Strategiegipfel USA und China beschließen Zusammenarbeit bei Klimaschutz
Erstmals haben sich die beiden größten Treibhausgasproduzenten zu gemeinsamen Klimaschutzanstregungen bekannt. Doch trotz des Abkommens bleiben große Differenzen

© Alex Wong/Getty Images
Gute Stimmung: Während Chinas Regierungsvertreter Bingguo eine Rede hält, turnt Vize-Premier Wang mit einem Basketball herum. Hillary Clinton und Timothy Geithner gefällt`s
© Alex Wong/Getty Images

Gute Stimmung: Während Chinas Regierungsvertreter Bingguo eine Rede hält, turnt Vize-Premier Wang mit einem Basketball herum. Hillary Clinton und Timothy Geithner gefällt`s

Für weitere Artikel zum Thema Nachhaltigkeit aus dem Schwerpunkt Erde 3.0 klicken Sie auf dieses Bild
Nach dem ersten gegenseitigen Kennenlernen beim chinesisch-amerikanischen Treffen in Washington gab es am Dienstag Handfestes. Die beiden weltgrößten Treibhausgasproduzenten China und USA haben bei ihrem bilateralen Gipfel eine Absichtserklärung zu Klima, Umwelt und sauberer Energie unterzeichnet.
Künftig wollen sie beim Thema Klimaschutz enger zusammenarbeiten und einen gemeinsamen Ausschuss zur umweltpolitischen Zusammenarbeit gründen. Ziel des Gremiums soll es sein, bis zum UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen eine einheitliche Linie zu finden. Konkrete Klimaziele wurden aber noch nicht genannt.
Trotz des "gewichtigen Beitrags", den beide Länder laut Chinas Regierungsvertreter Dai Bingguo für die Umwelt leisten wollen, ließ sich die Diskrepanz beider Staaten bei Klimathemen nicht verbergen. Bingguo wies auf die unterschiedlichen Standpunkte der USA und Chinas hin: China sieht die Hauptverantwortung für die Erderwärmung bei den Industriestaaten. Da diese im Kern für den Klimawandel verantwortlich seien, sollten sie auch hauptsächlich zuständig sein.
Rolle des Dollars war ebenfalls Thema
Neben Klimathemen wurden auf dem Strategietreffen weitere Probleme in Angriff genommen. Ein zentrales Thema auf der chinesischen Agenda war der Einsatz großer Mengen von Dollar in der Weltwirtschaft. Chinas Vize-Ministerpräsident Wang Qishan ermahnte die amerikanische Regierung, sorgfältig mit der Dollarwährung umzugehen.
Nach einem Treffen mit US-Finanzminister Timothy Geithner sagte Wang, die USA sollten "die Auswirkungen des Dollar-Angebots auf die einheimische Wirtschaft und die Weltwirtschaft als Ganzes richtig ausbalancieren und korrekt bewältigen".
China ist der größte Gläubiger der USA mit 802 Milliarden Dollar an amerikanischen Staatsanleihen. Die US-Regierung verlässt sich auf den weiteren Kaufwillen der Regierung in Peking, um das erwartete Haushaltsdefizit von 1,8 Billionen Dollar in diesem Jahr zu finanzieren.
Wang kündigte an, China werde mehr tun, um die Inlandsnachfrage zu stärken. Geithner sagte zu, sich für eine größere Rolle Chinas bei IWF und Weltbank einzusetzen.
Auf dem zweitägigen Gipfel haben hochrangige Politiker beider Staaten seit Montag einen Austausch bei den Themen Wirtschaft, Politik sowie Umwelt- und Klimaschutz gesucht. Der "strategische und wirtschaftliche Dialog", der jährlich stattfinden soll, diente dabei offenbar eher dem Austausch der Positionen als dem Abschluss konkreter Vereinbarungen.
- Datum 30.07.2009 - 14:44 Uhr
- Serie Nachhaltigkeit
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters 29.7.2009 - 11:02 Uhr
- Kommentare 13
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Ein guter Anfang, immerhin. Hoffen wir, dass auch etwas daraus gemacht wird!
Da setzen sich ein paar Politiker hin und sagen, dass sie irgndwie irgendwas gegen das Klima tun wollen?
Ich kann daran nicht gutes erkennen, ausser das mal wieder echte Entscheidungen bis zum Sankt Nimmerleinstag vor sich hergeschoben werden.
