Iran Mann ohne MutSeite 2/2

Der Ärger über Chatami ist unter den jungen Iranern besonders groß. Und das nicht nur im linken Studentenmilieu, sondern auch in konservativen Kreisen. Sie hatten große Hoffnungen in Chatamis Präsidentschaft gesetzt – und wurden bitter enttäuscht. Aber es ist in diesen Jahren eine junge Generation herangewachsen, die – im System der Unfreiheit geboren – nach neuen Perspektiven strebt.

Der Westen hat die Rolle von Mohammed Chatami schon immer überschätzt. Er passte mit seinem freundlichen Mullah-Lächeln so gut zum Bild eines liberalen Geistlichen. Kommentatoren konnten ihn nicht schnell genug loben, als er die Steinigungen verbot. Das auch weiterhin Frauen und Männer hingerichtet wurden, störte da nicht weiter. Während Chatamis Amtszeit verdreifachte die Europäische Union zwar ihr Handelsvolumen mit Iran, dass die iranische Bevölkerung aber schon damals nach einem ernsthaften Wandel strebte, ließ sie kalt.

Mohammed Chatami kann aber wohl immerhin ein Verdienst zugesprochen werden: Er hat gezeigt, dass die Islamische Republik nicht reformierbar ist. "Glaubt nicht, dass ich es nicht versucht hätte. Ich wollte etwas verändern", hatte er nach seiner Amtszeit einmal an zu seiner Anhängerschaft gesagt.

 
Leser-Kommentare
  1. "Ignoranten sind den Denkern immer überlegen, zahlenmaessig!"

    So auch in diesem Fall. Ich zweifle nicht an den guten Vorsaetzen eines so gebildeten und um ausgleich bemühten Mannes, wie Chatami einer ist, doch das Problem liegt eher in den geselsschaftlichen Strukturen des Irans, welches zu reformieren es mehr als nur 8 Jahre bedarf!

    Das Problem dabei ist nur, dass die angeblichen "Reformer" erstmal untereinander sehr verschieden und zerstritten sind.

    Das Spektrum reicht von der stimmenwirksamen Exil-Iraner Gemeinde (die meist ihren Besitzungen und der Macht aus der Schahzeit hinterhertrauern und meist in den USA anzutreffen sind (in L.A. gibts schaetzungsweise 2.000.000 davon)), über die neue Generation an jugendlichen (die recht pubertaere Vorstellungen von "Freiheit" haben), bis zu den religiösen Reformern (die nach dem Motto:"Durch Zwang schafft man keine religiöse Einsicht", Lockerungen des Überwachungsapparates wollen). Daneben noch die ganzen Personen, die sich wirtschaftliche Vorteile von einer Öffnung gegen den Westen versprechen und denen eigentlich egal ist, wer oder wie gerade regiert wird, hauptsache das Geld stimmt...

    Auf der anderen und "konservativen" Seite sieht es nicht viel anders aus, was die Pluralitaet angeht.

    All diesen Wuenschen gerecht zu werden, bzw. sie mal auf einen Nenner zu bringen, ist wahrlich ein Kunststück, welches in der iranischen Gesellschaft einen besonders kommunikativen Stil erfordert.

    Aber das Leid derer, die versuchen den vernünftigen Mittelweg zu gehen, ist überall auf der Welt gleich, von daher darf uns das doch im Iran nicht wundern.
    :)

    Letztlich dauern Reformen immer laenger als Revolutionen, aber sie sind dann umso standfester und nachhaltiger, als (Schein-)Revolutionen, die von Aussen mitdiktiert werden.

    Ich meine die Schweizer Demokratie ist da ein gutes Bsp für, nicht?

