Solarstrom aus der Wüste Ein heißes Projekt - wenn Afrika dabei istSeite 2/2
Afrika steckt in einem Dilemma: Auf der einen Seite wird Energie ineffizient eingesetzt und auf der anderen Seite werden neue Technologien und Energieerzeugungskapazitäten benötigt. CO2-arme Technologien eröffnen neue Wege, durch die menschliche Bedürfnisse befriedigt werden können und gleichzeitig die Armut vermindert wird, neue wirtschaftliche Märkte erschlossen und neue Jobs geschaffen werden können.
Die Desertec-Pläne beschränken sich auf den Nahen Osten und Nordafrika (MENA-Region) als potenzielle Standorte für CSP-Anlagen. Aber wo bleibt Subsahara-Afrika? Die durchschnittliche Sonnenstrahlung ist in Südafrika, Namibia und Botswana höher als in den meisten anderen Regionen – in der nördlichen Kap-Region rund 2950 kWh/m2 im Jahr. Im Vergleich: In der Sahara sind es 2350 kWh/m2/Jahr, in Südeuropa gar nur 1700. Studien haben gezeigt, dass die solaren Ressourcen nördlich der Kalahari-Wüste, die sich vom Norden Südafrikas bis nach Angola und Sambia erstreckt, stetig abnehmen.
Außerdem besteht das Desertec-Konsortium hauptsächlich aus deutschen Firmen, lediglich ein paar Gäste aus der MENA-Region nahmen am Gründungsprozess teil. CSP ist modular, das heißt, der größte Mehrwert wird in der Herstellung liegen und nicht bei der Konstruktion vor Ort. Sprich: Die meisten Arbeitsplätze werden in den Fabriken der Technologieentwickler geschaffen. Wobei auch afrikanische Länder bereits über einige der benötigten Fachkenntnisse verfügen: Südafrika beispielsweise verwendet die fortschrittliche Hochspannungsgleichstromübertragung (HVDC) für Wasserkraft aus Mosambik. Das gilt auch für Fertigungsteile für solarthermische Kraftwerke: Glas, Lacke, elektrische Motoren, Getriebe oder Gestelle werden alle auch in der südafrikanischen Autoindustrie produziert.
Afrika wird in neue Energie-Infrastrukturprojekte investieren, da es ohne Energie keine Entwicklung geben wird. In großen Teilen fließen diese Investitionen allerdings in konventionelle Kraftwerke. Für den Einsatz von erneuerbaren Energien gibt es immer noch große Hemmnisse: So sind die Investitionskosten pro Kilowattstunde zunächst höher als bei konventionellen Technologien. Nur wenige Hersteller verfügen über die Technologie für solarthermische Kraftwerke. Außerdem werden die technischen und finanziellen Risiken als zu hoch eingeschätzt.
Bislang ist die Desertec-Initiative eine Vision, die bis zum Jahr 2050 umgesetzt sein soll. In den nächsten drei Jahren, in denen das Konsortium Studien und rentable Investitionspläne entwickeln will, wird sich zeigen, ob diese Vision tatsächlich Realität werden kann. Eines ist wichtig: Von Beginn an muss der Süden in das Projekt einbezogen werden. Die Entwicklungsbedürfnisse des Südens müssen Vorrang haben. Gleichzeitig darf Desertec nicht als Verzögerungsgrund für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland oder Europa herhalten. Unter diesen Umständen kann Desertec eine treibende Kraft sein im Kampf gegen den Klimawandel – sowohl für den Norden als auch für den Süden.
Die Autoren:
Romy Chevallier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des "EU-Africa Programme", South African Institute of International Affairs (SAIIA).
Matthias Ruchser ist Consultant in der Energiewirtschaft und Gründer von Energetic Consulting.
Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) zählt weltweit zu den führenden Forschungsinstituten und Thinktanks zu Fragen globaler Entwicklung und internationaler Entwicklungspolitik. Das DIE berät auf der Grundlage unabhängiger Forschung öffentliche Institutionen in Deutschland und weltweit zu aktuellen Fragen der Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
- Datum 05.08.2009 - 10:13 Uhr
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- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE
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anstatt ein Mehr an Energie zu produzieren, wäre weniger Energie zu
ver(sch)wenden...
Als Anleitung dazu...
Gratis Klimaschutzpakete zum downloaden gibt es unter:
http://meinekleine.kleine...
