Im August feiert Lissabon seine Weltensegler-Vergangenheit mit Konzerten, Ausstellungen und einem bunten Festival. Ein Stadtrundgang durch das Zeitalter der Entdeckungen
Von Winfried Schumacher
Als am Allerheiligentag des Jahres 1755 in Lissabon die Erde bebte, fiel Europas Zentrum der Weltentdecker in Schutt und Asche. Mächtige Paläste und prunkvolle Kirchen stürzten in sich zusammen. Was noch stand, wurde von einer Flutwelle überrollt oder Opfer tagelang wütender Flammen. Heute blicken die Touristen zu Füßen der Ruinen des Karmeliterklosters, eines Denkmals an die Katastrophe von damals, auf ein Meer von Dächern, Türmen und Fassaden. Kolumbus, Vasco da Gama und Magellan, die großen Seefahrer, würden Lissabon wohl kaum wiedererkennen. Doch einige der alten Stätten gibt es noch - und gerade jetzt im August, wenn die Stadt ihr farbenfrohes Festival dos Oceanos feiert und Bühnen und Ausstellungen die alten Entdecker auferstehen lassen, lohnt sich ein Spaziergang auf ihren den Spuren.
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