    • afreds
    • 24.07.2009 um 13:38 Uhr

    wenn sie glauben dass es sich dabei um ein Land handelt wo die Menschen alle zu tiefst unglücklich und unzufrieden sind. Der Iran hat trotz der Wirtschaftskrise immerhin noch ein positives Wirtschaftswachstum. Das ist eine gewaltige Leistung gemessen an Deutschland, den USA und vielen anderen Ländern. Mit ihrem Ölreichtum müssen sich die Iraner auch um ihre Zukunft nicht wirklich Sorgen machen, umsomehr da das politische System ein sehr soziales ist in dem die Machthaber auch dafür Sorge tragen werden dass die Menschen zu ihrem Recht kommen. Das ist wahrscheinlich einer der Gründe warum es dem Westen so aufstößt dass Netzwerk der korporativen Macht nicht über die Menschen dieses Landes ausbreiten zu können. Um in ihrer Argumentation glaubwürdig zu sein müssen sie schon den Beweis antreten dass sich im Iran mehr abgespielt hat als ein Studenten-Twittering. Wenn das alles ist was ihre Pseudorevolution zu bieten hat dann wird auch ein heroischer Chatami nichts an der jetzigen Situation im Iran ändern können. Es wird Zeit dass wir (ganz besonders die USA) unsere Arroganz ablegen und den Iran als grosse Nation mit einem weitaus jungfräulicheren und daher besser funktionierenden politischen System als das unsrige zu akzeptieren. Wir müssen endlich aufhören den Iran willkürlich an den Rand des politischen Extremismus zu drängen nur um ein paar mächtigen Demagogen wie Lemminge zu folgen. Oder sollen wir uns im Westen wirklich etwas darauf einbilden, dass wir ein System zugelassen haben in dem Verluste verstaatlicht und Gewinne privatisiert werden?

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    Um die gigantischen Dimensionen dieser Protestbewegung zu verstehen, benötigt man Kontakte nach Iran oder man sollte sich hintrauen. Das Regime lässt sehr effektiv kaum Informationen nach Ausland dringen. Hunertausende Iraner machen jede Nacht ihren Unmut Luft, indem sie von Ihren Dächern "Tod dem Diktator" rufen. Es zeugt von großer Naivität, wenn man die Augen verschließt, sich die Ohren zuhält und Beweise für die Proteste verlangt. Was bringt schon ein positives Wirtschaftswachstum, wenn das Geld in die Taschen der Mullahs oder zu Unterstützung von Terroristen (Hamas und Hisbollah) landet.
    Was bringt ein Ölreichtum, wenn das Land nicht Mal in der Lage ist selbst Benzin zu produzieren und es aus dem Ausland importieren muss. Das politische Mafia-System der Mullahs ist abgezählt und hat in dieser Welt nichts mehr zu suchen. Korruption und Misswirtschaft wirken wie eine gezogene Handbremse auf das Wirtschaftswachstum. Die junge und intellektuelle iranische Nation riecht die Freiheit und träumt von Demokratie. Dafür ist sie sogar bereit das Leben zu opfern und auf die Strassen zu gehen; und sie wird es schaffen.

    Denn wenn ja, dann missverstehen Sie mich :)

    Ich stimme vollkommen mit Ihnen überein, die Message des Kommentars war ja auch dahingehend, dass man eben innerhalb Iran differenzieren sollte und daraus den Iran auch respektieren sollte.

    Je nachdem, wie man Freiheit, Demokratie, etc. definiert, wird man sogar unter Umstaenden bemerken, dass im Iran ganz natürliche demokratische Entwicklungen stattfinden mit sogar mehr (und irgendwie auch demokratischeren) Akteuren, als in so manch einem europaeischen Land und seiner (Oligarchen-) Demokratie, die sich auf alte verkrustete Machtstrukturen stützt!

    Nun für dieses Statement werde ich wohl jetzt von einigen Kommentatoren angegriffen, weil Sie sich nicht vorstellen können, dass das politische System, in dem Sie leben wirklich mehr "von oben herab" regiert wird, als man es gern wahr haben will, aber es ist so! Nur die Methoden sind hier anders und raffinierter (siehe die Ratifizierung der europaeischen Verfassung, die für die naechsten Jahrzehnte gar unantastbar sein soll, und hat uns jmd. gefragt? Nö!)