Tut mir ja leid, aber so viel Optimist bin ich dann doch nicht, um solchen Aussagen irgendeinen Nährwert entziehen zu können. Wenn ich für jede "Wir tun mal was" Erklärung eines Politikers einen Cent bekommen würde, könnte ich alleine von den Zinsen schon gut leben.
--------------------------------------
Wann lügt ein Politiker?
Wenn er die Lippen bewegt!
Da setzen sich ein paar Politiker hin und sagen, dass sie irgndwie irgendwas gegen das Klima tun wollen?
Ich kann daran nicht gutes erkennen, ausser das mal wieder echte Entscheidungen bis zum Sankt Nimmerleinstag vor sich hergeschoben werden.
Tut mir ja leid, aber so viel Optimist bin ich dann doch nicht, um solchen Aussagen irgendeinen Nährwert entziehen zu können. Wenn ich für jede "Wir tun mal was" Erklärung eines Politikers einen Cent bekommen würde, könnte ich alleine von den Zinsen schon gut leben.
--------------------------------------
Wann lügt ein Politiker?
Wenn er die Lippen bewegt!
China sieht die Hauptverantwortung für die Erderwärmung bei den Industriestaaten. Da diese im Kern für den Klimawandel verantwortlich seien, sollten sie auch hauptsächlich zuständig sein.
Gut gefaucht Drache.
Seit Jahrzenten werden die Kosten und die Folgen der globalen Umweltzerstörung von den reichen Industrienationen "internaltionalisiert". Also, bin ich absolut d'accord, dass die Verursacher ihren "Mist" aufräumen und die daraus entstehenden Kosten übernehmen.
Der Reichtum der Industrienationen fällt nicht einfach so vom Himmel.
Und deshlab wird sich ( leider ) doch nichts tun, zumal ja gerade in den aufwachsenden neuen Industrienationen das Thema Umweltschutz eher klein geschrieben wird. Aber da können sie ja von uns lernern, wir räumen unseren Mist ja auch weg und zwar so : ab in die 3. Welt, damit die was zum im Müll wühlen haben ( Sorry für den Sarkasmus )
Und deshlab wird sich ( leider ) doch nichts tun, zumal ja gerade in den aufwachsenden neuen Industrienationen das Thema Umweltschutz eher klein geschrieben wird. Aber da können sie ja von uns lernern, wir räumen unseren Mist ja auch weg und zwar so : ab in die 3. Welt, damit die was zum im Müll wühlen haben ( Sorry für den Sarkasmus )
Da setzen sich ein paar Politiker hin und sagen, dass sie irgndwie irgendwas gegen das Klima tun wollen?
Ich kann daran nicht gutes erkennen, ausser das mal wieder echte Entscheidungen bis zum Sankt Nimmerleinstag vor sich hergeschoben werden.
Tut mir ja leid, aber so viel Optimist bin ich dann doch nicht, um solchen Aussagen irgendeinen Nährwert entziehen zu können. Wenn ich für jede "Wir tun mal was" Erklärung eines Politikers einen Cent bekommen würde, könnte ich alleine von den Zinsen schon gut leben.
--------------------------------------
Wann lügt ein Politiker?
Wenn er die Lippen bewegt!
"Wann lügt ein Politiker?
Wenn er die Lippen bewegt!"
Etwas differenzierter sollte man das vielleicht doch sehen. :)
"Wann lügt ein Politiker?
Wenn er die Lippen bewegt!"
Etwas differenzierter sollte man das vielleicht doch sehen. :)
Und deshlab wird sich ( leider ) doch nichts tun, zumal ja gerade in den aufwachsenden neuen Industrienationen das Thema Umweltschutz eher klein geschrieben wird. Aber da können sie ja von uns lernern, wir räumen unseren Mist ja auch weg und zwar so : ab in die 3. Welt, damit die was zum im Müll wühlen haben ( Sorry für den Sarkasmus )
bin ich mit Ihnen bei der "Outsourcing" von umweltbelastenden Produktionsstätten in wenig entwickelten Ländern. Das ist auch eine Art die Folgen und die Kosten der globalen Umweltzerstörung zu internationalisieren.
Wo ich nicht mit Ihnen d'accord bin, ist die punktuelle Betrachtungsweise bei der Diskussion über die zur Zeit existierenden globalen Umweltproblemen. Diese Probleme sind nicht seit gestern entstanden, sondern sie sind das Ergebnis der massiven und der zügellosen Wohstandsvermehrung der reichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnten.
