Kinderbetreuung Tarifpartner einigen sich im Kita-Streit

Der monatelange Streit über höhere Tarife und einen verbesserten Gesundheitsschutz ist beendet: Die 220.000 Kita-Beschäftigten sollen monatlich 120 Euro mehr erhalten

Nach acht Verhandlungsrunden hatten die Spitzen von Arbeitgebern und Gewerkschaften einen Kompromiss ausgehandelt. Nun ist dieser nach der Zustimmung aller Seiten endlich unter Dach und Fach. Darin wird den Forderungen nach Gehaltssteigerungen und einem besseren Gesundheitsschutz für die rund 220.000 Beschäftigten in kommunalen Kindergärten und Sozialeinrichtungen weitgehend stattgegeben. Für  Ver.di-Chef Frank Bsirske ist der Kompromiss zwar ein Schritt nach vorne, der aber "hätte weiträumiger ausfallen können".

Im Detail sieht die Einigung vor, dass Erzieherinnen und Sozialarbeiter künftig durchschnittlich 120 Euro im Monat mehr erhalten. Außerdem vereinbarten beide Seiten einen neuen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz. Künftig soll es einen Rechtsanspruch auf eine Gefährdungsanalyse für jeden Arbeitsplatz geben. Auch sind betriebliche Kommissionen zu diesem Thema vorgesehen. Dies teilte der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, mit. Zugleich forderte er Bund und Länder auf, sich an den Kosten der Einigung, die er auf 500 bis 700 Millionen Euro bezifferte, zu beteiligen.

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Zuvor hatten nacheinander die Arbeitgeber, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Konferenz der Streikleiter und die Tarifkommissionen der Gewerkschaft ver.di dem Kompromiss zugestimmt. Das Votum der Dienstleistungsgewerkschaft war letzten Endes entscheidend, da sie die Streikführung von Gewerkschaftsseite innehatte.

Vier Nächte in Folge hatten die Verhandlungspartner bis zum Montagmorgen zusammengesessen, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Meinungsverschiedenheiten hatte es zuletzt vor allem bei der Frage der Gehaltssteigerungen für die 220.000 Beschäftigten in kommunalen Kitas, Jugendzentren, Heimen und Behindertenwerkstätten gegeben. Die Arbeitgeber hatten dies stets abgelehnt und verwiesen auf massive Steuerausfälle infolge der Wirtschaftskrise.

Ver.di-Chef Frank Bsirske hatte deshalb auch ein Scheitern der Verhandlungen nicht ausgeschlossen und mit einer Ausweitung der Kita-Streiks gedroht. Doch am Sonntagnachmittag verbreitete er bereits Optimismus, als er vor die Kameras trat: Die Gespräche seien auf der Zielgeraden, die Einigungschancen lägen bei über 60 Prozent. "Der Einigungsdruck, der durch die zeitlichen Abläufe gegeben ist, kann natürlich auch heilsam sein", fügte Bsirske hinzu. Beide Tarifparteien berichteten von konstruktiven Gesprächen.

Abbruch der Verhandlungen im Juni

Der seit Monaten andauernde Streit drehte sich zugleich um mehrere Themen – insgesamt streikten die Erzieherinnen für bessere Arbeitsbedingungen. Konkret forderten die Gewerkschaften höhere Gehälter sowie Verbesserungen des Gesundheitsschutzes. Viele Erzieherinnen leiden unter Lärm, schlechtem Mobiliar, Stress und psychischen Belastungen in den häufig überfüllten Betreuungseinrichtungen. Künftig, so die Forderung, sollen diese Faktoren regelmäßig in jeder Kita geprüft und nötige Verbesserungen durchgesetzt werden. Der Streik sollte außerdem klären, in welche Entgeltgruppen die Erzieherinnen eigentlich gehören. Hierzu war allerdings kein direkter Arbeitskampf möglich, da der entsprechende Tarifvertrag erst Ende 2010 ausläuft.

Um ihren aktuellen Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatten Zehntausende Erzieher in mehreren Bundesländern immer wieder die Arbeit niedergelegt. Dadurch blieben Kitas zum Teil mehrere Tage geschlossen. Unterstützung bekamen die  Beschäftigten auch aus der Spitze der deutschen Politik, zum Beispiel von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und SPD-Chef Franz Müntefering.

