Umwelt-Katastrophe Ölpest breitet sich vor Norwegens Südküste aus

Nach dem Frachterunglück vor der norwegischen Küste kämpfen Spezialisten gegen ausgelaufenes Öl. Umweltaktivisten sehen das Vogelschutzgebiet Lille Såstein bedroht

Dieselöl von einem unfallbeschädigten Frachter bedroht immer größere Teile von Norwegens Südküste. Einsatzkräfte der Küstenwacht versuchten, besonders gefährdete Küstenstreifen und von Seevögeln bewohnte Inseln zu schützen.

Gleichzeitig lief weiter Öl aus dem leckgeschlagenen Frachter Full City aus. Noch sei unklar, wie viel der 1100 Tonnen Öl an Bord durch den stark beschädigten Rumpf ins Meer gelangen werde, sagte ein Behördensprecher dem Rundfunksender NRK. Die Bedrohung durch das Öl sei allerdings "sehr ernst".

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Der Frachter Full City war in der Nacht zum Freitag vor der Küste nahe der Stadt Langesund auf Grund gelaufenen. Ausgelöst hatte das Unglück ein Maschinenstopp. Bis auf eine sechsköpfige Notbesatzung wurden alle Seeleute in Sicherheit gebracht.

Vertreter des Naturschutzbundes in Oslo kritisierten, dass die Ölsperren viel zu spät ausgelegt worden seien. Von der Küstenwacht hieß es, zunächst hätten die 23 chinesischen Besatzungsmitglieder in Sicherheit gebracht werden müssen, danach sei die Arbeit durch den Sturm über dem Skagerrak behindert worden.

Nach Angaben der Umweltorganisation WWF ereignete sich das Unglück mitten im Vogelschutzgebiet Lille Såstein. Umweltschützer befürchten, dass das Öl sich bei ungünstigen Wind- und Strömungsverhältnissen an der Südküste Norwegens zwischen den Städten Larvik nahe der Einfahrt zum Oslofjord und dem knapp 200 Kilometer entfernten Kristiansand ausbreiten könnte.

Die Suche nach den sechs vermissten Besatzungsmitgliedern des zweiten gesunkenen norwegischen Frachters wurde fortgesetzt. Während das Schiff Langeland in mehr als 100 Metern Tiefe geortet werden konnte, blieb die Suche nach den russischen und ukrainischen Seeleuten ergebnislos.

 
Leser-Kommentare
    • Zapp54
    • 01.08.2009 um 14:27 Uhr

    1000 ALTE/UmweltSchädliche Frachter (unter ausl. Flagge) versiffen tgl. die Meere, NUR, um Cash zu machen......UNFASSBAR !!
    Wo bleibt eigentlich da der weltweite UmweltSchutz ??
    Es wird doch angeblich laufend verhandelt.

    Jetzt stehn die Dreckschleudern überall LEER rum und warten seit Monaten auf Fracht; hoffentlich brechen die mal OHNE Öl auseinander.

    Eine kaum wahrgenommene Grössenordnung von Überkapazitäten, die auch noch sehr gefährlich ist (Alte Schiffe, kaum Personal, besoffene Kapitäne usw.)

    Was sagen unsere Hamburger Reeder eigentlich dazu ?
    Oder gehören denen die meisten Kähne, dann wär ja alles klar.....!!

    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." (Karl Valentin)

    • Olly66
    • 01.08.2009 um 16:15 Uhr

    War der Frachter doppelwandig?
    Natürlich nicht.

    Kostenersparnis bringt Profite - die Zeche blechen die andern.

    Wann fliegt uns der erste Schrottmeiler à la Krümmel um die Ohren, nachdem eine Koalition aus Merkel, Hohlfelder und Vattenfall die Laufzeitverlängerung ad infinitum erwirkt haben?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Zapp54
    • 01.08.2009 um 17:52 Uhr

    an allen Ecken und Kanten - es geht NUR um Kohle und sonst NIXX.

    Mal gespannt, wann se die Nordsee versiffen mit ihrem Schrott - siehe Gorleben - siehe Krümmel - siehe Tagebau im Osten usw.

    In Bälde werden die Pole noch ausgebeutet - welch geile Aussichten......*!

    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." (Karl Valentin)

    • Zapp54
    • 01.08.2009 um 17:52 Uhr

    an allen Ecken und Kanten - es geht NUR um Kohle und sonst NIXX.

    Mal gespannt, wann se die Nordsee versiffen mit ihrem Schrott - siehe Gorleben - siehe Krümmel - siehe Tagebau im Osten usw.

    In Bälde werden die Pole noch ausgebeutet - welch geile Aussichten......*!

    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." (Karl Valentin)

    • Zapp54
    • 01.08.2009 um 17:52 Uhr

    an allen Ecken und Kanten - es geht NUR um Kohle und sonst NIXX.

    Mal gespannt, wann se die Nordsee versiffen mit ihrem Schrott - siehe Gorleben - siehe Krümmel - siehe Tagebau im Osten usw.

    In Bälde werden die Pole noch ausgebeutet - welch geile Aussichten......*!

    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." (Karl Valentin)

  1. Nein, auch bei allem Üblen und Verantwortungslosen, was geschieht, und ange"sichts" dessen man sich so machtlos und hilflos fühlt bisweilen, wird man doch mit steter Beharrlichkeit an seine Wortwahl erinnert (hier bisher noch nicht geschehen - aber ich vermisse es irgendwie ... ;-)

    • Crest
    • 03.08.2009 um 10:24 Uhr

    (to whom it my concern)

    Wenn man es mit Idealisten (vulgo Weltverbesserern) zu tun hat, sollte man mildernde Umstände zugestehen, sollte man insbesondere die sprunghaften (besser: etwas undisziplinierten) Assoziationen eines Schiffsunglücks mit einem Kernkraftwerk nachsehen und die weißen Ritter in ihrem ewigen Kampf für das Gute (besser: gegen das Böse) ihrem Schicksal überlassen (besser: nicht stören).

    Es hat dann auch wenig Sinn darauf hinzuweisen, dass "Doppelwandigkeit" von Schiffen eine Kategorie für Öltanker und nicht so sehr für normale Frachter ist.

    Also - was tun? Das Ganze spielerisch sportlich sehen und den Einsatz ein klein wenig erhöhen.

    Vielleicht mit folgender Frage: Was beunruhigt Sie so?

    Erdöl ist doch ein reines Naturprodukt. Ist zwar meistens unter der Erde, kommt aber manchmal auch von alleine an die Oberfläche (auch ohne Bohrungen). Die Natur hats geschaffen, die Natur wird auch wieder damit fertig werden.

    Allerherzlichst Crest

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, bm
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  • Schlagworte Ölpest | Oslo | Norwegen | Fossile Energie | Sucht
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