim gemacht es war ne kleinstadt und dennoch war es da gerammelt voll keiner will diese kinder aber wenn mein langjähriger partner und ich erstmal verheiratet sind und und bodenständiger dann würde ich es begrüßen wenn heterosexuelle paare sich schon zu fein für ein heimkind sind dann lasst uns doch bitte die möglichkeit ihnen liebe und eine gute kindheit zu bieten.

    [...]

    lieben gruß

    Gekürzt. Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mk

    und die klassische Familie IST für Kinder der beste Ort um auf zu wachsen und nichts anderes.

    Und wer hat Ihnen das erzählt? Hätten Sie in einer "klassischen Familie" richtiges Deutsch gelernt, oder wie muss man sich den "besten Ort" vorstellen?

    "...die klassische Familie IST für Kinder der beste Ort um auf zu wachsen und nichts anderes."

    Eh Basta? Oder wie wollten Sie Ihre These untermauern?

    Sie halten sich also für den "kritischen Beobachter", dem durch "wissenschaftliche Studien" das Maul gestopft wird?

    Wissen Sie, Rellem, Kritik hat etwas mit Wertung zu tun und vielleicht werten und bewerten Sie gleichgeschlechtliche Beziehungen abwertend; das ist zwar doof, aber offensichtlich Ihre Betrachtungsweise. Sei es drum!
    Hier geht es nicht - wie in Ihrer Kommentarüberschrift angedeutet - um Gefälligkeitsgutachten, sondern um langjährige Studien.

    "Die ganze Schosse passt aber ausgezeichnet in das gegenwärtige Klima, in dem Familien und Männer gnadenlos diffamiert und herabgesetzt werden und von "Zwangsheterosexualität“ gefaselt wird."

    Die Chose (!!) unterstützt und passt also in das gegenwärtig herrschende Klima der Männer- und Familienfeindlichkeit?
    Wann wurden SIE denn zuletzt als Zwangshetero geoutet? Wann wurden Sie als Mann (der sie ja offensichtlich sind) diffamiert? Wo werden Familien diffamiert und herabgesetzt? Beim Ehegattensplitting? Bei der Wohnungs- oder Jobsuche? Im Adoptionsrecht?

    Wissen Sie, meiner Ansicht nach sollte jeder Mensch seine eigene Meinung haben und sie auch vertreten können - und sei sie auch noch so bekloppt! Meiner Ansicht nach sollten auch alle Menschen ihre Religion oder Glaubensfreiheit, ihre politische Orientierung, ihre Nahrungsgewohnheiten, die eigenen Schlafbedürfnisse, die Weltanschauungen, die Sexualität etc. so leben können, wie sie es für richtig halten. Jedenfalls so lange kein anderer Mensch geschädigt wird.
    Ich halte Bigotterie für schädlich! Die klassische Familie als für Kinder optimalen Ort des Aufwachsens zu benennen, zeugt nicht unbedingt von Menschenkenntnis und Weitblick. Papi, Mami und der (gewünschte!!!) Nachwuchs sind kein Garant für Kindesglück. Für Elternglück übrigens auch nicht!
    Witzig finde ich, dass gerade die CSU sich diesbezüglich so ins Zeug legt, wo doch der Herr Seehofer vor einiger Zeit ein Kindlein gezeugt hat, dessen Glück und Zufriedenheit hoffentlich nicht von dem nicht-anwesenden Kindesvater abhängig ist.
    Achso Rellem...noch ein Aufreger für Sie: Heterosexualität ist heilbar - Es gibt ja ratiopharm! *g*

