Siedler in Nahost "Wir werden Obama und Bibi überleben"
Mit der Besiedelung von Palästinensergebieten schafft Israel Tatsachen. Und die Siedler wollen sich ihr Land nicht mehr nehmen lassen
Um in die einsame Siedlung Mevo Dotan im Nordwesten des Westjordanlandes zu gelangen, fährt man durch sonnenbestrahltes, fruchtbares Palästinensergebiet. Am Siedlungstor wird man durchgewunken.
Vormittägliche Ruhe überall. Sicherlich auch wegen der Glutofenhitze. Aber vor allem: Mevo Dotan ist wie die meisten Siedlungen ein Schlafdorf. Die Bewohner fahren zur Arbeit nach Israel, die Kinder werden in Schulbussen in größere Siedlungen transportiert. Pulsierendes Dorfleben der etwa 70 Familien gibt es erst am Abend und am Wochenende.
Zwei, drei Häuser werden gerade renoviert. Zwei andere stehen im Rohbau da. Siedlungbaustopp? "Ach was, denen ist das Geld ausgegangen. Haben wohl an der Börse spekuliert oder sind dem amerikanischen Halunken aufgesessen", meint ein Nachbar.
Die nahe gelegene Siedlung Eli feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Gründungsjubiläum. Die ersten Siedler hatten ihre bescheidenen vorfabrizierten Häuschen gegen schöne Einfamilienhäuser eingetauscht. Der Siedlungssekretär lockte mit nicht rückzahlbaren Krediten anstatt Hypotheken, mit Prämien und Vergünstigungen. Ein kurze Rechnung ergab: Mit etwas Glück und einigen Tricks konnte man seinen Traum vom eigenen Häuschen ohne Eigenkapital realisieren.
Und jetzt? Eli ist gewachsen und soll noch viel, viel größer werden. 25 Kilometer lang ist der Sicherheitszaun um die Siedlung. Das kommunale Gebiet ist in etwa gleich groß wie das von Raanana, dem reichsten, gutbürgerlichen Tel Aviver Vorort mit seinen 75.000 Einwohnern auf fast 15 Quadratkilometern. Doch in Eli leben gerade einmal 700 Familien und einige Dutzend Studenten einer vormilitärischen Ausbildungsstätte.
Die Landreserven sind gewaltig, das Baupotenzial fast unermesslich. Warum also erheben sich auf fast allen umliegenden Hügeln sogenannte Außenposten, illegal errichtete Keimzellen neuer Siedlungen, die aus ein paar Wohncontainern und einem Wasserturm bestehen?
Tatsächlich können hier in Eli noch Zehntausende angesiedelt werden, ohne dass auch nur ein Quadratzentimeter palästinensisches Privatland dazu enteignet werden müsste.
Eli selbst ruht auf zahlreichen kleineren Hügeln, verbunden durch breite Straßen und herrliche Grünflächen. Die nach dem biblischen Hohepriester Eli benannte Siedlung - deren Name auf Hebräisch aber auch "Mein Gott" bedeutet – wirbt mit ihrer "einzigartigen Lebensqualität". Doch gute Luft auf rund 800 Metern Höhe, zahlreiche Sportanlagen und ein Einkaufszentrum können nicht darüber hinwegtäuschen, dass man mitten im palästinensischen Gebiet lebt. Wenn man auch über gut ausgebaute Straßen schnell in die etwa 35 Kilometer entfernten Metropolen Tel Aviv und Jerusalem gelangen kann. Dank Umgehungsstraßen im Sicherheitsabstand an zahlreichen palästinensischen Ortschaften vorbei, deren Bewohner diese Straßen nicht benutzen dürfen.
