Solarstrom aus der Wüste Ein heißes Projekt - wenn Afrika dabei ist

"Desertec" soll Europa mit Solarstrom aus Afrika versorgen. Ein Fortschritt im Kampf gegen den Klimawandel ist das Projekt nur, wenn auch die Entwicklungsländer einbezogen werden

Es ist ein Glaubenskrieg: Angeheizt durch die Gründung des Desertec-Konsortiums in München stehen sich in der Energiedebatte mehrere Lager gegenüber. Zum einen feuern Anhänger zentraler Energieerzeugung gegen Befürworter dezentraler Systeme, zum anderen steht konventionelle gegen Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien. Der einzige Unterschied zu vergangenen Jahren ist, dass sich die Befürworter der konventionellen Energien inzwischen in einer Rechtfertigungsposition befinden. Durch den sich beschleunigenden Klimawandel setzt sich langsam die Einsicht durch, dass konventionelle Systeme nicht zukunftsfähig sind. Falls in 15 oder 20 Jahren Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidung und -speicherung zur Verfügung stehen, werden die Erzeugungskosten für Kohlestrom höher sein als für Windkraft oder Bioenergie. Dann wird es interessant sein, wie die heutigen Kritiker der erneuerbaren Energien eine Subventionierung von konventionellem Strom rechtfertigen werden.

Das sind jedoch Luxusprobleme, wenn man die Energieversorgung Europas mit der Afrikas vergleicht. Auf einem Kontinent, auf dem Millionen Menschen überhaupt keinen Zugang zu Energie haben, muss die Debatte zunächst um Energiezugang im Allgemeinen geführt werden – und seine Auswirkungen auf die Menschen, die Sozioökonomie und Technologie.

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Eine dezentrale Energieproduktion mit Photovoltaik, Solarwärme oder Bioenergie macht dort Sinn, wo sie netzunabhängig und lokal stattfindet. Zentrale Energieerzeugungsstrukturen wie die von Desertec geplanten solarthermischen Kraftwerke (CSP), aber auch Wasserkraftwerke oder große Bioenergiekraftwerke werden dagegen für industrialisierte oder dicht bevölkerte Regionen geeignet sein, wo eine kontinuierliche Grundlast benötigt wird.

Die Energieversorgung ist derzeit nicht in allen Ländern Afrikas gesichert. Dabei ist der Zugang zu Energie ein fundamentaler Bestandteil der Millenniumsziele der Vereinten Nationen zur Entwicklung und Armutsbekämpfung. Energie ist eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Lebensgrundlagen in Afrika.

Der Zugang zu sauberen und nachhaltigen Energiedienstleistungen ist eine enorme Herausforderung für den afrikanischen Kontinent – obwohl eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) befand, dass 65.000 Quadratkilometer solarthermische Stromerzeugung in der Sahara alleine den gesamten weltweiten Energiebedarf decken könnten. Afrikas Anteil am weltweiten Verbrauch von Primärenergie macht dabei lediglich drei Prozent aus, der geringste Pro-Kopf-Verbrauch der Welt. Allerdings hat der Kontinent den höchsten Anteil am weltweiten Verbrauch herkömmlicher Biomasse: 59 Prozent der Bevölkerung sind immer noch auf ineffiziente Energiequellen wie Feuerholz angewiesen.

Der fehlende Zugang zu Elektrizität treibt die Produktionskosten in die Höhe und verringert die Wettbewerbsfähigkeit der Entwicklungsländer auf dem weltweiten Markt. Strom spielt eine ausschlaggebende Rolle, nicht nur für die Beleuchtung, sondern auch um Gesundheitsdienste, Kommunikation, Information und Bildung zu ermöglichen.

Vor dem Hintergrund der Klima- und Entwicklungskrise sind technologische Innovationen notwendig, um CO2-arme und hocheffiziente Energieformen zu erschließen – im Norden genauso wie in Entwicklungsländern im Süden. Insbesondere was die Energieeffizienz betrifft, hat der Süden einiges aufzuholen. Der Energiebedarf pro erzeugter Einheit Bruttoinlandsprodukt ist in Entwicklungsländern höher als in Industriestaaten. In den meisten Entwicklungsländern wird Energie noch immer hoch subventioniert – eine mögliche Ursache dafür, dass kein Bedarf für Energiesparmaßnahmen gesehen wird.

Leser-Kommentare
  1. anstatt ein Mehr an Energie zu produzieren, wäre weniger Energie zu
    ver(sch)wenden...

    Als Anleitung dazu...

