Schleswig-Holstein Stegner, der Alleinunterhalter
Die SPD in Schleswig-Holstein hat Ralf Stegner zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl gekürt. Ihr größtes Problem im Wahlkampf: Außer Stegner hat sie kaum geeignetes Personal.
Was wird aus der SPD? Diese Frage stellt sich nicht nur für die Sozialdemokraten auf Bundesebene, sondern auch im Speziellen für die Genossen in Schleswig-Holstein. Die sind nach dem Bruch der Großen Koalition nur noch Oppositionskraft und müssen am 27. September befürchten, für mindestens fünf weitere Jahre im gestalterischen Abseits zu landen – nach 21 Jahren an der Regierung.
Die aktuellen Umfragewerte um 23 Prozent lassen für die Sozialdemokraten nichts Gutes erahnen. Trotzdem klammert sich die Partei an ihrem Landesvorsitzenden, Fraktionschef und Spitzenkandidaten für den Landtagswahlgang Ralf Stegner, mit dem man bereits bei den Kommunal- (2008) und Europawahlen zwei Pleiten erlebte. Auf dem zweitägigen Wahlparteitag am Freitag und Samstag in Lübeck geht es für ihn um Rückendeckung für einen von ihm angekündigten polarisierenden Wahlkampf.
Immerhin: Mit 92 von 103 abgegebenen Stimmen wurde er am Freitagabend zum Herausforderer von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und somit zum Spitzenkandidaten für die schleswig-holsteinische SPD gewählt.
Der Partei könnte zum Verhängnis werden, dass sie nur auf Stegner, den früheren Pfälzer, reduziert wird. Es vergeht kaum eine Talkrunde oder ein journalistischer Gesprächswunsch, für den der in seiner Partei links verortete Stegner nicht zum SPD-Alleinunterhalter wird. Zweite Reihe: Fehlanzeige.
Der Mangel an personellen Alternativen für die Landespolitik ist dem Zögling des früheren Landesvorsitzenden Günther Jansen dabei gar nicht so unrecht, kann er dadurch doch stets auch seine Kritiker hinter sich bringen. Stegners Scharfzüngigkeit hat ihm im Land zwischen den Meeren zwar einen großen Bekanntheitsgrad eingebracht, nicht aber eine breite Beliebtheit.
Hat die CDU nach der Barschel-Affäre etwa vier Wahlperioden gebraucht, sich von ihren alten Zöpfen zu verabschieden, ist die personelle Erneuerung in der SPD zuletzt stecken geblieben. Die erfolgreiche Generation um die beiden Ex-Ministerpräsidenten Björn Engholm und Heide Simonis sowie um Günther Jansen, Claus Möller und Gert Börnsen hat mit Stegner nur einen einzigen mit charismatischem Talent ausgestatteten Vorzeigenachfolger hervorgebracht. Weitere potenzielle Anwärter wie etwa Sönke Rix oder Jörn Thießen haben sich für ein Bundestagsmandat entschieden oder üben sich wie der stellvertretende Landesvorsitzende Andreas Breitner in bescheidener Zurückhaltung.
Ein anderer Hoffnungsträger hat sich zunächst für eine andere Lebensplanung entschieden: Torsten Albig. Mit ihm hatte die SPD das letzte Mal Grund zum Feiern, als er im März Angelika Volquartz (CDU) überraschend im ersten Wahlgang mit fast elf Prozent Vorsprung den Oberbürgermeisterposten in Kiel abjagte. Auch er erkennt die Personalklemme in seiner Partei: „Uns fehlt da fast eine ganze Generation“, meint dies aber nicht nur auf die Landesebene bezogen.
- Datum 31.07.2009 - 20:23 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Nach der Klassenlogik gehören endlich die Christdemokraten in die Opposition!!!
Was sollen sie in der Regierung, wenn endlich gerecht verteilt und bei den
Vermögenden die Reparaturkosten kassiert werden !!
was soll die CDU in der Regierung, wenn sie nicht in der Lage ist, einen Lügner
und Betrüger des Parlaments in die Wüste zu schicken!
Vielleicht sollte Carstensen einfach nochmals in den Konfirmandenunterricht, um als
Christ die 10 Gebote zu lernen
8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Ist das nicht dieser Mensch, dem seine eigene Fraktion -1 erst kürzlich das Mißtrauen aussprach?
Und dem soll jetzt das Wahlvolk vertrauen?
TS Ts Ts
Ist das nicht dieser Mensch, dem seine eigene Fraktion -1 erst kürzlich das Mißtrauen aussprach?
Und dem soll jetzt das Wahlvolk vertrauen?
TS Ts Ts
geworden, die Herr Carstensen entlassen hat? Die hatte doch sogar Herr Carstensen bis zum Tag ihrer Entlasslung und sogar in seiner Rede zur Vertrauensfrage noch gelobt? Sind die gestorben?
Schwarz / gelb für Bundestag und Bundesrat im Herbst, wird unter anderem auch in diesem Artikel, wenn auch dezent, vorbereitet und unterstützt. Die Kampagne gegen Frau Schmidt hat perfekt von diesem interessanten Thema abgelenkt.
Aber dieses Thema scheint ja die Menschen nicht zu interessieren. Dies finde ich sehr bedauerlich, weil im Fall Neuwahl in Schleswig Holstein kann man richtig dabei zuschauen, wie es funktioniert.
Was erwartet ihr eigentlich? Ich geb dem Mann ja ungern recht, aber wenn Lafontaine sagt, dass die Medien in Deutschland im Wesentlichen von zwei handvoll Familienclans besessen werden, in deren Interesse es nicht gerade ist, linke Politik zu unterstützen, dann stimmt das doch nunmal; mit der Ausnahme einer genossenschaftlich organisierten Zeitung, die auch nur noch durch Titelseiten auf sich aufmerksam macht, und der von den Großparteien gesteuerten öffentlich-rechtlichen Medien...
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"Wer zu sagen wagt, »außerhalb der Kirche gibt es kein Heil«, muss aus dem Staat verjagt werden." Jean-Jacques Rousseau
unserer Printmedien, tut es mir nicht leid um das Zeitungssterben.
Zitat: "Namhafte, national oder regional meinungsbildende
Medien bilden einen der größten Schwerpunkte innerhalb der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck."
Das Selbstverständnis, das man "meinungsbildend" tätig ist, spricht für sich. Der Duden beschreibt "meinungsbildend" mit "auf das Entstehen einer bestimmten Meinung der Öffentlichkeit Einfluss habend."
Das fängt schon mit der Auswahl der "berichtenswerten" Nachrichten an und endet damit, dass man in der Vorschau auf einen Prozeß im Iran, diesen in der Überschrift als Schauprozeß bezeichnet, obwohl das Gericht noch keine Minute getagt hat.
Ist das nicht dieser Mensch, dem seine eigene Fraktion -1 erst kürzlich das Mißtrauen aussprach?
Und dem soll jetzt das Wahlvolk vertrauen?
TS Ts Ts
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