Nationalspieler Philipp Lahm "Fußball spiele ich auch gern"Seite 2/2

ZEIT ONLINE: Man könnte Ihnen unterstellen, Sie täten all das, um Ihr gutes Image zu verbessern. Das ist schließlich wertvoll im Profisport.

Lahm: Mit solchen Fragen beschäftige ich mich nicht. Es wird immer Leute geben, die nicht gut finden, was man macht – egal, was es ist. Für mich ist das kein Problem.

ZEIT ONLINE: Wer arbeitet alles für die Philipp-Lahm-Stiftung?

Lahm: Es gibt vier Stiftungsvorstände. Mein Management unterstützt die Stiftung, meine Schwester arbeitet mit und bei allen Entscheidungen bin ich beteiligt. Alles ehrenamtlich.

ZEIT ONLINE: Wie ist es, wenn Sie unter Fußballkollegen sind. Reden Sie abends im Hotel in Baku über die nächsten Ziele Ihrer Stiftung?

Lahm: Im Fußball gibt es wenige Leute, die eine Stiftung haben. Aber hier in Baku ist zum Beispiel Per Mertesacker. Über die Per-Mertesacker-Stiftung reden wir schon. Im Sommer gab es ja auch das Benefizspiel: Die Per-Mertesacker-Stiftung gegen die Philipp-Lahm-Stiftung.

ZEIT ONLINE: Wie ist die Stimmung in Baku abseits aller Stiftungen?

Alles Außer Fußball

Alles außer Fußball ist die Kolumne von Katja Kraus, Corny Littmann, Thomas Hitzlsperger und Arne Friedrich. Alle zwei Wochen geben wir während der Bundesliga-Saison einem das Wort. Die vier sollen und wollen nicht das Tagesgeschäft kommentieren, klassische Fußballerkolumnen gibt es genug. Alles außer Fußball ist der Versuch, Fußballer Fußball als gesellschaftliches Phänomen betrachten zu lassen. Littmann, Hitzlsperger, Friedrich und Kraus wollen ihre Meinung sagen, beispielsweise zu den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das zusammenhängen kann.

ALS E-BOOK KAUFEN

Die Gespräche mit Philipp Lahm, Thomas Hitzlsperger, Andreas Beck und Corny Littmann stehen Ihnen auch als E-Book nach dem Download jederzeit und überall zur Verfügung.

Hier finden sie eine Übersicht unserer E-Books www.zeit.de/ebooks.

Lahm: Wir sind guter Dinge. Es zählt nur ein Sieg.

ZEIT ONLINE: Vermissen Sie Torsten Frings?

Lahm: Was heißt vermissen? Der Trainer stellt den Kader zusammen und gut.

Die Fragen stellte Steffen Dobbert

 
Leser-Kommentare
  1. ja, die Afrikaner nennen das Unghdadu!

    Ne, Spaß beiseite, Urlaub ist eine ziemlich moderne Sache. Gabs Jahrtausende lang nicht und die Menschen waren trotzdem glücklich. Oder wenn sie es nicht waren, dann nicht weil sie keinen Urlaub hatten.

  2. Vorab: Toll, dass Philipp Lahm sich für andere einsetzt! Aber mal ehrlich, mit einem Stiftungskapital von 150.000 € ist nicht viel anzufangen. Da erscheint mir der Marketingeffekt eine eigene Stiftung zu haben, doch das Wichtigste zu sein. Diese für ein Stiftungskapital absolut lächerliche Summe hätte er genau so gut Unicef, der Per Mertesacker Stiftung oder sonstwem spenden können. Als Spende wäre die Summe auch nicht lächerlich gewesen, denn dann wäre sie tatsächlich (fast) zu 100% angekommen. So fallen wieder extra Vewaltungskosten an, die er - und das ist sehr löblich - selbst übernimmt, aber die genauso gut hätten gespendet werden können. Würde es Philipp Lahm wirklich um die gute Sache an sich gehen und nicht vor allem um Selbstmarketing, hätte er das Geld einer anderen Organisation gespendet. So einzigartig ist sein Projekt dann auch nicht.

    • zetti
    • 13.08.2009 um 11:51 Uhr

    was ist das? Neid, Langeweile oder selbst mental schon bei den Bankstern angekommen, wo Geldsummen erst ab einem 7-stelligen Betrag eine Rolle spielen?

    Auch wenn es sich "nur" um 150000,-- Euro handelt, läßt sich damit eine Menge anfangen, insbesondere wenn das Kapital 1zu1 umgesetzt wird und wenn anfallende Kosten extern beglichen werden. Das kann ich von keiner Spende, egal ob für UNICEF oder sonst einer Institution für mein Geld erwarten und habe auch keinen Einfluß darauf, was und wie tatsächlich gefördert oder geholfen wird.

    Den Kindern ist es egal, aus welcher Motivation Veranstaltung finanziert werden. Deren Eltern sind froh (hoffe ich wenigstens) über einige kinderfreieTage und ein Erlebnis, das Sie so Ihren Kindern nicht bieten können. Auch, daß sich Lahm persönlich die Zeit nimmt, mit den Kindern beisammen zu sein, läßt sich nicht hoch genug bewerten (außer äußert mißgünstige Menschen unterstellen, der Spieler wär ein verkappter Päderast).

    Zetti

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service