Werder Bremens Thomas Schaaf "94 Millionen für Ronaldo sind nicht zu vermitteln"Seite 2/2
ZEIT ONLINE: Sport und Unterhaltung gehören in der Bundesliga mittlerweile zusammen. Wie gehen Sie mit der Boulevardisierung des Sports um?
Schaaf: Fußball hat eine immer größere Bedeutung in unserer Gesellschaft. Da wird mittlerweile alles interessant. Wir bei Werder haben am Beispiel von Diego und Sarah Connor erlebt, welche Blüten das treibt. Diego wurde von Fotografen auf Schritt und Tritt verfolgt. Oder die Sache mit seinem Alkoholtest. Daraus ist ein Riesentheater gemacht worden. Am Ende blieb stehen, dass er gefahren war, obwohl er Wein getrunken hatte, was natürlich schlecht ist. Aber er ist nie für irgendetwas bestraft worden, darüber wurde aber nicht berichtet. Woanders ist das sicher noch extremer, bei David Beckham und seiner Frau zum Beispiel. Dass solche Dinge irgendwann auch mal nach Deutschland kommen und unsere Bundesliga betreffen, war mir klar. Ich weiß nur nicht, ob das so gut ist.
ZEIT ONLINE: Aber ist es nicht dieser Trend, der die Maschinerie Profifußball mit ihren Millionensummen erst ermöglicht?
Schaaf: Die großen Summen kommen vom Fernsehen. Aber der Boulevard erreicht viele Menschen und hält das Interesse wach. Ich kann auf solche Schlagzeilen verzichten, weil ich dafür zuständig bin, mit unserer Mannschaft erfolgreichen Fußball zu bieten. Jemand von der Marketing-Abteilung eines Bundesligavereins mag darüber vielleicht anders denken.
ZEIT ONLINE: Welche Vereine haben abseits der Schlagzeilen die besten Chancen, in der neue Saison eine führende Rolle zu spielen?
Schaaf: Wenn man Erster ist, gibt man ungern etwas ab. Für den VfL Wolfsburg wird es natürlich schwierig, weil Spiele gegen den Meister immer eine besondere Herausforderung sind. Darüber hinaus gibt es einen großen Kreis, der sich um den Titel bemühen wird. Der FC Bayern München vorneweg, danach kommen unter anderem der VfB Stuttgart und der Hamburger SV. Wir hoffen natürlich, dass wir in diesem Rennen wieder dabei sein werden. Auf jeden Fall gibt es eine große Konkurrenz. Das ist keine Schwäche der Bundesliga, sondern zeigt die sehr hohe Qualität, die der deutsche Fußball zu bieten hat.
Die Fragen stellte Christian Otto.
- Datum 16.09.2009 - 10:45 Uhr
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1 Million ist nicht zu rechtfertigen. Dieser Sportkapitalismus ist einfach nur noch krank.
einen Fußballer, aber die geschädigten HypoRealEstate- Anleger bei 320 Mio heimschicken? Na ja....
http://kallewestrich.blog...
@1 und 2: Wie war das nochmal mit den Äpfeln und den Birnen?
@3: Da der professionelle Fußball nahezu ausschliesslich als Business betrieben wird, sehe ich nicht in wie fern ein Apfel- und Birnenfall vorliegen sollte. Wir reden ja nicht über Breitensport bei Fußballern...
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