Neonazis Der braune InvestorSeite 3/3

"Um planungssichere Veranstaltungen durchführen zu können“, wie Rieger erklärte, wollte er im niedersächsischen Melle ein ehemaliges Bahngebäude erwerben. Er hatte bereits einen Kaufvertrag für den Bahnhof abgeschlossen, verzichtete dann aber, nachdem die Gemeinde ihm harte Auflagen für den Gastronomiebetrieb gemacht hatte. Deswegen habe sich das von ihm beabsichtige Konzept nicht realisieren lassen, klagte Rieger. Der Neonazi wollte Wohnungen in dem Gebäude als Gästezimmer nutzen und einen großen Raum für Versammlungen, Tagungen und Schulungen nutzen.

Rieger suchte weiter nach passenden Immobilien. Anfang 2008 kündigte Rieger an, eine alte Mühle in Achim im Landkreis Verden kaufen zu wollen. Laut Verfassungsschutz zog er sich zurück, als Gemeinde und Landkreis entschieden, sich nicht auf ein Wettbieten einzulassen.

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Das Landhaus Gerhus will Rieger anscheinend nicht so leicht hergeben. Das Landgericht Lüneburg hat ihn zwar zur Räumung des Hotels und zur Übergabe an einen Zwangsverwalter verurteilt, doch das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und der Hamburger Neonazi-Anwalt dafür berüchtigt, dass er bis zur letzten Instanz klagt. Der Zwangsverwalter hält Riegers Pachtvertrag für sittenwidrig und strebt eine Zwangsversteigerung an.

Rechtsextreme Seiten im Internet spotten über die Behörden und die "Bundesrepublikaner“, die nun "erleichtert aufatmen könnten“, weil "ein ganz gefährliches braunes Schulungszentrum“ verhindert werden konnte. Auf der Seite der Kameradschaft "Celle 73“ schreibt der Autor "Steiner“: "Am Ende gehört uns das Ding! – und zwar in Kürze“. Steiner ist der Spitzname von Thomas Wullf. Der langjährige Weggefährte Riegers gehört ebenfalls dem Bundesvorstand der NPD an. Ihn verteidigte Rieger vor kurzem in einem Verfahren in Bayern – Wulff hatte eine Reichskriegsflagge in das Grab eines verstorbenen Altnazis gelegt.

Die Hoffnung der Faßberger Bürger, dass der braune Spuk im Landhaus bald vorrüber sei, könnte ein Wunsch bleiben. Sollte der Pachtvertrag aufgehoben werden, dann wolle Rieger bei der Zwangsversteigerung mitbieten, zitierten verschiedene Medien der Neonazi.

 
Leser-Kommentare
    • Yadgar
    • 07.08.2009 um 20:53 Uhr

    (Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank, die Redaktion /ft)

  1. ... faschistoide, totalitär ausgerichtete und menschenverachtende Gruppen und Sekten überrumpeln die schwachen Flanken kleiner Gemeinden und Dörfer und wollen sich dort auf billigem Grund und Boden festsetzen und ausbreiten.

    Nicht immer können die oft naiven Gemeinden und Politiker auf Gemeindeebene die Gefahr erkennen und abwehren. Leider.

    Die braune Brut ist ja meistens leicht zu erkennen. Schwieriger wird es bei verdeckt agierenden Eso- und ähnlichen nicht minder, unterm Strich sowieso sämtlich faschistoiden Gruppen, die vieles, aber gewiss nicht die Freiheit und Würde des Menschen im Sinn haben. Da entwickelt sich einiges, was nicht, aber auch gar nicht unterschätzt werden darf.

  2. Es gibt einmal die Ebene von Macht und Verantwortung und zum anderen die Ebene des meistens subalternen Bürgers - der einfach irgendetwas mitredet, was alle so sagen. Auf der Machtebene kommt es auf Gegengewichte zu aktiven Machtgruppen an. Und so schwer es nachvollziehbar ist, so wichtig ist es, dass von irgendeiner Seite Widerspruch kommt, wenn ganz offen Machtansprüche geäußert werden. Wenn ständig irgendwelchen internationalen Gruppen nach dem Munde geredet wird, dann darf man sein Geld gleich ans Ausland abliefern. Irgendjemand wird dann sagen müssen, dass das Geld im Lande bleiben soll oder dass nur aufgrund von Handelsverträgen Geldtransfer stattfinden soll. Vielleicht ist manchem Arbeitslosen oder Bauern bereits die eigene Machtlosigkeit aufgefallen, dass es auf seine Befindlichkeit nicht im Mindesten ankommt. Es gibt nach meiner Ansicht außer den "Rechten" oder den "Nationalen" keine Partei, deren Machtbasis national ausgerichtet ist, d.h. es steht entweder die Linke oder eine Religion dahinter. Verzichtet man auf eine regional ausgerichtete Politik, dann wird es letzten Endes nur noch um einen Konflikt der Linken und des Islams gehen, weil diese Gruppen propagandistisch alles niedermangeln, was sich bürgerlich in den Parteien der Mitte noch äußert. Aber solche Ansichten klingen ketzerisch und man fühlt sich besser, wenn man einem deutschen Rechtsanwalt etwas am Zeuge flicken kann. Im Grunde sollte auch für Minderheiten irgendwo Freiraum und Platz existieren.