 
Leser-Kommentare
    • politz
    • 27.07.2009 um 18:20 Uhr
    1. Schön

    für die Kita-Beschäftigten, aber andere müssen darunter leiden. Die fehlenden 500 bis 700 Millionen in den Haushalten der Kommunen werden vermutlich eins zu eins woanders eingespart, entweder durch Stellenabbau in den Verwaltungen oder durch Streichung von Investitionen und freiwilligen Ausgaben.

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    • febty
    • 27.07.2009 um 20:27 Uhr

    alle unterbezahlten Berufe gegeneinander auszuspielen - wie oft waren wohl die sozialen Berufe leidtragende anderer Tarifeinigungen. Ich denke wahrscheinlich öfter als viele andere - denn nach wie vor, ist der soziale Bereich der am meisten unterbewerteste. Herr Köhler hatte es eigentlich schon gesagt, der Dienst am Menschen sollte besser bewertetet werden, als der an der Maschine - dies bleibt wohl ein Traum.

    Klar ist aber, eine gute frühkindliche Förderung, eine gute Schulbildung und gute Angebote für Teenager ersparen unserer Gesellschaft unsummen von Kosten, die nicht mehr in Umschulungsmaßnahmen, Strafvollzug, Sozialhilfe etc. gesteckt werden müssen. Das rechnet sich - leider nicht gleich schon in der Legislaturperiode der jeweilig zuständigen Politiker!

    • febty
    • 27.07.2009 um 20:27 Uhr

    alle unterbezahlten Berufe gegeneinander auszuspielen - wie oft waren wohl die sozialen Berufe leidtragende anderer Tarifeinigungen. Ich denke wahrscheinlich öfter als viele andere - denn nach wie vor, ist der soziale Bereich der am meisten unterbewerteste. Herr Köhler hatte es eigentlich schon gesagt, der Dienst am Menschen sollte besser bewertetet werden, als der an der Maschine - dies bleibt wohl ein Traum.

    Klar ist aber, eine gute frühkindliche Förderung, eine gute Schulbildung und gute Angebote für Teenager ersparen unserer Gesellschaft unsummen von Kosten, die nicht mehr in Umschulungsmaßnahmen, Strafvollzug, Sozialhilfe etc. gesteckt werden müssen. Das rechnet sich - leider nicht gleich schon in der Legislaturperiode der jeweilig zuständigen Politiker!

    • febty
    • 27.07.2009 um 20:16 Uhr

    Naja, ob Aufwertung die richtige Beschreibung ist? Diese 120 Euro mehr im Schnitt, macht ca. 2120 Euro Brutto - da denke ich an das Beispiel von "Hart aber Fair":
    Vergleich zwischen einem Müllmann und einem Erzieher - der Müllmann hat 2500 Euro Brutto im Monat - es ist also nach wie vor, rentabler in Deutschland den Müll zu entsorgen als den Nachwuchs zu erziehen und zu fördern. Die Ausbildung eines Erziehers bedarf einer 4 jährigen Ausbildung, mittlerweile gibt es bereits Studiengänge dazu - das Signal, den dieser Vergleich ausstrahlt ist fatal und zeigt die Wertschätzung der Politiker bezüglich der nachkommenden Generationen.

    Für eines der reichsten Länder in Europa ist dies mehr als peinlich und setzt somit den trend fort. Was die Bemühungen, die Ausgaben und die Förderung unserer Kinder betrifft, bleibt Deutschland in Europa Schlusslicht.

    Das wird sich in der Zukunft rächen, davon muss man ausgehen.

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    • Katana
    • 27.07.2009 um 20:45 Uhr

    klopft man sich an höherer Stelle grinsend auf die Schultern , Ziel erreicht , hetzt sie aufeinander .

    Fragen sie sich doch mal selber , was dieser Vergleich außer der plakativen Interpretation , das dadurch Müll mehr wert wäre als Kinder , weil man für seine Beseitigung angeblich besser zahlt, denn bringt .

