Gleichgeschlechtliche Partnerschaft Regenbogenkindern geht es gut
Kinder, die bei schwulen oder lesbischen Paaren aufwachsen, haben keine Probleme in ihrer Entwicklung. Doch das Adoptionsrecht macht es ihren Eltern schwer

© David Friedman/Getty Images
Regenbogenfamilien haben nicht die gleichen Rechte wie Hetero-Familien. Trotzdem geht es Kindern dort gut
Sie neigen nicht zu Depressionen, können ihre Persönlichkeit ungestört entwickeln und unterscheiden sich auch in der Leistung nicht von ihren Mitschülern: Wenn Kinder bei gleichgeschlechtlichen Elternpaaren aufwachsen, geht es ihnen genauso gut wie bei Hetero-Eltern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Universität Bamberg zu den sogenannten Regenbogenfamilien. Die Studie kommt zu dem Schluss: "Sie wachsen dort genauso gut auf wie bei heterosexuellen Eltern."
Mindestens 6600 Kinder leben mittlerweile in Deutschland in solchen Familien, werden also von zwei lesbischen Müttern oder zwei schwulen Vätern aufgezogen. Davon wachsen ein Drittel der Kinder bei Eltern auf, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, die seit 2001 möglich ist. Trotzdem haben die "Verpartnerten" auch als Eltern nicht die gleichen Rechte wie heterosexuelle Eheleute. Bisher ist ihnen beispielsweise nur die Stiefkind-Adoption erlaubt: Hat einer der beiden Partner ein leibliches Kind, kann der Lebenspartner es adoptieren. Ein fremdes Kind hingegen dürfen sie nicht gemeinsam erziehen.
Die Studie, die das Bundesjustizministerium in Auftrag gegeben hatte, stellt auch fest, dass fast die Hälfte der Kinder Diskriminierungen wegen ihrer homosexuellen Eltern erlebt, meist Hänseleien durch Gleichaltrige. Dies wirke sich aber nicht nachteilig auf ihre Entwicklung aus. Das Forscherteam um Marina Rupp stellt sogar fest, "dass Kinder und Jugendliche aus Lebenspartnerschaften über ein höheres Selbstwertgefühl und über mehr Autonomie in der Beziehung zu beiden Elternteilen berichteten".
Probleme, in die Rolle ihres eigenen Geschlechts zu finden, haben die Kinder auch nicht. Denn die Regenbogeneltern setzten sich sehr bewusst damit auseinander und sorgten auch dafür, dass ihr Kind Bezugspersonen des jeweils anderen Geschlechts habe.
Die meisten Regenbogenfamilien bestehen aus zwei Frauen mit Kind. Nur in 5,5 Prozent der Fälle teilen sich zwei Männer die Erziehung. Während die meisten der älteren Kinder aus früheren heterosexuellen Beziehungen eines der Partner stammen, entscheiden sich lesbische Paare auch oft gemeinsam für ein Baby. Mithilfe einer Samenspende können sie ihren Kinderwunsch relativ einfach verwirklichen – allerdings hat das Sorgerecht nur die leibliche Mutter, auch wenn es in die Lebenspartnerschaft hineingeboren wird. Die Partnerin kann das Kind dann aber adoptieren.
Justizministerin Brigitte Zypries fordert nun, Deutschland solle das geänderte EU-Adoptionsübereinkommen ratifizieren, das das Recht auf Adoption auch schwulen und lesbischen Lebensgemeinschaften zuerkennt. Gemeinschaftliche Adoptionen sind bereits in neun EU-Ländern erlaubt, darunter in Schweden, Spanien und Großbritannien. Zypries zitierte Schätzungen, nach denen bereits 16.000 Regenbogenkinder in Deutschland leben. Die CDU hat sich jedoch stets gegen das gleiche Adoptionsrecht ausgesprochen. In einer Stellungnahme vom Mai argumentierte sie mit "natürlichen Grundprinzipien", die durch eine gleichgeschlechtliche Adoption "durchbrochen" würden.
