Abkommen mit den USA "China braucht Hilfe im Klimaschutz"

Die Industrieländer müssen China darin unterstützen, sauberer zu wirtschaften - und ihre eigenen Pflichten endlich ernst nehmen, sagt Klimaexpertin Jennifer Morgan

ZEIT ONLINE: China und die USA wollen künftig in der Klimapolitik enger zusammenarbeiten. Die Regierungen beider Länder haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Was genau wurde beschlossen?

Jennifer Morgan: Das Ziel ist der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, die wenig fossile Energie verbraucht, aber dennoch wächst. Die gemeinsame Erklärung thematisiert die Energieeffizienz, erneuerbare Energien, die Möglichkeiten der Kohlendioxidspeicherung im Erdboden (CCS), den Verkehr. In der Praxis geht es um technologische Zusammenarbeit,
Kooperation in Forschung und Entwicklung.

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ZEIT ONLINE: Ist das nicht alles noch sehr vage?

Morgan: Bislang ist es nur ein Rahmenvertrag. Details stehen noch nicht fest, man weiß zum Beispiel nicht, welche Projekte genau geplant sind. Aber beide Parteien arbeiten intensiv daran. Im November wird in Peking ein weiterer US-China-Gipfel stattfinden, bis dahin soll Konkreteres feststehen.

ZEIT ONLINE: Wie bedeutsam ist das Abkommen für die internationalen klimapolitischen Verhandlungen im Vorfeld des Kopenhagener Gipfels?

Morgan: Sehr wichtig. Zunächst geht es darum, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Erstmals arbeiten China und die USA in Klimafragen detailliert zusammen. Man konnte sehen, dass beiden ihre gewichtige Rolle bei den Verhandlungen um ein internationales Klimaregime bewusst ist. Sie wollen wirklich zusammenarbeiten.

ZEIT ONLINE: China weigert sich aber bislang doch, verbindliche Klimaziele zu akzeptieren und sieht zunächst die Industriestaaten in der Pflicht. Wie kann da eine gemeinsame Linie gefunden werden?

Leser-Kommentare
  1. Nicht China braucht die USA, sondern die USA brauchen China. Schließlich soll China weiterhin fleißig US-Staatsanleihen aufkaufen.

    China dachte bereits laut darüber nach, ob es sich von seinen Dollarreserven trennen soll, weil die USA keine Garantien für die Dollarstabilität geben kann.

    http://www.youtube.com/wa...

    Obama sagte, er setzte auf "Kooperation, nicht Konfrontation" mit China. Dann würden die beiden Nationen die Geschichte des 21. Jahrhunderts wesentlich bestimmen.

    Diese Sätze müßten EUROPA und DEUTSCHLAND aufhorchen lassen. Übersetzt heißt das doch, dass sich Europa und auch Deutschland noch sehr bei Kriegseinsätzen der USA einschmeicheln können, China und Indien werden von den USA immer den Vortritt haben. Die USA haben noch nie aus Freundschaft gehandelt, sondern nur und ausschließlich aus wirtschaftlichen Interessen.

    Außerdem will sich die USA dafür einsetzen, dass China eine größere Rolle bei IWF und Weltbank bekommt. Beim letzten G20-Treffen fragte Indien abfällig, was Spanien eigentlich an diesem Tisch verloren habe und schon beim nächsten Treffen, wird anstatt Spanien die Türkei oder Indonesien am Tisch sitzen.

    Wir sollten den Tatsachen in die Augen blicken. Europa hat wirtschaftlich und geopolitisch ausgedient. Zum wirtschaftlichen Überleben der USA sind wir irrelevant.

    Merkel und die gesamte deutsche Politik setzt auf eine Macht, die uns schon lange abgeschrieben hat. Für die USA ist Europa nur noch als billiges Militärreservar wichtig.

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    Hier gehts um Machtpolitik und nicht um das laecherliche Maerchen der CO2 Reduzierung. In China sterben mehr Menschen durch den Staat als durch die erhoehte CO2 Belastung. Amerika hat sich mit diesem Schulterschluss die Kugel selbst in den Kopf gejagt. Als jahrzehntelanger Kaempfer gegen die Kommunisten hat Obahma mit diesem Schritt saemtliche Ideale, saemtliche Errungenschaften der USA im letzten Jahrhundert zugrunde gerichtet.
    Von Europa will man nur das Know How, die Entscheidungen wer in Zukunft Einfluss in der Welt hat ist schon gefallen. Fuer alle Laender die unter chinesischer Weltherrschaft stehen bedeutet es Abschied vom Menschenrecht, der Religionsfreiheit, der Rechtsstaatlichkeit und der Meinungsfreiheit zu nehmen. Den Sklavenzustand hat ja unsere eigene Regierung schon durch Hartz IV eingefuehrt.

    Hier gehts um Machtpolitik und nicht um das laecherliche Maerchen der CO2 Reduzierung. In China sterben mehr Menschen durch den Staat als durch die erhoehte CO2 Belastung. Amerika hat sich mit diesem Schulterschluss die Kugel selbst in den Kopf gejagt. Als jahrzehntelanger Kaempfer gegen die Kommunisten hat Obahma mit diesem Schritt saemtliche Ideale, saemtliche Errungenschaften der USA im letzten Jahrhundert zugrunde gerichtet.
    Von Europa will man nur das Know How, die Entscheidungen wer in Zukunft Einfluss in der Welt hat ist schon gefallen. Fuer alle Laender die unter chinesischer Weltherrschaft stehen bedeutet es Abschied vom Menschenrecht, der Religionsfreiheit, der Rechtsstaatlichkeit und der Meinungsfreiheit zu nehmen. Den Sklavenzustand hat ja unsere eigene Regierung schon durch Hartz IV eingefuehrt.