    Haben sie diese Arbeit schon getan , als das sie sie bewerten können und was macht das überhaupt für einen Sinn außer Hetzerei auf niedrigem Niveau .
    Es findet sich wenn man denn sucht IMMER einer , bei dem man meint das er für weniger oder "geringere" Arbeit zuviel weil mehr als man selber verdient .

    Richtig ist , das die meisten Berufe gerade im erzieherischen aber auch in vielen anderen Bereichen chronisch unterbezahlt sind .
    Die Auswanderungszahlen vor allem qualifizierter Kräfte sprechen eine deutliche Sprache , vor allem wenn dann noch desolate Arbeitsbedingungen dazu kommen .

    Das liegt aber nicht daran , das ein Müllmann vermeintlich besser bezahlt wird , sondern daran das man Deutschland seit geraumer Zeit zu einem Niedriglohn Land machen möchte , was aber bei den hiesigen Lebenserhaltungskosten schlicht nicht menschenwürdig machbar ist .

    Wenn aber trotzdem immer noch fleißig die gleichen Parteien auf dem Wahlzettel angekreuzt werden , wundert mich das auch nicht wirklich , WIE sollte sich denn mit Politikern die sowas explizit wünschen denn auch ändern ??

    MfG Katana

    • Katana
    • 27.07.2009 um 20:45 Uhr

    klopft man sich an höherer Stelle grinsend auf die Schultern , Ziel erreicht , hetzt sie aufeinander .

    Fragen sie sich doch mal selber , was dieser Vergleich außer der plakativen Interpretation , das dadurch Müll mehr wert wäre als Kinder , weil man für seine Beseitigung angeblich besser zahlt, denn bringt .

    Haben sie diese Arbeit schon getan , als das sie sie bewerten können und was macht das überhaupt für einen Sinn außer Hetzerei auf niedrigem Niveau .
    Es findet sich wenn man denn sucht IMMER einer , bei dem man meint das er für weniger oder "geringere" Arbeit zuviel weil mehr als man selber verdient .

    Richtig ist , das die meisten Berufe gerade im erzieherischen aber auch in vielen anderen Bereichen chronisch unterbezahlt sind .
    Die Auswanderungszahlen vor allem qualifizierter Kräfte sprechen eine deutliche Sprache , vor allem wenn dann noch desolate Arbeitsbedingungen dazu kommen .

    Das liegt aber nicht daran , das ein Müllmann vermeintlich besser bezahlt wird , sondern daran das man Deutschland seit geraumer Zeit zu einem Niedriglohn Land machen möchte , was aber bei den hiesigen Lebenserhaltungskosten schlicht nicht menschenwürdig machbar ist .

    Wenn aber trotzdem immer noch fleißig die gleichen Parteien auf dem Wahlzettel angekreuzt werden , wundert mich das auch nicht wirklich , WIE sollte sich denn mit Politikern die sowas explizit wünschen denn auch ändern ??

    MfG Katana

    • febty
    • 27.07.2009 um 20:27 Uhr

    alle unterbezahlten Berufe gegeneinander auszuspielen - wie oft waren wohl die sozialen Berufe leidtragende anderer Tarifeinigungen. Ich denke wahrscheinlich öfter als viele andere - denn nach wie vor, ist der soziale Bereich der am meisten unterbewerteste. Herr Köhler hatte es eigentlich schon gesagt, der Dienst am Menschen sollte besser bewertetet werden, als der an der Maschine - dies bleibt wohl ein Traum.

    Klar ist aber, eine gute frühkindliche Förderung, eine gute Schulbildung und gute Angebote für Teenager ersparen unserer Gesellschaft unsummen von Kosten, die nicht mehr in Umschulungsmaßnahmen, Strafvollzug, Sozialhilfe etc. gesteckt werden müssen. Das rechnet sich - leider nicht gleich schon in der Legislaturperiode der jeweilig zuständigen Politiker!

    Antwort auf "Schön"
    • Katana
    • 27.07.2009 um 20:45 Uhr

    klopft man sich an höherer Stelle grinsend auf die Schultern , Ziel erreicht , hetzt sie aufeinander .

    Fragen sie sich doch mal selber , was dieser Vergleich außer der plakativen Interpretation , das dadurch Müll mehr wert wäre als Kinder , weil man für seine Beseitigung angeblich besser zahlt, denn bringt .