- Datum 23.07.2009 - 19:23 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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dass Frau Zypries und Ihr Ministerium eine Studie veröffentlichen würden, die zu einem anderen Ergebnis kommt? Derlei würde doch SOFORT in der Ablage P verschwinden...
... und je nachdem, von wem sie finanziert wird, fallen die Ergebnisse aus. Wer ein wenig in der Wissenschaft zuhause ist, weiß, wie viele Studien und Gegenstudien es zu allem möglichen Themen gibt. Wenn man möchte, findet man auch eine Korrelation zwischen Geburtenrate und Storchvorkommen.
Wesentlicher als Befragungsstudien sind die transkulturellen Beobachtungen der Verhaltensforschung. Diese Daten geben wirklich Aufschluss darüber, was die über -zigtausende von Jahren "erprobten" Grundmuster, und was kulturelle Kurzzeit-Experimente sind.
... und je nachdem, von wem sie finanziert wird, fallen die Ergebnisse aus. Wer ein wenig in der Wissenschaft zuhause ist, weiß, wie viele Studien und Gegenstudien es zu allem möglichen Themen gibt. Wenn man möchte, findet man auch eine Korrelation zwischen Geburtenrate und Storchvorkommen.
Wesentlicher als Befragungsstudien sind die transkulturellen Beobachtungen der Verhaltensforschung. Diese Daten geben wirklich Aufschluss darüber, was die über -zigtausende von Jahren "erprobten" Grundmuster, und was kulturelle Kurzzeit-Experimente sind.
offensichtlich kann niemand irgendwen daran hindern, die hochheiligen grundprinzipien zu durchbrechen, denn es wird ja offensichtlich fleißig praktiziert.
das einzige was verhindert werden kann, ist, solche familien als gleichwertig zu betrachten.
warum sie nicht behandeln wie jede andere familie auch.
ich hoffe darauf! ;-)
Eines vergisst die Diskussion: Wenn ein gleichgeschlechtliches Paar sich für ein Kind entscheidet, ist es immer ein Wunschkind. Das gilt auch heute noch leider nicht für jedes Kind aus einer heterosexuellen Beziehung.
Mich stören dabei die Idealfamilienfantastereien der CDU. Denn unabhängig davon, ob Regenbogenkinder zu Depressionen neigen oder nicht muss man doch feststellen, dass unzählige Kinder aus heterosexuellen Beziehungen lebenslang innerlich damit ringen, ein Betriebsunfall und von den Eltern bloß halbgewollt zu sein. Und die Idealfamilie der CDU ist kein Maßstab für die Realität heterosexueller Beziehungen in der Bundesrepublik. Daher enden nicht wenige ungewollte Kinder enden in Heimen und Pflegefamilien.
Wenn dann ein gleichgeschlechtliches Paar ein Kind adoptiert und mit Fürsorge großzieht, dient dies wohl eindeutig dem Kindswohl.
Sie neigen nicht zu Depressionen, können ihre Persönlichkeit ungestört entwickeln und unterscheiden sich auch in der Leistung nicht von ihren Mitschülern: Wenn Kinder bei gleichgeschlechtlichen Elternpaaren aufwachsen, geht es ihnen genauso gut wie bei Hetero-Eltern.
...
Die meisten Regenbogenfamilien bestehen aus zwei Frauen mit Kind. Nur in 5,5 Prozent der Fälle teilen sich zwei Männer die Erziehung.
Der Bamberger Studie steht eine andere gegenüber. Kinder, die ohne Vater aufwachsen, haben einer Studie von Prof. Matthias Franz (Universität Düsseldorf) zufolge als Erwachsene ein höheres Risiko für psychische Probleme. Die "Vaterlosigkeit" wirke besonders stark, weil Kinder auch außerhalb der Familie schwerlich Ersatz-Väter fänden.
