Hansa Stavanger Politiker kritisieren Lösegeldzahlung an PiratenSeite 2/2

Die vier Monate in der Gewalt der Piraten seien eine "schier unerträglich lange Zeit" für die Besatzungsmitglieder und deren Angehörige gewesen. "Keiner von uns vermag sich vorzustellen, welche unzumutbare seelische Belastung das gewesen ist", sagte Leonhardt. Piraten hatten die Hansa Stavanger am 4. April rund 650 Kilometer von der somalischen Küste entfernt in ihre Gewalt gebracht. Bei den fünf Deutschen an Bord handelt es sich um zwei Auszubildende, einen Offizier und den Kapitän.

Zeitweise war die Lage an Bord höchst dramatisch. "Wir haben kein Wasser, kein Essen, keine Medikamente", berichtete der Kapitän nach Angaben des Nachrichtenmagazins Der Spiegel bereits Ende Juli. "Wir können nicht mehr", schrieb er in einer E-Mail.

Ein Sprecher der EU-Operation Atalanta sagte am Dienstag, es bestehe zwar keine akute Gefahr für Leib und Leben, die psychische Belastung habe jedoch Spuren hinterlassen. Den Besatzungsmitgliedern des deutschen Containerschiffs gehe es den Umständen entsprechend gut.

Nachdem die Seeräuber das Schiff am Montagabend verlassen hatten, habe der Frachter zunächst Kurs auf die in der Nähe wartende Fregatte Rheinland-Pfalz genommen, teilte der Kapitän der Hansa Stavanger mit. "Seit 20.45 Uhr befand sich neben der Fregatte Rheinland-Pfalz auch die Fregatte Brandenburg vor Ort", heißt es auf der Website der Bundeswehr am Dienstag weiter. Unmittelbar nach Abzug der Piraten hätten die Kriegsschiffe Soldaten auf den Frachter geschickt, die medizinische Versorgung anboten und Lebensmittel brachten. "Alle Besatzungsmitglieder wurden untersucht und sind wohlauf. Es gibt keine Verletzten und keine medizinische Notlage."

Wegen starken Muschelbefalls, der sich während der langen Liegezeit gebildet habe, komme die Hansa Stavanger Richtung Mombasa nur langsam voran, sagte ein Sprecher des Ostafrikanischen Seefahrerprogramms der Deutschen Presse-Agentur dpa in Nairobi. Deswegen werde der Frachter frühestens Donnerstagabend, vermutlich aber erst am Freitag in der kenianischen Hafenstadt eintreffen. Nach Angaben von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier werden die Besatzungsmitglieder nach der Ankunft in Mombasa in ihre Heimatländer ausgeflogen.

 
Leser-Kommentare
    • zetti
    • 05.08.2009 um 8:10 Uhr

    Die Politikerkaste vertrottelt zusehends. Die "Scheckbuchdiplomatie" sorgt immerhin dafür, daß es die Geiseln überleben.

    Was tut der gemeine Politiker für dieses Ziel? Was für eine "Diplomatie" bietet er als Alternative?

    Labern bis die Sonne untergeht? Militärisch Drohungen, die mehr dem Balzverhalten von Erdmännchen gleichen und ähnlich wirkungsvoll sind?

    Was soll also mit diesem nachträglichen Gemotze von Personen, die nachträglich aus den Löchern gekrochen kommen, mehr erreicht werden als Stimmenfang?
    Zetti

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    Irgentwelche Lobbisten, die sonst (wohl nicht mal zuhause) nix zu sagen haben, ( und die vielleicht mal idealistische Vorstellung gehabt haben.. ganz ehrlich, warum wird man sonst Politiker, ausser man zielt absichtlich auf die Kohle- und Abzocknummer? ) kommen regelmässig aus ihren Spiesserhöhlen geschleimt, wenn irgentetwas nicht "konform" oder "vernünftig" ist. Bla... es interessiert mich nicht, worüber ihr euch empört, weil: IHR HABT KEINE AHNUNG VOM LEBEN
    IHR habt Steuerzahler-bezahlte Autos, die ihr euch klauen lasst, wisst nicht, wie teuer das Leben ist/durch euch wurde, undurchsichtige Kostenabrechnungen, und KEINE SKRUPEL, 1-2 Jahre vor den Wahlen NIX mehr zu machen, nachdem ihr 1-2 Jahre nach den Wahlen NIX gemacht habt

    Es ist mir egal, wie ihr euch empört - Ihr seid wie die Losverkäufer aufm Dom:
    Laut, überflüssig, schlecht gekleidet, auffällig hässlich und nur weil ihr zufällig ein vegetatives Nervensystem und ein Sprachzentrum habt, lassen wir auch euch Maden euern Spielplatz, da hier in unserem Land ja niemand was dafür kann, wie seine Kindheit war, egal, wie monstös die Taten später auch sein mögen.. Vergesst das nicht, wenn ihr wieder einmal glaubt, auf anderen Themen, von denen ihr keinen Plan habt, herumzuspeicheln zu müssen.