    Ich teile nicht die Formulierungen von Rellem ! Aber in der SAche teile ich sie Teilweise !
    Ansatz : Konseratives Gedankengut ( CDU ) bezieht u.a. darauf das die "Keimzelle" der Gesellschaft die Familie ist , so wie Merkel und Co es sich vorstellen , Vater ,Mutter , und Kinder . Wenn möglich nicht mehr als 2 oder 3 .
    Wenn jetzt die Adoption , z.b. von Justizministerin Zypries durch Homosexuelle Paare erlaubt werden soll ( Focus Online vom 23.07.2009 ) ist das ganz entscheidend .
    Es passt gut zum Zeitgeist , das man sich weltoffen und Liberal gibt , aber
    übertrieben gesagt : " Wie viel "Liberatlität" kann sich diese Gesellschaft noch erlauben" ?
    Wir haben jetzt schon viele Menschen ,die an Rande der Gesellschaft leben
    ( u.a. Unterschichten Fernsehen , Harald Schmidt 2008 , Hartz 4 ) , sollten wir hier nicht erst mal für "Ordnung sorgen" bevor wir uns mit solchen eher Unwichtigen
    Sachen beschäftigen ?

    "...die klassische Familie IST für Kinder der beste Ort um auf zu wachsen und nichts anderes." - Eh Basta!

    Gut erkannt, reporterchen!

    Also mal vorweg ich leg im internet keinen großen wert auf rechtschreibung und etwas dergleichen.
    ich bin selbst 23 bin berufssoldat meine eltern sind ein stinknormales heterosexeuelles paar mit eigenheim und allem drum und dran. ich selbst bin schwul hatte eine normale kindheit hab mich mit 15 geoutet und klar hat man da probleme bei manchen minderbem.... zu gut deutsch blagen die intollerante im mittelalter hängengebliebene eltern haben ja mein gott so ist die welt nunmal und und wie es so schön in (gefälligkeitsgutachten) heisst... ja kinder sollten in normalen familien aufwachsen so wie es für den autor dieses beitrags besser gewesen wäre^^. ich hab nach der schule auch ein praktikum in einem kinderheim gemacht es war ne kleinstadt und dennoch war es da gerammelt voll keiner will diese kinder aber wenn mein langjähriger partner und ich erstmal verheiratet sind und und bodenständiger dann würde ich es begrüßen wenn heterosexuelle paare sich schon zu fein für ein heimkind sind dann lasst uns doch bitte die möglichkeit ihnen liebe und eine gute kindheit zu bieten.

    [...]

    lieben gruß

    Gekürzt. Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mk

  3. Tja, ich durfte auf dem Pausenhof mitteilen, dass der krumme, gebeugte Mann dort mein Vater ist und wurde dafür gehänselt. Na und? Ich liebe meinen Vater und jedes Kind, dass mich zu Hause besuchte, nahm seine Behinderung nach kurzer Zeit gar nicht mehr wahr, sondern sah ihn einfach als Menschen, der nicht durch Form sondern Inhalt (Humor, Wärme) bestimmt wird. Vielleicht half es den meisten meiner Freunde auch Vorurteil gegenüber körperlich benachteiligten Menschen abzubauen. Und vielleicht wünschte ich innerlich grade Ihre Schulfreunde hätten 2 Mamas gehabt, damit Sie hier nicht solchen menschenverachtenden Schmu schreiben würden.

    "...
    Es blickt mit strahlenden Augen
    aufs Wellengewell und -gejohl ...
    Es hat einen - Fisch im Magen
    und fühlt sich gewaltig wohl.
    ..."
    Morgenstern und Abendsonne

    2 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Ja, es muss ein tolles"
  4. aber mit dem Satz:"Kinder aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen werden nicht häufiger kriminell und nicht einmal öfter homosexuell als die Kinder heterosexueller Eltern."offenbaren sie ihren tatsächlichen Reflektionsstand zum Thema Homosexualität. Es wäre dem Artikel wesentlich besser angestanden, hätten sie die Untersuchung gesellschaftlich abweichender Verhaltensweisen in der ausbleibende Kriminalität und ausbleibende Homosexualität als gleichberechtigte Indizien für eine gelungene Entwicklung herangezogen werden, als Kritikpunkt aufgegriffen. Wirklich eine tolle Begründung für das Adoptionsrecht, daß Homosexuelle Kinder nicht zu Kriminellen oder ihresgleichen erziehen - merken sie was???