Grundlage der These ist eine elf Jahre dauernde Studie, bei der je 100 Männer und 100 Frauen der Jahrgänge 1935, 1945 und 1955 aus Mannheim zu ihrer seelischen Verfassung befragt wurden. Ergebnis: Neurosen, Persönlichkeitsstörungen und psychosomatische Erkrankungen waren bei Menschen, die ohne Vater aufgewachsen waren, deutlich häufiger zu finden. In Schweden kam man zu ähnlichen Ergebnissen.
Mit diesem Wissen Väter auf Erzeuger/Spender zu reduzieren, entspricht in keiner Weise dem Kindeswohl und grenzt an Missbrauch.
In der Vaterlosigkeit bzw. Herabwürdigung als `nur`Erzeuger könnten die Ursachen für die signifikant hohe Zahl männlicher Selbstmörder und Drogentoten (2006 92% Männer) liegen.
Vielleicht läßt Frau Zypries mal mehr in diesem Bereich forschen.
So so Grundlage der These ist eine elf Jahre dauernde Studie, bei der je 100 Männer und 100 Frauen der Jahrgänge 1935, 1945 und 1955 aus Mannheim zu ihrer seelischen Verfassung befragt wurden.
Also 100 Frauen und 100 Männer aus genannten Jahrgängen, denen die Väter vor, während oder nach dem 2. Weltkrieg abhanden gekommen waren, wollen Sie mit Kindern vergleichen, die heute in intakte (Regenbogen-)Familien hineingeboren werden. Da ist doch etwas schief.
Außerdem werden Männer in den meisten Regenbogenfamilien nicht zu Erzeugern degradiert (das machen sie in der Heterowelt übrigens oft genug selbst, indem sie sich auf Nimmerwiedersehen von ihren Familien verabschieden), sondern sind nicht selten Teil der Famile, sofern es sich nicht um anonyme Samenspenden handelt (was ja die betreffenden Männer auch völlig freiwillig machen).
Es wird Zeit, dass man auch in Deutschland anerkennt, dass homosexuelle Eltern mit ihren Wunschkindern ebenso gute Eltern sind wie heterosexuelle Eltern, und dass die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es in anderen europäischen Ländern schon gibt
Mit freundlichen Grüßen
Rugosa
So so Grundlage der These ist eine elf Jahre dauernde Studie, bei der je 100 Männer und 100 Frauen der Jahrgänge 1935, 1945 und 1955 aus Mannheim zu ihrer seelischen Verfassung befragt wurden.
Also 100 Frauen und 100 Männer aus genannten Jahrgängen, denen die Väter vor, während oder nach dem 2. Weltkrieg abhanden gekommen waren, wollen Sie mit Kindern vergleichen, die heute in intakte (Regenbogen-)Familien hineingeboren werden. Da ist doch etwas schief.
Außerdem werden Männer in den meisten Regenbogenfamilien nicht zu Erzeugern degradiert (das machen sie in der Heterowelt übrigens oft genug selbst, indem sie sich auf Nimmerwiedersehen von ihren Familien verabschieden), sondern sind nicht selten Teil der Famile, sofern es sich nicht um anonyme Samenspenden handelt (was ja die betreffenden Männer auch völlig freiwillig machen).
Es wird Zeit, dass man auch in Deutschland anerkennt, dass homosexuelle Eltern mit ihren Wunschkindern ebenso gute Eltern sind wie heterosexuelle Eltern, und dass die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es in anderen europäischen Ländern schon gibt
Mit freundlichen Grüßen
Rugosa
So so Grundlage der These ist eine elf Jahre dauernde Studie, bei der je 100 Männer und 100 Frauen der Jahrgänge 1935, 1945 und 1955 aus Mannheim zu ihrer seelischen Verfassung befragt wurden.
Also 100 Frauen und 100 Männer aus genannten Jahrgängen, denen die Väter vor, während oder nach dem 2. Weltkrieg abhanden gekommen waren, wollen Sie mit Kindern vergleichen, die heute in intakte (Regenbogen-)Familien hineingeboren werden. Da ist doch etwas schief.
