Apple Brennende iPods – bitte nicht weitersagen!
Für seinen explodierten iPod wollte ein Brite Ersatz. Dafür sollte er über den Vorfall schweigen – nur ein Beispiel für Apples undurchsichtige Firmenpolitik
Von seinem iPod Touch ist nur ein verschmorter Rest übrig. Als Ken Stanborough das Gerät, das er seiner elfjährigen Tochter geschenkt hatte, aus Versehen fallen ließ, fing es erst an zu zischen, dann fühlte er, wie es in seiner Hand heißer wurde. Er warf es durch seine Hintertür nach draußen. „Nach 30 Sekunden gab es einen Knall, eine große Rauchwolke und es flog in die Luft“, sagte der Liverpooler der Times.
Stanboroughs iPod ist nicht der erste, der in Flammen aufgeht. Japans Regierung hatte im vergangenen Jahr die Bevölkerung vor dem iPod Nano gewarnt. Zuvor waren 14 Fälle im Land bekannt geworden, bei denen sich Menschen an dem Gerät verbrannten, nachdem es überhitzte oder anfing zu brennen. Schuld daran sollen die Lithium-Ionen-Akkus sein. Bereits im Jahr 2006 riefen Apple und der Computerhersteller Dell Millionen solcher Batterien zurück, weil sie überhitzen und Feuer in Laptops verursachen können.
Das Problem ist also nicht neu. Allerdings ist es das erste Mal, dass ein Versuch Apples bekannt wird, einen Kunden durch einen Vertrag dazu zu bringen, über das Problem zu schweigen. Stanborough hatte sich an Apple und an den Händler gewandt, bei dem er den iPod gekauft hatte. In dem Brief, den er anschließend von Apple bekam, bestritt die Firma zwar jegliche Schuld, bot Stanborough aber an, den Kaufpreis von 162 britischen Pfund zu ersetzen.
Als Gegenleistung sollte Stanborough unterschreiben, dass weder er noch seine Tochter oder Ehefrau jemals über den Inhalt und die Existenz der Vereinbarungen sprechen. Ansonsten müssten sie mit einer Unterlassungsverfügung rechnen, womöglich sogar eine Geldstrafe zahlen. Stanborough entschied sich jedoch dafür, nicht zu unterschreiben, stattdessen wandte er sich an die Presse.
Wie heikel die verschmorten Geräte für Apple sind, zeigt auch dieser Fall: Als eine Journalistin aus den USA die Beschwerden einsehen wollte, die bei der US-Verbraucherschutzbehörde eingegangen waren, ging Apple gerichtlich dagegen vor. Es dauerte sieben Monate, bis die Reporterin des Fernsehsenders Kiro TV den 800-Seiten-Report endlich zu Gesicht bekam.
Dort finden sich laut einem Artikel von Kiro TV Berichte wie der einer 17-Jährigen, die vom Funkenschlag ihres iPods geweckt wurde. Auch reichten mehrere Eltern Beschwerde ein, nachdem sich ihre Kinder an überhitzten iPods verbrannt hatten, berichtete der Sender. Insgesamt seien 15 solche Fälle in dem Bericht dokumentiert – eine sehr geringe Zahl angesichts rund 175 Millionen verkauften iPods weltweit, findet die US-Verbraucherschutzbehörde. Sie habe deshalb bisher Apple nicht zu Rückrufaktionen aufgefordert.
Als Einzelfälle möchte natürlich auch Apple die Brände und Überhitzungen darstellen. Die Firma hatte allen Betroffenen auf ihre Nachfragen geantwortet, ihr seien ähnliche Fälle nicht bekannt, heiße es in dem Verbraucherschutzbericht.
Apple ist für die Intransparenz seiner Strukturen berüchtigt: Die Geheimhaltung geplanter Produkte gehört dabei zur Marketingstrategie. Doch auch sonst bleibt vieles im Vagen. Wonach etwa entscheidet Apple, welche Apps – also die Programme fürs iPhone, die jeder schreiben darf – zugelassen werden und welche nicht? Auch ist in den zahlreichen Online-Foren, die sich mit den Apple-Produkten befassen, viel Frust über den schlechten Kundensupport zu lesen.
In Online-Foren sorgt auch der neueste Fall des entzündlichen iPods für Kontroversen. Trotzdem verteidigen einige User das Vorgehen des Konzerns. Eine Verschwiegenheitsklausel sei in solchen Fällen gang und gäbe, schreibt ein User im Forum Apfeltalk.
Rechtsanwältin Carolin Uhrig von der Hamburger Verbraucherzentrale hält diese Praxis jedoch zumindest in Deutschland „in keinem Fall“ für üblich. „Da würde ich mich auch nie drauf einlassen“, sagte sie ZEIT ONLINE. Denn die Gewährleistung sei ein Recht, das unabhängig vom Kaufvertrag bestehe – und auch unabhängig davon, ob der Käufer etwa eine Verschwiegenheitsklausel unterschreibt. Uhrig berät Kunden in der Verbraucherzentrale Hamburg. Dort sind allerdings bisher keine Beschwerden über qualmende iPods eingegangen.
Das Technikblog engadget postete schon letztes Jahr Bilder eines verschmorten iPod Touch. Apple soll das kaputte Gerät, das ebenfalls einem Briten gehörte, ersetzt und darüber hinaus eine Entschädigung gezahlt haben – von 25 Pfund, berichtet engadget. Wie ein verbranntes MacBook aussieht, lässt sich auf den Bildern nachvollziehen, die das Onlinemagazin The Inquirer veröffentlichte.