    Haben sie diese Arbeit schon getan , als das sie sie bewerten können und was macht das überhaupt für einen Sinn außer Hetzerei auf niedrigem Niveau .
    Es findet sich wenn man denn sucht IMMER einer , bei dem man meint das er für weniger oder "geringere" Arbeit zuviel weil mehr als man selber verdient .

    Richtig ist , das die meisten Berufe gerade im erzieherischen aber auch in vielen anderen Bereichen chronisch unterbezahlt sind .
    Die Auswanderungszahlen vor allem qualifizierter Kräfte sprechen eine deutliche Sprache , vor allem wenn dann noch desolate Arbeitsbedingungen dazu kommen .

    Das liegt aber nicht daran , das ein Müllmann vermeintlich besser bezahlt wird , sondern daran das man Deutschland seit geraumer Zeit zu einem Niedriglohn Land machen möchte , was aber bei den hiesigen Lebenserhaltungskosten schlicht nicht menschenwürdig machbar ist .

    Wenn aber trotzdem immer noch fleißig die gleichen Parteien auf dem Wahlzettel angekreuzt werden , wundert mich das auch nicht wirklich , WIE sollte sich denn mit Politikern die sowas explizit wünschen denn auch ändern ??

    MfG Katana

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    • febty
    • 27.07.2009 um 22:00 Uhr

    es geht ja nicht darum, dem "Müllmann" Geld wieder abzuziehen weil er zu viel verdient - nein, wahrscheinlich verdient er auch noch zu wenig für diese Arbeit. Es geht um die natürlich etwas überspitzte Unterbewertung des Erzieherberufes. Maßstab für die Einstufung eines Berufes ist doch unter anderem die Dauer einer Ausbildung und wo sie angesiedelt ist, im Unternehmen oder an der FH bzw. Uni.
    Mit 4 Jahren ist die Erzieherausbildung im Vergleich zu sehr vielen Berufen schon sehr lange und wie gesagt, es gibt sie bereits an der Uni - für die Entsorgung des Mülls - ohne diese Arbeit abzuwerten, ist nun mal Gegenstand des Vergleichs - ist eine solch lange Ausbildung wohl nicht nötig und muss auch nicht an der Uni stattfinden. Ein VErgleich mit Lehrern kommt da schon näher - deren Gehalt liegt bei ca. zwischen 3.900 Euro und 5.100 Euro Brutto. Was die frühkindliche Pädagogik angeht und das Anforderungsprofil eines Erziehers, wäre ein Gehalt an das von Lehrern angeglichen, gerechtfertigt. Denn Kinder müssen und können schon sehr früh gefördert werden und dazu benötigt es ein enormes Wissen über die Entwicklungsphasen derer. Im Elementarbereich Beispielsweise, hat man Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, die sind jeden Tag 8 Stunden in der Einrichtung - da hat man keine Zeit etwa wie Lehrer, die Förderung vorzubereiten - wäre aber wünschenswert. Lehrer haben ca. 26 Std. Unterricht der Rest dient zur Vorbereitung bzw. Nachbereitung.

    Es nicht leicht einzuschätzen welche Arbeit wie viel Wert sein muss - aber im Bereich der sozialen Berufe ist eine klare Unterbewertung zu erkennen und diese muss endlich mal aufgelöst werden - nicht auf Kosten anderer aber im Angleich an andere.

