HindukuschPakistans Taliban-Chef bei US-Angriff getötet

Der Führer der pakistanischen Taliban ist tot. Nach Angaben der radikalen Islamisten ist Baitullah Mehsud durch einen US-Angriff nahe der afghanischen Grenze umgekommen von asc

Das Haus von Mehsuds Schwiegervater nach dem Drohnenangriff: Der Talibanführer und seine Frau kamen ums Leben

Das Haus von Mehsuds Schwiegervater nach dem Drohnenangriff: Der Talibanführer und seine Frau kamen ums Leben  |  © Muhammad Kashif/AFP/Getty Images

Nach Angaben der Taliban ist Baitullah Mehsud bereits am vergangenen Mittwoch bei dem Angriff im Stammesgebiet Süd-Waziristan getötet worden. Der Chef der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP), der Taliban-Bewegung Pakistans, sei beerdigt worden. Sein Nachfolger sei bereits ernannt worden. Der Name werde nach dem Freitagsgebet bekannt gegeben.

Mehsud ist den Angaben zufolge Opfer eines Raketenbeschusses durch eine US-Drohne - eines unbemannten Flugzeugs - am vergangenen Mittwoch. Der pakistanische Innenminister sagte, neben Mehsud seien eine seiner Ehefrauen, sein Schwager sowie sieben seiner Leibwächter getötet worden.

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Die Beerdigung habe noch am gleichen Tag stattgefunden, sagte ein Anführer der Taliban und enger Weggefährte Baitullah Mehsuds. Zwei Geheimdienstmitarbeiter, die anonym bleiben wollten, sagten, sie hätten mit Zeugen gesprochen, die an Mehsuds Beerdigung teilgenommen hätten.

Mehsud galt als wichtigster Staatsfeind der pakistanischen Regierung. Ihm wird unter anderem der Mord an Ex-Premierministerin Benazir Bhutto zur Last gelegt. Mehsud hatte allerdings eine Beteiligung an der Tat bestritten. Seine Anhänger haben zahlreiche Anschläge in Pakistan verübt. So wird ihnen der Sprengstoffanschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad im Herbst vergangenen Jahres zugeschrieben, bei dem mehr als 50 Menschen getötet worden waren, darunter mehrere Ausländer.

Die US-Regierung hatte fünf Millionen Dollar (rund 3,5 Millionen Euro) Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung Mehsuds führen. Die USA verfolgten ihn, weil er auf der afghanischen Seite der Grenze Angriffe auf US-Truppen ausgeführt habe. Die pakistanische Regierung hatte außerdem 50 Millionen Rupien (gut 600.000 Dollar) Kopfgeld ausgelobt.

Die TTP ist eine Dachorganisation von gut einem Dutzend militanter Gruppen in Pakistan. Die Taliban waren in den vergangenen Monaten bereits durch die Offensive des pakistanischen Militärs gegen die Aufständischen im nordpakistanischen Swat-Tal geschwächt worden.

 

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Leserkommentare
  1. normaleweise ist es eine Frage weniger MINUTEN, bis nach Erscheinen irgendeines Artikel, der in irgendeiner Art und Weise mit den USA zu tun hat, einer der berufslinken Forenschreiber sich zu Wort meldet und das Gegenteil behauptet. Der Artikel hier steht nun schon seit über einer halben Stunde und es meldet sich keiner. Warum erklärt mir keiner, dass Mehsud einer der GUTEN war und die USA mal wieder böse, böse gehandelt haben!?

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    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

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    Gut in Ihrem Sinne wird man nicht durch Abstammung oder Herkunft. Gut wird bzw. ist man, wenn man sich gut verhält. Wegbomben von Menschen gehört nicht dazu.
    Es zeugt im Übrigen von fehlender Überzeugung von der Kraft der eigenen Argumente, wenn man Gegenmeinungen bereits vorab diffamiert.

  2. Gut in Ihrem Sinne wird man nicht durch Abstammung oder Herkunft. Gut wird bzw. ist man, wenn man sich gut verhält. Wegbomben von Menschen gehört nicht dazu.
    Es zeugt im Übrigen von fehlender Überzeugung von der Kraft der eigenen Argumente, wenn man Gegenmeinungen bereits vorab diffamiert.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Baitullah Mehsud | Ausländer | Benazir Bhutto | Militär | Anschlag | Dollar
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