- Datum 06.08.2009 - 11:21 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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http://www.tuaw.com/2009/...
und landen bei Stalin. Wenn ich's nicht ohnehin wüsste, warum ich für OpenSource eintrete und gegen diese Geschäftspolitik der fortgesetzten Verschwörung, solche Artikel liessen mich über Alternativen nachdenken.
Apple ist nicht besser als Microsoft, es macht nur ein sehr viel clevereres Marketing. Und der gemeine Apple-User ist nur ein geltungssüchtiger Besserwisser, der gern all sein Geld einer Hochstaplerfirma in den Rachen wirft. Apple ist einfach nur teuer, das ist exakt alles. Selbst ihr BeTriebssystem ist einfach nur ein UNX, das man jederzeit kostenlos durch ein im Zweifel besseres Linux ersetzen kann.
Und die Attitüde der selbsternannten "Kreativen": "Ich will einen Computer, der einfach nur funktioniert und nicht wissen, wie oder warum", lässt vermuten, dass diese Herrschaften das Betanken ihrer Kraftfahrzeuge in einem dreiteiligen Volkshochschulkurs mühsam erlernen mussten, weil's ja keine Tankwarte mehr gibt...
Und wenn Sie mir jetzt erwidern: "Ich muss nicht wissen, wie man Setzblei giesst, um ein Buch zu lesen", dann ist das oberflächlich richtig, aber zu Metternichs Zeiten hätten Sie mit genau dieser Haltung ohne eine eigen Stimme in der Hölle der feudalen Oligopole geschmort.
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Lassen wir Taten folgen:
Werden Sie Mitglied, wählen Sie die Piratenpartei.
Für Freiheit und Demokratie.
Denn etwas besseres als den Tod finden wir überall.
[Anmerkung: Bitte wählen Sie Ihre Vergleiche mit Bedacht. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Sehr schön. Wie Rene Artois schon sagte: den Nagel auf den Kopf getroffen.
Ich bemühe nochmal die Worte Kants, der ganz bestimmt beim Fürsten Metternich im Regal gestanden hat, denn es ist immer gut zu wissen, was das gegnerische Lager im Schilde führt:
"Aufklärung ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit".
Sehr schön. Wie Rene Artois schon sagte: den Nagel auf den Kopf getroffen.
Ich bemühe nochmal die Worte Kants, der ganz bestimmt beim Fürsten Metternich im Regal gestanden hat, denn es ist immer gut zu wissen, was das gegnerische Lager im Schilde führt:
"Aufklärung ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit".
... ich finde, daß Schwarzbart seinen Vergleich mit viel Bedacht gewählt hat. Sehr viel treffender kann ein Vergleich gar nicht sein. Meint ein treuer Anhänger des Pinguins, der alle drei Welten aus dem Effeff kennt und weiß, warum er schlielßich vor Jahren auf Selbstbau-PCs und Linux umgestellt hat und das auch so beibehalten wird.
Apple ist ein ganz einfacher Deal für den Kunden, viel Geld gegen Imätsch.
Und an der Stelle wanderte mein Blick zu Kommentar Nr.3 und diesem kann ich mich nur anschliessen.
Schwarzbart trifft den Nagel auf den Kopf. Im zweifel sind die entkernten Äpfler schlimmer als die MS-Masse.
Immer wieder erschreckend, wie aus Neid und Unkenntnis Zerrbilder produziert werden.
Man muss dann nur noch ganz feste dran glauben, gelle?
... schmoren Sie ruhig weiter im eigenen Saft. Ich kennen sowohl Windoof als auch Mäck-Oh-Esse zur genüge aus beruflichen Leidenswegen damit. Von daher weiß ich: Keiner aus diesen beiden Nutzergruppen ist zu beneiden, sondern allenfalls zu bemitleiden.
... schmoren Sie ruhig weiter im eigenen Saft. Ich kennen sowohl Windoof als auch Mäck-Oh-Esse zur genüge aus beruflichen Leidenswegen damit. Von daher weiß ich: Keiner aus diesen beiden Nutzergruppen ist zu beneiden, sondern allenfalls zu bemitleiden.
Ich wüsste nicht, wo die in der OpenSource Community herkommen sollten.
Ich zumindest habe nicht den geringsten Grund dazu, bei mir läuft Ubuntu 9.04 auf einer gebrauchten IBM-Business-Machine und ich bin hoch, hoch, hoch zufrieden.
Ich kann den Dokumentarfilm "Revolution OS" noch sehr empfehlen: Wer Richard Stallman und Linus Torvalds einmal live gesehn hat, sieht ein, dass die Annahme von Neid oder der Erzeugung von Zerrbildern aus dieser Richtung schlichtweg Unsinn ist.
Im übrigen halte ich es mit Schwarzbart, Rene Artois und Timo K.
Keep on rockin' in the free world!
Wenn hier Leute OpenSource als Doktrin sehen, dann ist da nix mehr "Open" - schon gar nicht im Kopf.
Passend dazu werden auch gleich Begrifflichkeiten wie 3. Reich und Stalin aufgefahren - Respekt, dass lässt tief blicken...
Wenn hier Leute OpenSource als Doktrin sehen, dann ist da nix mehr "Open" - schon gar nicht im Kopf.
Passend dazu werden auch gleich Begrifflichkeiten wie 3. Reich und Stalin aufgefahren - Respekt, dass lässt tief blicken...
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To quote Forrest Gump: "...and this is all I can say about it."
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