EU-Placet Lufthansa übernimmt Austrian Airlines
Wochenlang verhandelte Lufthansa mit der österreichischen Luftlinie AUA. Nun gaben die Wettbewerbshüter in Brüssel positive Signale. Die Kommission arbeitet bereits an einer Übernahme-Genehmigung
EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat sich entschieden, eine Genehmigung des Zusammenschlusses von Lufthansa und Austrian Airlines (AUA) vorzuschlagen. "Nach Gesprächen über die Ergebnisse des dieswöchigen Markttests hat Lufthansa neue Zugeständnisse gemacht, um die Wettbewerbsbedenken in diesem Fall auszuräumen", begründete Kroes ihre Entscheidung.
Nach der Nachbesserung der Lufthansa hat die Wettbewerbskommissarin ihre Mitarbeiter angewiesen, eine vorläufige Genehmigung mit Auflagen auszuarbeiten. Der Entwurf soll dann dem beratenden Ausschuss der 27 Mitgliedstaaten vorgelegt und eine endgültige Fassung "so bald wie möglich" den 27 EU-Kommissaren – darunter Kroes – zur Zustimmung übermittelt werden. Die Zustimmung des Kollegiums gilt als sicher.
Die EU-Kommission ist die oberste Wettbewerbsaufsicht in Europa und muss Übernahmen dieser Größenordnung genehmigen.
Die Austrian Airlines AG ist in den vergangenen Jahren trotz ständig steigender Fluggastzahlen immer weiter in die roten Zahlen geraten. Mit ihren rund 8000 Beschäftigten und den beiden Tochtergesellschaften Lauda Air und Austrian Arrows hat die rot-weiß-rote AUA bis zum Ende des ersten Quartals 2009 kurz- und langfristige Schulden von fast 2 Milliarden Euro angehäuft. Dagegen standen Ende März 184 Millionen Euro Eigenkapital.
- Datum 31.07.2009 - 19:45 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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