Maus aus Haut Jede Zelle ein Mensch
In jedem von uns steckt das Potenzial für die Züchtung von Billionen Menschen. Was bedeutet das für die Stammzellforschung und für die Würde als Individuum? Ein Kommentar

© Mr Nico/Photocase
Wo bleibt die Würde in der Masse? In der Debatte ums Klonen und die Züchtung von Stammzellen stellt sich auch die Frage nach dem Recht des Individdums
Drei Jahre ist es erst her, dass der japanische Mediziner Shinya Yamanaka ganz normale Körperzellen gentechnisch in Stammzellen umprogrammierte.
Seitdem haben diese Stammzellen, kurz iPS–Zellen genannt, eine rasante Karriere gemacht. Jetzt ist es zwei Forscherteams geglückt, aus umprogrammierten Hautzellen einer Maus neue Mäuse zu erzeugen. Ein "komplettes" Lebewesen also, aus einer ganz gewöhnlichen Körperzelle.
Das zeigt das Potenzial der iPS-Zellen für die Medizin. Sie erweisen sich immer mehr als den embryonalen Stammzellen ebenbürtig. Zudem müssen, anders als bei embryonalen Stammzellen, keine Embryonen verbraucht werden.
Doch das Experiment hat noch eine andere Dimension. Wenn aus jeder Körperzelle ein Organismus heranwachsen kann, dann bedeutet das bei grob geschätzten 50 Billionen Zellen, aus denen ein Mensch besteht, dass jeder von uns 50 Billionen potenzielle Kopien von sich selbst in sich trägt. Jede Zelle ein Embryo und möglicher Mensch?
Natürlich ist das reine Theorie. Die Vorstellung zeigt aber im Umkehrschluss, wie wenig sinnvoll es ist, einer einzelnen Zelle so etwas wie Menschenwürde zuzugestehen. Und das nur, weil sie menschliches Erbgut besitzt.
- Datum 27.07.2009 - 17:27 Uhr
- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel, 23.7.2009 - 18:39 Uhr
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Das ist ja wie die Rechnung Eisprung vs Spermien.
ich, wieviel zellen?
so um die 50 billionen?
ich in so vielen kopien?
und ich bin doch nach einem bestimmten bild geformt, dem von Gott
"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde ...
und dann gibts ja noch etliche milliarden nach diesem bilde geformte, die wiederum mal 50 billionen zu kopieren wären?
und dann die kopien von den kopien.!?
also echt, das wär' ja eine richtige 'gott-inflation'
wissen wir ja alle:
in einer inflation sind zig ducktrillionen auch nichts mehr wert,
gott dann ja eigentlich auch nicht.
oops, dann können wir uns die kopiererei ja sparen -
ist ja heute schon so.
oder ist das schon der direkte gott-gegenbeweis?
....man natürlich so sehen.
Dann möge sich der Forscher und der Schreiber des Artikels hinstellen und sagen "Ich bin eine Ansammlung von Zellen und ohne Würde"
gelten die Grundsätze von Vernunft und Willensbestimmung nur noch sehr eingeschränkt (?). Schade daß der Großmeister des kategorischen Imperativs sich nicht mehr zu diesen Forschungsergebnissen äußern kann.
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