Erwerbslosenzahlen Wirtschaftsflaute verschärft Lage am Arbeitsmarkt

Erstmals seit Monaten ist die Arbeitslosenzahl gestiegen. Die Krise trifft nun auch spürbar den Arbeitsmarkt – allerdings weniger hart, als Experten befürchtet hatten

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli um 52.000 auf 3.462.000 gestiegen. Das waren 252.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Im Juli waren damit erstmals seit Monaten deutlich mehr Menschen arbeitslos als bisher.

Schon vor Bekanntgabe der offiziellen Zahlen hatten Volkswirte verschiedener Banken diese Entwicklung prognostiziert. Allerdings waren die Experten von schlechteren Zahlen ausgegangen: Sie hatten einen Anstieg um etwa 100.00 Arbeitslose auf 3,5 Millionen erwartet. Grundsätzlich überraschte der Anstieg der Arbeitslosenzahlen aber nicht, sondern ging in die von Experten erwartete Richtung.

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BA-Chef Frank-Jürgen Weise, sagte, insgesamt seien die bisherigen Auswirkungen des Wirtschaftsabschwungs vergleichsweise moderat. Vor allem die starke Nutzung der Kurzarbeit habe den Arbeitsmarkt stabilisiert.

Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 8,2 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 7,7 Prozent gelegen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl im Juli dagegen um 6000 auf 3,48 Millionen gesunken. 

Aussitzen der Krise mit Kurzarbeit

Dass die Krise erst jetzt den Arbeitsmarkt erfasst, sei nicht ungewöhnlich, betonten die Fachleute. Viele Unternehmer reagierten mit ihrer Personalpolitik auf Krisen mit Verzögerung.

"Die Krise, die bisher durch Kurzarbeit abgefedert wurde, beginnt allmählich auf den Arbeitsmarkt überzuschwappen", beschreibt Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld die aktuelle Lage. Diese Einschätzung teilt auch der DZ-Bank-Analyst Glenn Marci: "Die globale wirtschaftliche Lage hat sich im Juli nur leicht gebessert", sagte er.

Allerdings glaubt er, dass die Krise weiterhin nicht mehr mit Kurzarbeit zu bewältigen sei. "Viele Unternehmen werden um Entlassungen nicht herumkommen."

Die Auftragsflaute vieler Unternehmen ließ die Nachfrage nach Arbeitskräften im Juli auf ein Vier-Jahres-Tief sinken. Weniger freie Stellen habe es zuletzt im Juli 2005 gegeben. Der entsprechende Indikator der BA, der Stellenindex BA-X, sank im Juli um einen Zähler auf 120 Punkte.

Im Vormonat war die Zahl der Arbeitslosen um 48.000 auf 3,4 Millionen gesunken. Damit waren im Juni 250.000 Menschen mehr arbeitslos gewesen als vor einem Jahr.

 
Leser-Kommentare
  1. Wenn die Maurer genauso messen würden wie die Fachleute der Arbeitsmarktstatistik, würden die Deutschen noch in Höhlen wohnen.

    Die heutige Krise hat schon im Jahr 2000 begonnen, wurde mit den irrsinnigen Hartz-Gesetzen verschärft und hat sich bis heute gehalten.

    Inzwischen haben sich die Menschen an HartzIV, Ein-Euro-Jobs, Geringfügige Beschäftigungen, Leiharbeiterwesen, Zeitarbeit genauso gewöhnt wie an überbezahlte Manager und die hanebüchenen Verlautbarungen des Arbeitsamtes.

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    erinnern wirklich seit Jahren an die SED, weil sie keinen Bezug mehr zur Wirklichkeit haben. Der s. g. Aufschwung war einer der 11 % Aktienbesitzer in Deutschland.

    Die heutige Krise hat schon im Jahr 2000 begonnen, wurde mit den irrsinnigen Hartz-Gesetzen verschärft und hat sich bis heute gehalten.

    Richtig, das kann jeder Arbeitssuchende bestätigen. (Die, die noch nicht ausgewandert sind). Eine Frechheit, zu behaupten, einen Rückgang der freien Stellen hätte es nur 2005 mal gegeben. Kein Wunder, da die Parteien und deren Journalisten auch alle möglichen "Maßnahmen" und Drückerjobs als freie Stellen mitgezählt haben.