Es wird derzeit kaum gebaut in Eli, nur wenige Privathäuser, kein öffentliches Gebäude. Siedlungssekretär Sami Karsenti bestätigt: "Vorläufig ist nichts zu machen. Wir warten, wie alle Ortschaften (Siedlungen) hier, auf Baubewilligungen der Regierung, die seit Längerem ausbleiben." Er ist aber sicher, dass sie kommen werden: "In fünf bis zehn Jahren werden wir uns – mit Gottes Hilfe – verdoppelt haben. Mindestens." Ariel, das sich stolz Hauptstadt Samarias nennt, ist die größte Siedlung des nördlichen Westjordanlandes mit seinen 17.000 Einwohnern, davon 7000 meist russische Einwanderer. Das Stadtgebiet umfasst aber gar einige Hektar weniger Land als Eli. Die Schubladen im Büro des seit 1985 amtierenden, streitlustigen Bürgermeisters Ron Nachman quellen über von Bauplänen, für die er auf grünes Licht aus Jerusalem wartet.
Doch von einem Baustopp kann keine Rede sein. In einem relativ neuen Viertel sind einige Wohnblocks sichtbar erst vor Kurzem bezogen worden, drei weitere noch im Bau, kurz vor Vollendung. Ist dies vielleicht das von Premier Benjamin Netanjahu reklamierte "natürliche Wachstum"?
In der Kleinstadt Ariel fühlen sich wohl die meisten Bewohner sicher vor "Obamas Zorn auf die Siedler". Denn: "Nennen Sie mich keinen Siedler. Ariel bildet das Zentrum einer der Siedlungsblöcke (zusammen mit Ma'ale Adumim östlich von Jerusalem und Gush Etzion südlich von Bethlehem), die bei Israel bleiben. Uns betrifft all das Gekläff der Politiker nicht. Wir bleiben hier und machen weiter. Auch nach Obama und Bibi."
- Datum 27.07.2009 - 13:27 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 40
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Ich bin dafür, dass sich Herr Landsmann nur noch auf dem Land fortbewegen darf, dass ihm persönlich gehört.
Das wäre nach seinem Verständnis ja kein Eingriff in seine Menschenwürde.
"Ariel bildet das Zentrum einer der Siedlungsblöcke (zusammen mit Ma'ale Adumim östlich von Jerusalem und Gush Etzion südlich von Bethlehem), die bei Israel bleiben. Uns betrifft all das Gekläff der Politiker nicht. Wir bleiben hier und machen weiter. Auch nach Obama und Bibi."
Der Mann scheint ja nicht wirklich ein Sympath zu sein, aber er hat Recht. Die großen Siedlungsblöcke werden voraussichtlich nie geräumt. Davon geht, denke ich, auch die palästinensische Führung aus. Denn auch die Palästinenser brauchen, um einen viablen Staat auf die Beine zu stellen, einen Teil des israelischen Territoriums. Nämlich die Verbindungslinie zu ihrer Hafenstadt Gaza, ohne die wirtschaftlich auch das jetzige Westjordanland nicht prosperien wird. Am Ende läuft also alles auf einen Gebietstausch hinaus.
Im Übrigen unterscheidet sich auch das Publikum in den großen Siedlungen deutlich von den Fanatikern in den kleinen. Es handelt sich halt oft um Menschen, die schlicht aus finanziellen Gründen da leben.
Erst einmal werden in den kommenden Wochen etwa 20 kleinere ("wilde") Siedlungen geräumt. Dann wird man schon mal einen Vorgeschmack bekommen, auf die Zerreissprobe, die Israel in diesem Zusammenhang bevorsteht. Hier in Jerusalem gewöhnt man sich mittlerweile an Ausschreitungen und brennende Mülltonnen. Erst waren es die Orthodoxen, als nächstes kommen die Siedler...
eigentlich nicht einen Strohmann, der in Israel, etwa in der Nachbarschaft von Haifa oder Tel Aviv, ein paar Hektar Land aufkauft, um dort Palästinenser anzusiedeln?
..Interessante Frage, aber lässt Israel Palästinenster in Israel wohnen?
Mal davon abgesehen, findet moment im Leipziger Druckkunstmuseum eine Ausstellung statt, in der die Sammlung eines Privatsammlers gezeigt wird und mit ihr erstmals historische Wertpapiere zum jüdischen Flächenkauf in Palästina gezeigt werden, die belegen, wie Schritt für Schritt lange vor der Gründung Israels Grundstücke und Landflächen erworben, Schulen und Krankhäuser finanziert wurden. Wir reden hier von der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.
