Rauchen Weniger Jugendliche greifen zur Zigarette
Während exzessiver Alkoholkonsum unter Minderjährigen weit verbreitet ist, sinkt die Zahl der rauchenden Schüler. Die Mehrheit hat Angst vor Lungenkrebs
Jugendliche und Drogenkonsum, ein Thema, das fast automatisch immer neue schlechte Nachrichten erwarten lässt. Gerade erst zeigte der Krankenhausreport der Gmünder Ersatzkasse, dass immer mehr Minderjährige wegen exzessiven Alkoholtrinkens in die Notaufnahmen von Krankenhäusern eingeliefert werden. Daneben geraten die – in Maßen – positiven Nachrichten leicht aus dem Blick. Doch es gibt sie: Zum Beispiel geht seit der Jahrtausendwende der Anteil der Raucher unter den Jugendlichen erkennbar zurück.
Gesundheitswissenschaftler vom Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin haben nun in der weltweit größten Befragung untersucht, was Schüler und Schülerinnen im Alter zwischen elf und 15 Jahren eigentlich bewegt, nicht zur Zigarette zu greifen. Dazu befragten sie 780 Kölner Jugendliche der Klassen sieben bis neun aus 32 Schulklassen aller Schularten. Die Ergebnisse dieser SToP ("Sources of Tobacco for Pupils")-Studie wurden jetzt in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift (Heft 31/32) veröffentlicht.
Demnach hatten 709 der befragten Schüler noch nie geraucht oder das Rauchen bewusst wieder aufgegeben. Unter diesen Nichtrauchern waren diejenigen, die noch nie geraucht hatten, mit fast 70 Prozent eindeutig in der Mehrheit. Auf die Frage, warum sie diesem Laster nicht oder nicht mehr frönen, konnten die Jugendlichen mit einem eigenen freien Text antworten. Methodisch geschulte Fragebogenexperten bildeten aus den Antworten anschließend Kategorien.
Fast 80 Prozent der Befragten nannten gesundheitliche Gründe, ganz oben stand dabei die Angst vor Lungenkrebs. Erstaunt waren die Autoren der Studie dagegen, dass kein einziger Schüler mit dem Rauchen die Angst vor Herzinfarkt oder Schlaganfall verband. Offensichtlich "zieht" das Krebsargument bei Jugendlichen mehr. Aber auch die Antwort "Ich könnte dann nicht mehr richtig Sport machen" lasen die Gesundheitswissenschaftler bei der Mehrheit der Schüler.
Vor allem die Mädchen nannten auch ästhetische Gründe wie Angst vor gelben Zähnen und Fingernägeln oder die Aversion gegen den Geruch des Zigarettenrauchs. Positive, nicht rauchende Vorbilder in Familie und Freundeskreis wirken offensichtlich genauso stark wie negative, von denen man sich absetzen möchte. Und Gymnasiasten nennen deutlich häufiger gesundheitliche Gründe als Hauptschüler.
- Datum 11.08.2009 - 10:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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wieso sich viele Jugendliche scheinbar mehr Gedanken über gelbe Fingernägel und Zähne machen, als über die große Wahrscheinlichkeit bei einem wilden Saufgelage die Kontrolle über sich zu verlieren, nicht mehr zu wissen, was man tut und womöglich vollgekotzt und vollgepinkelt von Rettungssanitätern ins Krankenhaus gebracht werden zu müssen. Auch ist die Gefahr der Abhängigkeit beim Alkohol viel gravierender als bei der Zigarette, denn sowohl die Stärke der Sucht als auch die Folgeschäden (wie zum Beispiel der soziale Abstieg) sind um einiges größer. Interessant, dass der Reiz des einen Suchtmittels bei den jungen Leuten nachlässt, während der andere um so stärker zunimmt. Offensichtlich unterliegen auch Süchte einer Art Mode, denn seinerzeit war es cool, mit einer Fluppe in der Hand herumzustehen. Heute ist man cool, wenn man viel Alkohol verträgt. Einer Logik folgt das Ganze jedenfalls nicht. Hilft nur bedingt, zu wissen, dass unter den jede Woche im Alkoholrausch in der Notaufnahme aufgenommenen Jugendlichen immer mehr Nichtraucher sind.
Ich denke an der ganzen Sache hat sich überhaupt nichts geändert. Es war damals schon "Cool" mit einer Zigarette rumzulaufen und viel Alkohol zu vertragen und das gilt heute ebenso noch. Das einzige was sich zumindest in Deutschland daran geändert hat sind die Preise für Tabakwarem, weshalb wohl weniger darauf zurückgreifen können als damals!
Es hören ja sogar immer mehr Raucher auf aus genau diesem Grund. Wenn der Staat die Preisschraube noch etwas anziehen würde, hätten wir bald ein Rauchfreies Deutschland nur wer zahlt dann die ganzen Steuern?^^
Ich denke das Bewusstsein Jugendlicher, nicht zu rauchen, wird vor allem dadurch bestärkt, dass Rauchen mittlerweile Luxus für Jugendliche ist. Über 4€ für 17 Zigaretten und es darf nur noch außerhalb von öffentlichen Gebäuden geraucht werden. Für mich persönlich ist das zum Schreien, aber um Jugendliche vor dem Rauchen zu hindern, ist das die beste Strategie (bzw. durch Zufall verursacht). Das Rauchen Jugendlicher wird mit Sicherheit Stück für Stück zurückgehen in den nächsten Jahren, je nachdem wie schnell die Zigarettenpreise weiter ansteigen.
Jeder weiß, daß das Rauchen von Zigaretten Lungenkrebs und andere Krankheiten hervorrufen kann, doch gierige Tabakkonzerne hält dies nicht davon ab, ständig schmerzhafte Tests an Tieren durchzuführen, denn sie versuchen krampfhaft, das Gegenteil zu beweisen ! Experimentatoren schneiden den Hunden Löcher in die Luftröhre und zwingen sie, Rauch einzuatmen. Sie binden Ratten, Meerschweinchen und Affen fest, um sie so zu zwingen, den Rauch über Masken zu inhalieren. Aber diese gräßlichen Tests haben nicht den mindesten Nutzen, denn es ist eine Tatsache, daß unser Wissen darüber, wie Rauchen dem Menschen schadet, nicht aus Tierversuchen stammt ! Falls Sie also Zigaretten kaufen, tragen Sie dazu bei, die grausigen völligen unsinnigen Versuche der Tabakkonzerne an Tieren mitzufinanzieren, die selbst viel zu clever sind, jemals freiwillig zu rauchen. In Deutschland sind Tierversuche für Tabakerzeugnisse nach dem Tierschutzgesetz verboten. In den USA ist es allerdings so, daß praktisch jeder Tabakkonzern (nur mit einer Ausnahme, der Firma American Spirit), Tierversuche für Tabakerzeugnisse durchführt. Da die meisten auf dem Markt erhältlichen Zigaretten von amerikanischen Konzernen kommen, unterstützt man diese Politik indirekt mit.
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