    Von daher stimme ich Ihrem Beitrag ganz zu, man sollte den Iran seine eigene Entwicklung durchmachen lassen, vielleicht finden die ja am Ende eine besser Regierungsform und man kann was an Ihnen lernen.
    Wenn man denn auf die Weisheit aus ist (was natürlich oft gesagt, aber selten gemacht wird, andere Geschichte...).

    Um die gigantischen Dimensionen dieser Protestbewegung zu verstehen, benötigt man Kontakte nach Iran oder man sollte sich hintrauen. Das Regime lässt sehr effektiv kaum Informationen nach Ausland dringen. Hunertausende Iraner machen jede Nacht ihren Unmut Luft, indem sie von Ihren Dächern "Tod dem Diktator" rufen. Es zeugt von großer Naivität, wenn man die Augen verschließt, sich die Ohren zuhält und Beweise für die Proteste verlangt. Was bringt schon ein positives Wirtschaftswachstum, wenn das Geld in die Taschen der Mullahs oder zu Unterstützung von Terroristen (Hamas und Hisbollah) landet.
    Was bringt ein Ölreichtum, wenn das Land nicht Mal in der Lage ist selbst Benzin zu produzieren und es aus dem Ausland importieren muss. Das politische Mafia-System der Mullahs ist abgezählt und hat in dieser Welt nichts mehr zu suchen. Korruption und Misswirtschaft wirken wie eine gezogene Handbremse auf das Wirtschaftswachstum. Die junge und intellektuelle iranische Nation riecht die Freiheit und träumt von Demokratie. Dafür ist sie sogar bereit das Leben zu opfern und auf die Strassen zu gehen; und sie wird es schaffen.

    Denn wenn ja, dann missverstehen Sie mich :)

    Ich stimme vollkommen mit Ihnen überein, die Message des Kommentars war ja auch dahingehend, dass man eben innerhalb Iran differenzieren sollte und daraus den Iran auch respektieren sollte.

    Je nachdem, wie man Freiheit, Demokratie, etc. definiert, wird man sogar unter Umstaenden bemerken, dass im Iran ganz natürliche demokratische Entwicklungen stattfinden mit sogar mehr (und irgendwie auch demokratischeren) Akteuren, als in so manch einem europaeischen Land und seiner (Oligarchen-) Demokratie, die sich auf alte verkrustete Machtstrukturen stützt!

    Nun für dieses Statement werde ich wohl jetzt von einigen Kommentatoren angegriffen, weil Sie sich nicht vorstellen können, dass das politische System, in dem Sie leben wirklich mehr "von oben herab" regiert wird, als man es gern wahr haben will, aber es ist so! Nur die Methoden sind hier anders und raffinierter (siehe die Ratifizierung der europaeischen Verfassung, die für die naechsten Jahrzehnte gar unantastbar sein soll, und hat uns jmd. gefragt? Nö!)

    Von daher stimme ich Ihrem Beitrag ganz zu, man sollte den Iran seine eigene Entwicklung durchmachen lassen, vielleicht finden die ja am Ende eine besser Regierungsform und man kann was an Ihnen lernen.
    Wenn man denn auf die Weisheit aus ist (was natürlich oft gesagt, aber selten gemacht wird, andere Geschichte...).

  2. Um die gigantischen Dimensionen dieser Protestbewegung zu verstehen, benötigt man Kontakte nach Iran oder man sollte sich hintrauen. Das Regime lässt sehr effektiv kaum Informationen nach Ausland dringen. Hunertausende Iraner machen jede Nacht ihren Unmut Luft, indem sie von Ihren Dächern "Tod dem Diktator" rufen. Es zeugt von großer Naivität, wenn man die Augen verschließt, sich die Ohren zuhält und Beweise für die Proteste verlangt. Was bringt schon ein positives Wirtschaftswachstum, wenn das Geld in die Taschen der Mullahs oder zu Unterstützung von Terroristen (Hamas und Hisbollah) landet.
    Was bringt ein Ölreichtum, wenn das Land nicht Mal in der Lage ist selbst Benzin zu produzieren und es aus dem Ausland importieren muss. Das politische Mafia-System der Mullahs ist abgezählt und hat in dieser Welt nichts mehr zu suchen. Korruption und Misswirtschaft wirken wie eine gezogene Handbremse auf das Wirtschaftswachstum. Die junge und intellektuelle iranische Nation riecht die Freiheit und träumt von Demokratie. Dafür ist sie sogar bereit das Leben zu opfern und auf die Strassen zu gehen; und sie wird es schaffen.