    Gratis Klimaschutzpakete zum downloaden gibt es unter:
    http://meinekleine.kleine...

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    Machen sie mal eine kleine Rechnung:
    1. Nehmen sie den Verbrauch an primärenergie von Deutschland, USA und Japan und ihre Einwohnerzahl.
    2. Nehmen sie den Verbrauch von China, Indien, Indonesien und Banladesch sowie deren Einwohnerzahl
    3. Addieren sie die Energie ztusammen und als zweites die Einwohnerzahl

    Nun bestimmen wir, dass wir insgesamt nicht mehr Energie global verbrauchen wollen, d. h. dass die ersten drei Länder abgeben müssen und die letzten vier gewinnen werden.
    Ich habe diese kleine Rechnung mal gemacht. Es bedeutet, dass wir alle sieben Länder circa auf einen Energieverbrauchstandard von Deutschland des Jahres 1950 bringen würden.
    Ist das jemanden bei uns zu vermitteln, ganz zu schweigen von den Problemen unserer Fertigungsindustrie??
    Glauben sie wirklich, dass die vier Schwellenländer mit diesem Standard zufrieden wären???
    Quellen: Internet, Statistisches Bundesamt
    Also es ist gut Energie zu sparen, keine Frage, aber es reicht global betrachtet bei weitem nicht.
    Wir müssen viel mehr Energie ökologisch erzeugen, dabei möglichst geringe Umweltzerstörung zulassen und dafür keine Flächen oder andere Resourcen opfern, die noch zur Nahrungsmittelerzeugung dringend gebraucht in Zukunft werden.

    Machen sie mal eine kleine Rechnung:
    1. Nehmen sie den Verbrauch an primärenergie von Deutschland, USA und Japan und ihre Einwohnerzahl.
    2. Nehmen sie den Verbrauch von China, Indien, Indonesien und Banladesch sowie deren Einwohnerzahl
    3. Addieren sie die Energie ztusammen und als zweites die Einwohnerzahl

    Nun bestimmen wir, dass wir insgesamt nicht mehr Energie global verbrauchen wollen, d. h. dass die ersten drei Länder abgeben müssen und die letzten vier gewinnen werden.
    Ich habe diese kleine Rechnung mal gemacht. Es bedeutet, dass wir alle sieben Länder circa auf einen Energieverbrauchstandard von Deutschland des Jahres 1950 bringen würden.
    Ist das jemanden bei uns zu vermitteln, ganz zu schweigen von den Problemen unserer Fertigungsindustrie??
    Glauben sie wirklich, dass die vier Schwellenländer mit diesem Standard zufrieden wären???
    Quellen: Internet, Statistisches Bundesamt
    Also es ist gut Energie zu sparen, keine Frage, aber es reicht global betrachtet bei weitem nicht.
    Wir müssen viel mehr Energie ökologisch erzeugen, dabei möglichst geringe Umweltzerstörung zulassen und dafür keine Flächen oder andere Resourcen opfern, die noch zur Nahrungsmittelerzeugung dringend gebraucht in Zukunft werden.

  2. 2. No

    Wenn ein solch komplexes Projekt auch noch mit Entwicklungshilfeorganisationen beschwert wird, mutiert es zum schwarzen Loch. Finanziell und organisatorisch.

    Schon das gedankliche Chaos in diesem Artikel läßt Böses ahnen.

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    Donnerwetter: So kurz und knackig hätte ich das nicht ausdrücken können! Indes erspart mir titopolis Posting die Mühe einer Formulierungssuche sowie den Lesern weitschweifige Betrachtungen meinerseits!

    CANABBAIA
    http://beltwild.blogspot....
    Interessen erhellen - sich Widersprüchen stellen

    Donnerwetter: So kurz und knackig hätte ich das nicht ausdrücken können! Indes erspart mir titopolis Posting die Mühe einer Formulierungssuche sowie den Lesern weitschweifige Betrachtungen meinerseits!

