Nach Dienstwagen-Affäre Schmidt kehrt zurück in Steinmeiers Kompetenzteam

Der Rechnungshof hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt in der Dienstwagen-Affäre entlastet. Jetzt nimmt SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier sie wieder mit offenen Armen auf

Nach einer mehrtägigen Prüfung hatte der Bundesrechnungshof offenbar nichts zu beanstanden. "Unser Fazit ist: Dem Bundeshaushalt ist kein Schaden entstanden", sagte ein Sprecher der Behörde. Schmidt habe ihren Dienstwagen korrekt genutzt und die Fahrten ordnungsgemäß für die steuerliche Abrechnung am Ende des Jahres deklariert.

Die Ministerin hatte den Dienstwagen samt Chauffeur in ihren Spanien-Urlaub nachkommen lassen und ihn dort für Fahrten genutzt. Sie begründete dies mit dienstlichen Terminen. Der Fall wurde bekannt, weil die Limousine – ein Mercedes der S-Klasse – gestohlen wurde. Er tauchte später wieder auf. Insgesamt nutzten in den vergangenen 18 Monaten acht weitere Bundesminister ihren Dienstwagen im Urlaub oder für die An- und Abreise zum Urlaubsort.

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Schmidt ließ offen, ob sie nun in das Wahlkampf-Team von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier zurückkehren will. Steinmeier hatte angekündigt, den für sie vorgesehenen Platz bis zur endgültigen Klärung der Vorwürfe freizuhalten. "Das vorliegende Ergebnis ist klar und eindeutig und damit ist Ulla Schmidt Teil meines Teams", sagte er am Samstag. Die Berufung begründete er nun damit, dass Schmidt als Gesundheitsministerin gegenüber mächtigen Interessengruppen Standhaftigkeit bewiesen habe. "Gerade jetzt zeigen sich in der Krankenversicherung die Erfolge ihrer Politik."

 
Leser-Kommentare
  1. Da hat doch irgendjemand irgendetwas immer noch nicht richtig verstanden. Kaum zu glauben.

  2. Die Kurz- und Neiddenker an den dt. Stammtischen ! Aber wie so oft: Die Entlastung ist keine mehr. In den Kleinhirnen hat sich schon alles festgesetzt. Kleinkarierter Umgang mit korrekten Politikerinnen, aber großzügigster Umgang mit "Bimbes" & Co. Holger Pfahls (CSU) hat von 100 Millionen "nur" 2 Millionen Schmiergeld von Thyssen erhalten, 98 Millionen sind verschwunden. Aber das interessiert keinen mehr. Schon vergessen. Geschmierte Politiker sind aalglatt - offenbar auch für die Stammtischler, die sich lieber mit Kleinigkeiten wie "Dienstfahrten" befassen. Hochachtung vor Ulla Schmidt (im Vergleich z.B. zu CDU-Kanther und Co): Korrekte Abrechnung, Einhaltung aller Vorschriften - was will man mehr ?

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    haben Ulla Schmidt vorschnell belastet, ganz zu schweigen vom obskuren Bund der Steuerzahler. Aber wie steht es eigentlich mit dem Demokratieverständnis unserer Wähler und der die gewählt werden wollen ?
    Da regt man sich an den Stammtischen auf über eine Dienstwagenaffäre, die rechtlich keine ist und schon wird eine bewährte Ministerin von der eigenen Partei in die Wüste geschickt. Das ist wohl die Angst vor dem kurzen Gedächtnis vieler Wähler. Ulla Schmidt hat sich jahrelang mit der Lobby von Ärzten, Krankenkassen und Pharmaindustrie angelegt und für ein einigermaßen funktionierenden Gesundheitssystem gesorgt.
    Alles vergessen ! Ich würde mich an ihrer Stelle nach Aachen zurückziehen und denken, "ihr könnt mich mal". Da lebt sichs auch gut und man kann mal schnell nach Belgien oder Holland fahren, mit Bus und Bahnen selbstverständlich.

