Krankenversicherung in den USA Mit Sozialismus-Paranoia gegen Obamas ReformplanSeite 2/2
Die Skepsis gegen Obamas Pläne zur Gesundheitsreform hat in den Umfragen zugenommen. Inzwischen halten mehr Bürger das Projekt für eine „schlechte Idee“ als für eine „gute Idee“. Und die Zahl derer, die befürchten, dass die Qualität ihrer Gesundheitsversorgung sich verschlechtert, ist fast doppelt so hoch wie die Zahl derer, die sich eine Verbesserung von der Reform erhoffen.
Unübersehbar ist freilich auch, dass ein gewisser Teil der Protestler organisiert ist. Früh stellen sie sich in Gruppen in die Schlangen, die auf Einlass zu einem Townhall-Meeting warten, und reihen sich dann drinnen auch gleich bei den Saalmikrofonen auf, um die Debatte zu dominieren. In Baltimore dauerte es kürzlich 50 Minuten, ehe nach lauter ablehnenden Stimmen eine erste Befürworterin der Reform zu Wort kam. Im Internet kursieren Massen-E-Mails mit den wichtigsten Kritikpunkten, die man zur Sprache bringen soll. Dazu zählt die Behauptung, Obama wolle allen Ausländern in den USA eine kostenlose Behandlung garantieren, auch den Illegalen.
Der Präsident sieht die Gefahr, dass die Unterstützung für sein wichtigstes innenpolitisches Wahlversprechen schwindet. Er reist durchs Land, um für die Reform zu werben. Bei seinen Auftritten geht es friedlicher zu. Doch das kommentieren Medien, die den Republikanern nahestehen, mit dem Verdacht, das Publikum bei seinen Veranstaltungen sei handverlesen. Die Sommerpause in den USA nimmt einen hitzigen Verlauf.
- Datum 17.08.2009 - 10:25 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 23
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Grundsätzlich finde ich es gut, dass es seitens der Politik in den USA notwendig, den Menschen die entsprechenden Gesetze und Vorhaben nahe zu bringen. Sowas würde ich mir auch für Deutschland wünschen.
Das Problem dabei ist, dass man dafür ein Volk mit breiter Bildung benötigt. Ich habe keinen übermäßigen Einblick in das amerikanische Bildungssystem und will hier auch nicht mit Vorurteilen kommen, aber das US-Schulsystem ist nicht gerade für seine fundierte Bildungsvermittlung bekannt (mit Ausnahme der Elite-Universitäten, an denen man aber ohnehin nur als Genie oder Teil eine Geldelite ankommt). Ein gebildetes Volk würde sich zumindest nicht von solch einer dämlichen Angstmachererei blenden lassen.
Ich kann natürlich nicht selbst beurteilen, wie weit verbreitet dieser Protest tatsächlich ist - aber darf man den Medien trauen, dann sind die Gegner nicht gerade eine kleine Minderheit.
interessant ist vielmehr, daß nach all den jahren, die die us-bürger einen buh-mann hatten, den sie vorschieben konnten, sich nun zeigt, daß sie viel stärker hinter ihrem angeblich so verpönten bush standen, als man vermutet hätte.
nun haben sie keinen präsidenten mehr, der als feindbild geeignet ist, da zeigt sich dann eben auch, welche haltung die menschen haben, die die gesellschaft dieses landes ausmachen.
ich wünsche barack obama viel erfolg und glück, das wird er brauchen.
Ich lebe hier in den USA seit den letzten 24 Jahren. Ich weiss nicht warum die sich in die Hose machen. Die mit Versicherung muessen die mit keiner auffangen,deswegen haben die Kosten(ein Teil). Das ist doch auch Sozialismus !! Die amerikanische Armee wird hat " Goverment Healthcare " . Wir haben es auch und es funktioniert ganz gut.Wie wuerden sonst die Soldaten behandelt werden und ausserdem alle Senat und Congress Mitglieder profitieren davon ebenfalls (lebenlang,bizarre)!!!