Außerdem werden Männer in den meisten Regenbogenfamilien nicht zu Erzeugern degradiert (das machen sie in der Heterowelt übrigens oft genug selbst, indem sie sich auf Nimmerwiedersehen von ihren Familien verabschieden), sondern sind nicht selten Teil der Famile, sofern es sich nicht um anonyme Samenspenden handelt (was ja die betreffenden Männer auch völlig freiwillig machen).
Es wird Zeit, dass man auch in Deutschland anerkennt, dass homosexuelle Eltern mit ihren Wunschkindern ebenso gute Eltern sind wie heterosexuelle Eltern, und dass die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es in anderen europäischen Ländern schon gibt
Mit freundlichen Grüßen
Rugosa
ist das hierzulande geltende Sorgerecht. Nicht umsonst wird Deutschland – Regenbogen-Studie hin oder her – deshalb regelmäßig vom EGH wegen fortwährender Rechtsverletzungen abgemahnt.
"...allerdings hat das Sorgerecht nur die leibliche Mutter, auch wenn es in die Lebenspartnerschaft hineingeboren wird" lesen wir mitfühlend über die rechtlichen Rahmenbedingungen lesbischer Paare.
Allerallerdings hängt das gemeinsame Sorgerecht selbst beim heterosexuellen Paar von der Zustimmung der (biologischen) Mutter ab. Ein diesbezüglich immer noch mögliches mütterliches Veto degradiert Väter im Ernstfall zu unterhaltspflichtigen Erzeugern mit tageweisen Besuchsrecht. Etwas – wenn auch nur letzteres - womit sich Ex-Partnerinnen lesbischer Mütter zunehmend konfrontiert sehen, wie wir wiederum kräftig mitfühlend konstatieren.
Es müssen wohl erst die Lesben kommen, damit über den biologisch-mütterlichen Rechtsanspruch nachgedacht wird.
ist das hierzulande geltende Sorgerecht. Nicht umsonst wird Deutschland – Regenbogen-Studie hin oder her – deshalb regelmäßig vom EGH wegen fortwährender Rechtsverletzungen abgemahnt.
"...allerdings hat das Sorgerecht nur die leibliche Mutter, auch wenn es in die Lebenspartnerschaft hineingeboren wird" lesen wir mitfühlend über die rechtlichen Rahmenbedingungen lesbischer Paare.
Allerallerdings hängt das gemeinsame Sorgerecht selbst beim heterosexuellen Paar von der Zustimmung der (biologischen) Mutter ab. Ein diesbezüglich immer noch mögliches mütterliches Veto degradiert Väter im Ernstfall zu unterhaltspflichtigen Erzeugern mit tageweisen Besuchsrecht. Etwas – wenn auch nur letzteres - womit sich Ex-Partnerinnen lesbischer Mütter zunehmend konfrontiert sehen, wie wir wiederum kräftig mitfühlend konstatieren.
Es müssen wohl erst die Lesben kommen, damit über den biologisch-mütterlichen Rechtsanspruch nachgedacht wird.
Seltsam, daß gerade im Darwin-Jahr (in dem man sonst besonders gerne gegen unbelehrbare Kreationisten wettert, die nicht an die Evolutionstheorie glauben), bei solchen Themen Folgendes geflissentlich ignoriert wird:
Sexual- und Brutpflegeverhalten ist ein Ergebnis evolutionärer Anpassung. Die primäre verhaltensbiologische Bedingung für Nachwuchs ist Heterosexualität. Diese allein reicht aber nicht aus, hinzu muss die Bereitschaft zum "parental investment" kommen, zur elterlichen Investition in das Kind also. Klingt alles sehr technisch - man könnte auch einfach von aufopferungsvoller Liebe und Fürsorge sprechen. Und es ist sehr unwahrscheinlich, daß diese menschliche "Brutpflege"-Bereitschaft nicht an die Heterosexualität gekoppelt ist. Im Einzelfall kann das immer anders gelagert sein - aber man kann die biologischen Dispositionen des Menschen nicht einfach vom Tisch wischen - auch in unserer postmodernen Beliebigkeitsgesellschaft bleiben wir Säugetiere mit einer Millionen Jahre alten Stammesgeschichte.