Wenn ich zehn Jahre oder länger zurückdenke, da fuhren die Chinesen noch auf ihrem klapprigen Fahrrad zur Arbeit auf dem Reisfeld. Also, wieso sollen die Chinesen (bzw. die Inder) jetzt in die Verantwortung gezogen werden und die Rechnung mitbezahlen?
bin ich mit Ihnen bei der "Outsourcing" von umweltbelastenden Produktionsstätten in wenig entwickelten Ländern. Das ist auch eine Art die Folgen und die Kosten der globalen Umweltzerstörung zu internationalisieren.
Wo ich nicht mit Ihnen d'accord bin, ist die punktuelle Betrachtungsweise bei der Diskussion über die zur Zeit existierenden globalen Umweltproblemen. Diese Probleme sind nicht seit gestern entstanden, sondern sie sind das Ergebnis der massiven und der zügellosen Wohstandsvermehrung der reichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnten.
Wenn ich zehn Jahre oder länger zurückdenke, da fuhren die Chinesen noch auf ihrem klapprigen Fahrrad zur Arbeit auf dem Reisfeld. Also, wieso sollen die Chinesen (bzw. die Inder) jetzt in die Verantwortung gezogen werden und die Rechnung mitbezahlen?
Interessant wird die Argumentation sein, wenn es sich herumspricht, dass sich die globalen Temperaturen, sowohl auf dem Land wie auch in den Weltmeeren, mit Ausnahme des Atlantiks, seit 2003 nicht mehr erhöhen, sondern gleich geblieben sind oder sogar zurückgehen.
http://www.climatedepot.c...
Die Global Warmers versuchen derzeit, mit verschiedenen Argumentationen davon abzulenken, denn was zur Zeit passiert, dürfte eigentlich nicht stattfinden.
Das CO2 steigt derzeit wie bisher, die globalen Temperaturen folgen dem aber nicht.
"schlimmstenfalls" haben wir eben eine sauberere Umwelt
Artikel von Climatedepot sollten mit höchster Vorsicht genossen werden. Hauptgeldgeber von Climatedepot ist neben ExxonMobile der Öl-Milliardär Richard Mellon Scaife (http://www.sourcewatch.or...). Man darf also durchaus erwarten, dass dieser konservative Think Tank weniger an echten wissenschaftlichen Untersuchungen interessiert ist, als vielmehr daran, die Interessen seiner Geldgeber zu vertreten.
Der Artikel selbst ist auch ein Sammelsurium von skurrilen Argumentationen, in denen versucht wird, von Wetterextremen auf die globale Klimaentwicklung zu schließen. Über dieses Niveau sollte man mittlerweile doch hinaus sein.
Dass die globalen Temperaturen seit 2003 nicht ansteigen ist auch unwahr und kann keiner echten Studie standhalten (http://www.agu.org/pubs/c...)
Das zitierte Paper von McLean wurde im übrigen bereits kommentiert und weist handwerkliche Fehler auf. Ein kleines Zeitfenster, das der Theorie der Schreiber besonders genehm ist, wird dabei überproportional stark bewertet, um den anthropogenen Beitrag klein zu reden. Selbst der bekannte Skeptiker David Stockwell, der ein Review des Papers veröffentlicht hat, räumt ein, dass der von McLean et al. angeführte Beweis den anthropogenen Einfluß nicht ausschließen kann. Foster et al. haben auch bereits eine Gegendarstellung dazu veröffentlicht.
"schlimmstenfalls" haben wir eben eine sauberere Umwelt
Artikel von Climatedepot sollten mit höchster Vorsicht genossen werden. Hauptgeldgeber von Climatedepot ist neben ExxonMobile der Öl-Milliardär Richard Mellon Scaife (http://www.sourcewatch.or...). Man darf also durchaus erwarten, dass dieser konservative Think Tank weniger an echten wissenschaftlichen Untersuchungen interessiert ist, als vielmehr daran, die Interessen seiner Geldgeber zu vertreten.
Der Artikel selbst ist auch ein Sammelsurium von skurrilen Argumentationen, in denen versucht wird, von Wetterextremen auf die globale Klimaentwicklung zu schließen. Über dieses Niveau sollte man mittlerweile doch hinaus sein.