Machen sie mal eine kleine Rechnung:
1. Nehmen sie den Verbrauch an primärenergie von Deutschland, USA und Japan und ihre Einwohnerzahl.
2. Nehmen sie den Verbrauch von China, Indien, Indonesien und Banladesch sowie deren Einwohnerzahl
3. Addieren sie die Energie ztusammen und als zweites die Einwohnerzahl
Nun bestimmen wir, dass wir insgesamt nicht mehr Energie global verbrauchen wollen, d. h. dass die ersten drei Länder abgeben müssen und die letzten vier gewinnen werden.
Ich habe diese kleine Rechnung mal gemacht. Es bedeutet, dass wir alle sieben Länder circa auf einen Energieverbrauchstandard von Deutschland des Jahres 1950 bringen würden.
Ist das jemanden bei uns zu vermitteln, ganz zu schweigen von den Problemen unserer Fertigungsindustrie??
Glauben sie wirklich, dass die vier Schwellenländer mit diesem Standard zufrieden wären???
Quellen: Internet, Statistisches Bundesamt
Also es ist gut Energie zu sparen, keine Frage, aber es reicht global betrachtet bei weitem nicht.
Wir müssen viel mehr Energie ökologisch erzeugen, dabei möglichst geringe Umweltzerstörung zulassen und dafür keine Flächen oder andere Resourcen opfern, die noch zur Nahrungsmittelerzeugung dringend gebraucht in Zukunft werden.
Machen sie mal eine kleine Rechnung:
1. Nehmen sie den Verbrauch an primärenergie von Deutschland, USA und Japan und ihre Einwohnerzahl.
2. Nehmen sie den Verbrauch von China, Indien, Indonesien und Banladesch sowie deren Einwohnerzahl
3. Addieren sie die Energie ztusammen und als zweites die Einwohnerzahl
Nun bestimmen wir, dass wir insgesamt nicht mehr Energie global verbrauchen wollen, d. h. dass die ersten drei Länder abgeben müssen und die letzten vier gewinnen werden.
Ich habe diese kleine Rechnung mal gemacht. Es bedeutet, dass wir alle sieben Länder circa auf einen Energieverbrauchstandard von Deutschland des Jahres 1950 bringen würden.
Ist das jemanden bei uns zu vermitteln, ganz zu schweigen von den Problemen unserer Fertigungsindustrie??
Glauben sie wirklich, dass die vier Schwellenländer mit diesem Standard zufrieden wären???
Quellen: Internet, Statistisches Bundesamt
Also es ist gut Energie zu sparen, keine Frage, aber es reicht global betrachtet bei weitem nicht.
Wir müssen viel mehr Energie ökologisch erzeugen, dabei möglichst geringe Umweltzerstörung zulassen und dafür keine Flächen oder andere Resourcen opfern, die noch zur Nahrungsmittelerzeugung dringend gebraucht in Zukunft werden.
Wenn ein solch komplexes Projekt auch noch mit Entwicklungshilfeorganisationen beschwert wird, mutiert es zum schwarzen Loch. Finanziell und organisatorisch.
Schon das gedankliche Chaos in diesem Artikel läßt Böses ahnen.
Donnerwetter: So kurz und knackig hätte ich das nicht ausdrücken können! Indes erspart mir titopolis Posting die Mühe einer Formulierungssuche sowie den Lesern weitschweifige Betrachtungen meinerseits!
CANABBAIA
http://beltwild.blogspot....
Interessen erhellen - sich Widersprüchen stellen
Donnerwetter: So kurz und knackig hätte ich das nicht ausdrücken können! Indes erspart mir titopolis Posting die Mühe einer Formulierungssuche sowie den Lesern weitschweifige Betrachtungen meinerseits!
CANABBAIA
http://beltwild.blogspot....
Interessen erhellen - sich Widersprüchen stellen
Hallo
Halte nur ich es für sehr befremdlich einen Teil der Energieversorgung Europas nach Nordafrika aus zu lagern? Das wäre ein gefundenes Fressen für Erpressungen aller Art und lädt regelrecht ein den einen oder anderen Sprengversuch zu unternehmen um diesen Forderungen dann auch Nachdruck zu verleihen.
