Gesundheitsreform Barack Obama wird Amerikaner

Rückzieher aus Einsicht: Nach Clinton findet auch Obama keine Mehrheit für eine allgemeine Krankenversicherung. Freiheit ist in den USA wichtiger. Ein Kommentar

Allmählich machen die USA selbst Barack Obama, diesen Ausnahmepolitiker, zu einem echten Amerikaner. Auch er wird keine Mehrheit für die Einführung einer allgemeinen Krankenversicherung bekommen, obwohl er es klüger anstellt als Clinton vor 15 Jahren.

Zu den fundamentalen ideologischen Unterschieden zwischen der alten und der neuen Welt gehört die Frage, welche Freiheiten und Risiken eine Gesellschaft dem Individuum überlässt und wann die Solidargemeinschaft greifen soll. Zudem haben Amerikaner und Europäer fast gegensätzliche Bilder von der Aufgabe des Staats. Amerikaner halten ihn tendenziell für ein Übel. Er ist leider nötig für die Verteidigung ihrer Lebensart gegen Feinde sowie für ein paar organisatorische Aufgaben, ansonsten aber soll er sich aus ihrem Leben heraushalten. Europäer gestehen dem Staat erzieherische Aufgaben zu, von den Sozialversicherungen bis zur Rettung von Umwelt und Klima. Da stellen sich bei einer Mehrheit der Amerikaner die Nackenhaare auf.

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Argumente und Erfahrungsbeispiele zählen in der Auseinandersetzung wenig. Auf manchen Feldern ist Amerikas Misstrauen gegen den Staat erfrischend, nicht aber in der Gesundheitspolitik. Die Absicherung des Durchschnittsbürgers in den USA gegen Krankheit und ihre Folgen ist schlechter als in Deutschland, und doch muss er deutlich mehr dafür bezahlen. Sehr viele Amerikaner sehen in der Debatte um die Gesundheitsreform aber eine Freiheitsfrage: Der Staat habe ihnen nicht vorzuschreiben, ob sie sich versichern sollen und wie. Für die meisten Europäer ist das schwer nachzuvollziehen.

Nun lenkt Obama ein: Er verzichtet auf eine staatlich getragene Krankenversicherung für die Millionen Unversicherten, denen die Prämien zu hoch sind oder die von privaten Versicherern wegen Gesundheitsproblemen abgelehnt werden. Zuvor hatte der Präsident bereits ein anderes Wahlversprechen, die Versicherungspflicht für alle, stillschweigend aufgegeben.

Der Widerstand mischt sich aus Bürgern, die ehrlich empört sind über eine – wie sie es sehen – Gängelung durch den Staat, und Wirtschaftsgruppen, die am bestehenden System gut verdienen. Sie missbrauchen den Gründungsmythos für ihre Interessen: Die USA wurden als "Land der Freien" gegen die Monarchendiktatur in Europa geschaffen. Gegner der Reform gehen so weit, sich auf Thomas Jefferson zu berufen: Der Baum der Freiheit müsse von Zeit zu Zeit mit Tyrannenblut gedüngt werden.

Obama erkennt, was er seiner Nation zumuten kann und was nicht. Es wird wohl eine Gesundheitsreform geben. Aber das, was am Ende mehrheitsfähig ist, wird nur noch wenig mit dem zu tun haben, was er im Wahlkampf versprochen hat. Längst geht es nicht mehr um die Unversicherten. Die stellen nur 15 Prozent der Bürger und nur zehn Prozent der Wähler. Vorrang hat jetzt die Wahlfreiheit der Versicherten. Zur Freiheit, wie sie die Amerikaner verstehen, gehört eben auch die Freiheit, zu viel für eine im Vergleich unterlegene Gesundheitsvorsorge zu zahlen.

 
Leser-Kommentare
  1. Yup, die Freiheit dieser leicht künstliche, verzerrte aber auch sehr individuelle Begriff wird gerne dazu Missbraucht den Menschen ihre freie Wahl zu lassen obwohl dies unter Umständen gar nicht gewünscht ist. Was etwa, zu diesem Thema, nach einem Unfall oder bei Krankheit zur Geltung kommen kann. Aber, auch das wird wohl sehr individuell gehandhabt.