    • febty
    • 27.07.2009 um 22:00 Uhr

    es geht ja nicht darum, dem "Müllmann" Geld wieder abzuziehen weil er zu viel verdient - nein, wahrscheinlich verdient er auch noch zu wenig für diese Arbeit. Es geht um die natürlich etwas überspitzte Unterbewertung des Erzieherberufes. Maßstab für die Einstufung eines Berufes ist doch unter anderem die Dauer einer Ausbildung und wo sie angesiedelt ist, im Unternehmen oder an der FH bzw. Uni.
    Mit 4 Jahren ist die Erzieherausbildung im Vergleich zu sehr vielen Berufen schon sehr lange und wie gesagt, es gibt sie bereits an der Uni - für die Entsorgung des Mülls - ohne diese Arbeit abzuwerten, ist nun mal Gegenstand des Vergleichs - ist eine solch lange Ausbildung wohl nicht nötig und muss auch nicht an der Uni stattfinden. Ein VErgleich mit Lehrern kommt da schon näher - deren Gehalt liegt bei ca. zwischen 3.900 Euro und 5.100 Euro Brutto. Was die frühkindliche Pädagogik angeht und das Anforderungsprofil eines Erziehers, wäre ein Gehalt an das von Lehrern angeglichen, gerechtfertigt. Denn Kinder müssen und können schon sehr früh gefördert werden und dazu benötigt es ein enormes Wissen über die Entwicklungsphasen derer. Im Elementarbereich Beispielsweise, hat man Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, die sind jeden Tag 8 Stunden in der Einrichtung - da hat man keine Zeit etwa wie Lehrer, die Förderung vorzubereiten - wäre aber wünschenswert. Lehrer haben ca. 26 Std. Unterricht der Rest dient zur Vorbereitung bzw. Nachbereitung.

    Es nicht leicht einzuschätzen welche Arbeit wie viel Wert sein muss - aber im Bereich der sozialen Berufe ist eine klare Unterbewertung zu erkennen und diese muss endlich mal aufgelöst werden - nicht auf Kosten anderer aber im Angleich an andere.

    • febty
    • 27.07.2009 um 22:00 Uhr

    es geht ja nicht darum, dem "Müllmann" Geld wieder abzuziehen weil er zu viel verdient - nein, wahrscheinlich verdient er auch noch zu wenig für diese Arbeit. Es geht um die natürlich etwas überspitzte Unterbewertung des Erzieherberufes. Maßstab für die Einstufung eines Berufes ist doch unter anderem die Dauer einer Ausbildung und wo sie angesiedelt ist, im Unternehmen oder an der FH bzw. Uni.
    Mit 4 Jahren ist die Erzieherausbildung im Vergleich zu sehr vielen Berufen schon sehr lange und wie gesagt, es gibt sie bereits an der Uni - für die Entsorgung des Mülls - ohne diese Arbeit abzuwerten, ist nun mal Gegenstand des Vergleichs - ist eine solch lange Ausbildung wohl nicht nötig und muss auch nicht an der Uni stattfinden. Ein VErgleich mit Lehrern kommt da schon näher - deren Gehalt liegt bei ca. zwischen 3.900 Euro und 5.100 Euro Brutto. Was die frühkindliche Pädagogik angeht und das Anforderungsprofil eines Erziehers, wäre ein Gehalt an das von Lehrern angeglichen, gerechtfertigt. Denn Kinder müssen und können schon sehr früh gefördert werden und dazu benötigt es ein enormes Wissen über die Entwicklungsphasen derer. Im Elementarbereich Beispielsweise, hat man Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, die sind jeden Tag 8 Stunden in der Einrichtung - da hat man keine Zeit etwa wie Lehrer, die Förderung vorzubereiten - wäre aber wünschenswert. Lehrer haben ca. 26 Std. Unterricht der Rest dient zur Vorbereitung bzw. Nachbereitung.

    Es nicht leicht einzuschätzen welche Arbeit wie viel Wert sein muss - aber im Bereich der sozialen Berufe ist eine klare Unterbewertung zu erkennen und diese muss endlich mal aufgelöst werden - nicht auf Kosten anderer aber im Angleich an andere.

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    • Katana
    • 27.07.2009 um 22:31 Uhr

    Ab dem Satz mit den Lehrergehältern stimme ich ihnen voll zu , gute Begründung ohne jemandem auf die Füße zu treten die Unterbezahlung klar gemacht , sehe ich ganz genau so .

    Aber eben genau bei so gut ausgebildeten Leuten erwarte ich auch den Grips , das sie sich nicht auf dieses ganz gewollte Glatteis begeben und eine Begründung auf Kosten anderer liefern wollen .
    Das sind diese kleinen Spielchen ,die die Politiker so gerne spielen und mit denen man ihnen dann postwendend eine Neiddebatte anhängt obwohl ihr Anliegen berechtigt ist .

