Dabei kommt es vor allem auf die beiden größten Klimasünder China und den USA an. Experten mahnen, dass die Erderwärmung ohne konkrete Zusagen der beiden nicht wirksam bekämpft werden könne.

Bislang hatte Peking vor allem von den reichen Industrienationen massive Reduzierungen verlangt und das eigene Recht auf Entwicklung hervorgehoben. Die USA wiederum befürchteten in puncto verbindlichen Klimazielen stets wirtschaftliche Nachteile gegenüber China und Indien, da diese als Schwellenländer nicht zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen verpflichtet wurden. Aus diesem Grund hatte das Weiße Haus – damals noch unter dem Republikaner George W. Bush – das Kyoto-Protokoll zwar unterschrieben, nicht aber ratifiziert.

In Washington hat mit der Ernennung von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten jedoch ein Sinneswandel eingesetzt. Seine Regierung betrachtet Klimaschutz als oberstes politisches Gebot. Diese positiven Signale scheinen einen ersten Erfolg zu zeitigen: Offenbar ist nun auch China von seiner bisherigen, strengen Verhandlungslinie abgerückt.