Ich stimme dem Komentator zuvor ,das Schulsystem ist unter aller Sau ( ich arbeite in einem). Zum freien Denken wird nicht animiert. Ich kann nur sagen es herrscht Schizophrenie hier in Lande und viel Dummheit.
Ausserdem gehoert Medicaid (fuer die Unterbemittelten) und Medicare (fuer die ueber 65 Jahre) auch zu einem "Goverment run Healthcare", ist auch Sozialismus. Den Amerikaner zu verstehen ist auch fuer viele hier schwer.
Es muessen dann alle aelteren Amerikaner ihr Medicare aufgeben.... goverment run.. never going to happen:)
Wie kann die gerechte, gute Meinung von Obama nur von so vielen Bürgern - die natürlich durch die republikanischen Rattenfänger "manipuliert" werden - angezweifelt werden?
Hat der Autor des Artikels Probleme mit der Demokratie? Glaubt er, jede Meinung, die - bei diesem durchaus schwierigen Thema - von seiner und der Obamas abweicht, muss unlauter erworben sein?
Und seit wann ist man so zimperlich, wenn zugespitzt wird? Bei Bush, habe ich nie Artikel gesehen, die sich über Vergleiche mit Hitler etc. in irgendeiner Weise mokiert hätte.
Es ist unglaublich und nie da gewesen: die gesamte deutsche Presse verlässt die Tradition US-Präsidenten o.a. mächtige Männer mit kontroversen Argumenten anzugreifen bzw. ein wenig "des Teufels Advokat" zu spielen, wie es ein Journalist doch eigentlich auch tun sollte ... Statt dessen wird kritiklos und einseitig berichtet und Obama geradezu mythisch überhöht.
Was ist da los ...?
Das Problem ist nicht die Kritik an der Gesundheitsreform, sondern das völlig unsachliche Angreifen ebendieser. Und während eines Townhall-Meetings den Abgeordneten, der die Inhalte erklärt, nicht zu Wort kommen zu lassen und herumbrüllen zu lassen, zeugt auch nicht gerade von einem Interesse an einem konstruktiven Austausch. Zumal einige Kritiker ja nicht mal den Inhalt der Reform zu kennen scheinen - da sollten sie, statt zu brüllen, lieber mal dem Abgeordneten zuhören.
Das Problem ist nicht die Kritik an der Gesundheitsreform, sondern das völlig unsachliche Angreifen ebendieser. Und während eines Townhall-Meetings den Abgeordneten, der die Inhalte erklärt, nicht zu Wort kommen zu lassen und herumbrüllen zu lassen, zeugt auch nicht gerade von einem Interesse an einem konstruktiven Austausch. Zumal einige Kritiker ja nicht mal den Inhalt der Reform zu kennen scheinen - da sollten sie, statt zu brüllen, lieber mal dem Abgeordneten zuhören.
Amerika hat diese Maxime seit Beendigung des Buergerkrieges und dies ist auch die Meinung aller Amerikaner. Kein Praesident - und erst recht nciht Mr. OBAMA kann dies aendern. Die Freiheit der Amerikaner wurde bereits im Laufe der letzten Jahrzehnte drastisch eingeschraenkt - und wenn Sie es wissen wollen, die Deutschen haben inzwischen mehr Freiheiten. Freiheit durch die staatlichen Waelder und Fluren zu wandern, Freiheit so schnell zu fahren wie es der Verkehr und die eigenen Faehigkeiten erlauben, Freiheit zu entscheiden ob staatliche oder gesetzliche Krankenversicherung - nicht moeglich in Amerika. Jeder Amerikaner hat einen gesetzlichen Pflichtbeitrag (rund 8% des monatlichen Brutto-Einkommens) zu bezahlen, egal ob er diese Pflichtversicherung in Anspruch nimmt oder nicht. Auch Selbstaendige, die ihre Angestellten nicht in der gesetzlichen (und minderwertigen -was Medikamente, Auswahl der Aerzte und Behandlungen) Plichtversicherung, sondern in einer privaten Krankenversicherung teilfinanzieren, sind gezwungen!!! die gesetzlichen Pflichtbeitraege in Hoehe von 10% des erzielten monatlichen Brutto-Gesamtumsatzes zu bezahlen! Dies sind Fakten, die kein freiheitsliebender Amerikaner ertragen kann.