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    • afreds
    • 24.07.2009 um 16:00 Uhr

    dieser sogenannten Revolution sind dem jetzigen System mehr verhaftet als Ahmadinejad. In der Geschicht waren Revolutionen nur dann erfolgreich wenn sie von der Basis mitgetragen wurden. Verärgerte Studenten auf Dächern oder in Internetforen in einem Land von 70 Millionen ist bestenfalls ein Anfang. Niemand verschließt die Augen oder Ohren außer diejenigen die jetzt Revolution rufen weil sie es sich wünschen. Ich warne auch davor denn jedem sollte bewußt sein, dass ein Umsturz im Iran unendlich viel Leid und Elend für die Menschen zur Folge haben wird. Ich glaube wir leiden alle unter einem Populismussyndrom der Amerikaner die uns in den letzten Jahrzehnten versucht haben weiszumachen es gäbe so etwas wie einen chirurgisch sauberen kriegerischen Einsatz.

    • afreds
    • 24.07.2009 um 16:00 Uhr

    dieser sogenannten Revolution sind dem jetzigen System mehr verhaftet als Ahmadinejad. In der Geschicht waren Revolutionen nur dann erfolgreich wenn sie von der Basis mitgetragen wurden. Verärgerte Studenten auf Dächern oder in Internetforen in einem Land von 70 Millionen ist bestenfalls ein Anfang. Niemand verschließt die Augen oder Ohren außer diejenigen die jetzt Revolution rufen weil sie es sich wünschen. Ich warne auch davor denn jedem sollte bewußt sein, dass ein Umsturz im Iran unendlich viel Leid und Elend für die Menschen zur Folge haben wird. Ich glaube wir leiden alle unter einem Populismussyndrom der Amerikaner die uns in den letzten Jahrzehnten versucht haben weiszumachen es gäbe so etwas wie einen chirurgisch sauberen kriegerischen Einsatz.

  3. Denn wenn ja, dann missverstehen Sie mich :)

    Ich stimme vollkommen mit Ihnen überein, die Message des Kommentars war ja auch dahingehend, dass man eben innerhalb Iran differenzieren sollte und daraus den Iran auch respektieren sollte.

    Je nachdem, wie man Freiheit, Demokratie, etc. definiert, wird man sogar unter Umstaenden bemerken, dass im Iran ganz natürliche demokratische Entwicklungen stattfinden mit sogar mehr (und irgendwie auch demokratischeren) Akteuren, als in so manch einem europaeischen Land und seiner (Oligarchen-) Demokratie, die sich auf alte verkrustete Machtstrukturen stützt!

    Nun für dieses Statement werde ich wohl jetzt von einigen Kommentatoren angegriffen, weil Sie sich nicht vorstellen können, dass das politische System, in dem Sie leben wirklich mehr "von oben herab" regiert wird, als man es gern wahr haben will, aber es ist so! Nur die Methoden sind hier anders und raffinierter (siehe die Ratifizierung der europaeischen Verfassung, die für die naechsten Jahrzehnte gar unantastbar sein soll, und hat uns jmd. gefragt? Nö!)

    Von daher stimme ich Ihrem Beitrag ganz zu, man sollte den Iran seine eigene Entwicklung durchmachen lassen, vielleicht finden die ja am Ende eine besser Regierungsform und man kann was an Ihnen lernen.
    Wenn man denn auf die Weisheit aus ist (was natürlich oft gesagt, aber selten gemacht wird, andere Geschichte...).