    wofür die Dienstwagen"affäre"- die keine war- doch gut ist. Man kann sofort auf die anderen zeigen, die noch viel schlimmer waren, nur zur Erinnerung, die "Affäre" eignet sich doch vorzüglich, vom Thema abzuweichen, Herr Kanther hat aber bekanntlich keinen Dienstwagen zweckentfremdet- Frau Schmidt auch nicht- insofern Übereinstimmung. Was den Stammtisch anbelangt, vor dem-vertreten durch eine Zeitung- ist Herr Steinmeier eingeknickt und das ist der eigentliche Skandal, der durch die angebliche Affäre deutlich geworden ist: Herr Steinmeier tritt seiner Genossin zu einem Zeitpunkt in den.......als schon deutlich war, dass es keine Affäre ist und spricht selbst noch von "Vorwürfen, die noch aufzuklären sind". Und dann noch die Aussage, vielleicht (!) könne die Ministerin doch noch in sein Team.... alles halbherzig, dieses sowohl als auch ! Unglaublich, der zukünftige Kanzler der Bundesrepublik knickt vor "Stammtischen" und Boulevard-Rummel ein, anstatt einer langjährigen Ministerin beizustehen, was soll der Wähler davon halten ?
    Markus70

    oder können Sie in einer einwandfreien Art bestätigen "dem Steuerzahler ist kein Schaden entstanden"? Wenn der BRH das so feststellt heisst das doch noch nicht, dass keine unangemessene Nutzung und Benutzung vorlag - auch wenn diese sich im Rahmen des Behördenformalismus bewegt.
    Wie und in welcher Weise sich der Behördenapparat mit Vorteilen umgibt welche, da formal nicht angreifbar dann "auch keinen Nachteil für den Steuerzahler erzeugen" - denn das ist es was der BRH prüft, die Einhaltung einer Richtlinie, nicht aber die Richtlinie.
    Das hat mit Neiddenken etc. nichts zu tun - selbst die formale Richtigkeit sagt nichts aus über den Mißbrauch, welcher auch formal institutionalisiert sein kann ohne hieraus eine Berechtigung ableiten zu können.

    Sie haben da denke ich etwas falsch verstanden - und es mit Pfahls etc. zu vermengen ist eigentlich unstatthaft, da nicht dem gleichen Sachverhalt zuzuordnen.
    Grave ipsius conscientiae pondus

    haben Ulla Schmidt vorschnell belastet, ganz zu schweigen vom obskuren Bund der Steuerzahler. Aber wie steht es eigentlich mit dem Demokratieverständnis unserer Wähler und der die gewählt werden wollen ?
    Da regt man sich an den Stammtischen auf über eine Dienstwagenaffäre, die rechtlich keine ist und schon wird eine bewährte Ministerin von der eigenen Partei in die Wüste geschickt. Das ist wohl die Angst vor dem kurzen Gedächtnis vieler Wähler. Ulla Schmidt hat sich jahrelang mit der Lobby von Ärzten, Krankenkassen und Pharmaindustrie angelegt und für ein einigermaßen funktionierenden Gesundheitssystem gesorgt.
    Alles vergessen ! Ich würde mich an ihrer Stelle nach Aachen zurückziehen und denken, "ihr könnt mich mal". Da lebt sichs auch gut und man kann mal schnell nach Belgien oder Holland fahren, mit Bus und Bahnen selbstverständlich.