    Komm, geht wieder zu euern Bankern und lasst euch da weiter erzählen, wie ihr euern Job zu machen habt und lasst andere Leute, die zumindest versuchen, eigenständig Dinge zu ändern, in Ruhe.

    Irgentwelche Lobbisten, die sonst (wohl nicht mal zuhause) nix zu sagen haben, ( und die vielleicht mal idealistische Vorstellung gehabt haben.. ganz ehrlich, warum wird man sonst Politiker, ausser man zielt absichtlich auf die Kohle- und Abzocknummer? ) kommen regelmässig aus ihren Spiesserhöhlen geschleimt, wenn irgentetwas nicht "konform" oder "vernünftig" ist. Bla... es interessiert mich nicht, worüber ihr euch empört, weil: IHR HABT KEINE AHNUNG VOM LEBEN
    IHR habt Steuerzahler-bezahlte Autos, die ihr euch klauen lasst, wisst nicht, wie teuer das Leben ist/durch euch wurde, undurchsichtige Kostenabrechnungen, und KEINE SKRUPEL, 1-2 Jahre vor den Wahlen NIX mehr zu machen, nachdem ihr 1-2 Jahre nach den Wahlen NIX gemacht habt

    Es ist mir egal, wie ihr euch empört - Ihr seid wie die Losverkäufer aufm Dom:
    Laut, überflüssig, schlecht gekleidet, auffällig hässlich und nur weil ihr zufällig ein vegetatives Nervensystem und ein Sprachzentrum habt, lassen wir auch euch Maden euern Spielplatz, da hier in unserem Land ja niemand was dafür kann, wie seine Kindheit war, egal, wie monstös die Taten später auch sein mögen.. Vergesst das nicht, wenn ihr wieder einmal glaubt, auf anderen Themen, von denen ihr keinen Plan habt, herumzuspeicheln zu müssen.

    Komm, geht wieder zu euern Bankern und lasst euch da weiter erzählen, wie ihr euern Job zu machen habt und lasst andere Leute, die zumindest versuchen, eigenständig Dinge zu ändern, in Ruhe.

    • Chali
    • 05.08.2009 um 8:26 Uhr

    Ists nicht so?

    Lechzt das somalische Volk nicht nach Demokratie und Meinungsfreiheit und Schulen für Mädchen? Häh? Wie!

    Sicher würde sich doch auch da eine Pipeline bauen lassen!

    - - - - - - - - -


    "Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
    A Fish called Wanda

  1. ...hoffentlich zahlen es wenigstens die Reedereien. Ab wieviel Unkosten (steigende Versicherungsgebühren) zahlt sich denn eine konsequente Haltung aus?
    denn das Leiden der Besatzungen scheint ja de facto keine kalkulierbare Grösse darzustellen, allem Betroffenheits-blabla zum Hohn.
    Piraterie ist mit radikalen Mitteln und einer konsequenten Haltung auszumerzen. Das wurde vor Malaysia durch internationale Kooperation gezeigt. Es muss nur gewollt sein.

  2. Was wuerden unsere ach so schlauen Politiker denn als Alternative vorschlagen? Die Crew in Somalia verrotten lassen, als abschreckendes Beispiel?
    Typisch Politiker: Selbst NICHTS auf die Reihe bekommen, aber wenn jemand anderes handelt und dabei auch mal nen Fehler macht, sind sie die ersten die schreien: "FALSCH, ICH haette das ganz anders gemacht!"

    Glauben die ernsthaft, die Firmenleitung ist so bloed, und weiss nicht, dass dieses Vorgehen langfristig die Gefahr verschaerft? Wenn man aber keine gangbare Alternative hat, muss man eben auch mal Fliegen fressen.

