Globale Beziehungen China zwischen Wachstum und Klimaschutz
Die Volksrepublik hat ein Interesse an wirksamer Klimapolitik, aber aufs Wirtschaftswachstum ist sie angewiesen. Der Westen soll ihr helfen, das Dilemma zu lösen
Chinas Sonderbotschafter für internationale Klimaverhandlungen, Yu Qingtai, formuliert sorgfältig und selbstbewusst. Das Dunkelrosa seiner Krawatte passt haargenau zum Ton der Kirschblüten auf dem Gemälde, das hinter ihm in einem hellen Konferenzraum des Außenministeriums an der Wand hängt. Ab und zu zucken Yus Mundwinkel. "Als Chinese wünsche ich mir am allermeisten, dass wir eine Deckelung für Chinas Emissionen bestimmen können", sagt er fast ein bisschen schelmisch, "je früher desto besser".
Dass der 53-jährige Diplomat mit der feinen Silberbrille diesen Wunsch nicht bedingungslos verfolgt, zeigen jedoch die wiederkehrenden Phrasen in seiner Rede. Immer wieder spricht Yu von der "historischen Verantwortung der Industrieländer" und einer "gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung". China ist bereit, sich auf internationaler Ebene für mehr Klimaschutz zu engagieren, bedeutet das – aber der Westen muss Zugeständnisse machen.
China ist der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen. Die Regierung will ihr Land nachhaltiger entwickeln, aber seine Wachstumsaussichten durch den Umweltschutz nicht zu sehr beschränken. Deshalb tut sich Peking mit relativen Vorgaben – etwa dem Ziel, die Energieeffizienz der heimischen Wirtschaft zu erhöhen – leichter als mit absoluten Emissionszielen.
Weder die Armutsbekämpfung noch die Industrieproduktion sollen in China durch die Klimapolitik eingeschränkt werden. Auch die Verheißungen des westlichen Konsumlebens will Peking gegenüber seiner Bevölkerung nicht ganz zunichte machen. Daran hängt auch die politische Stabilität. Die urbane Mittelschicht ist bis dato noch bereit, die garantierte Wahl eines eigenen Autos weiteren bürgerlichen Freiheiten vorzuziehen.
Gleichwohl hat die Volksrepublik ein eigenes Interesse daran, eine noch gravierendere Belastung der Erdatmosphäre durch Treibhausgase zu verhindern. Durch Erderwärmung und Gletscherschmelze haben Dürren im Norden sowie Regen- und Schneekatastrophen im Süden bedrohliche Ausmaße angenommen. Nur ein geringer Teil der chinesischen Landmasse ist landwirtschaftlich nutzbar, doch ihre Erträge sind wichtig für das Wohlergehen der Menschen: Die Ackerfläche Chinas macht nur neun Prozent des weltweiten Ackerlandes aus, beherbergt aber 20 Prozent der Weltbevölkerung.
So steckt Klima-Sonderbotschafter Yu Chinas Spielraum auf dem internationalen Parkett klar ab. Eine Deckelung der eigenen Emissionen hänge neben der Wirtschaftentwicklung auch von der verfügbarer Technologie sowie internationaler Kooperation ab, so der Diplomat.
China will die Industrieländer in eine historische begründete Pflicht nehmen. Zum einen sollen sie ihre CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zum Niveau von 1990 um 40 Prozent senken – die Maximalforderung des Weltklimarats. Zum anderen sei der kostengünstige Technologietransfer an Entwicklungsländer "kein Akt der Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung im Rahmen des Kyoto-Protokolls", so Yu.
- Datum 18.08.2009 - 10:39 Uhr
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- Serie Klima
- Quelle ZEIT ONLINE
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...umweltverträgliche Energieversorgung geht, sieht man am besten in einer Meldung der New York Times vom 10. Mai d.J.
Die Überschrift:
China Outpaces U.S. in Cleaner Coal-Fired Plants
Auszug:
While the United States is still debating whether to build a more efficient kind of coal-fired power plant that uses extremely hot steam, China has begun building such plants at a rate of one a month.
Construction has stalled in the United States on a new generation of low-pollution power plants that turn coal into a gas before burning it, although Energy Secretary Steven Chu said Thursday that the Obama administration might revive one power plant of this type.
Derzeit werden hierzulande auch etliche Kohlekraftwerke gebaut. Meines Wissens ist dabei kein einziges mit dieser derzeit modernsten Variante dabei.
...als den energieaufwendigen Kohlenstoffdioxidverpressungsblödsinn zu fördern.
sieht leider viel trostloser aus. Abermillionen von Menschen feuern noch selbst mit Kohle in China.
...als den energieaufwendigen Kohlenstoffdioxidverpressungsblödsinn zu fördern.
sieht leider viel trostloser aus. Abermillionen von Menschen feuern noch selbst mit Kohle in China.
...als den energieaufwendigen Kohlenstoffdioxidverpressungsblödsinn zu fördern.
sieht leider viel trostloser aus. Abermillionen von Menschen feuern noch selbst mit Kohle in China.
Die Ackerfläche Chinas macht nur neun Prozent des weltweiten Ackerlandes aus, beherbergt aber 20 Prozent der Weltbevölkerung.
Dieser Vergleich macht keinen Sinn!
Letztendlich ist die Tragfähigkeit entscheidend. Niemand rechnet die Gülleflächen in Europa aus.
Ein moderster Denkansatz würde stattdessen von einem Flächenmanagement ausgehen. Dies heisst im Klartext China verfügt über grosse Reserven im Lössbereich mit Mächtigkeiten die für die für die nächsten Jahrtausende reichen.
Wohingegen die wichtigsten Lössflächen in Deutschland noch dazu mit geringer Mächtigkeit als Baugebiet genutzt werden.
"Der Westen soll China beim Wirtschaftswachstum helfen..." Was findet denn aber derzeitig statt? Viele deutsche Firmen machen zweifelhafte Lieferverträge unter der Maßgabe, dass China die Technologie und das Knoff-Hoff gleich mit einkaufen darf. Folge: Handelsbeziehungen oder Wirtschaftsbeziehung mit China laufen nur in deren tieferer Absicht des Technologie-Klau bzw. Spionage oder als Kopierexesse ab. Letztlich lachen die uns auch noch aus - weil unsere Firmen auch noch so dumm und bereitwillig gleich die Unterlagen mit verschenken. Deutschland verliert so Stück für Stück an geistigen Kapital und Eigentum. Dann aber wundern, wenn China die deutschen Lieferungen nicht mehr braucht -"Ha Ha - können wir jetzt auch herstellen und viel billiger mit 50 Millionen Chinesen am Stück..." Unsere verkrusteten Heinis labern dann nur rum, wegen angeblich zu hoher Arbeitskosten. Nur, wenn die Konkurrenz in Fern-Ost wegen (noch) niederer Lohnkosten billiger sind - ist das nur für kurze Zeit ihres Aufschwungs. Aber unsere Patente haben Die kassiert...
[Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redation as]
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