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    • afreds
    • 24.07.2009 um 16:27 Uhr

    in meinem Kommentar auf den Beitrag geantwortet, finde aber ihre Meinung sehr ausgewogen und informativ, indem sie das zentrale Probelm der Politik, eine möglichst schonende und effektive Form des Konsens zu finden, ansprechen. Der Deutsche Philosph Jürgen Habermas würde dieses Streben vielleicht als kommunikative Vernunft bezeichnen. Vernunft ist wahrscheinlich genau das was in dieser Situation am notwendigsten ist. Für mich hat es aber nichts mit Vernunft zu tun wenn wir einfach blind wie Lemminge einem populistischen Konzept folgen. Viele Menschen wissen gar nicht, entweder aus Ignoranz oder aus Mangel an einer Information am Rande des mainstream, nach welch hohen demokratischen Idealen das theokratische System des Irans ausgerichtet ist. Ich finde auch ihre subtile Differenzierung zwischen Reform und Revolution entscheidend. Niemand behauptet dass die politische Führung im Iran sich Reformen verschließen soll. Die Reform des politischen Prozesses indem man sich ständig neu erfindet ist eine Notwendigkeit. Eine Revolution dagegen zielt auf einen kompletten Umsturz ab und dafür sehe ich weder den Willen noch die Notwendigkeit.

    • afreds
    • 24.07.2009 um 16:27 Uhr

    in meinem Kommentar auf den Beitrag geantwortet, finde aber ihre Meinung sehr ausgewogen und informativ, indem sie das zentrale Probelm der Politik, eine möglichst schonende und effektive Form des Konsens zu finden, ansprechen. Der Deutsche Philosph Jürgen Habermas würde dieses Streben vielleicht als kommunikative Vernunft bezeichnen. Vernunft ist wahrscheinlich genau das was in dieser Situation am notwendigsten ist. Für mich hat es aber nichts mit Vernunft zu tun wenn wir einfach blind wie Lemminge einem populistischen Konzept folgen. Viele Menschen wissen gar nicht, entweder aus Ignoranz oder aus Mangel an einer Information am Rande des mainstream, nach welch hohen demokratischen Idealen das theokratische System des Irans ausgerichtet ist. Ich finde auch ihre subtile Differenzierung zwischen Reform und Revolution entscheidend. Niemand behauptet dass die politische Führung im Iran sich Reformen verschließen soll. Die Reform des politischen Prozesses indem man sich ständig neu erfindet ist eine Notwendigkeit. Eine Revolution dagegen zielt auf einen kompletten Umsturz ab und dafür sehe ich weder den Willen noch die Notwendigkeit.

    • afreds
    • 24.07.2009 um 16:00 Uhr

    dieser sogenannten Revolution sind dem jetzigen System mehr verhaftet als Ahmadinejad. In der Geschicht waren Revolutionen nur dann erfolgreich wenn sie von der Basis mitgetragen wurden. Verärgerte Studenten auf Dächern oder in Internetforen in einem Land von 70 Millionen ist bestenfalls ein Anfang. Niemand verschließt die Augen oder Ohren außer diejenigen die jetzt Revolution rufen weil sie es sich wünschen. Ich warne auch davor denn jedem sollte bewußt sein, dass ein Umsturz im Iran unendlich viel Leid und Elend für die Menschen zur Folge haben wird. Ich glaube wir leiden alle unter einem Populismussyndrom der Amerikaner die uns in den letzten Jahrzehnten versucht haben weiszumachen es gäbe so etwas wie einen chirurgisch sauberen kriegerischen Einsatz.

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    Die Massenbewegung in den iranischen Großstädten ist keine Bewegung der verärgerte Studenten. Schon die brutale Reaktion des Regimes zeigt doch, wieviel Respekt diese Diktatur vor den Protesten hat. Die erste Studentenbewegung, die Sie meinen, fand 1999 statt und wurde blutig zusammengeschlagen. Seitdem wurden tausende oppositionelle im Iran und im "Ausland" ermordet. Außerdem unterschätzen Sie Ahmadinejad völlig. Er ist ein radikaler Fanatiker, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Wiederkehr von "Mehdi" vorzubreiten. Dazu scheut er kein Blutvergissen. Entsprechende Visionen hat er schon vor der UNO-Hauptversammlung wahrgenommen.