    Vor wenn soll ich mich mehr fürchten: den Wölfen, die als solche zu erkennen sind oder denen die sich in ihrer pseudoliberalen Verkleidung selbst für Schafe halten.

    Eine Leser-Empfehlung
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    in seinem Kontext empfand ich als so niederträchtige Unverschämtheit, daß ich mich jedes weiteren Kommentars zu dem Artikel enthalte.

    "Kinder aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen werden nicht häufiger kriminell und nicht einmal öfter homosexuell als die Kinder heterosexueller Eltern."

    Ich hätte auch erwartet, dass Homo-Kinder öfter homo werden. Öffentlich jedenfalls. Denn wie viele Homos versuchen sich erst mal als Heteros, weil das viel einfacher erscheint, als das der Mama klar zu machen, die doch glaubt, dass in Omas Jugend alles besser war...

    Ich hatte diesen Halbsatz von Frau Dückers eigentlich als Antwort auf vermeintliche Befürchtungen einer "ausufernden", weil gelernten Homosexualität verstanden.
    Dass Kinder "nicht einmal öfter homosexuell (werden) als die Kinder heterosexueller Eltern", strong> ist doch die Befürchtung vieler Gegner des Adoptionsrechts gleichgeschlechtlicher Eltern.
    Es handelt sich schließlich nicht um eine Krankheit..Homosexualität ist - auch wenn manche Zeitgenossen das anders sehen zu scheinen - nicht ansteckend!! Sie wird auch nicht erlernt oder vererbt..

    • Rusty
    • 28.07.2009 um 18:41 Uhr

    sollten Sie sich eine andere Zeitung suchen, wenn sie einem Text nicht seinen mutmaßlichen Sinn entnehmen können. "Nicht einmal kriminell" dürfte sich darauf beziehen, dass die eine Annahme die weiter verbreitete und auch näherliegende ist, als die Andere. Nicht einmal die naheliegendste Befürchtung konnte durch Studien belegt werden.
    Wenn Sie sich schon über eine kleine Doppelsinnigkeit in einem klaren Befürworter-Statement derart brüskiert, halte ich mit meinen konservativen Einstellungen mal lieber hinter’m Berg.

    in seinem Kontext empfand ich als so niederträchtige Unverschämtheit, daß ich mich jedes weiteren Kommentars zu dem Artikel enthalte.

    "Kinder aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen werden nicht häufiger kriminell und nicht einmal öfter homosexuell als die Kinder heterosexueller Eltern."

    Ich hätte auch erwartet, dass Homo-Kinder öfter homo werden. Öffentlich jedenfalls. Denn wie viele Homos versuchen sich erst mal als Heteros, weil das viel einfacher erscheint, als das der Mama klar zu machen, die doch glaubt, dass in Omas Jugend alles besser war...

    Ich hatte diesen Halbsatz von Frau Dückers eigentlich als Antwort auf vermeintliche Befürchtungen einer "ausufernden", weil gelernten Homosexualität verstanden.
    Dass Kinder "nicht einmal öfter homosexuell (werden) als die Kinder heterosexueller Eltern", strong> ist doch die Befürchtung vieler Gegner des Adoptionsrechts gleichgeschlechtlicher Eltern.
    Es handelt sich schließlich nicht um eine Krankheit..Homosexualität ist - auch wenn manche Zeitgenossen das anders sehen zu scheinen - nicht ansteckend!! Sie wird auch nicht erlernt oder vererbt..

    • Rusty
    • 28.07.2009 um 18:41 Uhr

    sollten Sie sich eine andere Zeitung suchen, wenn sie einem Text nicht seinen mutmaßlichen Sinn entnehmen können. "Nicht einmal kriminell" dürfte sich darauf beziehen, dass die eine Annahme die weiter verbreitete und auch näherliegende ist, als die Andere. Nicht einmal die naheliegendste Befürchtung konnte durch Studien belegt werden.
    Wenn Sie sich schon über eine kleine Doppelsinnigkeit in einem klaren Befürworter-Statement derart brüskiert, halte ich mit meinen konservativen Einstellungen mal lieber hinter’m Berg.