Gruss
Rene
Ich kann ihre Ängste nicht nachvollziehen - denn schon heute ist die Energieversorgung Europas - und die Deutschlands im ganz speziellen in Länder ausgelagert die höflich formuliert nicht gerade "sicher" sind. So kommen beispielsweise über 60 % der Energieimporte Europas aus Russland - bei Gas und Öl größtenteils über die sehr unsicheren Transitländer Belarus sowie Ukraine. Sie werden sich sicherlich an die alljährlichen Winterlichen Transitverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine erinnern. Somit ist Europa bereits heute "Erpressbar" - eine Diversifizierung der Energieversorgung auf Nordafrika würde Europa meines Erachtens sogar weniger Erpressbar machen als es heute bereits der Fall ist.
... wohl auch dieser Artikel. Es ist durchaus sinnvoll, darüber nachzudenken wer und in welcher Weise in den afrikanischen Staaten profitiert. Der Aufbau eines Gesundheits/Schul/Stromnetzes wird z.B. wohl eher weniger den Hass auf sich ziehen, als wenn pauschale Abgaben direkt auf das Schweizer Konto eines Diktators gehen. Wie das bei Öl/Gold/Diamanten übrigens Gang und Gäbe ist.
Absolute Sicherheit gibts jetzt nicht und wirds auch in Zukunft nicht geben, man kann nur das Risiko minimieren. Klar man kann auch alles in Deutschland machen nur ist da das Preis/Leistungsverhältnis vermutlich wesentlich schlechter. Die Sahara hat unglaublich viel Potential und die Anrainerstaaten sind derzeit nicht in der Lage es zu nutzen.
Aber sprechen wir doch mal die offensichtliche Tatsache an: Desertec will keinen Saharastrom, sonst hätten sie nicht 2050 anvisiert, obwohl die gesamte Technik mehr oder weniger entwickelt ist. In einer Wirtschaft, in der bereits eine Projektzeit von 10 Jahren als überdurchschnittlich lang bezeichnet werden kann, bedeutet das nicht's weiter als das Kalkül: "...sehen wir mal ob wir das ausreichend gefördert bekommen, immerhin graben wir der Konkurrenz damit erstmal das Wasser ab..." dafür spricht auch die Tatsache, dass der Initiator Gregor Czisch jetzt arbeitslos ist, anstatt an führender Stelle mitzuentwickeln.
Wollen sie diesen Ländern vielleicht eher ein Atomkraftwerk verkaufen, oder wollen sie sie einfach nicht am globalen Wohlstand, der sich nun mal durch höheren Energieverbrauch ausdrückt, teilhaben lassen wollen.
Ich kann ihre Ängste nicht nachvollziehen - denn schon heute ist die Energieversorgung Europas - und die Deutschlands im ganz speziellen in Länder ausgelagert die höflich formuliert nicht gerade "sicher" sind. So kommen beispielsweise über 60 % der Energieimporte Europas aus Russland - bei Gas und Öl größtenteils über die sehr unsicheren Transitländer Belarus sowie Ukraine. Sie werden sich sicherlich an die alljährlichen Winterlichen Transitverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine erinnern. Somit ist Europa bereits heute "Erpressbar" - eine Diversifizierung der Energieversorgung auf Nordafrika würde Europa meines Erachtens sogar weniger Erpressbar machen als es heute bereits der Fall ist.
... wohl auch dieser Artikel. Es ist durchaus sinnvoll, darüber nachzudenken wer und in welcher Weise in den afrikanischen Staaten profitiert. Der Aufbau eines Gesundheits/Schul/Stromnetzes wird z.B. wohl eher weniger den Hass auf sich ziehen, als wenn pauschale Abgaben direkt auf das Schweizer Konto eines Diktators gehen. Wie das bei Öl/Gold/Diamanten übrigens Gang und Gäbe ist.
Absolute Sicherheit gibts jetzt nicht und wirds auch in Zukunft nicht geben, man kann nur das Risiko minimieren. Klar man kann auch alles in Deutschland machen nur ist da das Preis/Leistungsverhältnis vermutlich wesentlich schlechter. Die Sahara hat unglaublich viel Potential und die Anrainerstaaten sind derzeit nicht in der Lage es zu nutzen.