Obwohl unscheinbar, stellt die umfangreiche Sammlung ein wichtigen Beleg dar, wie früh im 20. Jahrhundert von Juden begonnen wurde, dass Gebiet zwischen Mittelmeer und Toten Meer wieder als Lebensort anzusehen und mit privaten Initativen legal Land erworben wurde. War es, nachdem das Gebiet von Osmanen jahrhundertelang verwaltet wurde, später von den Briten kurzzeitig besetzt, nach ihrem Abzug nicht legitim, dass die Bewohner sich selbst besannen und einen eigenen Staat ausrufen? Schließlich hatte niemand mehr oder weniger Anspruch auf dieses alte Land, als nur die dortigen Bewohner, eben solche Prozessen fanden beispielsweise in Jordanien und Syrien zur selben Zeit statt.
Wenn man dann sagt, in dem Gebiet zwischen Tel Aviv und Jerusalem habe sich
die zuletzt zugezogene Minderheit der Juden mit ihrer Vorstellung eines Staates um 1948 durchgesetzt, dann ist das eben manchmal so.
Wer heute von einem angeblichen Vorisraelischen Palästina schwadroniert, dem kann man nur sagen: manchmal kann etwas nicht wieder werden, wie es nie war.
Was man vielleicht in Frage stellen, kritisieren könnte, die Art und Weise wie die herrschende Klasse des neuen Staates Isreal mit einigen Bevölkerungsgruppen umgegangen ist, aber nicht die Sache selbst.
"Warum suchen sich die Saudis eigentlich nicht einen Strohmann, der in Israel, etwa in der Nachbarschaft von Haifa oder Tel Aviv, ein paar Hektar Land aufkauft, um dort Palästinenser anzusiedeln?"
Dagegen hat sich Israel recht gut abgesichert. 93% Israels können nämlich per Gesetz gar nicht gekauft werden, sondern sind quasi in öffentlichem Besitz und werden lediglich vermietet.
Was mit den restlichen 7% Prozent weiss ich nicht, aber vermutlich sind diese Landstücke so begehrt, dass man sie nur sehr teuer oder gar nicht kaufen kann.
..Interessante Frage, aber lässt Israel Palästinenster in Israel wohnen?
Mal davon abgesehen, findet moment im Leipziger Druckkunstmuseum eine Ausstellung statt, in der die Sammlung eines Privatsammlers gezeigt wird und mit ihr erstmals historische Wertpapiere zum jüdischen Flächenkauf in Palästina gezeigt werden, die belegen, wie Schritt für Schritt lange vor der Gründung Israels Grundstücke und Landflächen erworben, Schulen und Krankhäuser finanziert wurden. Wir reden hier von der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.
Obwohl unscheinbar, stellt die umfangreiche Sammlung ein wichtigen Beleg dar, wie früh im 20. Jahrhundert von Juden begonnen wurde, dass Gebiet zwischen Mittelmeer und Toten Meer wieder als Lebensort anzusehen und mit privaten Initativen legal Land erworben wurde. War es, nachdem das Gebiet von Osmanen jahrhundertelang verwaltet wurde, später von den Briten kurzzeitig besetzt, nach ihrem Abzug nicht legitim, dass die Bewohner sich selbst besannen und einen eigenen Staat ausrufen? Schließlich hatte niemand mehr oder weniger Anspruch auf dieses alte Land, als nur die dortigen Bewohner, eben solche Prozessen fanden beispielsweise in Jordanien und Syrien zur selben Zeit statt.
Wenn man dann sagt, in dem Gebiet zwischen Tel Aviv und Jerusalem habe sich
die zuletzt zugezogene Minderheit der Juden mit ihrer Vorstellung eines Staates um 1948 durchgesetzt, dann ist das eben manchmal so.
Wer heute von einem angeblichen Vorisraelischen Palästina schwadroniert, dem kann man nur sagen: manchmal kann etwas nicht wieder werden, wie es nie war.
Was man vielleicht in Frage stellen, kritisieren könnte, die Art und Weise wie die herrschende Klasse des neuen Staates Isreal mit einigen Bevölkerungsgruppen umgegangen ist, aber nicht die Sache selbst.