    wofür die Dienstwagen"affäre"- die keine war- doch gut ist. Man kann sofort auf die anderen zeigen, die noch viel schlimmer waren, nur zur Erinnerung, die "Affäre" eignet sich doch vorzüglich, vom Thema abzuweichen, Herr Kanther hat aber bekanntlich keinen Dienstwagen zweckentfremdet- Frau Schmidt auch nicht- insofern Übereinstimmung. Was den Stammtisch anbelangt, vor dem-vertreten durch eine Zeitung- ist Herr Steinmeier eingeknickt und das ist der eigentliche Skandal, der durch die angebliche Affäre deutlich geworden ist: Herr Steinmeier tritt seiner Genossin zu einem Zeitpunkt in den.......als schon deutlich war, dass es keine Affäre ist und spricht selbst noch von "Vorwürfen, die noch aufzuklären sind". Und dann noch die Aussage, vielleicht (!) könne die Ministerin doch noch in sein Team.... alles halbherzig, dieses sowohl als auch ! Unglaublich, der zukünftige Kanzler der Bundesrepublik knickt vor "Stammtischen" und Boulevard-Rummel ein, anstatt einer langjährigen Ministerin beizustehen, was soll der Wähler davon halten ?
    Markus70

    oder können Sie in einer einwandfreien Art bestätigen "dem Steuerzahler ist kein Schaden entstanden"? Wenn der BRH das so feststellt heisst das doch noch nicht, dass keine unangemessene Nutzung und Benutzung vorlag - auch wenn diese sich im Rahmen des Behördenformalismus bewegt.
    Wie und in welcher Weise sich der Behördenapparat mit Vorteilen umgibt welche, da formal nicht angreifbar dann "auch keinen Nachteil für den Steuerzahler erzeugen" - denn das ist es was der BRH prüft, die Einhaltung einer Richtlinie, nicht aber die Richtlinie.
    Das hat mit Neiddenken etc. nichts zu tun - selbst die formale Richtigkeit sagt nichts aus über den Mißbrauch, welcher auch formal institutionalisiert sein kann ohne hieraus eine Berechtigung ableiten zu können.

    Sie haben da denke ich etwas falsch verstanden - und es mit Pfahls etc. zu vermengen ist eigentlich unstatthaft, da nicht dem gleichen Sachverhalt zuzuordnen.
    Grave ipsius conscientiae pondus

  3. Bescheinigt der Rechnungshof, dass ein Ministerwagen nicht dazu diente, öffentliche Haushalte zu schädigen, schließt dies zugleich aus, dass ministeriell das allgemeine Wohl dadurch gemehrt wurde. Träte Frau Schmidt daher dem so genannten Team des Kandidaten für die Wahl zum Amt des Bundeskanzlers bei, strapazierte sie eben wegen der Existenz der Rechnungshofsbescheinigung über die Maßen das Parteienprivileg, nie dem Verdacht ausgesetzt werden zu dürfen, eine kriminelle Vereinigung zu bilden. Materiell mag also keinerlei Schädigung entstehen. Eine apolitische Handlungskonstellation mit deshalb verheerenden immateriellen Zerstörungen erzeugt die behördliche Bescheinigung allerdings allemal und die dortigen Beamten müssten sich schon fragen lassen, ob sie sich selbst noch für diensttauglich erachten.

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    • keox
    • 08.08.2009 um 14:43 Uhr

    wenn diese Aktion nicht geplant war.

    Schmidt hat sich wie alle anderen verhalten, innerhalb dessen offenbar aber korrekt. Ob Merkel ihren Hubschrauberbesuch auf Sylt privat bezahlt hat weiß ich nicht.

    Auslöser dieser gigantischen Affaire - gerade angesichts der Steuermilliarden, die unseren Reichen ihre Zockerverluste ersetzten, übrigens unter strenger Geheimhaltung am Parlament vorbei - war der Diebstahl ihres Dienstwagens.

    Also gewöhnliche Diebe waren es sicher nicht, einen gepanzerten Benz muß man ja auch irgendwie verkaufen können, der Rummel um den Diebstahl war völlig vorhersehbar.

    Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder waren Profis am Werk, dann kreuzte der Benz längst auf dem Mittelmmeer seinem Abnehmer entgegen, oder aber, die ganze Sache war getürkt.

    Politik hat viele häßliche Gesichter.

    würden sie auch Beamten des Bundespräsidialamtes oder des Bundesverfassungsgerichts Dienstuntauglichkeit unterstellen ?
    Die Mitglieder des Bundesrechnungshofes besitzen nach Artikel 114 GG richterliche Unabhängigkeit. Der Präsident ist derzeit der hochangesehene Prof. Dr. Dieter Engels. Da Ihnen das Ergebnis der Überprüfung offensichtlich nicht passt, müßten Sie schon beim Bundesverfassungsrecht klagen.

