Die Dienste sollen künftig von Partnern und Einzelhändlern übernommen werden, bestätigte ein Post-Sprecher dem Hamburger Abendblatt. Die Post spare damit "hohe Miet- und Personalkosten".

Bundesweit gibt es derzeit 14.000 Standorte, an denen Postdienste wie Briefmarken und Paketannahme angeboten werden. Davon sind 850 Filialen Postbank-Finanzcenter, die übrigen Standorte werden bereits von externen Partnern geführt.

Die Gewerkschaft Ver.di kritisiert die Umwandlung der Filialen. Landesfachbereichsleiter für Postdienste, Wolfgang Abel, sagte im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt, die Leidtragende seien nicht nur die Beschäftigten, sondern vor allem die Kunden, die immer weniger fachgerechte Beratung erhielten.

Abel warnt zudem davor, dass der Sparkurs der Post zu Lasten der Beschäftigten gehen wird. Er befürchtet, dass das Unternehmen "mit Blick auf auslaufende Tarifverträge" Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich durchsetzen und vereinbarte Lohnerhöhung streichen werde.