Schweinegrippe Sprunghafter Anstieg der H1N1-Fälle in Deutschland
Die Grippe breitet sich jetzt schnell aus. Erste Schulen wurden geschlossen. Im Ausland kam es zu Resistenzen gegen Tamiflu. Noch sind das Einzelfälle, sagen Experten

© Vanderlei Almeida/AFP/Getty Images
Inzwischen sieht man nicht mehr nur Asiaten mit Mundschutz. Die Masken sollten vor allem von Grippe-Patienten getragen werden, damit andere nicht angesteckt werden
Mehrere hundert Deutsche erkranken jetzt täglich neu an der so genannten Schweinegrippe. Allein von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche sei die Zahl registrierter H1N1-Fälle um 500 auf rund 3400 hochgeschnellt, sagte der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger, am Montag in Berlin.
Bis Freitag habe es damit innerhalb von drei Tagen 1500 neue Fälle gegeben. "Die Pandemie ist in der Tat angekommen, das neue Virus hat sich innerhalb von zwei Monaten über die ganze Welt verbreitet, so schnell ging das noch nie", sagte Burger. Nur ein Viertel der Erkrankten in Deutschland habe sich zu Hause angesteckt. "Ein Großteil der Fälle geht zurück auf Reiserückkehrer aus Spanien", sagte Burger.
Der starke Anstieg an Infektionen in Deutschland kommt für Experten allerdings nicht überraschend. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte schon im Mai – etwa einen Monat nachdem erste H1N1-Fälle aus den USA und Mexiko gemeldet worden waren – prophezeit, dass sich ein Drittel der Weltbevölkerung mit der neuen Grippe anstecken könnte.
Die Erkrankung verläuft bei den meisten Patienten glimpflich und mit recht milden Symptomen. Allerdings ist H1N1 ansteckender als andere Grippe-Erreger, da die Mehrheit der Bevölkerung noch keine natürliche Immunität gegen das Virus besitzt.
In den USA ist mittlerweile die Rede von mehr als einer Million Fälle. "Die offiziellen Zahlen sind deutlich geringer," sagte Reinhard Burger vom RKI. Allerdings ist die Dunkelziffer sehr groß – denn viele Menschen, die nur leicht an der Grippe erkranken, gehen nicht zum Arzt und werden nicht in den Statistiken erfasst.
In Großbritannien habe sich die Zahl registrierter Erkrankungen innerhalb einer Woche verdoppelt. Weltweit sind nach Angaben der EU-Seuchenbehörde ECDC inzwischen mehr als 990 Menschen an der Krankheit gestorben.
Im Verhältnis zu den Krankheitsfällen ist die Zahl der Grippe-Toten recht gering – noch ist die Sterberaten, die jährlich für die saisonale Grippe ermittelt wird, höher als die durch Amerikagrippe. Im Einzelfall kann die Erkrankung allerdings lebensgefährlich verlaufen. Patienten mit hohem Fieber oder Zweiterkrankungen sollten deshalb rechtzeitig einen Arzt aufsuchen.
Mit Medikamenten lassen sich die Symptome gut zurückdrängen. Japan, Dänemark und Hongkong meldeten mittlerweile aber erste Schweinegrippe-Fälle, in denen nicht mit Tamiflu behandelt werden konnten, da der Erreger bei den Patienten eine Resistenz gegen den Wirkstoff Oseltamivir entwickelt hatte.
Da Grippe-Viren sehr schnell auch im Körper von Infizierten mutieren, kann es sich dabei noch um Einzelfälle handeln. Virologen rechnen allerdings damit, dass sich das Virus durch die häufige Verschreibung von Tamiflu eines Tages an den Wirkstoff anpassen und eine dauerhafte Resistenz entwickeln kann. Für diesen Fall steht derzeit das Ersatzpräparat Relenza zur Verfügung.
In Deutschland kam es bisher zu keiner Resistenz. Hierzulande gebe es auch noch keinen Anlass, Massenveranstaltungen wie die Leichtathletik-WM in Berlin abzusagen, sagte RKI-Experte Burger. Schulschließungen könnten jedoch im Einzelfall nötig sein.
An einigen Schulen beginnen die Sommerferien wegen der Amerikagrippe tatsächlich ein paar Tage eher. Im baden-württembergischen Pfullingen wurde am Montag eine Realschule geschlossen, weil sich bei einer Klassenfahrt nach Großbritannien 13 Schüler angesteckt hatten. An einer Waldorfschule in Mannheim begannen die Ferien drei Tage früher, nachdem sich drei Schüler bei einer Reise nach Barcelona mit dem Virus infizierten. In Tübingen blieb eine Realschule zu. Dort war die Krankheit bei zwei Schülern nachgewiesen worden.
Die Experten seien sich einig, dass es zum Winter hin mehr Fälle geben werde, betonte Burger. "Derzeit ist vor allem die Südhalbkugel betroffen, denn dort ist gerade Winter, also die eigentliche Influenza-Zeit." Das H1N1-Virus habe dort das normale
Influenza-Virus weitgehend verdrängt. "Unklar ist, ob das auch in Deutschland der Fall sein wird." Mit einer normalen Grippe-Impfung könne man sich "eindeutig nicht" gegen das Schweinegrippe-Virus schützen, sagte Burger.
