Twitter Facebook will Kommandozentrale der Zukunft werdenSeite 2/2

Mit dem Kauf hat sich Facebook offiziell eine Plattform mit mehr als einer Million Nutzern ins Haus geholt. Und mit der Marke übernahm man auch zwölf neue Entwickler, insbesondere vier ehemalige Google-Mitarbeiter, die maßgeblich an der Entstehung von Google AdSense und Google Maps beteiligt waren. Für Friendfeed programmierten sie eine Echtzeitsuche, die der von Facebook weit voraus ist. Nun kann Facebook aufholen.

Doch noch hat Twitter nicht verloren. Eine Kommandozentrale ist nicht in jedermanns Interesse. Beim Microblogging-Dienst treffen sich Unternehmer, Journalisten, PR-Menschen, Geeks und eine Handvoll Prominenter, auf Facebook treffen sich Freunde. "Die Trennung von Arbeitswelt und Privatleben ist vielen wichtig, und insofern wird Twitter seine Relevanz und seine Nische behalten", sagt Bauer. Zudem ist Facebook für viele wegen all der Quizze und Zusatzfunktionen längst zu bunt und zu unübersichtlich geworden und scheidet als Alternative aus.

Zumindest bis jetzt. Denn auch hier reagiert das Unternehmen. Zwar ist die zweite Sensation der Woche, Facebook Lite, offiziell nur eine vereinfachte Version, entwickelt für Länder, in denen Breitbandnetze wenig verbreitet oder zu teuer sind. Blogger Christoph Bauer meint jedoch, das Unternehmen schlage mit Facebook Lite zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen werde das Netzwerk, das derzeit weltweit über 250 Millionen Nutzer hat, in neue Gebiete vordringen; zum anderen sei die abgespeckte Version eine Alternative für diejenigen, die es schlank und simpel mögen. Noch ist Facebook Lite kein Twitter – aber das kann noch werden.

 
Leser-Kommentare
  1. ... sollte diese Überschrift lauten.

  2. 2. ...

    Je mehr wir untereinander vernetzt sind, desto abhängiger sind wir vom Netz. Sobald das jemand richtig auszunutzen versteht, werden Menschen die NICHT virtuell "sozial vernetzt" sind, die großen Gewinner sein! Auch weil alle anderen vergessen haben worauf es bei wirklicher Freundschaft ankommt...

  3. Aber eines ist klar, es kann nicht lange so weiter gehen. Wenn sich Dinge wie SingleSignOn nicht durchsetzen, dann wird wohl eine der Plattformen - evtl. Facebook - sich als Kommunikationsplattform durchsetzen. Einfach weil kein Mensch in der Lage ist, sich 10 oder mehr Account-Daten zu merken. Mir wäre allerdings ein Unternehmen lieber, welches sich an deutsche Datenschutzrichtlinien hält.

  4. [entfernt. Bitte beachten Sie, dass Werbung in Posts nicht erwünscht ist und gelöscht wird. Die Redaktion /ft]

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