CDU-Plakat-Kampagne Am Busen der KanzlerinSeite 2/2

Die kurzen Botschaften und das klare Design seien positiv, sagt Brettschneider. "Denn die Menschen schauen ein Plakat im Durchschnitt nur 2,5 Sekunden an." Dabei blickten sie zuerst auf den Menschen, dann auf das größte Wort. Die sind bei der CDU orange hervorgehoben und fallen besonders deutlich auf. "Die Plakate sind eindeutig, es gibt keine verwirrenden Details", sagt Brettschneider. Sie alle haben eine "einheitliche Erzählung: die Kompetenz und Kraft für Deutschland".

Familienministerin Ursula von der Leyen

Familienministerin Ursula von der Leyen

Dass Angela Merkel in der aktuellen Kampagne nur eine Nebenrolle spielt, überrascht ihn nicht: Die Kanzlerin werde in der Schlussphase prominent präsentiert, wenn das Interesse der Menschen an der Wahl am größten ist und die TV-Duelle stattfinden.

Laut Pofalla wird Merkel aber noch in einer anderen Funktion in den Wahlkampf eingreifen. Er kündigte an, dass die CDU-Vorsitzende als "Umweltkanzlerin" das Ressort vertreten werde, das derzeit SPD-Minister Sigmar Gabriel besetzt. Das Thema Gesundheit bleibt in der CDU unbesetzt. Auf diesem Gebiet habe die Partei jüngst mit der Gesundheitsreform gute Arbeit geleistet, sagte Pofalla. Hier sei deshalb nicht viel Arbeit nötig.

Dass sich die CDU für den Wahlkampf zweier Vertreter ihrer Schwesterpartei bediene, sei nichts ungewöhnliches, sagte Pofalla. Die CSU würde in Bayern auch mit Angela Merkel werben. Dass die CDU nicht auf Karl-Theodor zu Guttenberg verzichten möchte, ist einleuchtend: Er ist noch vor Angela Merkel der beliebteste Politiker in Deutschland. Auch er soll dafür sorgen, dass CDU und CSU gemeinsam das Ziel "40 Prozent plus X" erreichen. In den vergangenen Wochen lagen die Umfragewerte der Union laut ZDF-Politbarometer bei 36 Prozent.

Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg

Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg

Zurückhaltend gibt sich die CDU beim Thema Arbeit. Im Gegensatz zu Steinmeiers erklärtem Ziel der Vollbeschäftigung plakatiert die CDU nur "Arbeit sichern". Pofalla sagte, seine Partei stehe zum Ziel der Vollbeschäftigung, aber angesichts der Krise könne man keine "unhaltbaren Versprechen" abgeben.

Vera Lengsfeld muss für ihre Aktion viel Kritik einstecken: Auf ihrer Internetseite hagelt es Beschimpfungen. User fragten sie, ob sie "völlig verrückt" geworden sei. "Ein bisschen gutbürgerlicher Sexismus tut jedem Wahlergebnis gut", schrieb ein anderer. Den Sexismus-Vorwurf kommentiert Lengsfeld eher belustigt. "Was ist sexistisch an zwei Frauen im Abendkleid? Das fällt doch auf den Betrachter selbst zurück."

 
Leser-Kommentare
  1. Wenn jemand vor 20 Jahren gesagt hätte dass man eines Tages in Kneipen nicht mehr Rauchen darf, gegen das Grundgesetz mittels eines "Lissabon-Vertrags" geputscht wird, die Deutschen vor allem und jedem unsichtbaren Angst haben (CO2, Terror, usw), eine der stabilsten Währungen der Erde gegen einen obskuren Währungskorb getauscht wird (€) und mit dem Dekolté von Angela Merkel (!!!) Wahlkampf betrieben wird, dann hätte man ihn postwendend einem Psychologen zugeführt. Kann sich noch jemand an die MAD-Hefte erinnern? Irgendwie kann einem die Republik als eine Episode daraus vorkommen.

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    so sehe ich das auch!

    .

    Wurde das Plakat etwa doch von Don Martin gezeichnet?

    Sie wissen schon:
    zönk!
    warg!
    zwappada!
    schlöchz!

    so sehe ich das auch!

    .

    Wurde das Plakat etwa doch von Don Martin gezeichnet?

    Sie wissen schon:
    zönk!
    warg!
    zwappada!
    schlöchz!

  2. ...es ist einfach nur peinlich für mich als Frau, von solchen Auswüchsen belästigt zu werden. Tut mir Leid, aber da passen Kopf und Dekolleté meiner Meinung nach nicht zusammen. Vom Rest ganz zu schweigen. Das bezieht sich nicht auf die Fülle, sondern auf die Ausstrahlung der beiden Damen.

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    • useuro
    • 10.08.2009 um 22:53 Uhr

    Husch-husch ins Körbchen, Frau "soauchnicht", egal bei welcher Körbchengröße. Ihre Kritik an Super-Angie ist ja dermaßen hausbacken-säuerlich, dass Sie nicht unbedingt über die Ausstrahlung anderer Frauen befinden sollten. Der Mensch liebt die Erheiterung und sucht sie ohne Weiterung:
    http://
    www.unserneuerchat.gtchat...

    • useuro
    • 10.08.2009 um 22:53 Uhr

    Husch-husch ins Körbchen, Frau "soauchnicht", egal bei welcher Körbchengröße. Ihre Kritik an Super-Angie ist ja dermaßen hausbacken-säuerlich, dass Sie nicht unbedingt über die Ausstrahlung anderer Frauen befinden sollten. Der Mensch liebt die Erheiterung und sucht sie ohne Weiterung:
    http://
    www.unserneuerchat.gtchat...