Aber sprechen wir doch mal die offensichtliche Tatsache an: Desertec will keinen Saharastrom, sonst hätten sie nicht 2050 anvisiert, obwohl die gesamte Technik mehr oder weniger entwickelt ist. In einer Wirtschaft, in der bereits eine Projektzeit von 10 Jahren als überdurchschnittlich lang bezeichnet werden kann, bedeutet das nicht's weiter als das Kalkül: "...sehen wir mal ob wir das ausreichend gefördert bekommen, immerhin graben wir der Konkurrenz damit erstmal das Wasser ab..." dafür spricht auch die Tatsache, dass der Initiator Gregor Czisch jetzt arbeitslos ist, anstatt an führender Stelle mitzuentwickeln.
Wollen sie diesen Ländern vielleicht eher ein Atomkraftwerk verkaufen, oder wollen sie sie einfach nicht am globalen Wohlstand, der sich nun mal durch höheren Energieverbrauch ausdrückt, teilhaben lassen wollen.
Ich kann ihre Ängste nicht nachvollziehen - denn schon heute ist die Energieversorgung Europas - und die Deutschlands im ganz speziellen in Länder ausgelagert die höflich formuliert nicht gerade "sicher" sind. So kommen beispielsweise über 60 % der Energieimporte Europas aus Russland - bei Gas und Öl größtenteils über die sehr unsicheren Transitländer Belarus sowie Ukraine. Sie werden sich sicherlich an die alljährlichen Winterlichen Transitverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine erinnern. Somit ist Europa bereits heute "Erpressbar" - eine Diversifizierung der Energieversorgung auf Nordafrika würde Europa meines Erachtens sogar weniger Erpressbar machen als es heute bereits der Fall ist.
Hallo
Der Unterschied bei Öl/Gas ist, das man es zwischen speichern kann, was bei reinem Strom nicht möglich ist.
Die einzige (IMHO) Möglichkeit dazu sind Pump-Speicher-Kraftwerke, von denen es in Deutschland nur ein paar gibt. Und diese paar sind nicht in der Lage einen längeren Lieferengpass zu überbrücken.
Bei Öl und Gas hat man somit ein Zeitfenster in dem sich handeln lässt, bei einer Direktleitung ist das nicht gegeben.
Btw.
Europa sollte jegliche Energie die es braucht langfristig selber erzeugen.
Gruss
Rene
Und wenn sie dann noch diesen Ländern einen sicheren finaziellen Profit zusichern, werden sie wahrscheinlich wenig Probleme haben.
Hallo
Der Unterschied bei Öl/Gas ist, das man es zwischen speichern kann, was bei reinem Strom nicht möglich ist.
Die einzige (IMHO) Möglichkeit dazu sind Pump-Speicher-Kraftwerke, von denen es in Deutschland nur ein paar gibt. Und diese paar sind nicht in der Lage einen längeren Lieferengpass zu überbrücken.
Bei Öl und Gas hat man somit ein Zeitfenster in dem sich handeln lässt, bei einer Direktleitung ist das nicht gegeben.
Btw.
Europa sollte jegliche Energie die es braucht langfristig selber erzeugen.
Gruss
Rene
Und wenn sie dann noch diesen Ländern einen sicheren finaziellen Profit zusichern, werden sie wahrscheinlich wenig Probleme haben.
Hallo
Der Unterschied bei Öl/Gas ist, das man es zwischen speichern kann, was bei reinem Strom nicht möglich ist.
Die einzige (IMHO) Möglichkeit dazu sind Pump-Speicher-Kraftwerke, von denen es in Deutschland nur ein paar gibt. Und diese paar sind nicht in der Lage einen längeren Lieferengpass zu überbrücken.
Bei Öl und Gas hat man somit ein Zeitfenster in dem sich handeln lässt, bei einer Direktleitung ist das nicht gegeben.
Btw.
Europa sollte jegliche Energie die es braucht langfristig selber erzeugen.
Gruss
Rene
Rohstoffarmut und High-Know-Level kennzeichnen die BRD. Wir sind Anlagenlieferant für die Welt und müssen Vorpródukte auch weltweit einkaufen.
Wir können nur durch Risikominimierung auf unsere Standortsituation reagieren. Immer wieder die Russen ins Spiel zu bringen, als unsichere Kantonisten, ist langfristig schädlich und entspricht auch nicht dem Ziel,.die strategische Partneschaft auszubauen.
Der andere Aspekt des Artikels unsere Probleme mit dem Energiemangel in Afrika in Zusammenhang zu stellen, ist löblich, bringt aber nichts für unsere eigene Risikominimierung.
_______________________________________________________
Die Aufklärung darf kein leerer Wahn werden in einer Zeit der Anmaßungen.