    Es waren und sind die täglichen Lügen, die mir Angst machen um die Zukunft des Landes.

    Das ist richtig, die meisten Menschen spüren schon seit Jahren, dass in Sachen Gerechtigkeit etwas aus der Balance geraten ist. Es ist eine Schande, dass in einem solch reichen Land die arbeitende und leistungsbereite Bevölkerung immer mehr in Jobs - Berufe gibt es ja scheinbar nicht mehr - gedrängt wird, von denen man nicht leben kann. Alles geschieht scheinbar aus Sachzwängen, in Wirklichkeit verdienen bestimmt Gruppen enorm an dieser Ausbeutung. Was ich so bedenklich finde, ist, dass dabei Anstand und Ehrlichkeit auf der Strecke bleiben. Wir werden von hochbezahlten Wirtschaftslobbyisten wie den Professoren Sinn und Raffelhüschen bewusst dessorientiert, die uns von der angeblichen Notwendigkeit weiterer sozialer Einschnitte überzeugen wollen. Machtverhältnisse werden so hinter anheblichen Sachzwängen verschleiert; Moral hat in dieser mordernisierten Gesellschaft scheinbar keinen Platz mehr. Auch unsere gewählte Regierung scheint uns als hirnlose Manövriermasse zu sehen, die man nach Belieben manipulieren kann - ich denke z.B. an die Fälschung der Arbeitslosenzahlen. U.a werden Menschen aus zahlenkosmetischen Gründen reihenweise in unnütze Fortbildungskurse geschickt, die nichts nutzen, den Steuerzahler aber eine Menge Geld kosten.
    Diese Unehrlichkeit - und damit mangelnde Wertschätzung der Bevölkerung - gepaart mit einem ungeheuer dreisten Lobbyismus von Wirtschaftsverbänden wird meiner Meinung nach in absehbarer Zeit zu einer heftigen Krise unseres Gesellschaftsmodells führen. Man kann nur hoffen, dass die kommenden Umwälzungen und Umbrüche unblutig verlaufen und zu einer Reform des demokratischen Systems führen, in dem die Interessen der Bevölkerung besser vertreten werden; Sicherheiten gibt es diesbzüglich nicht.

    Bis auf die angesprochene Gewöhnung an die vermeintlichen "Segnungen" aus der schröderianischen anti-Sozialstaat-Ära - die ja bekanntlich von der neuen Numero uno Steinmeier, welche die sPD für den Kanzlerposten aus der 2. Reihe heraus gepult hat, wesentlich mit initiiert wurden.

    An Pest und Cholera, ähnlich verheerend wie diese Krankheiten sich auf die körperliche Gesundheit auswirken, so wirkt Hartz I - IV, primär auf die Verfassung der direkt betroffenen Menschen, sekundär auf die Stabilität der ganzen Nation, kann man sich, nein darf man sich nicht gewöhnen!

    Zu dumm eigentlich nur, dass sich das international agierende Großkapital die Wirtschaftskrise gerade jetzt, so kurz vor der Wahl, genehmigt hat. Es scheint, als würden die Bonzen gerade in die Hand hinein beißen wollen, die sie seit Jahr und Tag gehegt und gefüttert hat. Die sind aber auch undankbar, die Pfeffersäcke in aller Welt; nehmen so gar keine Rücksicht auf die Politik in Deutschland. Dumm gelaufen!

    Fazit: Die demokratische Politik sollte sich doch langsam ihrer ureigentlichen Aufgabe widmen und unser Land im Interesse der Bürger, der Menschen die hier leben verwalten und leiten. Und zwar so, dass alle davon profitieren und nicht nur die Pfeffersäcke von Shareholdern und Bankstern nebst ihren Boni-Managern, stets auf den wunden Rücken der Arbeitnehmer und derer, die vom Erwerb ihres angemessenen Lebensunterhalts ausgeschlossenen wurden!