    Freiheit für den Standarbürger endet eigentlich meist darin, das diese über den Tisch gezogen werden von denen die unter Freiheit etwas anderes verstehen. Aber Hauptsache man lebt in der Illusion eigene Entscheidungen getroffen zu haben...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

  2. Mh, eigentlich wollte ich mich jetzt über die blasierten US-Amerikaner ereifern, aber das hat eigentlich eh keinen Sinn. Für mich hört sich die "Argumentation" der Lobbygruppen zwar ziemlich nach Bauernfängerei an, aber ein jeder bekommt wohl, was er verdient.

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    Sie, und eine Menge anderer Kommentatoren hier, maßen sich regelrecht dreiste oberflächliche Kommentare über eine demokratische Nation mit über 300 Millionen Bürgern an - und einer demokratischen Tradition die weit in die Zeiten zurückreicht als es hierzulande nicht einmal den Anschein von Demokratie gab. Und Sie nennen die "US-Amerikaner" blasiert?
    Genau, ich enthalte mich besser auch jeden weiteren Kommentars.

    Sie, und eine Menge anderer Kommentatoren hier, maßen sich regelrecht dreiste oberflächliche Kommentare über eine demokratische Nation mit über 300 Millionen Bürgern an - und einer demokratischen Tradition die weit in die Zeiten zurückreicht als es hierzulande nicht einmal den Anschein von Demokratie gab. Und Sie nennen die "US-Amerikaner" blasiert?
    Genau, ich enthalte mich besser auch jeden weiteren Kommentars.

  3. Ich muss sagen, anfangs daran geglaubt zu haben, dass Obama klug genug vorgehen wuerde, um tatsaechlich seine Gesundheitsreform durchzukriegen. Besonders angesichts der 60% Mehrheit im Senat. Abr das hat wohl nicht gereicht.

    Insofern bin ich schon ein wenig entaeuscht. Andererseits waere eine so grosse Umkrempelung des Systems etwas gewesen, das in den Demokratien des Westens selten passiert.
    Jetzt wird zunaechst wahrscheinlich nur ein Teil der geplanen Reform in Gesetz gegossen und nuechtern betrachtet koennte Obama damit auch zufrieden sein. Die Revolution hat sich als nicht moeglich erwiesen, aber eine Evolution in die richtige Richtung ist eine vernuenftige Alternative, um vielleicht in einigen Jahren den urspruenglichen Plan vollstaendig umzusetzen, wenn sich die Reformen bewaehrt haben.

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    • keox
    • 17.08.2009 um 23:06 Uhr

    "Die Revolution hat sich als nicht moeglich erwiesen"

    Eine Revolution per Wahlen hätte mich denn aber auch sehr irritiert.

    Hauptsache das Ziel ist klar. Man sollte es nicht mit kurzfristigen Revolutionen durchpauken sondern mit eine stetigen Gesetzgebung. Jedes neue Gesetz ist eine kleine Revolution. Die Krux ist das ewige Schwanken zwischen zwei Alternativen die sich ausschliessen.

    Markt oder Staat, öffentlich oder privat. Wir haben nun mal beides und müssen uns damit abfinden. Wer aber beides hat ist notwendig gespalten und schizophren. Das sind wohl mittlerweile die meisten von uns.

    Wir müssen zufriedener werden. Alle an ihren Plätzen. Das neidische Schielen auf andere führt in die Irre. Wer auf dem Markt ist soll auf dem Markt zufrieden werden - wer beim Staat ist beim Staat. Man kann sein Leben nicht ständig umkrempeln wollen. Mehr Kontinuität ist gefordert.

    • keox
    • 17.08.2009 um 23:06 Uhr

    "Die Revolution hat sich als nicht moeglich erwiesen"

    Eine Revolution per Wahlen hätte mich denn aber auch sehr irritiert.