"Warum suchen sich die Saudis eigentlich nicht einen Strohmann, der in Israel, etwa in der Nachbarschaft von Haifa oder Tel Aviv, ein paar Hektar Land aufkauft, um dort Palästinenser anzusiedeln?"
Dagegen hat sich Israel recht gut abgesichert. 93% Israels können nämlich per Gesetz gar nicht gekauft werden, sondern sind quasi in öffentlichem Besitz und werden lediglich vermietet.
Was mit den restlichen 7% Prozent weiss ich nicht, aber vermutlich sind diese Landstücke so begehrt, dass man sie nur sehr teuer oder gar nicht kaufen kann.
..Interessante Frage, aber lässt Israel Palästinenster in Israel wohnen?
Mal davon abgesehen, findet moment im Leipziger Druckkunstmuseum eine Ausstellung statt, in der die Sammlung eines Privatsammlers gezeigt wird und mit ihr erstmals historische Wertpapiere zum jüdischen Flächenkauf in Palästina gezeigt werden, die belegen, wie Schritt für Schritt lange vor der Gründung Israels Grundstücke und Landflächen erworben, Schulen und Krankhäuser finanziert wurden. Wir reden hier von der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.
Obwohl unscheinbar, stellt die umfangreiche Sammlung ein wichtigen Beleg dar, wie früh im 20. Jahrhundert von Juden begonnen wurde, dass Gebiet zwischen Mittelmeer und Toten Meer wieder als Lebensort anzusehen und mit privaten Initativen legal Land erworben wurde. War es, nachdem das Gebiet von Osmanen jahrhundertelang verwaltet wurde, später von den Briten kurzzeitig besetzt, nach ihrem Abzug nicht legitim, dass die Bewohner sich selbst besannen und einen eigenen Staat ausrufen? Schließlich hatte niemand mehr oder weniger Anspruch auf dieses alte Land, als nur die dortigen Bewohner, eben solche Prozessen fanden beispielsweise in Jordanien und Syrien zur selben Zeit statt.
Wenn man dann sagt, in dem Gebiet zwischen Tel Aviv und Jerusalem habe sich
die zuletzt zugezogene Minderheit der Juden mit ihrer Vorstellung eines Staates um 1948 durchgesetzt, dann ist das eben manchmal so.
Wer heute von einem angeblichen Vorisraelischen Palästina schwadroniert, dem kann man nur sagen: manchmal kann etwas nicht wieder werden, wie es nie war.
Was man vielleicht in Frage stellen, kritisieren könnte, die Art und Weise wie die herrschende Klasse des neuen Staates Isreal mit einigen Bevölkerungsgruppen umgegangen ist, aber nicht die Sache selbst.
Was würden Sie schreiben, wenn Deutsche, die sich in Indien Grundstücke gekauft haben, dort ihren eigenen Staat mit der Begründung ausrufen, es handele sich um das Land ihrer Vorväter?
warum dann nicht auch 100 Jahre alte Rechte?