  3. Es ist jämmerlich bis erbärmlich, wie Politik und Militär in der Frage der Piraterie im Indischen Ozean gehandelt haben. Zwar können Lösegeldzahlungen Leben und Eigentum der Besitzer sichern, aber auf Dauer wird das Problem nur noch vergrößert. Da fahren nun zig Kriegsschiffe in das betroffene Gebiet, aber die Bedrohung durch die Piraten ist bisher nicht eingedämmt worden. Und warum ist das so? Weil politische und militärische Führung zu feige sind, notwendige harte Maßnahmen anzuordnen und durchzusetzen!
    Was bedeutet dies konkret? Es bedeutet, die Piraten und ihre Stützpunkte massiv zu bekämpfen und zwar mit Waffengewalt. Warum gelingt hochtechnisierten Armeen nicht, was ein Pompeius einst im Mittelmeer schaffte - und das unter viel schwierigeren Bedingungen? Er räumte innerhalb von drei Monaten (!!!) mit der Piratengefahr im Mittelmeer auf. Gut, dieser Vergleich mag hinken, aber...wenn die beteiligten Mächte wollten, könnten sie die Piratengefahr vor der Küste Somalias, davon bin ich überzeugt, minimieren oder ganz ausschalten. Aber dazu müssten sie Gewalt anwenden und davor hat man Angst, insbesondere unsere Regierung. Die Erbärmlichkeit, mit der sich Verteidigungsminister Jung davor drückte, die Deutsche Marine in den "Kampf" gegen die Piraten zu schicken, mit der falschen Begründung, das Völkerrecht gebe das nicht her und es müsse erst eine entsprechende Rechtsgrundlage hergestellt werden für eine solche Aktion, ist kaum mehr zu toppen. Nein, in Wirklichkeit haben die Politiker Angst, schießen zu lassen. DAS ist das Problem. Wir dürfen nicht lange diskutieren, nicht versuchen, die Piraten mühsam gefangenzunehmen, sondern kurzerhand die Sprache sprechen, die die Piraten am besten verstehen. Und das so massiv, dass sich diese Verbrecher nicht mehr aus ihren Löchern an der Küste, die es ebenfalls auszuräuchern gilt, heraustrauen. Die Piraten müssen verstehen lernen, dass es sie den Kopf kosten kann, wenn sie Handelsschiffe angreifen. Aber was passiert in der Realität? Es wird bezahlt, und Herr Steinmeier zeigt sich im Anschluss darüber erleichtert, dass alles "gut" ausgegangen ist. Und welche Folgen hat das? In der Ostsee fängt es jetzt auch schon an mit Piratenüberfällen. Es gab Zeiten, da hätte sich eine deutsche Regierung nicht von Piratenbanden auf der Nase herumtanzen lassen...

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    Was spricht dagegen, Piraten auf den Meeresgrund zu schiessen?
    Da, wo sowas passiert, ist ein Menschenleben ganz sicher etwas weniger wert als hier - und ich meine nicht mal den Wert eines Piraten - die haben keine Skrupel, den verweichlichten Europäern, ne Kugel zu verpassen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen..
    Daher: baut doch ein fach ne Gatling-Gun an jede Seite eines Schiffes auf, und wer sich auf freier See auf unter 200m nähert,und sich nicht zu erkennen gibt, wird abgeschossen...

    Oh ja, jetzt kommt wieder:"..aber was ist mit den Flüchtlingsschiffen..bla..Menschenrechte..Kindheitstrauma..blabla"

    Den Leuten, die jetzt wieder so anfangen, den wünsche ich eine 90-tägige Geiselnahme im Bug eines rostigen Dampfers, gefangengehalten von notgeilen, stinkenden Piraten auf Khat mit einer AK47 als Argumentationsverstärkung

    Militärs führen einen Auftrag aus, den sie von der Politik bekommen. Wenn sich die Politik darauf einigt, dass angreifende Piraten sofort (scharf) beschossen werden können, wird die Marine das wahrscheinlich auch tun. Nur möchte kein Politiker das verantworten. So wie die Piratenabwehr derzeit funktioniert (Beschreibung in der Zeit) wäre es besser, bewaffnete (zum Selbstschutz) Frachter einzusetzen, die Obst und Care-Pakete verteilen.

    Was spricht dagegen, Piraten auf den Meeresgrund zu schiessen?
    Da, wo sowas passiert, ist ein Menschenleben ganz sicher etwas weniger wert als hier - und ich meine nicht mal den Wert eines Piraten - die haben keine Skrupel, den verweichlichten Europäern, ne Kugel zu verpassen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen..
    Daher: baut doch ein fach ne Gatling-Gun an jede Seite eines Schiffes auf, und wer sich auf freier See auf unter 200m nähert,und sich nicht zu erkennen gibt, wird abgeschossen...