Das Projekt ist technisch ausgereift und zuerst würde der Strombedarf der Staaten gesichert sein müssen, in dem die Anlagen stehen! Aber über eine Kreditfinanzierung ist es nicht zu machen. Da würde man die dreifache Summe zahlen. Entweder in einem neuen Geldsystem wo der Zins keine Wirkung mehr hat oder über eine laufende Stromsteuer wäre dies möglich. Die wichtigsten Stromnetze würden im ersten Schritt zurück gekauft werden, danach Vergesellschaftet und neu und Moderner ausgebaut (Gleichstromtechnik) - wenn dann die Vernetzung Südeuropa erreicht hat, können diese Anlagen in Afrika gebaut werden. Die Netze müssen dann bis Norwegen reichen um die Wasserstauwerke als Energiespeicher nutzen zu können! Die Unsicherheit ist gar nicht gegeben - die Interessen der Länder überschneiden sich.
Russland hat auch zu allen Zeiten gas geliefert auch wenn es einige Politiker anders darstellen.
... so sehr ich mir ein anderes Geldsystem wünsche, ist es trotzdem nicht ganz so einfach. Klar, die Zinsen würden das Projekt enorm verteuern, andererseits tun sie das nur oberhalb der Inflationsrate. Ist die bei 5% die Zinsen aber bei 4,5% dann kommt man damit sogar günstiger als ursprünglich gedacht. Haben wir dagegen Depression und eine negative Inflation, würde das Projekt wegen Unfinanzierbarkeit sterben.
Es ist nicht möglich, die Profitabilität eines solchen komplexen Großprojektes genau vorherzusagen. Dazu braucht es immer auch Optimismus und guten Willen, sonst passiert gar nichts. Im übrigen kann zumindest auch ein Teil des Geldes privates Kapital sein (Anleihen, Aktien,...) die nicht sofort verzinst werden müssten.
... so sehr ich mir ein anderes Geldsystem wünsche, ist es trotzdem nicht ganz so einfach. Klar, die Zinsen würden das Projekt enorm verteuern, andererseits tun sie das nur oberhalb der Inflationsrate. Ist die bei 5% die Zinsen aber bei 4,5% dann kommt man damit sogar günstiger als ursprünglich gedacht. Haben wir dagegen Depression und eine negative Inflation, würde das Projekt wegen Unfinanzierbarkeit sterben.
Es ist nicht möglich, die Profitabilität eines solchen komplexen Großprojektes genau vorherzusagen. Dazu braucht es immer auch Optimismus und guten Willen, sonst passiert gar nichts. Im übrigen kann zumindest auch ein Teil des Geldes privates Kapital sein (Anleihen, Aktien,...) die nicht sofort verzinst werden müssten.
... wohl auch dieser Artikel. Es ist durchaus sinnvoll, darüber nachzudenken wer und in welcher Weise in den afrikanischen Staaten profitiert. Der Aufbau eines Gesundheits/Schul/Stromnetzes wird z.B. wohl eher weniger den Hass auf sich ziehen, als wenn pauschale Abgaben direkt auf das Schweizer Konto eines Diktators gehen. Wie das bei Öl/Gold/Diamanten übrigens Gang und Gäbe ist.
Absolute Sicherheit gibts jetzt nicht und wirds auch in Zukunft nicht geben, man kann nur das Risiko minimieren. Klar man kann auch alles in Deutschland machen nur ist da das Preis/Leistungsverhältnis vermutlich wesentlich schlechter. Die Sahara hat unglaublich viel Potential und die Anrainerstaaten sind derzeit nicht in der Lage es zu nutzen.
Aber sprechen wir doch mal die offensichtliche Tatsache an: Desertec will keinen Saharastrom, sonst hätten sie nicht 2050 anvisiert, obwohl die gesamte Technik mehr oder weniger entwickelt ist. In einer Wirtschaft, in der bereits eine Projektzeit von 10 Jahren als überdurchschnittlich lang bezeichnet werden kann, bedeutet das nicht's weiter als das Kalkül: "...sehen wir mal ob wir das ausreichend gefördert bekommen, immerhin graben wir der Konkurrenz damit erstmal das Wasser ab..." dafür spricht auch die Tatsache, dass der Initiator Gregor Czisch jetzt arbeitslos ist, anstatt an führender Stelle mitzuentwickeln.
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