    CANABBAIA
    http://beltwild.blogspot....
    Interessen erhellen - sich Widersprüchen stellen

    • Rellem
    • 04.08.2009 um 17:31 Uhr
    3. Frage

    Hallo
    Halte nur ich es für sehr befremdlich einen Teil der Energieversorgung Europas nach Nordafrika aus zu lagern? Das wäre ein gefundenes Fressen für Erpressungen aller Art und lädt regelrecht ein den einen oder anderen Sprengversuch zu unternehmen um diesen Forderungen dann auch Nachdruck zu verleihen.
    Gruss
    Rene

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich kann ihre Ängste nicht nachvollziehen - denn schon heute ist die Energieversorgung Europas - und die Deutschlands im ganz speziellen in Länder ausgelagert die höflich formuliert nicht gerade "sicher" sind. So kommen beispielsweise über 60 % der Energieimporte Europas aus Russland - bei Gas und Öl größtenteils über die sehr unsicheren Transitländer Belarus sowie Ukraine. Sie werden sich sicherlich an die alljährlichen Winterlichen Transitverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine erinnern. Somit ist Europa bereits heute "Erpressbar" - eine Diversifizierung der Energieversorgung auf Nordafrika würde Europa meines Erachtens sogar weniger Erpressbar machen als es heute bereits der Fall ist.

    ... wohl auch dieser Artikel. Es ist durchaus sinnvoll, darüber nachzudenken wer und in welcher Weise in den afrikanischen Staaten profitiert. Der Aufbau eines Gesundheits/Schul/Stromnetzes wird z.B. wohl eher weniger den Hass auf sich ziehen, als wenn pauschale Abgaben direkt auf das Schweizer Konto eines Diktators gehen. Wie das bei Öl/Gold/Diamanten übrigens Gang und Gäbe ist.

    Absolute Sicherheit gibts jetzt nicht und wirds auch in Zukunft nicht geben, man kann nur das Risiko minimieren. Klar man kann auch alles in Deutschland machen nur ist da das Preis/Leistungsverhältnis vermutlich wesentlich schlechter. Die Sahara hat unglaublich viel Potential und die Anrainerstaaten sind derzeit nicht in der Lage es zu nutzen.

    Aber sprechen wir doch mal die offensichtliche Tatsache an: Desertec will keinen Saharastrom, sonst hätten sie nicht 2050 anvisiert, obwohl die gesamte Technik mehr oder weniger entwickelt ist. In einer Wirtschaft, in der bereits eine Projektzeit von 10 Jahren als überdurchschnittlich lang bezeichnet werden kann, bedeutet das nicht's weiter als das Kalkül: "...sehen wir mal ob wir das ausreichend gefördert bekommen, immerhin graben wir der Konkurrenz damit erstmal das Wasser ab..." dafür spricht auch die Tatsache, dass der Initiator Gregor Czisch jetzt arbeitslos ist, anstatt an führender Stelle mitzuentwickeln.

    Wollen sie diesen Ländern vielleicht eher ein Atomkraftwerk verkaufen, oder wollen sie sie einfach nicht am globalen Wohlstand, der sich nun mal durch höheren Energieverbrauch ausdrückt, teilhaben lassen wollen.

    Ich kann ihre Ängste nicht nachvollziehen - denn schon heute ist die Energieversorgung Europas - und die Deutschlands im ganz speziellen in Länder ausgelagert die höflich formuliert nicht gerade "sicher" sind. So kommen beispielsweise über 60 % der Energieimporte Europas aus Russland - bei Gas und Öl größtenteils über die sehr unsicheren Transitländer Belarus sowie Ukraine. Sie werden sich sicherlich an die alljährlichen Winterlichen Transitverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine erinnern. Somit ist Europa bereits heute "Erpressbar" - eine Diversifizierung der Energieversorgung auf Nordafrika würde Europa meines Erachtens sogar weniger Erpressbar machen als es heute bereits der Fall ist.

    ... wohl auch dieser Artikel. Es ist durchaus sinnvoll, darüber nachzudenken wer und in welcher Weise in den afrikanischen Staaten profitiert. Der Aufbau eines Gesundheits/Schul/Stromnetzes wird z.B. wohl eher weniger den Hass auf sich ziehen, als wenn pauschale Abgaben direkt auf das Schweizer Konto eines Diktators gehen. Wie das bei Öl/Gold/Diamanten übrigens Gang und Gäbe ist.

    Absolute Sicherheit gibts jetzt nicht und wirds auch in Zukunft nicht geben, man kann nur das Risiko minimieren. Klar man kann auch alles in Deutschland machen nur ist da das Preis/Leistungsverhältnis vermutlich wesentlich schlechter. Die Sahara hat unglaublich viel Potential und die Anrainerstaaten sind derzeit nicht in der Lage es zu nutzen.

    Aber sprechen wir doch mal die offensichtliche Tatsache an: Desertec will keinen Saharastrom, sonst hätten sie nicht 2050 anvisiert, obwohl die gesamte Technik mehr oder weniger entwickelt ist. In einer Wirtschaft, in der bereits eine Projektzeit von 10 Jahren als überdurchschnittlich lang bezeichnet werden kann, bedeutet das nicht's weiter als das Kalkül: "...sehen wir mal ob wir das ausreichend gefördert bekommen, immerhin graben wir der Konkurrenz damit erstmal das Wasser ab..." dafür spricht auch die Tatsache, dass der Initiator Gregor Czisch jetzt arbeitslos ist, anstatt an führender Stelle mitzuentwickeln.

