Hypo Real Estate Bankmanager vor dem HRE-Untersuchungsausschuss
Das Untersuchungsgremium des Bundestages zur Beinahe-Pleite des Münchner Immobilienfinanzierers vernimmt Deutsche-Bank-Chef Ackermann und weitere Finanzverantwortliche
Ungeachtet der parlamentarischen Sommerpause tagt am Dienstag der Untersuchungsausschuss zur Rettung der Hypo Real Estate (HRE). Mit der Vernehmung prominenter Zeugen wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erreichen die Anhörungen in dem Bundestagsgremium ihren bisherigen Höhepunkt.
Der Ausschuss widmet sich der Beinahe-Pleite der Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate im Herbst 2008: Um den von der Finanzkrise geschwächten Münchner Konzern vor dem Zusammenbruch zu bewahren, hatte die Bundesregierung die HRE mit einer Milliarden-Summe gestützt. Heute ist die Bank fast vollständig verstaatlicht.
Die Abgeordneten wollen nun klären, ob die Rettung des Finanzriesen billiger zu haben gewesen wäre – wenn man Alarmzeichen erkannt hätte. Schließlich stünden die Steuerzahler für die Staatsgarantien und die geflossenen Milliarden gerade. Für die Opposition liegt der Fall bereits klar: Sowohl die Bankenaufsicht als auch das Bundesfinanzministerium hätten die Alarmzeichen übersehen.
Die Opposition hatte aus diesem Grund auch den Ausschuss erwirkt. Die SPD hingegen wies bisher alle Vorwürfe zurück. Nicht eine mangelnde Aufsicht sei Schuld an der Schieflage der HRE gewesen, sondern allein die überraschende Pleite des bedeutsamen US-Instituts Lehman Brothers im September 2008.
Ackermann war intensiv an Rettungs-Verhandlungen beteiligt
Zahlreiche Zeugen aus Politik und Unternehmen werden allein in dieser Woche in drei Sitzungsterminen angehört, um der Wahrheit ein Stück näher zu kommen. Den Auftakt des Befragungsmarathons macht der ehemalige Finanzstaatssekretär Thomas Mirow, es folgen Bankchef Ackermann und der heutige HRE-Chef Axel Wieandt. Commerzbank-Chef Martin Blessing soll am Mittwoch Auskunft geben.
Blessing und Ackermann waren direkt an der Rettung der HRE beteiligt. In den Verhandlungen agierte Ackermann als informelles Sprachrohr der Bankenwirtschaft, die intensiv mit in den Prozess eingebunden war. Zusammen mit der Regierung und der Bankenaufsicht stellten die Banken der HRE zunächst Finanzhilfen von 35 Milliarden Euro zur Verfügung.
Die Banken sollten 60 Prozent der möglichen Verluste tragen, maximal 8,5 Milliarden Euro, der Bund den Rest. Eine Woche später mussten die Hilfen um 15 Milliarden Euro aufgestockt werden, nachdem weitere Risiken aufgetaucht waren.
Asmussen in der Kritik
Während der Rettungsverhandlungen feilschte Ackermann bis zum Schluss mit dem stark in die Kritik geratenen Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen. Am 19. August soll auch er vor dem Ausschuss aussagen. Die Opposition wirft Asmussen vor, sich viel zu spät in die Gespräche eingeschaltet und zum Nachteil des Steuerzahlers verhandelt zu haben. Zudem soll er schlecht informiert in die Rettungsgespräche gegangen sein.
Daher forderte die Opposition den Rücktritt des Staatssekretärs. Nach ihrer Ansicht gab es früh Hinweise auf die desaströse Lage der HRE. So sei seit Februar 2008 bekannt gewesen, dass das Risikomanagement der Bank unzureichend gewesen sei. Dennoch habe keiner gehandelt.
Nach Ansicht des FDP-Abgeordneten Volker Wissing legte der Untersuchungsausschuss auch Mängel in der deutschen Finanzaufsicht offen: "Der Staat war hier ganz schwach aufgestellt", sagte er.
Der Grünen-Abgeordnete Gerhard Schick sagte, es sei ein "Mythos", dass die Lehman-Pleite vom September 2008 an allem Schuld sei. So sieht es auch der Finanzexperte der Linken, Axel Troost: "Es war auch ohne Lehman von einer Pleite auszugehen."
Eile ist geboten
- Datum 28.07.2009 - 10:25 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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war nicht die mangelnde Aufsicht, sondern grundsätzlich das Zulassen von Geld als Ware und Wetten über dessen Marktwert.
Geldschöpfung ist ein hoheitlicher Akt, ebenso wie es eine Markthoheit gibt. Alle Gesetze auch diesbezüglich sollten in einer Demokratie im Parlament gemacht werden und nicht durch "Angebot und Nachfrage" bestimmt, da hierbei durch die Ungleichverteilung von Vermögen, den Grundsatz "ein Mann, eine Stimme" verletzt.
Vermögen kann sogar in Form von "juristischen Personen" großen Einfluß gewinnen und die Stimmgewalt von Millionen Menschen übertreffen.
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Wird hier im Untersuchungsausschuß endlich die Handlungsweise der Sofin, des Staatssekretärs Asmussen mit seinen Versäumnissen und damit die Mitschuld des Staates geklärt? Wohl ehr nicht.
Statt dessen träumt man in München bei der Bayern LB, die ebenfalls unter dem staatlichen Schutzschirm steht schon wieder von Boni Zahlungen.
Hat der`s noch alle, geht`s noch blöder oder soll man so einen Chef der Bayern LB, HSH-Nordbank usw. nicht sofort davon jagen. Hat die Bayern LB alle Schulden zurückbezahlt an den Staat, macht sie wieder guten Gewinn? Nein keines von beiden, aber ein sog. Boss, der schon wieder auf seinem alten Trip ist. Diesmal als La ola Welle unterm Schutzschirm, geht doch gar nicht? Meinen Sie und ich. Wo ist denn da der Herr MP Seehofer und sein Finanzminister als Aufseher, wo ist Kapitän Iglo, wo ist die SPD als Ankläger des Kapitals?
In gut drei Wochen ist Schluß mit der Show, und nach der Wahl ist der Käse dann gegessen.
Um die vermeintliche zukünftige Koalition mit der CDU nicht zu belasten, weigert sich die FDP Kanzlerin Merkel, die letztendlich die Verantwortung für die Ausgestaltung der HRE-Rettung trägt, vorzuladen. Seht selbst: http://www.bleib-passiv.d...
http://www.bleib-passiv.de/
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