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    • bivi
    • 08.08.2009 um 1:28 Uhr

    Selten so'nen verquirlten Quark gelesen!

    Im Übrigen hatte man den Vorläufern der heutigen Naziszene schon 'mal reichlich Freiraum gelassen mit dem bekannten Ergebnis.

    Es darf keinen Freiraum für solche Antidemokraten geben! Punkt!

    • bivi
    • 08.08.2009 um 1:28 Uhr

    Selten so'nen verquirlten Quark gelesen!

    Im Übrigen hatte man den Vorläufern der heutigen Naziszene schon 'mal reichlich Freiraum gelassen mit dem bekannten Ergebnis.

    Es darf keinen Freiraum für solche Antidemokraten geben! Punkt!

    • Euwie
    • 08.08.2009 um 1:17 Uhr

    Funktioniert bestimmt auch mit Türken, Moscheen, Aussiedlern, und so weiter :-)

    • bivi
    • 08.08.2009 um 1:28 Uhr

    Selten so'nen verquirlten Quark gelesen!

    Im Übrigen hatte man den Vorläufern der heutigen Naziszene schon 'mal reichlich Freiraum gelassen mit dem bekannten Ergebnis.

    Es darf keinen Freiraum für solche Antidemokraten geben! Punkt!

    Antwort auf "Verschiedene Ebenen"
  3. Ich bin mir nicht sicher, wer hier den Quark quirlt. Fakt ist, daß sich rechts wie links in der Beurteilung des hemmungslosen globalisierten Raubkapitalismus und Imperialismus einig sind. Der Unterschied ist nur, daß die Linken, oder die sich dafür halten, das bestehende System durch ein sozialistischen Globalismus marxscher Prägung ersetzen möchte, also den einen Teufel mit einem anderen Teufel austreiben möchte. Wer die Rückbesinnung auf nationale Stärke, Tugenden und als erstes die eigene Nation sieht ist in diesem Reigen nicht geliebt. Es hat schon vor dem Dritten Reich nationale Kräfte gegeben und wird sie weiter geben.

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    Inflationsfurcht, Arbeitslosigkeit, Bankenkrise, Depression, Linksradikale, Firmenbankrotte, Geldentwertung, Rechtsextreme, Straßenkämpfe, Rezession, Rentenkürzungen, Steuererhöhungen -- das alles liest sich wie eine Zeitung aus dem Jahre 1932. Wie es damals weiter ging, wissen wir bereits.

    Ein Volk, das nicht aus seiner Geschichte lernen will, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.

    Inflationsfurcht, Arbeitslosigkeit, Bankenkrise, Depression, Linksradikale, Firmenbankrotte, Geldentwertung, Rechtsextreme, Straßenkämpfe, Rezession, Rentenkürzungen, Steuererhöhungen -- das alles liest sich wie eine Zeitung aus dem Jahre 1932. Wie es damals weiter ging, wissen wir bereits.

    Ein Volk, das nicht aus seiner Geschichte lernen will, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.

  4. 7. ei...

    ...laßt sie doch. da hat man wenigstens die dreckbande auf einem haufen und kann sie überwachen.

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    aber Vorrang hat dann doch der Schutz der unschuldigen dorfbewohner vor diesen Evolutionsversagern.

    [Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank, die Redaktion /ft]
    _________________________________________________
    Lassen wir Taten folgen:
    Werden Sie Mitglied, wählen Sie die Piratenpartei.
    Für Freiheit und Demokratie.
    Denn etwas besseres als den Tod finden wir überall.

    aber Vorrang hat dann doch der Schutz der unschuldigen dorfbewohner vor diesen Evolutionsversagern.

    [Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank, die Redaktion /ft]
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  5. aber Vorrang hat dann doch der Schutz der unschuldigen dorfbewohner vor diesen Evolutionsversagern.

    [Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank, die Redaktion /ft]
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    Antwort auf "ei..."

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