    • keox
    • 08.08.2009 um 14:43 Uhr

    wenn diese Aktion nicht geplant war.

    Schmidt hat sich wie alle anderen verhalten, innerhalb dessen offenbar aber korrekt. Ob Merkel ihren Hubschrauberbesuch auf Sylt privat bezahlt hat weiß ich nicht.

    Auslöser dieser gigantischen Affaire - gerade angesichts der Steuermilliarden, die unseren Reichen ihre Zockerverluste ersetzten, übrigens unter strenger Geheimhaltung am Parlament vorbei - war der Diebstahl ihres Dienstwagens.

    Also gewöhnliche Diebe waren es sicher nicht, einen gepanzerten Benz muß man ja auch irgendwie verkaufen können, der Rummel um den Diebstahl war völlig vorhersehbar.

    Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder waren Profis am Werk, dann kreuzte der Benz längst auf dem Mittelmmeer seinem Abnehmer entgegen, oder aber, die ganze Sache war getürkt.

    Politik hat viele häßliche Gesichter.

    würden sie auch Beamten des Bundespräsidialamtes oder des Bundesverfassungsgerichts Dienstuntauglichkeit unterstellen ?
    Die Mitglieder des Bundesrechnungshofes besitzen nach Artikel 114 GG richterliche Unabhängigkeit. Der Präsident ist derzeit der hochangesehene Prof. Dr. Dieter Engels. Da Ihnen das Ergebnis der Überprüfung offensichtlich nicht passt, müßten Sie schon beim Bundesverfassungsrecht klagen.

  4. haben Ulla Schmidt vorschnell belastet, ganz zu schweigen vom obskuren Bund der Steuerzahler. Aber wie steht es eigentlich mit dem Demokratieverständnis unserer Wähler und der die gewählt werden wollen ?
    Da regt man sich an den Stammtischen auf über eine Dienstwagenaffäre, die rechtlich keine ist und schon wird eine bewährte Ministerin von der eigenen Partei in die Wüste geschickt. Das ist wohl die Angst vor dem kurzen Gedächtnis vieler Wähler. Ulla Schmidt hat sich jahrelang mit der Lobby von Ärzten, Krankenkassen und Pharmaindustrie angelegt und für ein einigermaßen funktionierenden Gesundheitssystem gesorgt.
    Alles vergessen ! Ich würde mich an ihrer Stelle nach Aachen zurückziehen und denken, "ihr könnt mich mal". Da lebt sichs auch gut und man kann mal schnell nach Belgien oder Holland fahren, mit Bus und Bahnen selbstverständlich.

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    Soviel Porzellan wie Frau Schmidt während ihrer Amtszeiten zerdeppert hat, soviel kann überhaupt nicht nachgeliefert werden!

    Ich bin ihr jedenfalls heute noch dafür dankbar, dass Frau Schmidt mir ermöglichte, schon einmal auszukosten wie das ALG II schmeckt.

    Aber man trifft sich immer zweimal im Leben.

    Für das (In-)Kompetenzteam ist Frau Schmidt jedenfalls eine großartige Bereicherung.

    Es wäre nur zu hoffen, dass alle enttäuschten SPD-Wähler auch fein demokratisch ihre Stimme der Partei ihres Vertrauens abgeben und somit kein Wahlergebnis zustande kommt, dass allein nur von den Stimmen der "strammen" Genossen dieser Partei beeinflusst wird.

    Selbstverständlich bleibt die Dienstwagennutzung - auch wenn formal korrekt - offensichtlich extrem unangemessen: unter Kosten- wie auch unter Umweltgesichtspunkten.