Das stimmt nur bedingt, natürlich haben nahmhafte Männer wie Rothschild etc große Flächen Land gekauft, teilweise sogar direkt von Arabern, und haben anfänglich mit dem Konzept der Kibbutzim eine argrarwirtschaftlich ausgerichtete Besiedlung des historischen Palästinas bewirkt..Das allerdings aber konnte bei weitem nicht das demographische Gewicht zugunsten der Juden verändern...Es waren die großen Aaliyahs, die großen "Elefantenstürme" der 30iger und 40iger des 20 Jahrhunderts, die wirklich viele Juden aus allen Teilen der Erde nach Palästina brachten...aber auch danach waren zu der Zeit der Staatsgründung nur rund ein Drittel der Bevölkerung Juden, die dann auch im Teilungsplan mehr als die Hälfte des Landes hätten bekommen sollen...Da fragt sich einer, warum die Araber den Beschluss abgelehnt haben...Nach wie vor bleibt die Frage offen, ob eine friedliche Besiedlung in den Anfängen der jüdischen Geschichte Palästinas mit der Zwangsbesiedlung "Judeas und Samarrias" vergleichbar ist. Menschen die diese Tatsache verkennen, leugnen auch hier dass völkerrechtlich und alle international anerkannten Normen verletzt werden..UN SC Res 242, 338.... 452, 476, 478, ... 1397 etc etc etc verweisen wiederholt auf dieses Unrecht und alle Welt sieht daran vorbei...Selbst die ach so hoch gepriesenen Genfer Konventionen (4. Genfer K.: Schutz von Zivilisten in Zeiten des Krieges, und in den >besetzten GEbieten< herrscht Militärrecht) sind mit ein paar Euphemismen unter den Teppich gekehrt...Europa und die gesamte sogenannte zivilisierte Welt blickt in den Spiegel wenn sie ihr Antlitz gen Jerusalem richtet...Und sie schämen sich nicht einmal..eine Schande für den Westen, mit seiner Doppelmoral und seinem Taktieren zwischen der Illusion für die benachteiligte Seite und der Realität für die bevorzugte Seite...Für alle steht viel mehr auf dem Spiel als wir es überhaupt erahnen..Israels hoch religiöse motivierte Siedler, die das gestohlene Land das Land des auserwählten Volkes nennen, bereiten den nächsten Krieg vor, sie können vielleicht nciht direkt bewohnbare Flächen annektieren, aber sie werden irgendwann unvermeidlich auf Grenzen stoßen, auf palästinensische Ballungsgebiete, große Städte, die sie nciht so leicht einnehmen können. Wenn es nichts mehr zu holen gibt, dann wird spätestens dann, die nächste Qualität des Nahostkonlfikts erreicht sein...Eine Zwei staaten Lösung sehe ich jetzt schon nicht mehr für eine mögliche Alternative zur Beilegung dieses Konflikts...Es scheint als ob es Israel darauf ankommen lassen will..ganz nach dem Motto: Alles oder ncihts!
Was würden Sie schreiben, wenn Deutsche, die sich in Indien Grundstücke gekauft haben, dort ihren eigenen Staat mit der Begründung ausrufen, es handele sich um das Land ihrer Vorväter?
warum dann nicht auch 100 Jahre alte Rechte?
Das stimmt nur bedingt, natürlich haben nahmhafte Männer wie Rothschild etc große Flächen Land gekauft, teilweise sogar direkt von Arabern, und haben anfänglich mit dem Konzept der Kibbutzim eine argrarwirtschaftlich ausgerichtete Besiedlung des historischen Palästinas bewirkt..Das allerdings aber konnte bei weitem nicht das demographische Gewicht zugunsten der Juden verändern...Es waren die großen Aaliyahs, die großen "Elefantenstürme" der 30iger und 40iger des 20 Jahrhunderts, die wirklich viele Juden aus allen Teilen der Erde nach Palästina brachten...aber auch danach waren zu der Zeit der Staatsgründung nur rund ein Drittel der Bevölkerung Juden, die dann auch im Teilungsplan mehr als die Hälfte des Landes hätten bekommen sollen...Da fragt sich einer, warum die Araber den Beschluss abgelehnt haben...Nach wie vor bleibt die Frage offen, ob eine friedliche Besiedlung in den Anfängen der jüdischen Geschichte Palästinas mit der Zwangsbesiedlung "Judeas und Samarrias" vergleichbar ist. Menschen die diese Tatsache verkennen, leugnen auch hier dass völkerrechtlich und alle international anerkannten Normen verletzt werden..UN SC Res 242, 338.... 452, 476, 478, ... 1397 etc etc etc verweisen wiederholt auf dieses Unrecht und alle Welt sieht daran vorbei...Selbst die ach so hoch gepriesenen Genfer Konventionen (4. Genfer K.: Schutz von Zivilisten in Zeiten des Krieges, und in den >besetzten GEbieten< herrscht Militärrecht) sind mit ein paar Euphemismen unter den Teppich gekehrt...Europa und die gesamte sogenannte zivilisierte Welt blickt in den Spiegel wenn sie ihr Antlitz gen Jerusalem richtet...Und sie schämen sich nicht einmal..eine Schande für den Westen, mit seiner Doppelmoral und seinem Taktieren zwischen der Illusion für die benachteiligte Seite und der Realität für die bevorzugte Seite...Für alle steht viel mehr auf dem Spiel als wir es überhaupt erahnen..Israels hoch religiöse motivierte Siedler, die das gestohlene Land das Land des auserwählten Volkes nennen, bereiten den nächsten Krieg vor, sie können vielleicht nciht direkt bewohnbare Flächen annektieren, aber sie werden irgendwann unvermeidlich auf Grenzen stoßen, auf palästinensische Ballungsgebiete, große Städte, die sie nciht so leicht einnehmen können. Wenn es nichts mehr zu holen gibt, dann wird spätestens dann, die nächste Qualität des Nahostkonlfikts erreicht sein...Eine Zwei staaten Lösung sehe ich jetzt schon nicht mehr für eine mögliche Alternative zur Beilegung dieses Konflikts...Es scheint als ob es Israel darauf ankommen lassen will..ganz nach dem Motto: Alles oder ncihts!