  5. in seinem Kontext empfand ich als so niederträchtige Unverschämtheit, daß ich mich jedes weiteren Kommentars zu dem Artikel enthalte.

    Antwort auf "Gut gemeinter Artikel"
  6. Nur, weil so manche bunte Erscheinungen des menschlichen Lebens immer hoffähiger werden und sich auch ein entsprechendes Lobbywesen dazu gesellt, ist hier noch längst nicht alles im Sinne der Natur.

    Und auch wenn die "normale" heterosexuelle Elternschaft sich nicht in allen Fällen als vorbildlich erweist, so ist es noch immer schlicht natürlich, wenn Kinder aus "natürlichen" Beziehungen hervorgehen und auch dort aufwachsen, wo eine naturgegebene Vorbildlichkeit vorliegt.

    Der Begriff "Natur" leitet sich noch immer vom Wortstamm des Gebärens ab, deshalb ist der Anspruch homosexueller Paare, die dieses urgegebene Faktum nicht erfüllen können, schlicht wider die Natur.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...ist auch wider die Natur. Wollen Sie Ehepaaren, die auf normalem Weg keine Kinder kriegen können diesen Weg auch nicht erlauben? Wo fangen Sie an mit den Beschränkungen? Was lassen Sie zu?

    Mit Verweisen auf "Natürlichkeit" sollte man im sozikulturellen Kontext vorsichtig sein.
    So ist es bei einigen Tieren zum Beispiel "natürlich" dass Individuen ihren Nachwuchs verspeisen, dass Spätentwickler aus dem Nest gedrängt werden oder Dergleichen..
    Solche Vergleiche verbieten sich natürlich bei Menschen, ich wollte nur darauf hinweisen dass der "Natürlichkeits"-Zeigefinger ein Anachronismus ist und in Sozialdarwinistische Zeiten zurückdatiert...

    Hitler war im Sinne der Natur, um mal das beliebteste deutsche Beispiel aufzugreifen.
    (Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf NS-Analogien. Die Redaktion/jk)

    Zum Glück sind die Menschen, wenn auch nicht in der Mehrheit, aber doch zu einem steigenden Anteil, seit mehreren tausend Jahren dabei, sich von den "naturgegebenen Vorbildlichkeiten" zu lösen. Und "menschlich" zu werden.

    was im sinne der natur ist - diese entscheidung sollte der mensch sich nicht anmassen. ist im übrigen auch nicht nötig. das klärt sich mit der zeit - evolution! ganz von selbst. ohne das wir gott spielen brauchen. so einfach ist das. übrigens ist das natürlich, was einer gesellschaft momentan! nützt. und in unserer heutigen gesellschaft würde ich immer für 2 eltern anstatt einem elternteil oder waisenhaus stimmen.

    Was ist schon "natürlich"? Tiere haben schon sehr unterschiedliche Verhaltensweisen und ziehen ihren Nachwuchs sehr unterschiedlich auf. Da dürfte sich mehr oder weniger für alles Beispiele finden, nicht dass diese Beispiele irgendwie auf den Menschen übertragbar wären. Was bezüglich auf den Menschen natürlich ist, ist schon gar nicht zu sagen. Der Mensch ist nun mal (wie zu gewissem Grad ja schon manche Tiere) ein soziales Wesen, es ist einfach nicht so, dass es ein "natürliches" verhalten des Menschen gäbe, da es ein fester Bestandteil seines Verhaltens ist, eben in einer Gesellschaft zu leben und seine Regeln, nach denen er lebt, so selbst zu bestimmen und zu verändern.
    Nun können homosexuelle Paare keine Kinder zeugen, aber daraus lässt sich doch nicht schließen, dass sie sie nicht aufziehen könnten. An der Erziehung eines Kindes sind ohnehin nicht nur die Eltern beteiligt, vor allem, wenn man an frühere Großfamilien denkt oder an früh sterbende Elternteile.
    Das einzige, ernsthafte Problem, das ich dabei sehe, ist eben das der mangelnden, sozialen Akzeptanz. Aber homosexuelle Eltern zu haben dürfte dann wohl eine Eigenschaft von vielen sein, für die man der Schule gehänselt oder gemobbt werden kann.