    Wollen sie diesen Ländern vielleicht eher ein Atomkraftwerk verkaufen, oder wollen sie sie einfach nicht am globalen Wohlstand, der sich nun mal durch höheren Energieverbrauch ausdrückt, teilhaben lassen wollen.

  3. Ich kann ihre Ängste nicht nachvollziehen - denn schon heute ist die Energieversorgung Europas - und die Deutschlands im ganz speziellen in Länder ausgelagert die höflich formuliert nicht gerade "sicher" sind. So kommen beispielsweise über 60 % der Energieimporte Europas aus Russland - bei Gas und Öl größtenteils über die sehr unsicheren Transitländer Belarus sowie Ukraine. Sie werden sich sicherlich an die alljährlichen Winterlichen Transitverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine erinnern. Somit ist Europa bereits heute "Erpressbar" - eine Diversifizierung der Energieversorgung auf Nordafrika würde Europa meines Erachtens sogar weniger Erpressbar machen als es heute bereits der Fall ist.

    Antwort auf "Frage"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Rellem
    • 04.08.2009 um 19:45 Uhr

    Hallo
    Der Unterschied bei Öl/Gas ist, das man es zwischen speichern kann, was bei reinem Strom nicht möglich ist.
    Die einzige (IMHO) Möglichkeit dazu sind Pump-Speicher-Kraftwerke, von denen es in Deutschland nur ein paar gibt. Und diese paar sind nicht in der Lage einen längeren Lieferengpass zu überbrücken.
    Bei Öl und Gas hat man somit ein Zeitfenster in dem sich handeln lässt, bei einer Direktleitung ist das nicht gegeben.
    Btw.
    Europa sollte jegliche Energie die es braucht langfristig selber erzeugen.
    Gruss
    Rene

    Und wenn sie dann noch diesen Ländern einen sicheren finaziellen Profit zusichern, werden sie wahrscheinlich wenig Probleme haben.

    • Rellem
    • 04.08.2009 um 19:45 Uhr

    Hallo
    Der Unterschied bei Öl/Gas ist, das man es zwischen speichern kann, was bei reinem Strom nicht möglich ist.
    Die einzige (IMHO) Möglichkeit dazu sind Pump-Speicher-Kraftwerke, von denen es in Deutschland nur ein paar gibt. Und diese paar sind nicht in der Lage einen längeren Lieferengpass zu überbrücken.
    Bei Öl und Gas hat man somit ein Zeitfenster in dem sich handeln lässt, bei einer Direktleitung ist das nicht gegeben.
    Btw.
    Europa sollte jegliche Energie die es braucht langfristig selber erzeugen.
    Gruss
    Rene

    Und wenn sie dann noch diesen Ländern einen sicheren finaziellen Profit zusichern, werden sie wahrscheinlich wenig Probleme haben.

    • Rellem
    • 04.08.2009 um 19:45 Uhr

    Hallo
    Der Unterschied bei Öl/Gas ist, das man es zwischen speichern kann, was bei reinem Strom nicht möglich ist.
    Die einzige (IMHO) Möglichkeit dazu sind Pump-Speicher-Kraftwerke, von denen es in Deutschland nur ein paar gibt. Und diese paar sind nicht in der Lage einen längeren Lieferengpass zu überbrücken.
    Bei Öl und Gas hat man somit ein Zeitfenster in dem sich handeln lässt, bei einer Direktleitung ist das nicht gegeben.
    Btw.
    Europa sollte jegliche Energie die es braucht langfristig selber erzeugen.
    Gruss
    Rene

    Antwort auf "Befremdlich?"
  4. Rohstoffarmut und High-Know-Level kennzeichnen die BRD. Wir sind Anlagenlieferant für die Welt und müssen Vorpródukte auch weltweit einkaufen.
    Wir können nur durch Risikominimierung auf unsere Standortsituation reagieren. Immer wieder die Russen ins Spiel zu bringen, als unsichere Kantonisten, ist langfristig schädlich und entspricht auch nicht dem Ziel,.die strategische Partneschaft auszubauen.