    Eine detaillierte Kosten- und Abrechnungsaufstellung dieser Reise liegt (noch) nicht vor. Aber jedem Bürger sollten nach dem Informationsfreiheitsgesetz (?) diese Information gegeben werden Für eine Zeitung wie "Die Zeit" wird eine solche Anfrage Routine sein. (*zwinker* liebe Redaktion)

    Bis zum Beweis des Gegenteils bleibe ich davon überzeugt, dass der Steuerzahler ziemlich genau 99% der Kosten für die Reise trägt, obwohl die dienstliche Nutzung in ihrem Urlaub ungefähr ein Prozent der Reisezeit betrug.

    Und wenn Frau Schmidt für den Rest der Nutzung einen geldwerten Vorteil versteuert, heißt das ja nicht, dass damit im entferntesten die entstandenen Kosten gedeckt wären. Einen Dienstwagen 5000km fahren lassen, die Anreise zahlt der Steuerzahler weil es ja dienstliche Anlässe gab und für 150km privater Nutzung vor Ort wird ein geldwerter Vorteil versteuert - es ist und bleibt skandalös.

    Ja, ich bin kleinlich. Muss man bei diesen Leuten auch sein, denen fehlt es an Verstand und Urteilsvermögen. Auch wenn es objektiv größere Skandale gibt: wenn man diese Leute nicht für ihre politischen Fehlleistungen verantwortlich machen kann, dann sollen sie mindestens für die Kleinigkeiten bluten.

    • H-Yo
    • 09.08.2009 um 18:57 Uhr

    Einer hat Frau Schmidt nicht vorschnell aus wahlkampftaktischem Kalkül fallen gelassen, das sollten wir nicht vergessen. Ein Kanzlerkandidat, der mit diesen Umfragewerten und angesichts solcher absurder Kampagnen noch derartiges Rückgrat beweisen kann, verdient meinen tiefsten Respekt. Für Herrn Steinmeier zählt Sachpolitik eben mehr als Machtpolitik.

    Gegen derartige Schlammschlachten muss sich jeder demokratisch gesinnte Bürger wehren!

    Soviel Porzellan wie Frau Schmidt während ihrer Amtszeiten zerdeppert hat, soviel kann überhaupt nicht nachgeliefert werden!

    Ich bin ihr jedenfalls heute noch dafür dankbar, dass Frau Schmidt mir ermöglichte, schon einmal auszukosten wie das ALG II schmeckt.

    Aber man trifft sich immer zweimal im Leben.

    Für das (In-)Kompetenzteam ist Frau Schmidt jedenfalls eine großartige Bereicherung.

    Es wäre nur zu hoffen, dass alle enttäuschten SPD-Wähler auch fein demokratisch ihre Stimme der Partei ihres Vertrauens abgeben und somit kein Wahlergebnis zustande kommt, dass allein nur von den Stimmen der "strammen" Genossen dieser Partei beeinflusst wird.

    Selbstverständlich bleibt die Dienstwagennutzung - auch wenn formal korrekt - offensichtlich extrem unangemessen: unter Kosten- wie auch unter Umweltgesichtspunkten.

    Eine detaillierte Kosten- und Abrechnungsaufstellung dieser Reise liegt (noch) nicht vor. Aber jedem Bürger sollten nach dem Informationsfreiheitsgesetz (?) diese Information gegeben werden Für eine Zeitung wie "Die Zeit" wird eine solche Anfrage Routine sein. (*zwinker* liebe Redaktion)

    Bis zum Beweis des Gegenteils bleibe ich davon überzeugt, dass der Steuerzahler ziemlich genau 99% der Kosten für die Reise trägt, obwohl die dienstliche Nutzung in ihrem Urlaub ungefähr ein Prozent der Reisezeit betrug.

    Und wenn Frau Schmidt für den Rest der Nutzung einen geldwerten Vorteil versteuert, heißt das ja nicht, dass damit im entferntesten die entstandenen Kosten gedeckt wären. Einen Dienstwagen 5000km fahren lassen, die Anreise zahlt der Steuerzahler weil es ja dienstliche Anlässe gab und für 150km privater Nutzung vor Ort wird ein geldwerter Vorteil versteuert - es ist und bleibt skandalös.