    Und ganz ehrlich ärgert es mich immer maßlos wenn Menschen berechtigt für ihre Belange eintreten und sich dann auf so billige Weise ausbremsen lassen .
    Ich könnte jetzt von wegen der Arbeitsbedingungen ihnen promt eine Retourkutsche verpassen :-))

    Müllmänner wühlen den ganzen Tag im ekelhaftestem Müll , ist der Umgang mit Kindern derart widerlich , als das man so viel Geld dafür bekommen müsste ??

    Spielen sie dieses Spiel besser nicht mit , gerade in diesen Berufen ist man auf die Solidarität der Mitmenschen angewiesen ,auch auf die von Müllmännern :-))

    MfG Katana

    • Katana
    • 27.07.2009 um 22:31 Uhr

    Ab dem Satz mit den Lehrergehältern stimme ich ihnen voll zu , gute Begründung ohne jemandem auf die Füße zu treten die Unterbezahlung klar gemacht , sehe ich ganz genau so .

    Aber eben genau bei so gut ausgebildeten Leuten erwarte ich auch den Grips , das sie sich nicht auf dieses ganz gewollte Glatteis begeben und eine Begründung auf Kosten anderer liefern wollen .
    Das sind diese kleinen Spielchen ,die die Politiker so gerne spielen und mit denen man ihnen dann postwendend eine Neiddebatte anhängt obwohl ihr Anliegen berechtigt ist .

    Und ganz ehrlich ärgert es mich immer maßlos wenn Menschen berechtigt für ihre Belange eintreten und sich dann auf so billige Weise ausbremsen lassen .
    Ich könnte jetzt von wegen der Arbeitsbedingungen ihnen promt eine Retourkutsche verpassen :-))

    Müllmänner wühlen den ganzen Tag im ekelhaftestem Müll , ist der Umgang mit Kindern derart widerlich , als das man so viel Geld dafür bekommen müsste ??

    Spielen sie dieses Spiel besser nicht mit , gerade in diesen Berufen ist man auf die Solidarität der Mitmenschen angewiesen ,auch auf die von Müllmännern :-))

    MfG Katana

  1. ... das Ganze hat noch einen anderen Beigeschmack. Wenn man überlegt, daß die deutschen Politiker nach wie vor bestreiten, daß die Bundeswehr in Afghanistan nicht im Krieg ist, sondern am "Aufbau" beteiligt ist, dann ist das doch merkwürdig. Da werden -zig Millionen investiert, um Afghanistan "aufzubauen" während für den eigenen Nachwuchs bzw. dessen Erziehung angeblich nicht genug Geld da ist. Da wird dann argumentiert, daß aufgrund von wegbrechenden Steuereinnahmen keine bessere Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher möglich ist.
    Da frage ich mich zu "wessen Gunsten" die Regierungsmitglieder denn nun einen Eid abgelegt haben. Soviel ich weiß steht im Grundgesetz das "Wohl des deutschen Volkes" -oder gehört Afghanistan schon dazu?

    • Katana
    • 27.07.2009 um 22:31 Uhr

    Ab dem Satz mit den Lehrergehältern stimme ich ihnen voll zu , gute Begründung ohne jemandem auf die Füße zu treten die Unterbezahlung klar gemacht , sehe ich ganz genau so .

    Aber eben genau bei so gut ausgebildeten Leuten erwarte ich auch den Grips , das sie sich nicht auf dieses ganz gewollte Glatteis begeben und eine Begründung auf Kosten anderer liefern wollen .
    Das sind diese kleinen Spielchen ,die die Politiker so gerne spielen und mit denen man ihnen dann postwendend eine Neiddebatte anhängt obwohl ihr Anliegen berechtigt ist .

    Und ganz ehrlich ärgert es mich immer maßlos wenn Menschen berechtigt für ihre Belange eintreten und sich dann auf so billige Weise ausbremsen lassen .
    Ich könnte jetzt von wegen der Arbeitsbedingungen ihnen promt eine Retourkutsche verpassen :-))

    Müllmänner wühlen den ganzen Tag im ekelhaftestem Müll , ist der Umgang mit Kindern derart widerlich , als das man so viel Geld dafür bekommen müsste ??

    Spielen sie dieses Spiel besser nicht mit , gerade in diesen Berufen ist man auf die Solidarität der Mitmenschen angewiesen ,auch auf die von Müllmännern :-))

    MfG Katana

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