Konflikt Nordkorea hält südkoreanisches Fischerboot fest
Ein nordkoreanisches Militärschiff hat ein südkoreanisches Fischerboot abgeschleppt. Nun droht ein diplomatischer Konflikt
Das südkoreanische Fischerboot war mit seiner vierköpfigen Besatzung vermutlich unabsichtlich in nordkoreanische Gewässer geraten, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul berichtete.
Einem früheren Bericht wurde somit widersprochen, demnach das nordkoreanische Patrouillenboot absichtlich in südkoreanische Gewässer vorgedrungen sei, um von dort das Fischerboot zu verschleppen. Der Vorfall dürfte die ohnehin angespannten Beziehungen beider Länder dennoch belasten.
Die südkoreanischen Behörden forderten die kommunistische Regierung Nordkoreas auf, das Schiff und die Besatzung freizugeben. In einer ersten Reaktion aus Pjöngjang hieß es, man prüfe den Fall.
Der Vorfall habe sich am frühen Morgen vor der koreanischen Ostküste im japanischen Meer ereignet. Als Grund für das Abtreiben des südkoreanischen Fischerbootes in nordkoreanische Gewässer nannte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums laut Yonhap einen technischen Defekt. Vermutlich sei das Navigationssystem ausgefallen.
Zu diesem Zeitpunkt habe sich das 29-Tonnen-Schiff etwa sieben Meilen innerhalb nordkoreanischer Gewässer befunden.
Anfang Juni waren zwei US-Journalistinnen vom höchsten Gericht Nordkoreas wegen illegalen Grenzübertritts und "schwerer Verbrechen gegen die koreanische Nation" zu jeweils zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt worden.
- Datum 30.07.2009 - 08:38 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, aku
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