    Ja, ich bin kleinlich. Muss man bei diesen Leuten auch sein, denen fehlt es an Verstand und Urteilsvermögen. Auch wenn es objektiv größere Skandale gibt: wenn man diese Leute nicht für ihre politischen Fehlleistungen verantwortlich machen kann, dann sollen sie mindestens für die Kleinigkeiten bluten.

    • H-Yo
    • 09.08.2009 um 18:57 Uhr

    Einer hat Frau Schmidt nicht vorschnell aus wahlkampftaktischem Kalkül fallen gelassen, das sollten wir nicht vergessen. Ein Kanzlerkandidat, der mit diesen Umfragewerten und angesichts solcher absurder Kampagnen noch derartiges Rückgrat beweisen kann, verdient meinen tiefsten Respekt. Für Herrn Steinmeier zählt Sachpolitik eben mehr als Machtpolitik.

    Gegen derartige Schlammschlachten muss sich jeder demokratisch gesinnte Bürger wehren!

    • keox
    • 08.08.2009 um 14:43 Uhr

    wenn diese Aktion nicht geplant war.

    Schmidt hat sich wie alle anderen verhalten, innerhalb dessen offenbar aber korrekt. Ob Merkel ihren Hubschrauberbesuch auf Sylt privat bezahlt hat weiß ich nicht.

    Auslöser dieser gigantischen Affaire - gerade angesichts der Steuermilliarden, die unseren Reichen ihre Zockerverluste ersetzten, übrigens unter strenger Geheimhaltung am Parlament vorbei - war der Diebstahl ihres Dienstwagens.

    Also gewöhnliche Diebe waren es sicher nicht, einen gepanzerten Benz muß man ja auch irgendwie verkaufen können, der Rummel um den Diebstahl war völlig vorhersehbar.

    Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder waren Profis am Werk, dann kreuzte der Benz längst auf dem Mittelmmeer seinem Abnehmer entgegen, oder aber, die ganze Sache war getürkt.

    Politik hat viele häßliche Gesichter.

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    • medwed
    • 08.08.2009 um 15:49 Uhr

    Sagen Sie mir bitte nachher, ob der Storch geschmeckt hat.

    • medwed
    • 08.08.2009 um 15:49 Uhr

    Sagen Sie mir bitte nachher, ob der Storch geschmeckt hat.

  5. Nun Frau Schmidt ist keine Ministerin die sich rücksichtslos gegenüber den Wählern verhält, in dem sie deren Steuern vergeudet. Alles was sie getan hat, entsprach geltendem Recht. Was aber bedeutet das? Politiker leben nach dem Standpunkt Wein trinken und Wasser predigen. Wenn sie davon reden, dass in Zeiten wie diesen der Gürtel enger geschnallt werden müsse, so meinen sie immer nur die Gürtel der anderen. Welche Moral und Wertvorstellungen haben Politiker, die Gesetze schaffen die dazu führen dass sie selbst Privilegien haben, die eigentlich mit dem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar sind, während die selben Politiker mit der Agenda 2010 Gesetze verabschiedet haben die arbeitslose Menschen einer Kontrolle aussetzen, die man bis dahin nur im offenen Strafvollzug kannte. Auch Frau Schmidt, die wie selbstverständlich ihre Privilegien nutzte, hat als verantwortliche Ministerin die 10 Euro Praxisgebühr auch von Bedürftigen gefordert. Das dadurch viele Betroffene sich nicht mehr den Arztbesuch leisten konnten, darüber sollte Frau Schmidt einmal nachdenken, wenn ihr Chauffeur sie im Urlaub an den Strand fährt.
    Aber wie bereits gesagt, dies ist kein Problem von Frau Schmidt oder der SPD, es ist vielmehr der Umstand dass Politiker nicht mehr wissen was in der Bevölkerung geschieht. Die Welt ist eben ganz anders als sie von Lobbyisten dargestellt wird.
    Aber woher sollen das Politiker wissen?