Eine Infektion mit dem derzeit umlaufenden Virus schütze auch nicht vor einer vielleicht entstehenden aggressiveren Variante. Wissenschaftler warnen seit Jahren auch im Zusammenhang mit der Vogelgrippe H5N1 davor, dass sich aus dem Erbgut unterschiedlicher Influenza-Erreger ein tödlicher, von Mensch zu Mensch übertragbarer Erreger entwickeln könnte. Es spreche derzeit alles dagegen, dass Menschen, die jetzt eine H1N1-Grippe überstehen, in so einem Fall immun wären, sagte Burger. Deshalb sei es auch keinesfalls sinnvoll, sich jetzt absichtlich mit der Grippe anzustecken oder eine Infektion leichtfertig in Kauf zu nehmen.
- Datum 13.08.2009 - 10:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa 27.7.2009
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sehr bedauern.
"Eine Infektion mit dem derzeit umlaufenden Virus schütze auch nicht vor einer vielleicht entstehenden aggressiveren Variante."
Würde daoch bedeuten, dass die grade in der Entwicklung befindliche Impfung auch nicht schützt...
(Verbot grenzüberschreitender Tiertransporte und der entsetzlichen Massentierhaltungen, wo sich durch den permanten Streß, die hochbelastete Stall-"Luft" sowie die Massierung zigtausender armer Tiere auf engstem Raum Seuchen aller Art in Windeseile verbreiten können), sucht die Pharmaindustrie, unterstützt von hörigen Politikern und Medien, wiederum nach milliardenschweren neuen Profitquellen.
Erstens weiß man nicht, ob jemand gegen eine Mutation der Schweinegrippe immun ist, wenn er die Schweinegrippe bereits hatte. Kann sein, kann auch nicht sein.
Zweitens weiß man nicht, ob ein jetzt gefundener Impfstoff gegen die Schweinegrippe auch bei einer Mutation wirkt. Kann sein, kann auch nicht sein.
Drittens weiß man nicht, ob eine Mutation der Schweinegrippe weniger harmlos als die aktuelle Schweinegrippe ist. Kann sein, kann auch nicht sein.
Mit den negativen Nachrichten werden wir nur im Auftrag der Pharmaindustrie versorgt, die will, dass möglichst viel Impfstoff oder Gegenmittel bevorratet werden. In 2 bis 3 Jahren ist die Haltbarkeit dieser Arzneimitttel abgelaufen und sie müssen entsorgt werden.
Einfacher kann man keinen Umsatz machen.
Größter Irrglaube der Menschheit:
Impfungen machen immun.
Sogar dass es mehr schützt - wurde durch einige Forschungen bemerkt - ist nur eine Vermutung - leider wird dem nicht näher nachgegangen, da bekanntlich die Pharmaindustrie ein guter Geldgeber ist.
Ein wenig Kritik tut Not.
Ich war auf dem Japantag, wohne in Düsseldorf, habe japanische Freunde, gehe oft durchs Japanviertel, wasche mir die Hände und fummel nicht so oft in meinem Gesicht rum wie andere, trage keine Atemschutzmaske und habe mich noch nie gegen Grippe impfen lassen - ich hatte vielleicht einmal in meinem Leben die Grippe - und das ist schon über 15 Jahre her.
Die starke Immunabwehr (körpereigen) ist das einzige was hilft - selbst bei älteren Mitbürgern ließ sich durch Impfungen keine Verbesserung feststellen.
Das einzige was uns dieser Sprunghafte Anstieg zeigt ist, dass viele deutsche nicht sehr hygienisch sind.
Es gibt jedes Jahr neue mutierte Grippeviren, die über die Menschheit herfallen. Aus diesem Grund ist es für jeden, der sich gegen Grippe impfen lassen möchte, auch notwendig, seinen Impfschutz jedes Jahr zu erneuern. Und selbst dann besteht noch längst keine einhundertprozentige Sicherheit. Grippe ist eine Krankheit, die tödlich verlaufen kann. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, daß die H1N1 gefährlicher ist als andere Grippe-Viren. Eher im Gegenteil: Meinungen, daß die Schweinegrippe weniger dramatisch ist als die übliche Influenza, kursieren seit einer ganzen Weile. Und scheinen sich anhand des Opfer-Infizierten-Verhältnisses auch zu bewahrheiten. Wie dem auch sei. Ich frage mich nur eines: Warum wird um die Schweinegrippe ein solcher Rummel veranstaltet? Weil die WHO um ihre Daseinsberechtigung und ihre Geldgeber kämpft? Weil es sich mit Sensationen a la "Wir-werden-alle-sterben!" auch im Medienbereich richtig gut Geld verdienen läßt? Weil die Pharmaindustrie auch mal für die Wirtschaftskrise entschädigt werden will? Weil es Themen gibt, die unangenehm sind und die man lieber weniger im Vordergrund sehen will?
Ich könnte es ja verstehen, wenn es sich um eine wirkliche Pandemie handeln würde wie etwa bei der Spanischen Grippe 1918 (an deren rasender Verbreitung maßgeblich die durch Krieg und Hunger geschwächte Gesundheit der Bevölkerung beteiligt war) - aber so? Gibt es irgend ein vernünftiges Argument, das diese übertriebene Berichterstattung rechtfertigt?
Laut amerikanischen Medien erhalten die Schweinegrippe Impfstoff Hersteller rechtliche Immunität!! (Quelle auf Englisch: http://www.ajc.com/health... )
Es fällt mir zunehmend schwerer, diesen Wahnsinn noch gelassen hinzunehmen.
sehr bedenklich die Angstmache der Medien, die sicherlich noch steigen wird...
anbei ein meiner Meinung nach Interessanter Vortrag zu diesem Thema:
http://www.nuoviso.tv/med...
dazu noch Interessant:
http://infokrieg.tv/2009_...
http://infokrieg.tv/2009_...
http://www.gesundheitlich...
Freundlicher Gruß
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