  2. Hier gehts um Machtpolitik und nicht um das laecherliche Maerchen der CO2 Reduzierung. In China sterben mehr Menschen durch den Staat als durch die erhoehte CO2 Belastung. Amerika hat sich mit diesem Schulterschluss die Kugel selbst in den Kopf gejagt. Als jahrzehntelanger Kaempfer gegen die Kommunisten hat Obahma mit diesem Schritt saemtliche Ideale, saemtliche Errungenschaften der USA im letzten Jahrhundert zugrunde gerichtet.
    Von Europa will man nur das Know How, die Entscheidungen wer in Zukunft Einfluss in der Welt hat ist schon gefallen. Fuer alle Laender die unter chinesischer Weltherrschaft stehen bedeutet es Abschied vom Menschenrecht, der Religionsfreiheit, der Rechtsstaatlichkeit und der Meinungsfreiheit zu nehmen. Den Sklavenzustand hat ja unsere eigene Regierung schon durch Hartz IV eingefuehrt.

  3. Da haben sich ja die richtigen getroffen. Genau jene, die eigentlich nicht vorhaben, wirklich tiefgreifende Änderungen vorzunehmen, sondern auf Zeit zu spielen. In gewissem Maß die Öfffentlichkeit zu täuschen. China hat schon längst entschieden, zumindest bis 2020 vom derzeitigen Weg nicht abzugehen. Dazu paßt folgende Meldung, die im Jänner 2009 über die Agenturen kam:

    "China setzt auch in den kommenden Jahren weiter stark auf Kohle als Energielieferant. Die Regierung will die Förderung bis 2015 um 30 Prozent steigern.

    Das entspreche pro Jahr mehr als 3,3 Mrd. Tonnen, sagte der Chefplaner des Land- und Rohstoffministeriums, Hu Cunzhi, in Peking. 2007 habe China 2,54 Mrd. Tonne produziert."

    Um diese 3.3 Milliarden Tonnen vorstellbar zu machen. Es entspricht rund 9 Millionen Tonnen Kohle, die pro Tag, die verbrannt werden. Ein täglich mehr als 2000km langer Eisenbahnzug beladen mit Kohle.

    Realistisch besehen wird eine CO2 Reduktion viel eher mit der schwindenden Verfügbarkeit von Öl, Kohle und Gas einhergehen als mit all den Maßnahmen, die vielleicht beschlossen, nicht eingehalten und im Endeffekt sich als technisch undurchführbar oder zu kostspielig erweisen werden wie zum Beispiel CCS - Carbon Capture and Storage. Das alles aus Sicht der kapitalistischen Wachtumsideologie.

    Das System selbst ist das Problem. Es ist verleichbar einem riesigen Ponzischema, auch Pyramidenspiel genannt. Alle heutigen Mitspieler sind in gewisser Weise mit Madoff vergleichbar. Ein Ponzischema generiert aktuelle Profite mit dem Geld der neu zu findenden und sich beteiligenden Telnehmer. Die Anzahl der Teilnehmer muß deshalb exponentiell wachsen. Ähnlich das kapitalistische Wirtschaftssystem. Es generiert heutige Profite mit den Ressourcen und auf Kosten einer gesunden Umwelt zukünftiger Generationen. Aber wie jedes Ponzischema wird auch dieses platzen. Schon in diesem Jahrhundert wird es an neuem billigen Ressourceninput zu mangeln beginnen, die (verdeckten) Kosten für Umweltschäden werden weiter steigen.

    Die Natur zeigt es vor. Nachhaltige Kreislaufwirtschaft ist die einzige Wirtschaftsform, die dauerhaft überleben kann. Nur sind in ihr Profite zum Leidwesen unserer gierigen Kapitalisten nicht vorgesehen. Die Kreislaufwirtschaft ist mehr oder weniger ein Nullsummenspiel.

  4. Dann wenn klar ist was wirklich gespielt wird. Die Amerikaner werden einen bankrotten Haushalt haben, da die chinesische Regierung ihre Dollars abwirft.
    Ein guter Artikel darueber berichtet was auf dem Spiel steht. Den grossen Fehler den alle hier machen ist es den Chinesen zu vertrauen, wobei wir doch wissen das wir selbst den Amerikanern nicht trauen koennen.

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    • joG
    • 31.10.2009 um 11:57 Uhr

    ...den Amerikanern nicht trauen koennen."

    Da brauchen wir nicht so weit in die Welt hinaus. Wenn ich die Aussagen der Politiker in Inland betrachte, fällt mir auf, dass die Rentenlüge nicht die einzige Unwahrheit war. Sagen Sie also besser: "Wobei wir wissen, dass wir den eigenen Politikern nicht trauen können."

    • joG
    • 31.10.2009 um 11:57 Uhr

    ...den Amerikanern nicht trauen koennen."

    Da brauchen wir nicht so weit in die Welt hinaus. Wenn ich die Aussagen der Politiker in Inland betrachte, fällt mir auf, dass die Rentenlüge nicht die einzige Unwahrheit war. Sagen Sie also besser: "Wobei wir wissen, dass wir den eigenen Politikern nicht trauen können."

    • joG
    • 31.10.2009 um 11:57 Uhr

    ...den Amerikanern nicht trauen koennen."

    Da brauchen wir nicht so weit in die Welt hinaus. Wenn ich die Aussagen der Politiker in Inland betrachte, fällt mir auf, dass die Rentenlüge nicht die einzige Unwahrheit war. Sagen Sie also besser: "Wobei wir wissen, dass wir den eigenen Politikern nicht trauen können."

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