Der zweite Gedanke: Was ist mit der sexuellen Prägung eines Kindes, das mit zwei Mamas oder mit zwei Papas aufwächst?
Heterosexuelle werden auch weiterhin mehrheitlich die Familien gründen.
So wie es auch mehrheitlich "deutsche StaatsbürgerInnen" sein werden, die Kinder bekommen werden. Sie werden vielleicht nur häufiger - wie Berlusconi sagen würde - "gutgebräunt" sein. Und immer seltener das Modell Hausfrau wählen, nehme ich an.
"Was ist mit der sexuellen Prägung eines Kindes, das mit zwei Mamas oder mit zwei Papas aufwächst?"
- Sowenig wie heterosexuelle Eltern was an der sexuellen Prägung bzw. Orientierung ändern können beeinflussen homosexuelle Eltern durch ihr Beispiel die Sexualpräferenz ihrer Kinder. Oder?
Heterosexuelle werden auch weiterhin mehrheitlich die Familien gründen.
So wie es auch mehrheitlich "deutsche StaatsbürgerInnen" sein werden, die Kinder bekommen werden. Sie werden vielleicht nur häufiger - wie Berlusconi sagen würde - "gutgebräunt" sein. Und immer seltener das Modell Hausfrau wählen, nehme ich an.
"Was ist mit der sexuellen Prägung eines Kindes, das mit zwei Mamas oder mit zwei Papas aufwächst?"
- Sowenig wie heterosexuelle Eltern was an der sexuellen Prägung bzw. Orientierung ändern können beeinflussen homosexuelle Eltern durch ihr Beispiel die Sexualpräferenz ihrer Kinder. Oder?
Heterosexuelle werden auch weiterhin mehrheitlich die Familien gründen.
So wie es auch mehrheitlich "deutsche StaatsbürgerInnen" sein werden, die Kinder bekommen werden. Sie werden vielleicht nur häufiger - wie Berlusconi sagen würde - "gutgebräunt" sein. Und immer seltener das Modell Hausfrau wählen, nehme ich an.
"Was ist mit der sexuellen Prägung eines Kindes, das mit zwei Mamas oder mit zwei Papas aufwächst?"
- Sowenig wie heterosexuelle Eltern was an der sexuellen Prägung bzw. Orientierung ändern können beeinflussen homosexuelle Eltern durch ihr Beispiel die Sexualpräferenz ihrer Kinder. Oder?
Sie gehen also davon aus, daß Homosexualität angeboren ist?
Sie gehen also davon aus, daß Homosexualität angeboren ist?
ist das hierzulande geltende Sorgerecht. Nicht umsonst wird Deutschland – Regenbogen-Studie hin oder her – deshalb regelmäßig vom EGH wegen fortwährender Rechtsverletzungen abgemahnt.
"...allerdings hat das Sorgerecht nur die leibliche Mutter, auch wenn es in die Lebenspartnerschaft hineingeboren wird" lesen wir mitfühlend über die rechtlichen Rahmenbedingungen lesbischer Paare.
Allerallerdings hängt das gemeinsame Sorgerecht selbst beim heterosexuellen Paar von der Zustimmung der (biologischen) Mutter ab. Ein diesbezüglich immer noch mögliches mütterliches Veto degradiert Väter im Ernstfall zu unterhaltspflichtigen Erzeugern mit tageweisen Besuchsrecht. Etwas – wenn auch nur letzteres - womit sich Ex-Partnerinnen lesbischer Mütter zunehmend konfrontiert sehen, wie wir wiederum kräftig mitfühlend konstatieren.
Es müssen wohl erst die Lesben kommen, damit über den biologisch-mütterlichen Rechtsanspruch nachgedacht wird.
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