Schwimmanzug im Test Wie ein Fischotter im ChlorwasserSeite 2/2
Zentimeter für Zentimeter zerre ich den Anzug nach oben, er verströmt einen Geruch zwischen Neopren und Zeltplane. Endlich sitzt er wie ein Korsett um meine Hüfte, zwei Leute – wie im Lehrvideo empfohlen – müssen mir helfen, den Reißverschluss auf dem Rücken zu schließen. Nach knapp zehn Minuten Fummeln, Fluchen und Schwitzen bin ich bereit für den Praxistest. Hoffentlich reißt das Ding nicht, wenn ich auf den Startblock steige.
Als es bei der Wahl der Badehose noch allein um Farben und Muster ging, war ich als Jugendlicher mal West-Berliner Meister mit der Staffel. Regelmäßig trainiert habe ich aber schon ewig nicht mehr. Ohne Anzug, in normaler Badehose, bin ich gerade 50 Meter Freistil in handgestoppten 29,37 Sekunden geschwommen. Schon nach dem Startsprung im Rennanzug habe ich das Gefühl, dass ich diesmal schneller sein werde – die psychologische Wirkung ist nicht zu verachten. Die australische Olympiasiegerin Lisbeth Trickett hat einmal gesagt, Rennen in ihrem Anzug kämen ihr vor "wie Bergabschwimmen".
Bei der WM in Rom müssen die Hersteller ihre Modelle allen Athleten zur Verfügung stellen – sofern sie regelgerecht sind. Streit gibt es trotzdem: Zwei Französinnen klagten vergeblich vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas, weil der Weltverband Fina ihre Anzüge verboten hat, während ein Konkurrenzmodell zugelassen wurde. Um solche Diskussionen zu beenden und Schwimmen wieder puristischer zu machen, hat die Fina Ganzkörperanzüge ab dem 1. Januar 2010 verboten. Doch noch sind sie erlaubt, auch in Rom werden die Weltrekorde in Serie fallen.
Davon bin ich weit entfernt. Nach 35 Metern komme ich zu dem Schluss, dass ich wohl doch hätte trainieren sollen: Die Arme werden schwerer, die Züge unkontrollierter. Auf den letzten Metern hilft mir der Anzug, weil ich durch die höhere Wasserlage das bisschen verbliebene Kraft ganz in den Vortrieb stecken kann. Nach 28,83 Sekunden schlage ich an – fünf Zehntel schneller als ohne Anzug.
Dass man in einem Hightech-Anzug keine Schmerzen spürt, wie Britta Steffen nach ihrem ersten von zwei Weltrekorden über 100 Meter Freistil im Juni sagte, kann ich allerdings nicht bestätigen.
- Datum 28.07.2009 - 19:32 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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also in dem bericht über den anzug fehlt einfach die angabe warum das so funktionieren soll, also warum man im wasser höher liegen soll
oder wird das alles nicht in frage gestellt, weil im windkanal der nasa getestet wurde, was soll denn das bringen, eine jeder windkanal wäre ausreichend zu testen, außerdem bleibt der körper des menschen ja mehr oder weniger gleich, wird also keinen anderen cw-wert bringen, und die oberflächenbeschaffenheit des materials könnte man auch ohne menschlichen körper testen
auch bringt luft recht wenig in dem zusammanhang, weil der anzug ja im wasser funktionieren soll, luft ist ein gas, wasser ist ein flüssigkeit, also um den effekt des anzuges zu sehen, sollte man eher mit flüssigkeiten arbeiten als mit gasen, weil da die effekte ja nicht so stark zu tage treten
und auftrieb ist gleich dem gewicht der verdrängten flüssigkeit,
der schwimmer wird ja durch den anzug nicht leichter, muss er auch gleich einsinken, wenn jetzt der anzug den körper ein wenig zusammenpresst, was auch sehr unwahrscheinlich sein dürfte (man dürfte darin dann auch schwerer atmen), aber nehmen wir das an, dann ist das selbe gewicht auf ein geringeres volumen verteilt, somit sinkt man eher weiter ein weil die dichte des körpers steigt, gleiches gewicht bei gleichzeitig kleinerem volumen), man muss sich ja nur vorstellen, man wirft einen stein ins wasser und ein stück holz mit der selben masse wie der stein, der stein (granit kein bimsgestein) geht unter das holz (fichte, tanne) schwimmt oben auf, weil die dichte von holz wesentlich geringer ist als die des steines und des wassers
also ich bezweifle das, dass man durch einen anzug, der den körper gleichzeitig zusammenpressen soll (auch das halte ich für ein gerücht) auch gleichzeitig mehr auftrieb bringthöher im wasser zu liegen kommt
wäre der anzug so gestaltet, dass er ein auftriebshilfe darstellen würde, dann müsste er verboten sein, weil es das im schwimmsport verboten ist
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