Irak 26 Menschen sterben bei Terrorattacken

Anschlagsserie mit vielen Toten: Fast zeitgleich sind vor schiitischen Moscheen in Bagdad Bomben explodiert. Hinter den Taten wird das Terrornetzwerk al-Qaida vermutet

Die Anschläge wurden während der traditionellen Freitagsgebete verübt. Wie die Polizei in Bagdad mitteilte, zündeten die Attentäter ihre Bomben binnen weniger Minuten direkt vor schiitischen Moscheen. Mehr als 20 Menschen wurden von den Bomben getötet, knapp 70 verletzt.

Beim schlimmsten Anschlag, vor einer voll besetzten Mosche im nördlichen Distrikt Schaab, riss eine Autobombe mindestens 21 Menschen in den Tod. 35 weitere wurden dort verletzt.

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"Ich gebe der irakischen Regierung und den Vertretern der Sicherheitskräfte in Bagdad die Schuld für diese Anschläge", sagte der Politiker Raad Souar, der der radikalen Bewegung des schiitischen Predigers Moktada al-Sadr nahesteht. "Der Grund für die hohe Opferzahl liegt in der mangelnden Sicherheit in Bagdad."

Iraker fürchten Zunahme der Gewalt

Im Irak wurden in den vergangenen Wochen regelmäßig Anschläge verübt, Ziel waren häufig religiöse Zusammenkünfte schiitischer Muslime. Die Attentate wurden zumeist von Kämpfern der sunnitischen Terrorgruppe al-Qaida ausgeführt, die die Schhiiten als Ketzer betrachten.

US-Vertreter gehen davon aus, dass al-Qaida und andere sunnitische Gruppierungen eine Aussöhnung der beiden Bevölkerungsgruppen torpedieren wollen. Die Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten hatten das Land in den Jahren 2006 und 2007 an den Rand eines Bürgerkriegs gebracht. Im Irak leben derzeit etwa 63 Prozent Schiiten und 35 Prozent Sunniten.

Auch viele Iraker befürchten, dass die Gewalt in ihrem Land steigt – insbesondere im Hinblick auf die für Januar geplanten Parlamentswahlen. Die US-Kampftruppen waren vor einem Monat aus den urbanen Zentren abgezogen wurden.
 

 
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