Auch die Stadt, die angeblich niemals schläft, kommt mal zur Ruhe: In den frühen Morgenstunden fand der Fotograf Christopher Thomas sonst belebte Ecken des "Big Apple" still vor
Von Christiane Schott
Kein Passagier, kein Kofferträger, der durch die Wandelhalle des Grand Central Terminal hastet. Noch nicht mal eine Katze schleicht über die Fifth Avenue. New York ist allein zu Haus, als seien die letzten Tage der Menschheit vergangen. Genau der richtige Augenblick für den Fotografen Christopher Thomas, Großformatkamera und Stativ zu schultern. Zur frühen Morgenstunde, vor dem ersten Erwachen, geht er an der Grenze zwischen Tag und Nacht seiner Arbeit nach. 80 Schwarz-Weiß-Fotos des geborenen Münchners präsentiert nun der Band New York Sleeps – Bilder unbelebter Stadtlandschaften, die der Tradition der Romantik verbunden sind. Das Zwielicht erzeugt eine elegische Stimmung und lässt Hudson River, Brücken und Parks zu melancholischen Stillleben erstarren.
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