Die Bosse der italienischen Mafia haben auch in Deutschland endgültig Fuß gefasst. 229 Familienclans bzw. 900 Personen der kalabrischen Mafia-ähnlichen Organisation ’Ndrangheta seien in Deutschland aktiv, heißt es in einer als vertraulich eingestuften Studie des Bundeskriminalamtes (BKA), die fast 400 Seiten umfasst. Darüber berichtet die ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe.

In dem Lagebericht des BKA geht es um Waffenhandel, Mord, Geldwäsche, Drogenhandel, Giftmüllentsorgung und Schutzgelderpressung. Es werden Hunderte Restaurants in Deutschlands aufgelistet, die der Mafia gehören sollen. Allein von den Familienclans aus der süditalienischen Mafia-Hochburg San Luca hätten 200 Mitglieder ihren Wohnsitz in Deutschland.

Besonders viele von ihnen seien in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zu Hause. In Ostdeutschland hätten die Mafiabosse Teile des Immobilienmarktes unter sich aufgeteilt – meist unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Die Mafia erregte in Deutschland zuletzt Aufmerksamkeit durch das Blutbad, das sie vor zwei Jahren, am 15. August 2007, in Duisburg anrichtete. Fünf Italiener starben im Kugelhagel, ein weiterer auf dem Weg ins Krankenhaus.

Den Artikel lesen Sie morgen in der neuen Ausgabe der ZEIT.