Gehaltsreform Grüne wollen Erzieher mit Gymnasiallehrern gleichstellen
Die Grünen fordern eine Reform der Gehälter. Sie wollen die Einkommen von Erziehern, Grund- und Hauptschullehrern an das Niveau von Gymnasiallehrern angleichen
Im Gespräch mit der Rheinischen Post sagte Grünen-Chef Cem Özdemir, die bisher geltenden Gehaltsunterschiede entsprächen „nicht der sozialen Notwendigkeit und auch nicht dem Forschungsstand“. So kritisierte er, dass Erzieherinnen und Erzieher am Ende der Gehaltsskala angesiedelt seien und somit eine deutliche und nicht vertretbare Diskrepanz auftrete. Die Arbeit von Hauptschullehrern sei nicht leichter als die ihrer Kollegen an den Gymnasien, sagte Özdemir. Daher sei es notwendig, „das gesamte System vom Kopf auf die Füße“ zu stellen.
Es gelte mittlerweile als wissenschaftlich erwiesen, dass die Phase vor der eigentlichen Einschulung für die Prägung der Schülerinnen und Schüler mindestens so wichtig sei wie die ihr folgende Schulzeit. Jeder Abschnitt des Lebensweges eines Kindes und Heranwachsenden enthalte seine ureigenen pädagogischen Notwendigkeiten und Herausforderungen. So ließen sich die Arbeitsanforderungen an Lehrer und Erzieher auf den verschiedenen Stufen dieses Weges nur schwerlich als höher oder niedriger bezeichnen, sondern viel mehr als unterschiedlich, jedoch gleichwertig.
- Datum 03.08.2009 - 07:58 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sse
- Kommentare 11
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...am besten gleich noch mit Professoren angleichen, und wenn wir dabei sind bin ich der Meinung Maurer sollten genausoviel wie Architekten und Bauingenieure verdienen, denn neueste wissenschaftliche Studien belegen, dass deren Arbeit mindestens genauso anstrengend ist. Am fairsten wäre es wenn alle endlich das gleiche Gehalt bekämen...
Meiner Meinung nach ist das Stimmungmache vor dem Wahlkampf.
Keine Frage: Die Entwicklung der Kinder im Kindergarten ist mindestens genauso wichtig, wie die Bildung auf dem Gymnasium. Wohlmöglich sogar wichtiger.
Ich muss auch zustimmen, dass das Gehalt von Erziehern zu niedrig angesiedelt ist. Aber eine Gleichstellung mit Gymnasiallehrern?
Allerdings ist der Beruf Erzieher ein Ausbildungsberuf. Um Gymnasiallehrer zu werden benötigt man aber ein fundiertes und schweres Studium an der Universität. Das ist alles andere als gerecht. Wer möchte denn dann noch Lehrer -vor allem am Gymnasium - werden? Haben wir nicht, wenn ich mich recht erinnere, einen Lehrermangel?
Chronisch klamme Kommunen? Die Eltern? Alle Steuerzahler? Oder die Kinder hinterher selbst, wenn Sie dann Steuerzahler sind und unsere Schuldengebirge abtragen?
Dieu me pardonnera, c'est son metier.(Heine)
Und bitte dann das Einkommen von Bundestagsabgeordneten der Gruenen an das von Gemeinderatsmitgliedern in Orten mit 500 Einwohnern angleichen. Das Niveau dort ist zwar anspruchsvoller, aber das geht schon in Ordnung.
Erzieher leisten heutzutage viel mehr als in der Vergangenheit. Ihr Job ist anspruchsvoller geworden, genau so wie ihre Ausbildung!
Es ist ein wichtiger Schritt, in dem diese wichtige Aufgabe dementsprechend entlohnt wird. Ebenso ist es wichtig, dass die richtigen Menschen den Weg zu diesem Berufsfeld finden.
Wo fängt man an und wo hört man auf? Ich kannmich dem 1. Kommentar nur anschließen. Wenn das auf dem einen Sektor eingeführt wird wieso dann nicht auch auf Anderen? Wo ist dann noch der Anreiz mehr Energie und Zeit in die Laufbahn zu investieren?
Aber die viel wichtigere Frage ist doch woher das Geld kommen soll?
Ohne gehässig klingen zu wollen, muss ich anmerken, das diese Idee nur von den Grünen kömmen kann. An der wirklichkeit unendlich weit vorbei.
Natürlich bin ich auch für eine angemessene Bezahlung der Erzieher, ihr Beitrag ist wichtig und nicht leicht. Aber bitte ohne gleich in Superlativen zu verfallen.
Der Titel gibt nicht wieder was im Artikel oder dem Interview gesagt wird. Es ist ausdrücklich von einer zu steigernden Wertschätzung und auch von einer verbesserten Ausbildung die Rede. Davon gleich eine Gleichstellung der Gehälter abzuleiten ist reine Polemik.
Zum Nachlesen:
http://www.rp-online.de/p...
Aus dem Interview:
"Wir müssen das gesamte System vom Kopf auf die Füße stellen. Bislang werden Gymnasiallehrerinnen und -lehrer am besten bezahlt, Hauptschullehrer dagegen schlechter, als ob ihre Arbeit leichter wäre[...]Der Erzieher ist im Weltbild der Grünen nicht weniger wert als der Gymnasiallehrer."
Was soll damit sonst angedeutet werden wenn nicht Gleichheit? Diese sich eben auch im Verdienst wiederspiegeln soll.
Das Erzieher, als Menschen, für andere Parteien weniger wert sind wird, er wohl kaum behaupten wollen.
Danke für den Link. Da sieht man mal wieder, wie manipulativ manchmal berichtet wird und wie gerne das dann auch geglaubt wird, weil's ins Weltbild passt ;-) - als ob Wertschätzung nur in Euro gemessen werden könnte...
Aus dem Interview:
"Wir müssen das gesamte System vom Kopf auf die Füße stellen. Bislang werden Gymnasiallehrerinnen und -lehrer am besten bezahlt, Hauptschullehrer dagegen schlechter, als ob ihre Arbeit leichter wäre[...]Der Erzieher ist im Weltbild der Grünen nicht weniger wert als der Gymnasiallehrer."
Was soll damit sonst angedeutet werden wenn nicht Gleichheit? Diese sich eben auch im Verdienst wiederspiegeln soll.
Das Erzieher, als Menschen, für andere Parteien weniger wert sind wird, er wohl kaum behaupten wollen.
Danke für den Link. Da sieht man mal wieder, wie manipulativ manchmal berichtet wird und wie gerne das dann auch geglaubt wird, weil's ins Weltbild passt ;-) - als ob Wertschätzung nur in Euro gemessen werden könnte...
Aus dem Interview:
"Wir müssen das gesamte System vom Kopf auf die Füße stellen. Bislang werden Gymnasiallehrerinnen und -lehrer am besten bezahlt, Hauptschullehrer dagegen schlechter, als ob ihre Arbeit leichter wäre[...]Der Erzieher ist im Weltbild der Grünen nicht weniger wert als der Gymnasiallehrer."
Was soll damit sonst angedeutet werden wenn nicht Gleichheit? Diese sich eben auch im Verdienst wiederspiegeln soll.
Das Erzieher, als Menschen, für andere Parteien weniger wert sind wird, er wohl kaum behaupten wollen.
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