    Oh ja, jetzt kommt wieder:"..aber was ist mit den Flüchtlingsschiffen..bla..Menschenrechte..Kindheitstrauma..blabla"

    Den Leuten, die jetzt wieder so anfangen, den wünsche ich eine 90-tägige Geiselnahme im Bug eines rostigen Dampfers, gefangengehalten von notgeilen, stinkenden Piraten auf Khat mit einer AK47 als Argumentationsverstärkung

    Militärs führen einen Auftrag aus, den sie von der Politik bekommen. Wenn sich die Politik darauf einigt, dass angreifende Piraten sofort (scharf) beschossen werden können, wird die Marine das wahrscheinlich auch tun. Nur möchte kein Politiker das verantworten. So wie die Piratenabwehr derzeit funktioniert (Beschreibung in der Zeit) wäre es besser, bewaffnete (zum Selbstschutz) Frachter einzusetzen, die Obst und Care-Pakete verteilen.

  4. Tja, sowas kommt davon wenn man zig Kriegsschiffe runterschickt und ihnen dann keine Erlaubnis zum kämpfen gibt.
    Piraterie darf sich nicht bezahlt machen und dementsprechend darf gar kein Lösegeld mehr gezahlt werden, und gewaltsame Befreiungen sollten an der Tagesordnung sein .... sobald sich rumspricht das es kein Geld mehr , sondern ausschliesslich Kugeln und Marschflugkörper gibt wird sich dies ändern, vorher nicht

  5. Irgentwelche Lobbisten, die sonst (wohl nicht mal zuhause) nix zu sagen haben, ( und die vielleicht mal idealistische Vorstellung gehabt haben.. ganz ehrlich, warum wird man sonst Politiker, ausser man zielt absichtlich auf die Kohle- und Abzocknummer? ) kommen regelmässig aus ihren Spiesserhöhlen geschleimt, wenn irgentetwas nicht "konform" oder "vernünftig" ist. Bla... es interessiert mich nicht, worüber ihr euch empört, weil: IHR HABT KEINE AHNUNG VOM LEBEN
    IHR habt Steuerzahler-bezahlte Autos, die ihr euch klauen lasst, wisst nicht, wie teuer das Leben ist/durch euch wurde, undurchsichtige Kostenabrechnungen, und KEINE SKRUPEL, 1-2 Jahre vor den Wahlen NIX mehr zu machen, nachdem ihr 1-2 Jahre nach den Wahlen NIX gemacht habt

    Es ist mir egal, wie ihr euch empört - Ihr seid wie die Losverkäufer aufm Dom:
    Laut, überflüssig, schlecht gekleidet, auffällig hässlich und nur weil ihr zufällig ein vegetatives Nervensystem und ein Sprachzentrum habt, lassen wir auch euch Maden euern Spielplatz, da hier in unserem Land ja niemand was dafür kann, wie seine Kindheit war, egal, wie monstös die Taten später auch sein mögen.. Vergesst das nicht, wenn ihr wieder einmal glaubt, auf anderen Themen, von denen ihr keinen Plan habt, herumzuspeicheln zu müssen.

    Komm, geht wieder zu euern Bankern und lasst euch da weiter erzählen, wie ihr euern Job zu machen habt und lasst andere Leute, die zumindest versuchen, eigenständig Dinge zu ändern, in Ruhe.

    Antwort auf "Die Politikerkaste"
  6. Was spricht dagegen, Piraten auf den Meeresgrund zu schiessen?
    Da, wo sowas passiert, ist ein Menschenleben ganz sicher etwas weniger wert als hier - und ich meine nicht mal den Wert eines Piraten - die haben keine Skrupel, den verweichlichten Europäern, ne Kugel zu verpassen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen..
    Daher: baut doch ein fach ne Gatling-Gun an jede Seite eines Schiffes auf, und wer sich auf freier See auf unter 200m nähert,und sich nicht zu erkennen gibt, wird abgeschossen...

    Oh ja, jetzt kommt wieder:"..aber was ist mit den Flüchtlingsschiffen..bla..Menschenrechte..Kindheitstrauma..blabla"

    Den Leuten, die jetzt wieder so anfangen, den wünsche ich eine 90-tägige Geiselnahme im Bug eines rostigen Dampfers, gefangengehalten von notgeilen, stinkenden Piraten auf Khat mit einer AK47 als Argumentationsverstärkung

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