Lösegeldversicherung Lockstoff für EntführerSeite 2/2
Die Anbieter betonen, dass die Lösegeldzahlung bei Entführungspolicen gar nicht im Vordergrund stehe. Wichtiger seien vielmehr die Prävention und die Krisenberatung im Ernstfall. So sollen Unternehmen mögliche Sicherheitslecks mithilfe der erfahrenen Mitarbeiter von der Assekuranz schon vor dem Auslandsaufenthalt schließen. Angestellte werden ebenso wie Manager darin geschult, sich unauffällig zu verhalten, um sich nicht mit Rolex am Arm oder Designeranzug regelrecht als Opfer anzubieten. Wird doch einmal ein Mitarbeiter oder Manager entführt, stellen die Versicherer einen Krisenmanager bereit.
Derlei Prävention ist tatsächlich das Vernünftigste, was Kidnapping & Ransom-Policen zu bieten haben. "Vorbereitung ist kein sinnloser Popanz, sondern eine absolute Notwendigkeit für eine Reise in ein gefährliches Land", sagt Psychologin Gasch. Selbst wenn manche Arbeitnehmer das nicht immer zu schätzen wüssten. Die beste Versicherung für Firmenchefs seien denn auch nicht irgendwelche Policen, sondern vernünftige Mitarbeiter: "Ein Auslandsarbeitsplatz ist besonders für Männer oft eine Flucht ins Abenteuer. Das ist eine sehr gefährliche Motivation."
- Datum 31.07.2009 - 20:08 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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