    Hauptsache das Ziel ist klar. Man sollte es nicht mit kurzfristigen Revolutionen durchpauken sondern mit eine stetigen Gesetzgebung. Jedes neue Gesetz ist eine kleine Revolution. Die Krux ist das ewige Schwanken zwischen zwei Alternativen die sich ausschliessen.

    Markt oder Staat, öffentlich oder privat. Wir haben nun mal beides und müssen uns damit abfinden. Wer aber beides hat ist notwendig gespalten und schizophren. Das sind wohl mittlerweile die meisten von uns.

    Wir müssen zufriedener werden. Alle an ihren Plätzen. Das neidische Schielen auf andere führt in die Irre. Wer auf dem Markt ist soll auf dem Markt zufrieden werden - wer beim Staat ist beim Staat. Man kann sein Leben nicht ständig umkrempeln wollen. Mehr Kontinuität ist gefordert.

  4. Freiheit ist ein so schön dehnbarer Begriff. Damit lassen sich wunderbare politische Debatten führen. Und die sind nicht unbedingt ohne Sinn. Ich persönlich mag die Amerikaner für die meisten ihrer kollektiven Sichtweisen und dem, was sie kollektiv unter Demokratie verstehen, auch nicht sonderlich. Aber dennoch ist es Demokratie, wenn die Mehrheit entscheidet. So ist das nunmal. Und ich empfinde sie (die Demokratie) trotz diesen bitteren Beigeschmacks deswegen trotzdem als unsere höchste Errungenschaft.

    Aber MIR sträuben sich die Nackenhaare bei dem Gedanken, amerikanische Verhältnisse hier in Europa zu haben. Wenngleich es sich immer mehr danach anfühlt... selbst die Politikverdrossenheit hierzulande wirkt wie eine billige Kopie der üblen Nebenwirkungen des aus Amerika importierten Monetarismus und Neoliberalismus. Mir kommt es oft gerade so vor, als ob alles was aus Übersee kommt, völlig unkritsich als "das absolut Beste" willkommen gefeiert wird und jeder, der Zweifel äußert, des Antiamerikanismus beschuldigt wird. Fragen stellen und zu hinterfragen ist heute anscheinend nicht mehr erwünscht.

    Meinungsfreiheit ist aber auch ein demokratisches Gut und aus Kritik und Zweifel wachsen neue Wissensbereiche. Aus nichts anderem. Ich sehne mich nach mitteleuropäischem Konversatismus. Und dass ich das mal sagen würde, hätte ich mir zu Zeiten meiner rebellischen Pupertät, deren Ende gerade mal ungefähr zwölf Jahre zurück liegt, nie träumen lassen... zu dieser Zeit war Amerika für mich noch gänzlich supertoll. Vor allem McDonalds wegen.

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    ...die transatlantischen Beziehungsnetzwerke beeinflussen die Politik Europas wesentlich stärker als so manches andere, unsere Demokratischen Strukturen eingeschlossen...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    • keox
    • 17.08.2009 um 23:40 Uhr

    ohne Gleichheit und Brüderlichkeit ist Freiheit ein doppelt kastrierter Drilling

    Ich persönlich mag die Amerikaner ... auch nicht sonderlich

    Mir kommt es oft gerade so vor, als ob ... jeder, der Zweifel äußert, des Antiamerikanismus beschuldigt wird.

    soso

    ...die transatlantischen Beziehungsnetzwerke beeinflussen die Politik Europas wesentlich stärker als so manches andere, unsere Demokratischen Strukturen eingeschlossen...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    • keox
    • 17.08.2009 um 23:40 Uhr

    ohne Gleichheit und Brüderlichkeit ist Freiheit ein doppelt kastrierter Drilling

    Ich persönlich mag die Amerikaner ... auch nicht sonderlich

    Mir kommt es oft gerade so vor, als ob ... jeder, der Zweifel äußert, des Antiamerikanismus beschuldigt wird.

    soso

  5. ...die transatlantischen Beziehungsnetzwerke beeinflussen die Politik Europas wesentlich stärker als so manches andere, unsere Demokratischen Strukturen eingeschlossen...

