Schweinegrippe Tamiflu nicht auf eigene Faust nehmenSeite 2/2
Bislang wurden bei den Viren, die im Robert-Koch-Institut (RKI) untersucht wurden, keine solchen Veränderungen gefunden. Bei der Weltgesundheitsorganisation werden die Meldungen über Resistenzen gegen Tamiflu bisher noch als Einzelfälle gehandelt. Sie traten in Kanada, Japan, Hong Kong und Dänemark auf. Dass jetzt aus den USA weitere Meldungen kommen, sei aber nicht wirklich überraschend, sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.
Sie rät weiterhin, Oseltamivir auf jeden Fall nur nach ärztlicher Verordnung einzunehmen. Dafür muss der Hausarzt nicht auf das Ergebnis des genauen molekularbiologischen Tests warten, sondern wird sich nach den Symptomen, der Vorgeschichte – etwa einer Spanienreise – und dem Ergebnis des Schnelltests richten. Wer die Mittel zu kurz oder in zu geringer Dosierung nimmt, schadet möglicherweise auch anderen. Denn so wird es den Erregern erleichtert, Resistenzen zu bilden. Solche Viren könnten besonders für chronisch kranke, ältere und geschwächte Menschen gefährlich werden.
Einen häuslichen Tamiflu-Vorrat anzulegen ist nach Ansicht der Experten schon deshalb nicht sinnvoll, weil die Bundesländer dem Nationalen Pandemieplan folgend Neuraminidasehemmer für 20 Prozent der Bevölkerung bereithalten, der Bund für weitere zehn Prozent.
- Datum 05.08.2009 - 09:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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