    Der andere Aspekt des Artikels unsere Probleme mit dem Energiemangel in Afrika in Zusammenhang zu stellen, ist löblich, bringt aber nichts für unsere eigene Risikominimierung.
    _______________________________________________________
    Die Aufklärung darf kein leerer Wahn werden in einer Zeit der Anmaßungen.

  5. Das Projekt ist technisch ausgereift und zuerst würde der Strombedarf der Staaten gesichert sein müssen, in dem die Anlagen stehen! Aber über eine Kreditfinanzierung ist es nicht zu machen. Da würde man die dreifache Summe zahlen. Entweder in einem neuen Geldsystem wo der Zins keine Wirkung mehr hat oder über eine laufende Stromsteuer wäre dies möglich. Die wichtigsten Stromnetze würden im ersten Schritt zurück gekauft werden, danach Vergesellschaftet und neu und Moderner ausgebaut (Gleichstromtechnik) - wenn dann die Vernetzung Südeuropa erreicht hat, können diese Anlagen in Afrika gebaut werden. Die Netze müssen dann bis Norwegen reichen um die Wasserstauwerke als Energiespeicher nutzen zu können! Die Unsicherheit ist gar nicht gegeben - die Interessen der Länder überschneiden sich.
    Russland hat auch zu allen Zeiten gas geliefert auch wenn es einige Politiker anders darstellen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... so sehr ich mir ein anderes Geldsystem wünsche, ist es trotzdem nicht ganz so einfach. Klar, die Zinsen würden das Projekt enorm verteuern, andererseits tun sie das nur oberhalb der Inflationsrate. Ist die bei 5% die Zinsen aber bei 4,5% dann kommt man damit sogar günstiger als ursprünglich gedacht. Haben wir dagegen Depression und eine negative Inflation, würde das Projekt wegen Unfinanzierbarkeit sterben.

    Es ist nicht möglich, die Profitabilität eines solchen komplexen Großprojektes genau vorherzusagen. Dazu braucht es immer auch Optimismus und guten Willen, sonst passiert gar nichts. Im übrigen kann zumindest auch ein Teil des Geldes privates Kapital sein (Anleihen, Aktien,...) die nicht sofort verzinst werden müssten.

    ... so sehr ich mir ein anderes Geldsystem wünsche, ist es trotzdem nicht ganz so einfach. Klar, die Zinsen würden das Projekt enorm verteuern, andererseits tun sie das nur oberhalb der Inflationsrate. Ist die bei 5% die Zinsen aber bei 4,5% dann kommt man damit sogar günstiger als ursprünglich gedacht. Haben wir dagegen Depression und eine negative Inflation, würde das Projekt wegen Unfinanzierbarkeit sterben.

    Es ist nicht möglich, die Profitabilität eines solchen komplexen Großprojektes genau vorherzusagen. Dazu braucht es immer auch Optimismus und guten Willen, sonst passiert gar nichts. Im übrigen kann zumindest auch ein Teil des Geldes privates Kapital sein (Anleihen, Aktien,...) die nicht sofort verzinst werden müssten.

  6. ... wohl auch dieser Artikel. Es ist durchaus sinnvoll, darüber nachzudenken wer und in welcher Weise in den afrikanischen Staaten profitiert. Der Aufbau eines Gesundheits/Schul/Stromnetzes wird z.B. wohl eher weniger den Hass auf sich ziehen, als wenn pauschale Abgaben direkt auf das Schweizer Konto eines Diktators gehen. Wie das bei Öl/Gold/Diamanten übrigens Gang und Gäbe ist.

    Absolute Sicherheit gibts jetzt nicht und wirds auch in Zukunft nicht geben, man kann nur das Risiko minimieren. Klar man kann auch alles in Deutschland machen nur ist da das Preis/Leistungsverhältnis vermutlich wesentlich schlechter. Die Sahara hat unglaublich viel Potential und die Anrainerstaaten sind derzeit nicht in der Lage es zu nutzen.

    Aber sprechen wir doch mal die offensichtliche Tatsache an: Desertec will keinen Saharastrom, sonst hätten sie nicht 2050 anvisiert, obwohl die gesamte Technik mehr oder weniger entwickelt ist. In einer Wirtschaft, in der bereits eine Projektzeit von 10 Jahren als überdurchschnittlich lang bezeichnet werden kann, bedeutet das nicht's weiter als das Kalkül: "...sehen wir mal ob wir das ausreichend gefördert bekommen, immerhin graben wir der Konkurrenz damit erstmal das Wasser ab..." dafür spricht auch die Tatsache, dass der Initiator Gregor Czisch jetzt arbeitslos ist, anstatt an führender Stelle mitzuentwickeln.

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