Dass die globalen Temperaturen seit 2003 nicht ansteigen ist auch unwahr und kann keiner echten Studie standhalten (http://www.agu.org/pubs/c...)
Das zitierte Paper von McLean wurde im übrigen bereits kommentiert und weist handwerkliche Fehler auf. Ein kleines Zeitfenster, das der Theorie der Schreiber besonders genehm ist, wird dabei überproportional stark bewertet, um den anthropogenen Beitrag klein zu reden. Selbst der bekannte Skeptiker David Stockwell, der ein Review des Papers veröffentlicht hat, räumt ein, dass der von McLean et al. angeführte Beweis den anthropogenen Einfluß nicht ausschließen kann. Foster et al. haben auch bereits eine Gegendarstellung dazu veröffentlicht.
"schlimmstenfalls" haben wir eben eine sauberere Umwelt
bin ich mit Ihnen bei der "Outsourcing" von umweltbelastenden Produktionsstätten in wenig entwickelten Ländern. Das ist auch eine Art die Folgen und die Kosten der globalen Umweltzerstörung zu internationalisieren.
Wo ich nicht mit Ihnen d'accord bin, ist die punktuelle Betrachtungsweise bei der Diskussion über die zur Zeit existierenden globalen Umweltproblemen. Diese Probleme sind nicht seit gestern entstanden, sondern sie sind das Ergebnis der massiven und der zügellosen Wohstandsvermehrung der reichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnten.
Wenn ich zehn Jahre oder länger zurückdenke, da fuhren die Chinesen noch auf ihrem klapprigen Fahrrad zur Arbeit auf dem Reisfeld. Also, wieso sollen die Chinesen (bzw. die Inder) jetzt in die Verantwortung gezogen werden und die Rechnung mitbezahlen?
Berücksichtigt man die fundamentalen Zusammenhänge
einerseits zwischen Energieaufwand und Wohlstand
und andererseits zwischen Wohlstand und Bevölkerungswachstum,
wird klar, dass China sowie alle anderen Schwellenländer und
weniger entwickelten Staaten am CO2-Emissionshandel nicht
teilnehmen werden. Die möglichen Konsequenzen kann man
am kleinen Beispiel Grönland studieren:
http://www.spiegel.de/wis...
Das geplante Aluminiumwerk wird dann womöglich in China
entstehen.
Bereits 1913 schufen die amerikanischen Großbanken mit
dem Federal-Reserve-Act die Grundlagen, das Dollar-Finanzsystem
planwirtschaftlich zu organisieren und die "Great Bubble Machine"
in Gang zu setzen: http://www.rollingstone.c...
28816321/inside_the_great_american_bubble_machine/5
Seit Jahren (bis heute) rekrutieren sich die US-Finanzpolitiker aus
ehemaligen hochrangigen Mitarbeitern von Goldman&Sachs etc.,
und es bedarf wenig Phantasie zu erkennen, dass mit dem
Co2-Emisssionshandel das neueste Produkt der Blasenmachine entsteht:
http://www.americancarbon...
Dei eigentlich interessante Frage ist, wie sich China aus dem Dollar-Dilemma
befreien wird, z.Zt. kaufen sie jedenfalls in großen Mengen Rohstoffe wie Kupfer
http://www.finanzen.net/n..., besonders interessant, weil erneuerbare Energieen
wegen der geringen Energiedichte extrem rohstoffintensiv sind, und so produzieren
die Chinesen dann mit billiger Kohleenergie die Solarpanele auf deutschen
und grönländischen(!) Dächern - irgendwie clever (die Chinesen natürlich).
nimmt man dann als Argument das China sehr fortschrittlich ist in den alternativen Energien, wie zum Beispiel die Solarmodule. Vergessen hat man dabei das die Herstellung dieser Module durch soviel Dreck der Kohleenergie entstanden ist, das es sich umweltrechnerisch gelohnt haette darauf zu verzichten. Eine doch sehr alte Strategie die Menschen weltweit zu verar...
nimmt man dann als Argument das China sehr fortschrittlich ist in den alternativen Energien, wie zum Beispiel die Solarmodule. Vergessen hat man dabei das die Herstellung dieser Module durch soviel Dreck der Kohleenergie entstanden ist, das es sich umweltrechnerisch gelohnt haette darauf zu verzichten. Eine doch sehr alte Strategie die Menschen weltweit zu verar...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren