Geschichte des Geldes

Galerie der Kostbarkeiten

© Hulton Archive/Getty Images

Reich wie Krösus. Um 600 vor Christus herrschte der sagenhafte König über den Stadtstaat Sardes, der auf dem Gebiet der heutigen Türkei liegt. Das kleine Königreich erwarb seinen Ruhm nicht durch Eroberungskriege, auch nicht durch Wissenschaft, Kunst oder Philosophie. Zur Legende wurde der Reichtum seines Regenten.

Als einer der Ersten der Welt ließ Krösus Münzen prägen. Er soll sie mit seinem Zeichen, dem brüllenden Löwen, versehen und so für ihre Reinheit und ihr Gewicht garantiert haben. Selbst ausgedacht hatte er sich das keineswegs, vielmehr hatten Krösus' Vorfahren das Münzprägen erfunden, irgendwann zwischen 640 und 630 vor Christus. Mit Hilfe der neuen Technik schufen sie kleine, standardisierte Barren aus Edelmetall mit garantiertem Wert, den sogar Analphabeten erkennen konnten. Durch diese Erfindung eröffneten sich Wirtschaft und Handel ungeahnte Möglichkeiten - das war die Grundlage für Krösus' Reichtum.

Das Bild zeigt Krösus nach seiner Gefangennahme durch Soldaten des Königs Zyrus II von Persien.

Leser-Kommentare
    • bobom
    • 07.08.2009 um 16:16 Uhr

    nach neuesten forschungen wurden muscheln, ochsen usw. KEINESWEGS als zahlungsmittel benutzt, sondern nur als wertmaßstab. es wurden waren getauscht IM WERT VON x muscheln oder x ochsen, aber die wertmaßstäbe liefen nur selten selbst um. der restbetrag wurde nur dann aufgefüllt, wenn es nicht anders ging, und auch das hatte seine grenzen.

  1. wie man sehen kann, gibt es eine Alternative zu dem heute existierenden Geldsystem. Wer das Allgemeinwohl im Blick hat, kann an diesem System nicht unbeeindruckt vorbei gehen.

    Es ist wirklich interessant, mehr darüber zu lesen und sich seine eigenen Gedanken zu machen.

    Aber die, die wir in einigen Wochen wählen, haben anderes im Auge.
    Wenn der Wert des Geldes sich auf die Arbeitsleistung gründet die dahinter steht, dann ist nichts mehr mit Geld hamstern für sich, seine Kinder, seine Urenkel ...

    Bis vor kurzem noch, stand hinter unserem staatlichen Rentensystem die Arbeitskraft unserer arbeitsfähigen Mitbürger. Es funktionierte und würde auch weiter funktionieren. Aber an diesem System kann niemand mitverdienen, keine Bank, keine Versicherung, ... keine privaten Geldanleger.
    Und nur deshalb baut man es um.

    Die Freiheit und Gleicheit die sich das gemeine Volk im 18. Jahrhundert mit Gewalt erkämpft hat, wird von den Leuten die wir jetzt wieder wählen sollen in die Hände einiger weniger gegeben.
    Nichts ist von sich heraus gut oder schlecht. Es kommt darauf an, was Menschen daraus machen. So ist das auch mit der Demokratie oder einem Geldsystem.

  2. Es gibt eine ausgezeichnete Dokumentation, die auch auf YouTube zu finden ist: "Money Masters". Echt sehenswert.

  3. Ein Geldsystem macht einer antiken Gesellschaft Sinn, in einer Gesellschaft, die durch Knappheit an Gütern geprägt ist. Denn das Geld als Tauschmittel ermöglichte es, die knappen Ressourcen an diejenigen zu verteilen, die zu ihrer Erwirtschaftung beitrugen und das in gerechtem Maße.

    In der heutigen Welt ist diese Logik nicht mehr zeitgemäß, denn durch die immer stärkere Technologisierung der Produktionsmechanismen ist die allgemeine Produktivität dermaßen erhöht, dass es möglich ist, sehr viele Güter im Überfluss herzustellen.

    Das heutige globale Geldsystem behindert diese Entfaltung.

    Mehr dazu auf www.thezeitgeistmovement.com (insbesondere der Activist Orientation Guide)

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