    Die Massenbewegung in den iranischen Großstädten ist keine Bewegung der verärgerte Studenten. Schon die brutale Reaktion des Regimes zeigt doch, wieviel Respekt diese Diktatur vor den Protesten hat. Die erste Studentenbewegung, die Sie meinen, fand 1999 statt und wurde blutig zusammengeschlagen. Seitdem wurden tausende oppositionelle im Iran und im "Ausland" ermordet. Außerdem unterschätzen Sie Ahmadinejad völlig. Er ist ein radikaler Fanatiker, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Wiederkehr von "Mehdi" vorzubreiten. Dazu scheut er kein Blutvergissen. Entsprechende Visionen hat er schon vor der UNO-Hauptversammlung wahrgenommen.

    • afreds
    • 24.07.2009 um 16:27 Uhr

    in meinem Kommentar auf den Beitrag geantwortet, finde aber ihre Meinung sehr ausgewogen und informativ, indem sie das zentrale Probelm der Politik, eine möglichst schonende und effektive Form des Konsens zu finden, ansprechen. Der Deutsche Philosph Jürgen Habermas würde dieses Streben vielleicht als kommunikative Vernunft bezeichnen. Vernunft ist wahrscheinlich genau das was in dieser Situation am notwendigsten ist. Für mich hat es aber nichts mit Vernunft zu tun wenn wir einfach blind wie Lemminge einem populistischen Konzept folgen. Viele Menschen wissen gar nicht, entweder aus Ignoranz oder aus Mangel an einer Information am Rande des mainstream, nach welch hohen demokratischen Idealen das theokratische System des Irans ausgerichtet ist. Ich finde auch ihre subtile Differenzierung zwischen Reform und Revolution entscheidend. Niemand behauptet dass die politische Führung im Iran sich Reformen verschließen soll. Die Reform des politischen Prozesses indem man sich ständig neu erfindet ist eine Notwendigkeit. Eine Revolution dagegen zielt auf einen kompletten Umsturz ab und dafür sehe ich weder den Willen noch die Notwendigkeit.

  4. Die Massenbewegung in den iranischen Großstädten ist keine Bewegung der verärgerte Studenten. Schon die brutale Reaktion des Regimes zeigt doch, wieviel Respekt diese Diktatur vor den Protesten hat. Die erste Studentenbewegung, die Sie meinen, fand 1999 statt und wurde blutig zusammengeschlagen. Seitdem wurden tausende oppositionelle im Iran und im "Ausland" ermordet. Außerdem unterschätzen Sie Ahmadinejad völlig. Er ist ein radikaler Fanatiker, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Wiederkehr von "Mehdi" vorzubreiten. Dazu scheut er kein Blutvergissen. Entsprechende Visionen hat er schon vor der UNO-Hauptversammlung wahrgenommen.

    Antwort auf "Selbst die Anführer"
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    • afreds
    • 24.07.2009 um 17:25 Uhr

    außer vielleicht dass die Geschichte am Ende beurteilen wird welcher Standpunkt hier der richtige war. Ich hoffe dass sie nicht recht bekommen denn ihrer wäre klar der blutigere.

    • afreds
    • 24.07.2009 um 17:25 Uhr

    außer vielleicht dass die Geschichte am Ende beurteilen wird welcher Standpunkt hier der richtige war. Ich hoffe dass sie nicht recht bekommen denn ihrer wäre klar der blutigere.

    • afreds
    • 24.07.2009 um 17:25 Uhr

    außer vielleicht dass die Geschichte am Ende beurteilen wird welcher Standpunkt hier der richtige war. Ich hoffe dass sie nicht recht bekommen denn ihrer wäre klar der blutigere.

    Antwort auf "@afreds"

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