    Ergo: Es bedarf eines komplett neuen Systems, nicht weiterer Flickschusterei unter dem Deckmäntelchen von s. g. Reformen, die bisher alles Marode doch immer nur verschlimmbessert haben und den Betroffenen Sand in die Augen streuten.
    Es bedarf eines tiefgreifenden Wechsels im Denken und Handel in den leitenden Köpfen der Politik. Und wenn das nicht, bedingt durch Halsstarrigkeit, mangelhafter Cerebralkapazität, oder schlicht Bequemlichkeit (an Intentionen persönlicher, pekuniär motivierter Aspekte will ich gar nicht mal denken!) möglich ist, bedarf es dann eben neuer "Köpfe", die einer großen Aufgabe wirklich gewachsen sind! Neben den Boni-Managern scheinen nämlich auch unsere Politiker einfach viel zu satt, als das sie sich noch dazu bewegen ließen, sich um die Sorgen, Nöte und wahren Bedürfnisse der ihnen am Wahltag anvertrauten Menschen in angemessener, ja dringend gebotener Weise zu kümmern!!

    Es bedarf neuer Konzepte, in Anbetracht der Gesamtsituation, wie sie sich aus der aktuellen Konstellation von Wirtschaft/Kapital, sozialer Situation und Perspektive der Bevölkerung (besonders durch die zunehmend prekäre Tangierung der Arbeitnehmer), galoppierende Umweltzerstörung und Ausbeutung, sowie der ständig latenten Gefährdung des Weltfriedens durch das eklatante Ungleichgewicht bei der gerechten Verteilung aller Ressourcen; In der globalen Welt im Großen, wie national bei uns im Kleinen! Wir brauchen einen Paradigmenwechsel, Jetzt!

    Und der fängt in den Köpfen an, auch in unseren eigenen....

    ________________
    "Dubito, ergo sum."

    erinnern wirklich seit Jahren an die SED, weil sie keinen Bezug mehr zur Wirklichkeit haben. Der s. g. Aufschwung war einer der 11 % Aktienbesitzer in Deutschland.

    Die heutige Krise hat schon im Jahr 2000 begonnen, wurde mit den irrsinnigen Hartz-Gesetzen verschärft und hat sich bis heute gehalten.

    Richtig, das kann jeder Arbeitssuchende bestätigen. (Die, die noch nicht ausgewandert sind). Eine Frechheit, zu behaupten, einen Rückgang der freien Stellen hätte es nur 2005 mal gegeben. Kein Wunder, da die Parteien und deren Journalisten auch alle möglichen "Maßnahmen" und Drückerjobs als freie Stellen mitgezählt haben.

    Es waren und sind die täglichen Lügen, die mir Angst machen um die Zukunft des Landes.

    Das ist richtig, die meisten Menschen spüren schon seit Jahren, dass in Sachen Gerechtigkeit etwas aus der Balance geraten ist. Es ist eine Schande, dass in einem solch reichen Land die arbeitende und leistungsbereite Bevölkerung immer mehr in Jobs - Berufe gibt es ja scheinbar nicht mehr - gedrängt wird, von denen man nicht leben kann. Alles geschieht scheinbar aus Sachzwängen, in Wirklichkeit verdienen bestimmt Gruppen enorm an dieser Ausbeutung. Was ich so bedenklich finde, ist, dass dabei Anstand und Ehrlichkeit auf der Strecke bleiben. Wir werden von hochbezahlten Wirtschaftslobbyisten wie den Professoren Sinn und Raffelhüschen bewusst dessorientiert, die uns von der angeblichen Notwendigkeit weiterer sozialer Einschnitte überzeugen wollen. Machtverhältnisse werden so hinter anheblichen Sachzwängen verschleiert; Moral hat in dieser mordernisierten Gesellschaft scheinbar keinen Platz mehr. Auch unsere gewählte Regierung scheint uns als hirnlose Manövriermasse zu sehen, die man nach Belieben manipulieren kann - ich denke z.B. an die Fälschung der Arbeitslosenzahlen. U.a werden Menschen aus zahlenkosmetischen Gründen reihenweise in unnütze Fortbildungskurse geschickt, die nichts nutzen, den Steuerzahler aber eine Menge Geld kosten.
    Diese Unehrlichkeit - und damit mangelnde Wertschätzung der Bevölkerung - gepaart mit einem ungeheuer dreisten Lobbyismus von Wirtschaftsverbänden wird meiner Meinung nach in absehbarer Zeit zu einer heftigen Krise unseres Gesellschaftsmodells führen. Man kann nur hoffen, dass die kommenden Umwälzungen und Umbrüche unblutig verlaufen und zu einer Reform des demokratischen Systems führen, in dem die Interessen der Bevölkerung besser vertreten werden; Sicherheiten gibt es diesbzüglich nicht.