Was würden Sie schreiben, wenn Deutsche, die sich in Indien Grundstücke gekauft haben, dort ihren eigenen Staat mit der Begründung ausrufen, es handele sich um das Land ihrer Vorväter?
warum nicht z.B. Kaliningrad :-)
Haben Deutsche mal Indien bewohnt, waren dort das Staatsvolk, haben Könige und Richter gestellt, und haben eine Fülle archeologischer Artefakte hinterlassen? Wäre mir neu... Können Sie Aufschriften auf indischen Ausgrabungen lesen?
Aber Sie sind bestimmt auch gegen einen arabischen Staat in dem, was sie Palästina nennen(?). Sollen die Palästinenser doch ihren Staat in Mecklenburg-Vorpommern ausrufen, oder?
warum nicht z.B. Kaliningrad :-)
Haben Deutsche mal Indien bewohnt, waren dort das Staatsvolk, haben Könige und Richter gestellt, und haben eine Fülle archeologischer Artefakte hinterlassen? Wäre mir neu... Können Sie Aufschriften auf indischen Ausgrabungen lesen?
Aber Sie sind bestimmt auch gegen einen arabischen Staat in dem, was sie Palästina nennen(?). Sollen die Palästinenser doch ihren Staat in Mecklenburg-Vorpommern ausrufen, oder?
bilder aus ma'ale adumim [link]
bilder aus ari'el [link]
sondern um fortgesetzte Landnahme, welche beim besten Willen den Palästinensern keine Möglichkeit gibt, Frieden zu schließen:
"Was unser ist, ist unser - was Dein ist, darüber können wir reden?"
Oder wird man den Palästinensern genauso bereitwillig die Rückkehr in die Küstenregion (altes Land der Philister) gestatten, wie man sich das Recht nimmt, "Judäa und Samaria" zu besiedeln?
Die arabischen Bewohner in Nazareth sind auch kein guter Gegenbeweis - wären denn die Siedler von Ariel bereit, als "jüdische Bürger Palästinas" friedlich in einem islamischen Staat zu leben?
Kolonien waren oft schöne und friedliche Plätze für die Kolonisten. Wieviel schöner wären die Siedlungen erst, wenn dort auch Einheimische leben könnten!
sondern um fortgesetzte Landnahme, welche beim besten Willen den Palästinensern keine Möglichkeit gibt, Frieden zu schließen:
"Was unser ist, ist unser - was Dein ist, darüber können wir reden?"
Oder wird man den Palästinensern genauso bereitwillig die Rückkehr in die Küstenregion (altes Land der Philister) gestatten, wie man sich das Recht nimmt, "Judäa und Samaria" zu besiedeln?
Die arabischen Bewohner in Nazareth sind auch kein guter Gegenbeweis - wären denn die Siedler von Ariel bereit, als "jüdische Bürger Palästinas" friedlich in einem islamischen Staat zu leben?
Kolonien waren oft schöne und friedliche Plätze für die Kolonisten. Wieviel schöner wären die Siedlungen erst, wenn dort auch Einheimische leben könnten!
warum dann nicht auch 100 Jahre alte Rechte?
warum nicht z.B. Kaliningrad :-)
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren