Wirtschaftskrise IWF weitet Kredite für arme Länder drastisch aus

Als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise will der IWF arme Länder massiv mit Krediten unterstützen. Für diese und bestehende Kredite sollen sie bis 2011 keine Zinsen zahlen. Für die Finanzierung will der IWF einen Teil seiner Goldreserven veräußern

Bis zum Jahr 2014 seien rund 17 Milliarden Dollar (12,1 Mrd Euro) an Darlehen für diese Staaten vorgesehen, teilte der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington mit. Zwischen 2006 und 2008 seien pro Jahr lediglich eine Milliarde Dollar an Krediten an arme Länder geflossen.

"Das ist eine beispiellose Aufstockung der IWF-Hilfen für die ärmsten Länder, südlich der Sahara und in der ganzen Welt", sagte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn. Außerdem soll ärmeren Ländern, die bereits beim Weltwährungsfonds Kredite aufnahmen, die Zinszahlungen bis Ende 2011 erlassen und die Zinsen danach dauerhaft gesenkt werden. Durch die Schritte könnten Millionen von Menschen vor Armut bewahrt werden, sagte Strauss-Kahn.

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Damit reagiere der Fonds auf einen Appell der 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G20), sagte der IWF-Chef. Der Fonds plane bereits in den kommenden beiden Jahren die Vergabe von acht Milliarden Dollar an Krediten. Damit übertreffe der IWF die Forderung der G20, die neue Darlehen für arme Länder in Höhe von sechs Milliarden Dollar über drei Jahre verlangt hätten.

Um die Kredite zu finanzieren, will der IWF 400 Tonnen seiner riesigen Goldreserven (3.217 Tonnen) verkaufen. Dass er einen entsprechenden Verkauf plant, hatte der IWF bereits im April letzten Jahres verkündet. Damals war allerdings unklar, was mit dem Geld geschehen soll.

 
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