    Bis auf die angesprochene Gewöhnung an die vermeintlichen "Segnungen" aus der schröderianischen anti-Sozialstaat-Ära - die ja bekanntlich von der neuen Numero uno Steinmeier, welche die sPD für den Kanzlerposten aus der 2. Reihe heraus gepult hat, wesentlich mit initiiert wurden.

    An Pest und Cholera, ähnlich verheerend wie diese Krankheiten sich auf die körperliche Gesundheit auswirken, so wirkt Hartz I - IV, primär auf die Verfassung der direkt betroffenen Menschen, sekundär auf die Stabilität der ganzen Nation, kann man sich, nein darf man sich nicht gewöhnen!

    Zu dumm eigentlich nur, dass sich das international agierende Großkapital die Wirtschaftskrise gerade jetzt, so kurz vor der Wahl, genehmigt hat. Es scheint, als würden die Bonzen gerade in die Hand hinein beißen wollen, die sie seit Jahr und Tag gehegt und gefüttert hat. Die sind aber auch undankbar, die Pfeffersäcke in aller Welt; nehmen so gar keine Rücksicht auf die Politik in Deutschland. Dumm gelaufen!

    Fazit: Die demokratische Politik sollte sich doch langsam ihrer ureigentlichen Aufgabe widmen und unser Land im Interesse der Bürger, der Menschen die hier leben verwalten und leiten. Und zwar so, dass alle davon profitieren und nicht nur die Pfeffersäcke von Shareholdern und Bankstern nebst ihren Boni-Managern, stets auf den wunden Rücken der Arbeitnehmer und derer, die vom Erwerb ihres angemessenen Lebensunterhalts ausgeschlossenen wurden!

    Ergo: Es bedarf eines komplett neuen Systems, nicht weiterer Flickschusterei unter dem Deckmäntelchen von s. g. Reformen, die bisher alles Marode doch immer nur verschlimmbessert haben und den Betroffenen Sand in die Augen streuten.
    Es bedarf eines tiefgreifenden Wechsels im Denken und Handel in den leitenden Köpfen der Politik. Und wenn das nicht, bedingt durch Halsstarrigkeit, mangelhafter Cerebralkapazität, oder schlicht Bequemlichkeit (an Intentionen persönlicher, pekuniär motivierter Aspekte will ich gar nicht mal denken!) möglich ist, bedarf es dann eben neuer "Köpfe", die einer großen Aufgabe wirklich gewachsen sind! Neben den Boni-Managern scheinen nämlich auch unsere Politiker einfach viel zu satt, als das sie sich noch dazu bewegen ließen, sich um die Sorgen, Nöte und wahren Bedürfnisse der ihnen am Wahltag anvertrauten Menschen in angemessener, ja dringend gebotener Weise zu kümmern!!

    Es bedarf neuer Konzepte, in Anbetracht der Gesamtsituation, wie sie sich aus der aktuellen Konstellation von Wirtschaft/Kapital, sozialer Situation und Perspektive der Bevölkerung (besonders durch die zunehmend prekäre Tangierung der Arbeitnehmer), galoppierende Umweltzerstörung und Ausbeutung, sowie der ständig latenten Gefährdung des Weltfriedens durch das eklatante Ungleichgewicht bei der gerechten Verteilung aller Ressourcen; In der globalen Welt im Großen, wie national bei uns im Kleinen! Wir brauchen einen Paradigmenwechsel, Jetzt!

    Und der fängt in den Köpfen an, auch in unseren eigenen....

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    "Dubito, ergo sum."

  2. In der Zeit die Schlagzeile "Krise erreicht den Arbeitsmarkt" und in der FTD die Schlagzeile "DAX setzt Anstieg fort"...

    Offensichtlich haben die Verantwortlichen so einiges von Gesellschaftlicher Relevanz nicht im Griff.

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

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    • politz
    • 30.07.2009 um 10:21 Uhr

    Diese Haltung ist ziemlich unfair gegenüber der Börse. Dort herrschen schon immer andere Gesetze. Würden sich die Händler tatsächlich nach den humanen Auswirkungen der Krise richten, würden sie alle einen Haufen Geld verlieren.