  3. Ich kann sehen was sie damit sagen will, aber wählen würde ich die CDU deshalb trotzdem nicht.:-)

  4. da hat die "ZEIT" sich noch den Kopf zerbrochen, wie es um die Postfeministinnen bestellt ist.

    Und ausgerechnet heute schlägt ne ehemalige Bürgerrechtlerin (nicht nur) mit ihren sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmalen als Wahlkampfwaffe zu.

    Ist denn auf Niemanden im Politzirkus mehr Verlass?

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    • keox
    • 10.08.2009 um 22:19 Uhr

    Das ist wirklich vom Feinsten.

    Lassen wir die Damen mal außen vor, da schweigt des Sängers Höflichkeit, aber die Idee ist faszinierend.

    Wird sicher lustig, wenn Steinmeier, Guttenberg, Müntefering, besonders auch Westerwelle, kurz: alle diese Wirtschaftsdienstleister sich ein paar Jährchen zurückversetzen, und uns in der damaligen Tracht der Söldner/Landsknechte präsentiert werden:

    Mit praller, bunt verzierter Schamkapsel.

    Wenn dann die csu den Kampf um die sattesten Gesäße eröffnet, dann hat der Urnenpöbel wenigsten einmal was zu lachen.

    Wer mehr auf Inhalte achtet kommt aber auch nicht zu kurz:

    "In Krisenzeiten wünschen sich die Wähler Sicherheit, Kompetenz und Zuversicht", sagte Brettschneider ZEIT ONLINE.

    Das Thema Sicherheit wird gleich doppelt repräsentiert: Verteidigungsminister Fanz Josef Jung und Innenminister Wolfgang Schäuble zeigen durch ernste Mienen die Wichtigkeit ihres Anliegens.

    Die Zuversicht wird verkörpert von den Ministerinnen von der Leyen und Aigner sowie von Minister zu Guttenberg – alle lächeln."

    Nur eines hab ich nicht verstanden:

    "...sie ist auf kleinen Plakaten, die an Laternenpfählen hängen.."

    Seit wann hängt man Plakate an Laternenpfähle?

    • keox
    • 10.08.2009 um 22:19 Uhr

    Das ist wirklich vom Feinsten.

    Lassen wir die Damen mal außen vor, da schweigt des Sängers Höflichkeit, aber die Idee ist faszinierend.

    Wird sicher lustig, wenn Steinmeier, Guttenberg, Müntefering, besonders auch Westerwelle, kurz: alle diese Wirtschaftsdienstleister sich ein paar Jährchen zurückversetzen, und uns in der damaligen Tracht der Söldner/Landsknechte präsentiert werden:

    Mit praller, bunt verzierter Schamkapsel.

    Wenn dann die csu den Kampf um die sattesten Gesäße eröffnet, dann hat der Urnenpöbel wenigsten einmal was zu lachen.

    Wer mehr auf Inhalte achtet kommt aber auch nicht zu kurz:

    "In Krisenzeiten wünschen sich die Wähler Sicherheit, Kompetenz und Zuversicht", sagte Brettschneider ZEIT ONLINE.

    Das Thema Sicherheit wird gleich doppelt repräsentiert: Verteidigungsminister Fanz Josef Jung und Innenminister Wolfgang Schäuble zeigen durch ernste Mienen die Wichtigkeit ihres Anliegens.

    Die Zuversicht wird verkörpert von den Ministerinnen von der Leyen und Aigner sowie von Minister zu Guttenberg – alle lächeln."

    Nur eines hab ich nicht verstanden:

    "...sie ist auf kleinen Plakaten, die an Laternenpfählen hängen.."

    Seit wann hängt man Plakate an Laternenpfähle?

  5. an PRALINE für Arme und Nichtwähler und liegt zwar über der Gürtellinie der Damen aber auch irgendwie weit darunter. Wie wärs denn mit einer Nabelschau von allen zur Wahl aufgestellten Damen, um zu zeigen, wer da mehr oder weniger zu bieten hat?! Nicht, dass mich das besonders interessiert, aber es wäre die logische Folge dieser Art des Selbstverkaufes.

  6. So helfe mir doch einer...

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    • ibm
    • 11.08.2009 um 8:13 Uhr

    Da bleibt Ihnen mancher unschöner Anblick erspart.

    • ibm
    • 11.08.2009 um 8:13 Uhr

    Da bleibt Ihnen mancher unschöner Anblick erspart.

  7. Antwort auf "ICH BIN BLIIIIIIIIND"
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    Dafür geben Sie endlich zu dass Camilla Parker Bowles ein Scherzname ist.

    Dafür geben Sie endlich zu dass Camilla Parker Bowles ein Scherzname ist.

    • me135
    • 10.08.2009 um 21:17 Uhr

    Hauptsache der Name des Politikers und der Partei wird irgendwie positiv "aufgeladen". Das ganze nennt sich evaluative Konditionierung und wird seit Jahren erfolgreich in allen möglichen Bereichen angewandt, besonders gerne mit sexuellen Reizen.

    Dazu kommt hier noch, dass die Kampagne frech und witzig ist (mehr oder weniger jedenfalls), was dazu führen könnte, dass der Name besser abrufbar ist, wenn es dann darum geht, sein Kreuzchen zu machen. Was leicht abrufbar ist, wird auch positiver bewertet. Die eigentliche Quelle dieser subjektiven Bekanntheit kann bis dahin auch schon wieder vergessen worden sein, so dass der positive Effekt auch dann auftreten kann, wenn das Plakat ursprünglich unangenehm aufgefallen war.

    Vor diesem theoretischen Hintergrund könnte ich mir sogar vorstellen, dass die Kampagne funktioniert, aber das wird sich dann ja zeigen.

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