    ;-)

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    Antwort auf "Freiheit"
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    Beziehungen die Politik Europas wesentlich stärker als die transuralische Nord-Korea-Fangemeinde, [...]

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

    [Gekürzt, bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. /Die Redaktion pt.]

    Beziehungen die Politik Europas wesentlich stärker als die transuralische Nord-Korea-Fangemeinde, [...]

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

    [Gekürzt, bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. /Die Redaktion pt.]

  6. Aber was für eine Entscheidungsfreiheit haben Kinder, die in einem Milieu ohne anständige Gesundheitsversorgung aufwachsen müssen?

    Dieses Problem betrifft aber auch Europa, wo die Sippenhaft (Kinder büssen für die Entscheidungen/Fehler ihrer Eltern) ein elementares Rechtsprinzio darstellt.

  7. Die USA sind kein geistiges Entwicklungsland und sehr wohl fähig Manipulationen zu erkennen bzw. vernünftig zu entscheiden - die Deutschen sind in einer seltsamen Arroganz zu schnell dabei, den Amerikanern eine eigene Meinungsbildung abzusprechen.

    Viele hat Obamas Behauptung stutzig gemacht, das Staatsdefizit würde sich durch dieses Mammut Projekt nicht erhöhen - das war unseriös und hat seinem Ziel geschadet.

    Zudem hatten die Amerikaner - nach dem was ich gehört hatte - auch keine Lust die Kosten für die Krankenversicherung einer riesigen Unterschicht zu übernehmen, die durch hohe Kriminalitätsraten, Drogenkonsum und immens hohe Kosten bei wellfare und sozialen Programmen schon jetzt zu Buche schlagen. Die Allgemeinheit zahlt durch Medicaid sehr viel schon für Unversicherte z.B. für ganze Viertel in LA u.a. für die Verletzten der täglichen Gang-Kriminalität - aber auch eine großen Zahl von Bildungsfernen, die sich eine Versicherung sparen und lieber in die Erste Hilfe laufen, wenn mal was ist - ansonsten vernachlässigt diese Schicht aber ihre Gesundheit stark. Diese große Gruppe von Menschen ist nicht mit der immer noch kleinen Gruppe hier in Deutschland zu vergleichen. Und dieses Klientel in den USA hätte sich natürlich nicht an den Kosten beteiligt.

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    • Puka
    • 17.08.2009 um 20:33 Uhr

    hätte die USA schon in der Vergangenheit ein Sozialsystem entwickelt, das das Absacken ganzer Bevölkerungsteile verhindert hätte, so hätten sie sich sehr viel Geld gespart. Jetzt ist es natürlich für die Amerikaner schwer, dagegen zu steuern. Allerdings ist das eine Lektion, die auch immer mehr Deutsche einfach nicht lernen wollen. Die FDP steuert ja gerade auch wieder die 18 % an.

    • sajuz
    • 17.08.2009 um 21:42 Uhr

    sind die USA, wie sie sie beschreiben, wohl schon...

    Sie schieben einer vermeintlichen "Unterschicht" die Verantwortung für widrige Umstände zu, die nur die amerikanische Gesamtgesellschaft verantworten kann.

    Diese verdammten Schlucker kosten also zuviel Geld, wenn sie sich in South-Central abknallen lassen? Wenn sie bildungsfern sind?

    Sehr einseitig, einsilbig, unispiriert und unmenschlich argumentiert.

    Man könnte auch behaupten, dass hier Menschen unter dem unsolidarischen Verhalten der besser Gestellten leiden. Solidarität in einer Gesellschaft meint eben nicht nur Spenden für die lokale High-School, oder für greenpeace, sondern auch das ganz reale, (schmerzhafte?) Teilen von Besitz, Chancen und Möglichkeiten.

    Wieso sollte ein Land, dass in jeder zweiten Zeile auf seine Christlichkeit referiert soetwas ablehnen?

    Mit welchem Recht, darf ein reicher Mensch zulassen, dass ein anderer ohne Gebiss leben muss. Oder an TBC zu sterben hat und eben nicht 20 jahre später an Altersschwäche??