    • politz
    • 30.07.2009 um 10:21 Uhr

    Diese Haltung ist ziemlich unfair gegenüber der Börse. Dort herrschen schon immer andere Gesetze. Würden sich die Händler tatsächlich nach den humanen Auswirkungen der Krise richten, würden sie alle einen Haufen Geld verlieren.

  3. Anscheinend hat der Autor das Memo nicht bekommen:

    Mit Nachrichten wie diesen bitte bis nach der Wahl warten.

    Am Ende würde das Volk noch aufwachen und sehen was noch auf uns zukommt.

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    • ohopp
    • 30.07.2009 um 10:21 Uhr

    oder haben Sie gelesen, durch welche Tricks und in welcher Höhe die offizielle Statistik von der Wirklichkeit abweicht. Wir lesen doch nur 3,4 Mio.

    Fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, früher, unter Schröder warens 5 Mio.

    • ohopp
    • 30.07.2009 um 10:21 Uhr

    oder haben Sie gelesen, durch welche Tricks und in welcher Höhe die offizielle Statistik von der Wirklichkeit abweicht. Wir lesen doch nur 3,4 Mio.

    Fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, früher, unter Schröder warens 5 Mio.

  4. weiter ihre obzön hohen Einkommen beziehen können, wird erst der Staat ruiniert und dann die Zahl der Armen drastisch vergrössert. Denn das ist der Unterschied, den Hartz IV macht: arbeitslos=arm.
    Manche Politiker befürchten Unruhen im Lande, ich dagegen hoffe, dass die bald kommen. Anders ist ein beherztes "Weiter so!" der üblichen Verdächtigen nicht zu verhindern, nicht mit den Mitteln dieser "Volksparteien"-Demokratur.

    _________________________________________________
    Lassen wir Taten folgen:
    Werden Sie Mitglied, wählen Sie die Piratenpartei.
    Für Freiheit und Demokratie.
    Denn etwas besseres als den Tod finden wir überall.

  5. erinnern wirklich seit Jahren an die SED, weil sie keinen Bezug mehr zur Wirklichkeit haben. Der s. g. Aufschwung war einer der 11 % Aktienbesitzer in Deutschland.

    Die heutige Krise hat schon im Jahr 2000 begonnen, wurde mit den irrsinnigen Hartz-Gesetzen verschärft und hat sich bis heute gehalten.

    Richtig, das kann jeder Arbeitssuchende bestätigen. (Die, die noch nicht ausgewandert sind). Eine Frechheit, zu behaupten, einen Rückgang der freien Stellen hätte es nur 2005 mal gegeben. Kein Wunder, da die Parteien und deren Journalisten auch alle möglichen "Maßnahmen" und Drückerjobs als freie Stellen mitgezählt haben.

    Es waren und sind die täglichen Lügen, die mir Angst machen um die Zukunft des Landes.

    • politz
    • 30.07.2009 um 10:21 Uhr

    Diese Haltung ist ziemlich unfair gegenüber der Börse. Dort herrschen schon immer andere Gesetze. Würden sich die Händler tatsächlich nach den humanen Auswirkungen der Krise richten, würden sie alle einen Haufen Geld verlieren.

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    • junkie
    • 30.07.2009 um 11:08 Uhr

    Das sind doch genau die Schlagworte die hier ungewollt zusammenpassen.
    Dieses Wettbüro auf globaler Bühne hat doch diese Spirale immer schneller in die Höhe getrieben.

    • junkie
    • 30.07.2009 um 11:08 Uhr

    Das sind doch genau die Schlagworte die hier ungewollt zusammenpassen.
    Dieses Wettbüro auf globaler Bühne hat doch diese Spirale immer schneller in die Höhe getrieben.

    • ohopp
    • 30.07.2009 um 10:21 Uhr

    oder haben Sie gelesen, durch welche Tricks und in welcher Höhe die offizielle Statistik von der Wirklichkeit abweicht. Wir lesen doch nur 3,4 Mio.

    Fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, früher, unter Schröder warens 5 Mio.