    Ich möchte dazu auch noch etwas sagen: Es stimmt NICHT, dass das Erziehen des Nachwuchses durch Homosexuelle unnatürlich sei.

    Ich begebe mich nun ebenfalls mal auf diese (niedrige!) Ebene, dass, was Tiere tun, ja auch das Bessere ist (meiner Ansicht ist das aber ein dummes Totschlagargument, wenn einem sonst die Argumente ausgegangen sind; ich meine, wozu betiteln wir uns denn damit, "Besser" zu sein als die Tiere, und gleichzeitig argumentieren wir, dass "natürlich" besser ist.

    Um zur Sache zu kommen: Im Tierreich scheint Homosexualität in sozialen Gruppen sogar die FUNKTION zu haben, den Nachwuchs der heterosexuellen Tiere großzuziehen. Während die heterosexuellen Elterntiere sich meist in den Paarungsritualen vertricken und durch Kämpfe um Paarungspartner abgelenkt sind, bieten homosexuelle Tierpaare eine sichere Festung, um den Nachwuchs aus der lebensgefährlichen Lage nahe den paarungswilligen Eltern unterzubringen. Nicht nur bei Affen (die ja gerne als Beispiel für unsere natürlichen Wurzeln missbraucht werden) oder den gern für die Homosexualität herbeigezogenen Giraffen ist dies zu beobachten, sondern wurde schon bei vielen verschiedenen Tiergruppen beobachtet. Der Nachwuchs, der den Großteil des Lebens bei Homo-Tieren aufwuchs, hatte dabei übrigens die höhere Überlebenschance.

    Damit ist nun HOFFENTLICH auch mal dieses (nicht-)Argument diffamiert, das wie eine Sirene jedesmal laut aufheult, wenn jemand mal versucht, die Unlogik einer verkorksten Gesellschaft aufzuzeigen, die partout nicht zugeben kann, dass sie selbst noch immer homophob ist.

    ...ist auch wider die Natur. Wollen Sie Ehepaaren, die auf normalem Weg keine Kinder kriegen können diesen Weg auch nicht erlauben? Wo fangen Sie an mit den Beschränkungen? Was lassen Sie zu?

    Mit Verweisen auf "Natürlichkeit" sollte man im sozikulturellen Kontext vorsichtig sein.
    So ist es bei einigen Tieren zum Beispiel "natürlich" dass Individuen ihren Nachwuchs verspeisen, dass Spätentwickler aus dem Nest gedrängt werden oder Dergleichen..
    Solche Vergleiche verbieten sich natürlich bei Menschen, ich wollte nur darauf hinweisen dass der "Natürlichkeits"-Zeigefinger ein Anachronismus ist und in Sozialdarwinistische Zeiten zurückdatiert...

    Hitler war im Sinne der Natur, um mal das beliebteste deutsche Beispiel aufzugreifen.
    (Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf NS-Analogien. Die Redaktion/jk)

    Zum Glück sind die Menschen, wenn auch nicht in der Mehrheit, aber doch zu einem steigenden Anteil, seit mehreren tausend Jahren dabei, sich von den "naturgegebenen Vorbildlichkeiten" zu lösen. Und "menschlich" zu werden.

    was im sinne der natur ist - diese entscheidung sollte der mensch sich nicht anmassen. ist im übrigen auch nicht nötig. das klärt sich mit der zeit - evolution! ganz von selbst. ohne das wir gott spielen brauchen. so einfach ist das. übrigens ist das natürlich, was einer gesellschaft momentan! nützt. und in unserer heutigen gesellschaft würde ich immer für 2 eltern anstatt einem elternteil oder waisenhaus stimmen.