  6. mit welchem Team die SPD und Herr Steimeier die Wahl verliert.
    Insofern kann Ulla S. gerne mitmachen...

  7. frau merkel lässt sich mit der luftwaffe aus dem urlaub nach sylt zum signieren einiger bücher fliegen und frau vonderleyen weigert sich gar ganz, jemanden in ihre dienstwagenabrechnung zu schauen.

    BANANENREPUBLIK!

    Die SPD scheint nicht mehr mitspielen zu dürfen und wird gemobbt. dass die zeit bei diesem spiel mitmacht, sollte uns allen zu denken geben. freier und unabhängiger journalismus sieht anders aus!

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    • pbosch
    • 08.08.2009 um 21:43 Uhr

    ..........lässt von Berlin einen großen Heli nach Stuttgart kommen mit dem sie sich nach Zürich fliegen läßt wo sie einen angeblichen Vortrag bei der Deutsch-Schweizerischen Handelskammer und ein angebliches Redaktionsgespräch bei der NZZ haben soll. Begründung war Zeitnot weil zwischen den Terminen nur 2 Std. lagen. Dass man beim Airport Stuttgart für einen Bruchteil der u.a. Summe ein Lufttaxi mieten kann ist ihrem Stab nicht bekannt.

    Von da aus fliegt der Heli (ohne sie) wieder nach Berlin. Kosten lt. offizieller Angabe € 26.000.-

    Aus der Website der Kammer (Info-Seite f. Veranstaltungen) war von einem Vortrag nichts zu entnehmen und in den 10 Tagen nach dem Gespräch kam nicht der geringste Hinweis darauf.

    Geheimgespräche bei der Kammer bzw. Redaktion?

    Die Kammer beschäftigt sich übrigens auch mit der Beratung von Bundesbürgern zu lukrativen Anlagen in der Schweiz.

    Offensichtlich in Sachen (Nach-)Forschung unterwegs?

    Nach drei Tagen war die Sache ausgesessen und in den Medien nichts mehr zu sehen. Die Foren geschlossen.

    Es gibt Gleichere unter Gleichen.

    Und Süssmuths Privatflüge- bzw. Fahrten blieben auch nur kurz beachtet.

    Und die Schmidt muss man wochenlang rumschmieren? Wahlkampf - aber ein ganz mieser.

    • pbosch
    • 08.08.2009 um 21:43 Uhr

    ..........lässt von Berlin einen großen Heli nach Stuttgart kommen mit dem sie sich nach Zürich fliegen läßt wo sie einen angeblichen Vortrag bei der Deutsch-Schweizerischen Handelskammer und ein angebliches Redaktionsgespräch bei der NZZ haben soll. Begründung war Zeitnot weil zwischen den Terminen nur 2 Std. lagen. Dass man beim Airport Stuttgart für einen Bruchteil der u.a. Summe ein Lufttaxi mieten kann ist ihrem Stab nicht bekannt.

    Von da aus fliegt der Heli (ohne sie) wieder nach Berlin. Kosten lt. offizieller Angabe € 26.000.-

    Aus der Website der Kammer (Info-Seite f. Veranstaltungen) war von einem Vortrag nichts zu entnehmen und in den 10 Tagen nach dem Gespräch kam nicht der geringste Hinweis darauf.

    Geheimgespräche bei der Kammer bzw. Redaktion?

    Die Kammer beschäftigt sich übrigens auch mit der Beratung von Bundesbürgern zu lukrativen Anlagen in der Schweiz.

    Offensichtlich in Sachen (Nach-)Forschung unterwegs?

    Nach drei Tagen war die Sache ausgesessen und in den Medien nichts mehr zu sehen. Die Foren geschlossen.

    Es gibt Gleichere unter Gleichen.

    Und Süssmuths Privatflüge- bzw. Fahrten blieben auch nur kurz beachtet.

    Und die Schmidt muss man wochenlang rumschmieren? Wahlkampf - aber ein ganz mieser.

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