    • hamkon
    • 30.07.2009 um 10:33 Uhr

    dass die von DIW und dem Statistischem Bundesamt für das Jahr 2007 konstatierte Konzentration von > 85% aller Privatvermögen in den Händen von < 15% aller Privathaushalte, in Deutschland dazu geführt hat, dass
    wir in der Realwirtschaft einen existenzgefährdenden Produktionskapitalmangel haben, dafür aber über einen massiven Überhang an Finanzspekulationskapital verfügen, könnte mancher als unrichtig einstufen, vorausgesetzt er ist Leser von Bild, Morgenpost, Super-Illu, FAZ, Handelsblatt, FTD etc.

    Dass die gesellschaftlich Spaltung inzwischen so gewaltige Dimensionen angenommen hat, dass im unteren Drittel unserer Bevölkerung faktisch eine Kombination von psychischen und physischen Existenzgefährdungen der Regelfall sind, dass können wir an der explodierenden Zahl von Alkoholikern, Desorientierten, irre gewordenen Mitmenschen, hybrid-hysterischen Kindern und Jugendlichen ablesen, denen wohl kaum mehr ein Rest von Selbstwertgefühl, von Selbstachtung und von Zukunftshoffnung und Lebensperspektive geblieben ist.

    In Anbetracht der heutigen Machtelite kann nur noch die Anleihe bei Heinrich H. helfen:
    Heinrich Heine

    Die schlesischen Weber

    Im düstern Auge keine Träne,
    Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
    "Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
    Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem Götzen, zu dem wir gebeten
    In Winterskälte und Hungersnöten;
    Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
    Er hat uns geäfft, gefoppt und genarrt -
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
    Den unser Elend nicht konnte erweichen,
    Der den letzten Groschen von uns erpreßt
    Und uns wie Hunde erschießen läßt -
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
    Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
    Wo jede Blume früh geknickt,
    Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt -
    Wir weben, wir weben!

    Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
    Wir weben emsig Tag und Nacht -
    Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
    Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
    Wir weben, wir weben!"
    (1844)

    Wer Leben retten will, muss heute schon die Umgebrachten von morgen beklagen.

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    Tief berührt und betroffen, so fühle ich mich gerade, denn so krass wie Sie hier die nüchterne Realität schildern, habe ich es bis dato noch nie gelesen. Dazu trägt sicher auch das Gedicht zu einem gute Teil bei.

    Vielleicht tritt mit dem "steten Tropfen" der stetig voran schreitenden, sozialen und moralischen Zerrüttung hierzulande, doch schon eine Art von Desensibilisierung ein.
    Eine Art von Selbstschutz, die zu einer Art von Einigelung führt, um unter der ständig drohenden Existenzangst, wenigstens ein wenig abmildernd, weiter leben zu können. Leider!!!

    Im Grunde bedarf es offener Sinne und eines klaren Verstandes und, last but not least, Mahner wie Ihnen um immer weiter zu insistieren und mit zu helfen, mit beizutragen an dem dringlich notwendigen baldigen Wandel, hin zu einem positive, lebenswerten Leben; Frei von Existenzängsten, staatlicher Sanktionen gegen die Verlierer des Systems mit Stigmatisierung á la Hartz IV und gesetzlich verordneter Armut soo vieler Menschen, jetzt und im Alter!

    Danke.
    ________________
    "Dubito, ergo sum."

    Tief berührt und betroffen, so fühle ich mich gerade, denn so krass wie Sie hier die nüchterne Realität schildern, habe ich es bis dato noch nie gelesen. Dazu trägt sicher auch das Gedicht zu einem gute Teil bei.

    Vielleicht tritt mit dem "steten Tropfen" der stetig voran schreitenden, sozialen und moralischen Zerrüttung hierzulande, doch schon eine Art von Desensibilisierung ein.
    Eine Art von Selbstschutz, die zu einer Art von Einigelung führt, um unter der ständig drohenden Existenzangst, wenigstens ein wenig abmildernd, weiter leben zu können. Leider!!!

    Im Grunde bedarf es offener Sinne und eines klaren Verstandes und, last but not least, Mahner wie Ihnen um immer weiter zu insistieren und mit zu helfen, mit beizutragen an dem dringlich notwendigen baldigen Wandel, hin zu einem positive, lebenswerten Leben; Frei von Existenzängsten, staatlicher Sanktionen gegen die Verlierer des Systems mit Stigmatisierung á la Hartz IV und gesetzlich verordneter Armut soo vieler Menschen, jetzt und im Alter!

    Danke.
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