*We the People of the United States, menaced for the past 100 years by collectivist trends, must seek Revival of Our Strength by re-Educating Ourselves in the Spiritual Foundations, Principles and Ideals which are the bedrock of our Republic, the Principle and Conviction of the Sacredness of every Human Life, and in the understanding of Our Responsibilities in the care and maintenance of those Foundations. To that end is this HTML Edition presented.
* "Government is not reason, it is not eloquence, it is force; like fire, a troublesome servant and a fearful master. Never for a moment should it be left to irresponsible action." ----George Washington, speech of January 7, 1790 in the Boston Independent Chronicle, January 14, 1790
* Kein Praesident - und erst recht nciht Mr. OBAMA kann dies aendern.
Seltsam - wir Dummerchen in Europa hatten bislang geglaubt, Mr Obama sei Präsident Ihres Landes. Da sehen Sie mal, wie wenig wir hier drüben mitbekommen.
Es ist schön zu lesen, wie viel weiter Deutschland mittlerweile zu sein scheint. Daher empfehle ich jedem Amerikaner mal in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Nach Abzug aller Abgaben würde wohl jeder Amerikaner dann wieder ganz schnell zurück wollen in sein System.
Und dann wären bei den Deutschen noch die Werbespotirrtümer zu entdecken: Dienstleistung, Rechtssystem, Waffenlobby, viele freie und nicht eingeschränkte Autobahnen.
Wenn die Amerikaner so freiheitsliebend sind, warum wurde dann nicht so massiv gegen die Antiterrorgesetze protestiert?
Ich habe das Gefühl, die Illusion von Freiheit ist den Amerikanern wichtiger als wirkliche Freiheit. Kaum schränkt man den Second Amendment (Waffenbesitz) ein, sind die Grundpfeiler des Staates in Gefahr, aber wenn auf Guantánamo ein Gefangenenlager errichtet wird, ein Heimatschutzministerium gegründet wird oder ein Patriot Act verabschiedet wird, interessiert das bestenfalls eine Hand voll Intellektueller.
Ihren durchgehenden, schreienden Fettdruck hätte ich Ihren Kommentar vielleicht gelesen. Oder ist das ein technischer Fehler?
Zum Thema selbst: Ich gebe zu, ich verstehe die Amis einfach nicht. Es gibt sicher einiges, was ich mag, aber der Begriff von "Freiheit" ist schon seltsam. Eine allgemeine Krankenversicherung ist also "Sozialismus". Und was ist es, wenn Kriminelle nach dem dritten Verbrechen jahrelang eingesperrt werden (wie in Kalifornien), auch wenn das Verbrechen nur im Stehlen von Golfschlägern besteht? Vermutlich irgendwie Freiheit.
Die Kampagne die einige Fundis gegen Obama hier fahren, ist echt widerlich.
* Kein Praesident - und erst recht nciht Mr. OBAMA kann dies aendern.
Seltsam - wir Dummerchen in Europa hatten bislang geglaubt, Mr Obama sei Präsident Ihres Landes. Da sehen Sie mal, wie wenig wir hier drüben mitbekommen.
Es ist schön zu lesen, wie viel weiter Deutschland mittlerweile zu sein scheint. Daher empfehle ich jedem Amerikaner mal in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Nach Abzug aller Abgaben würde wohl jeder Amerikaner dann wieder ganz schnell zurück wollen in sein System.
