Afghanistan

Terror vor der Wahl

 |  © Daniel Berehulak/Getty Images

31 Kandidaten bewerben sich um das höchste Amt in Afghanistan. Am Donnerstag wählen die Afghanen ihren Präsidenten. Als haushoher Favorit gilt Amtsinhaber Hamid Karsai. Ob der 51-Jährige sich im ersten Wahlgang durchsetzt, ist fraglich.

Kurz vor der Wahl haben die Taliban mit neuen Anschlägen den Druck erhöht. Sie wollen die Menschen zwingen, der Abstimmung fernzubleiben. In Kabul sprengte ein Selbstmordattentäter sich am Dienstag in die Luft und riss mindestens sieben Menschen mit in den Tod. Unter den Toten und den 52 Verletzten sind auch ausländische Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf. Außerdem feuerten die Taliban mehrere Raketen auf den Präsidentenpalast und das Polizeipräsidium ab. Dabei wurde jedoch niemand verletzt.

Trotz der miserablen Sicherheitslage werden nach Einschätzung der afghanischen Wahlkommission und der Bundesregierung am Donnerstag mehr als 90 Prozent der Afghanen die Chance haben, die Stimme abzugeben. Wie viele angesichts der Drohungen der Taliban tatsächlich an der Wahl teilnehmen werden, bleibt abzuwarten.

Leser-Kommentare
  1. rm
    Interessanter wäre es zu wissen, wer hier zur Wahl steht.
    Von Terrormeldungen haben wir allmählich genug - die Afghanen sicherlich auch: und innerhalb der letzten vier Jahre ist offensichtlich die Lage in Afghanistan erheblich schlechter geworden.
    Ja, wer tritt denn an: wo geht's lang?
    Präsident Karzai war zur Zeiten Bush's leicht einzuschätzen: wo steht er jetzt, wo hat sich das hinentwickelt? Welche Politik vertreten die anderen Kandidaten? Radikal, moderat, welchen Nachbarländern stehen sie nah? Wie stehen sie zu den Taliban? Gibt es da Ansätze, um sich miteinander zu arrangieren?
    Wie stehen sie zu den ausländischen Truppen? Was für einen Islam möchten sie?

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