    Was ist schon "natürlich"? Tiere haben schon sehr unterschiedliche Verhaltensweisen und ziehen ihren Nachwuchs sehr unterschiedlich auf. Da dürfte sich mehr oder weniger für alles Beispiele finden, nicht dass diese Beispiele irgendwie auf den Menschen übertragbar wären. Was bezüglich auf den Menschen natürlich ist, ist schon gar nicht zu sagen. Der Mensch ist nun mal (wie zu gewissem Grad ja schon manche Tiere) ein soziales Wesen, es ist einfach nicht so, dass es ein "natürliches" verhalten des Menschen gäbe, da es ein fester Bestandteil seines Verhaltens ist, eben in einer Gesellschaft zu leben und seine Regeln, nach denen er lebt, so selbst zu bestimmen und zu verändern.
    Nun können homosexuelle Paare keine Kinder zeugen, aber daraus lässt sich doch nicht schließen, dass sie sie nicht aufziehen könnten. An der Erziehung eines Kindes sind ohnehin nicht nur die Eltern beteiligt, vor allem, wenn man an frühere Großfamilien denkt oder an früh sterbende Elternteile.
    Das einzige, ernsthafte Problem, das ich dabei sehe, ist eben das der mangelnden, sozialen Akzeptanz. Aber homosexuelle Eltern zu haben dürfte dann wohl eine Eigenschaft von vielen sein, für die man der Schule gehänselt oder gemobbt werden kann.

    Ich möchte dazu auch noch etwas sagen: Es stimmt NICHT, dass das Erziehen des Nachwuchses durch Homosexuelle unnatürlich sei.

    Ich begebe mich nun ebenfalls mal auf diese (niedrige!) Ebene, dass, was Tiere tun, ja auch das Bessere ist (meiner Ansicht ist das aber ein dummes Totschlagargument, wenn einem sonst die Argumente ausgegangen sind; ich meine, wozu betiteln wir uns denn damit, "Besser" zu sein als die Tiere, und gleichzeitig argumentieren wir, dass "natürlich" besser ist.

    Um zur Sache zu kommen: Im Tierreich scheint Homosexualität in sozialen Gruppen sogar die FUNKTION zu haben, den Nachwuchs der heterosexuellen Tiere großzuziehen. Während die heterosexuellen Elterntiere sich meist in den Paarungsritualen vertricken und durch Kämpfe um Paarungspartner abgelenkt sind, bieten homosexuelle Tierpaare eine sichere Festung, um den Nachwuchs aus der lebensgefährlichen Lage nahe den paarungswilligen Eltern unterzubringen. Nicht nur bei Affen (die ja gerne als Beispiel für unsere natürlichen Wurzeln missbraucht werden) oder den gern für die Homosexualität herbeigezogenen Giraffen ist dies zu beobachten, sondern wurde schon bei vielen verschiedenen Tiergruppen beobachtet. Der Nachwuchs, der den Großteil des Lebens bei Homo-Tieren aufwuchs, hatte dabei übrigens die höhere Überlebenschance.

    Damit ist nun HOFFENTLICH auch mal dieses (nicht-)Argument diffamiert, das wie eine Sirene jedesmal laut aufheult, wenn jemand mal versucht, die Unlogik einer verkorksten Gesellschaft aufzuzeigen, die partout nicht zugeben kann, dass sie selbst noch immer homophob ist.

  7. dass es für diese Kinder schwierig werden kann, zumal sie mit Kindern die ihrer Erziehung ausgeliefert waren, zusammentreffen könnten.
    Um es mit Praunheim zu sagen: "Nicht der Homosexuelle ist pervers sondern die Situation in der er lebt"

    Antwort auf "Ja, es muss ein tolles"

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