Und dann wären bei den Deutschen noch die Werbespotirrtümer zu entdecken: Dienstleistung, Rechtssystem, Waffenlobby, viele freie und nicht eingeschränkte Autobahnen.
Wenn die Amerikaner so freiheitsliebend sind, warum wurde dann nicht so massiv gegen die Antiterrorgesetze protestiert?
Ich habe das Gefühl, die Illusion von Freiheit ist den Amerikanern wichtiger als wirkliche Freiheit. Kaum schränkt man den Second Amendment (Waffenbesitz) ein, sind die Grundpfeiler des Staates in Gefahr, aber wenn auf Guantánamo ein Gefangenenlager errichtet wird, ein Heimatschutzministerium gegründet wird oder ein Patriot Act verabschiedet wird, interessiert das bestenfalls eine Hand voll Intellektueller.
Ihren durchgehenden, schreienden Fettdruck hätte ich Ihren Kommentar vielleicht gelesen. Oder ist das ein technischer Fehler?
Zum Thema selbst: Ich gebe zu, ich verstehe die Amis einfach nicht. Es gibt sicher einiges, was ich mag, aber der Begriff von "Freiheit" ist schon seltsam. Eine allgemeine Krankenversicherung ist also "Sozialismus". Und was ist es, wenn Kriminelle nach dem dritten Verbrechen jahrelang eingesperrt werden (wie in Kalifornien), auch wenn das Verbrechen nur im Stehlen von Golfschlägern besteht? Vermutlich irgendwie Freiheit.
Die Kampagne die einige Fundis gegen Obama hier fahren, ist echt widerlich.
* Kein Praesident - und erst recht nciht Mr. OBAMA kann dies aendern.
Seltsam - wir Dummerchen in Europa hatten bislang geglaubt, Mr Obama sei Präsident Ihres Landes. Da sehen Sie mal, wie wenig wir hier drüben mitbekommen.
Ich kann Ihnen nur dringend raten Ihre Deutsch-Kenntnisse (Satz-Stellung, -Inhalte, -Sinn-Zusammenhang etc.) zu ueberpruefen und dann nochmals in Ruhe diesen Beitrag zu lesen - wobei Sie offensichtlich bei dem ersten Durchlesen nichts vom Inhalt erfasst haben!
Ich kann Ihnen nur dringend raten Ihre Deutsch-Kenntnisse (Satz-Stellung, -Inhalte, -Sinn-Zusammenhang etc.) zu ueberpruefen und dann nochmals in Ruhe diesen Beitrag zu lesen - wobei Sie offensichtlich bei dem ersten Durchlesen nichts vom Inhalt erfasst haben!
Kaum zu glauben, wie die Amerikaner sich vor einen Karren spannen lassen. Kaum zu glauben, dass das freie Reden so sehr gewünscht ist, aber das freie Denken kaum stattfindet. Wer auch immer sich gegen eine amerikanische Gesundheitsreform stellt, wird sicherlich selbst gut abgesichert sein oder noch nie wirklich hohe Genesungskosten verursacht haben. Ehem, was kostet noch gleich eine Chemo oder eine kleine OP in den USA?
An Obamas Stelle würde ich mich offen zeigen. Ich würde als gewählter Volksvertreter auch das Volk ganz gezielt befragen und ggf. eine Art Volksabstimmung durchführen. Irgendwie muss es möglich sein, diese gegengerichteten Gruppen zu isolieren. Denn wer nach den letzten Jahren noch nicht verstanden hat, das ausschließlich Werte Krisen vermeiden können, der sollte nicht aus dem Mantel einer Weltmacht sprechen.
Ich kann Ihnen nur dringend raten Ihre Deutsch-Kenntnisse (Satz-Stellung, -Inhalte, -Sinn-Zusammenhang etc.) zu ueberpruefen und dann nochmals in Ruhe diesen Beitrag zu lesen - wobei Sie offensichtlich bei dem ersten Durchlesen nichts vom Inhalt erfasst haben!
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