Neuer Porsche-Chef Beschränkte Macht

Michael Macht folgt Wendelin Wiedeking an der Spitze von Porsche. Er wird deutlich weniger Einfluss haben als sein Vorgänger

Er tritt in große Fußstapfen. Der Maschinenbauingenieur Michael Macht folgt Wendelin Wiedeking als Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, in der das Sportwagengeschäft der Stuttgarter gebündelt ist. Dort war der 48-jährige Schwabe bereits seit dem Jahr 1998 als Vorstandsmitglied für Produktion und Logistik zuständig.

Die Machtfülle eines Wendelin Wiedeking wird der neue Porsche-Chef allerdings nicht erhalten. Wiedeking war auch Vorstandschef in der Porsche Automobil Holding SE, unter deren Dach die Porsche AG und das Aktienpaket an Volkswagen (rund 50 Prozent) gehalten werden. Macht wird lediglich die Verantwortung für Produktion und Technik übernehmen. Sein Kollege Thomas Edig, ein Jahr jünger, ebenfalls Schwabe, und bislang Personalchef der Porsche AG, wird in der Holding für den kaufmännischen Bereich verantwortlich sein.

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Macht, ein eher ruhig und freundlich auftretender Manager, gilt als loyaler Zögling von Wiedeking. Von seinem Wesen her gilt er als verbindlicher und weniger kantig als sein Mentor. Seine gesamte berufliche Karriere hat der Fertigungsfachmann bei Porsche gemacht. Dort hat er sich vor allem um die Produktion gekümmert, die weltweit als vorbildlich effizient gilt. Große Verdienste hat er auch beim Aufbau der Tochtergesellschaft Porsche Consulting erworben.

In einem "integrierten Automobilkonzern" mit Volkswagen, der nach den Beschlüssen des Porsche-Aufsichtsrats jetzt angestrebt wird, wird Machts Position wohl am ehesten mit der von Audi-Chef Rupert Stadler zu vergleichen sein. Ausgestattet mit einem großen Freiheitsspielraum in der Produktentwicklung, aber eingebunden in die Gesamtstrategie des Konzerns.

Eine wichtige Erfahrung bringt der neue Porsche-Chef bereits mit: Bei der gemeinsamen Fertigung des Porsche Cayenne/VW Touareg in Bratislava und seit Kurzem auch beim Porsche Panamera, dessen Karosserie im VW-Werk Hannover gebaut wird, hat er bereits eng mit seinen VW-Kollegen zusammengearbeitet. Sein großer Vorteil gegenüber seinem Vorgänger: Als Produktionschef blieb er dem Machtkampf der vergangenen Monate weitgehend fern.
 

 
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