Nationalspieler Philipp Lahm
"Fußball spiele ich auch gern"
Philipp Lahm über Geld, was er der Philipp-Lahm-Stiftung gibt, sein Sommercamp für Kinder, die Chancen, gegen Aserbajdschan zu gewinnen und die Bedeutung seines Images
ZEIT ONLINE: Herr Lahm, vergangene Woche im Philipp-Lahm-Sommercamp, zwischendrin Bundesligastart, heute schon in Aserbajdschan. Ist Ihr Berufsleben stressig?
Philipp Lahm: Es geht. Wenn ich Termine für meine Stiftung habe, macht das immer Spaß, und Fußball spiele ich auch gern.
ZEIT ONLINE: Was treiben Sie in Ihrem Sommercamp?
Lahm: Es ist eine Art Ferienlager, in dem Jugendliche viel über die Themen Ernährung, Bewegung und Persönlichkeit erfahren. Es ging eine Woche, vom 2. bis zum 8. August. 40 Kinder wurden von der Münchner Caritas und vom Münchner Sozialreferat ausgewählt. Die anderen 40 Teilnahmeplätze hat ein bayerischer Radiosender verlost. Innerhalb einer Woche hatten wir mehr als 8000 Bewerber.
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ZEIT ONLINE: Wie kommen Sie auf die Idee, so etwas zu organisieren?
Lahm: Das habe ich mir gemeinsam mit meiner Stiftung überlegt. Deren Ziel ist es, Kinder und Jugendliche aus Afrika und Deutschland in den Bereichen Sport und Bildung zu fördern. Wir wollten ein Projekt in Deutschland machen und heraus kam das Sommercamp.
ZEIT ONLINE: Sie sind 25 Jahre alt, spielen für Bayern München, sind langjähriger Nationalspieler. Wieso brauchen Sie eine Stiftung? Ist ihr Leben nicht spannend genug?
Lahm: Mein Leben ist toll. Und die Stiftungsaufgaben erledige ich gerne nebenher. Ich hatte in meinem Leben viel Glück: Ich habe eine tolle Familie, Freunde und einen tollen Sport. Viele Kinder haben so etwas nicht. Im Sommercamp habe ich mit Kindern gesprochen, die kannten das Wort Urlaub nicht. In diesem Bereich etwas auf die Beine zu stellen, das macht Spaß.
ZEIT ONLINE: Und kostet Geld, oder?
Lahm: Klar, eine Stiftung braucht Stiftungskapital.
ZEIT ONLINE: Wie viel?
Lahm: Das ist jedem selbst überlassen. Ich habe zum Start 150.000 Euro gegeben. Außerdem komme ich für alle Verwaltungskosten wie etwa Flugtickets auf. Jede Spende wird bei uns eins zu eins für das jeweilige Projekt genutzt. Ich denke, wenn man so etwas macht, dann richtig. Dafür hat man selbst in der Hand, welche Projekte die Stiftung unterstützt.
- Datum 30.9.2009 - 15:22 Uhr
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- Serie Alles außer Fußball
- Quelle ZEIT ONLINE, 12.08.2009 15:34 Uhr
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ja, die Afrikaner nennen das Unghdadu!
Ne, Spaß beiseite, Urlaub ist eine ziemlich moderne Sache. Gabs Jahrtausende lang nicht und die Menschen waren trotzdem glücklich. Oder wenn sie es nicht waren, dann nicht weil sie keinen Urlaub hatten.
Vorab: Toll, dass Philipp Lahm sich für andere einsetzt! Aber mal ehrlich, mit einem Stiftungskapital von 150.000 € ist nicht viel anzufangen. Da erscheint mir der Marketingeffekt eine eigene Stiftung zu haben, doch das Wichtigste zu sein. Diese für ein Stiftungskapital absolut lächerliche Summe hätte er genau so gut Unicef, der Per Mertesacker Stiftung oder sonstwem spenden können. Als Spende wäre die Summe auch nicht lächerlich gewesen, denn dann wäre sie tatsächlich (fast) zu 100% angekommen. So fallen wieder extra Vewaltungskosten an, die er - und das ist sehr löblich - selbst übernimmt, aber die genauso gut hätten gespendet werden können. Würde es Philipp Lahm wirklich um die gute Sache an sich gehen und nicht vor allem um Selbstmarketing, hätte er das Geld einer anderen Organisation gespendet. So einzigartig ist sein Projekt dann auch nicht.
was ist das? Neid, Langeweile oder selbst mental schon bei den Bankstern angekommen, wo Geldsummen erst ab einem 7-stelligen Betrag eine Rolle spielen?
Auch wenn es sich "nur" um 150000,-- Euro handelt, läßt sich damit eine Menge anfangen, insbesondere wenn das Kapital 1zu1 umgesetzt wird und wenn anfallende Kosten extern beglichen werden. Das kann ich von keiner Spende, egal ob für UNICEF oder sonst einer Institution für mein Geld erwarten und habe auch keinen Einfluß darauf, was und wie tatsächlich gefördert oder geholfen wird.
Den Kindern ist es egal, aus welcher Motivation Veranstaltung finanziert werden. Deren Eltern sind froh (hoffe ich wenigstens) über einige kinderfreieTage und ein Erlebnis, das Sie so Ihren Kindern nicht bieten können. Auch, daß sich Lahm persönlich die Zeit nimmt, mit den Kindern beisammen zu sein, läßt sich nicht hoch genug bewerten (außer äußert mißgünstige Menschen unterstellen, der Spieler wär ein verkappter Päderast).
Zetti
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