    Diese Frage wird in den Nationen Europas sicher schärfer gestellt, als in den USA und das ist auch gut so! Man kann sich ja Frankreich als Modell betrachten. Hier gibt es auch Schießereien und Gangs, aber eben auch mehr solidarischen Ausgleich in der Gesellschaft.

    Das es amerikanischer ist, den Einzelnen sich selbst zu überlassen ist falsch. Affirmative Action beweist das Gegenteil.

    Und seit wann soll es "amerikanischer" sein, ein Versprechen nicht einzulösen mit dem man die Wahl gewonnen hat?

    Ich wünsche den Amerikanern eine allgemeine Krankenversicherung, die ihren Bedürfnissen entspricht (freie Wahl der Gesundheitsvorsorge)

    Hier wäre auch das Defizit besser angelegt, schließlich ist die derzeitige Krise aus dem Spiel mit der Armut und Schwäche großer Bevölkerungsteile der USA entstanden. Man könnte etwas gegen diese Armut tun.

    Egal welche komplexen Mechanismen Barrack Obama eine unüberwindliche Hürde waren. In der Bewertung solcher Vorgänge, in unserer Meinung - lieber Leonas2 - sollten wir menschlich und integer sein, ....oder halt werden.

    Wäre besser für uns alle

    • hardob
    • 17.08.2009 um 22:09 Uhr

    "Zudem hatten die Amerikaner - nach dem was ich gehört hatte - auch keine Lust die Kosten für die Krankenversicherung einer riesigen Unterschicht zu übernehmen, die durch hohe Kriminalitätsraten, Drogenkonsum und immens hohe Kosten bei wellfare und sozialen Programmen schon jetzt zu Buche schlagen."

    Die Amerikaner(original) haben keine Lust für eine riesige Unterschicht aufzukommen, die überwiegend von Amerikanern (andersartig) gebildet wird. Fragte man diese Amerikanern (andersartig), käme vielleicht ein anderesErgebnis heraus.

    Aber zur Beruhigung der Amerikaner(original) werden sicher schon Untersuchungen am Genom des Amerikaners (andersartig) vorgenommen, die in Kürze nachweisen werden, das Amerikaner (andersartig) einer völlig anderen Gattung als Amerikaner(original) angehören. Diese lässt sich dann bequem mittels eines durchaus kostengünstigen medizinischen Programms dezimieren, Die günstigen Kosten sind für den Amerikaner(original) ein überzeugendes Argument, den Einsatz von Steuermitteln und Staatseingriff n diesem Fall nicht nur nicht abzulehnen, im Gegenteil, der Amerikaner (original) wird dies sogar begrüßen.Restbestände des Amerikaner (andersartig) finden als Ausstellungsstücke Platz in Reservaten als Kulturspektakel für den Amerikaner(original). Was den Regionen, die sich bei der Bewerbung für diese Reservate durchgesetzt haben werden, einen touristischen Boom verspricht.

    • Puka
    • 17.08.2009 um 20:33 Uhr

    hätte die USA schon in der Vergangenheit ein Sozialsystem entwickelt, das das Absacken ganzer Bevölkerungsteile verhindert hätte, so hätten sie sich sehr viel Geld gespart. Jetzt ist es natürlich für die Amerikaner schwer, dagegen zu steuern. Allerdings ist das eine Lektion, die auch immer mehr Deutsche einfach nicht lernen wollen. Die FDP steuert ja gerade auch wieder die 18 % an.

    • sajuz
    • 17.08.2009 um 21:42 Uhr

    sind die USA, wie sie sie beschreiben, wohl schon...

    Sie schieben einer vermeintlichen "Unterschicht" die Verantwortung für widrige Umstände zu, die nur die amerikanische Gesamtgesellschaft verantworten kann.

    Diese verdammten Schlucker kosten also zuviel Geld, wenn sie sich in South-Central abknallen lassen? Wenn sie bildungsfern sind?

    Sehr einseitig, einsilbig, unispiriert und unmenschlich argumentiert.

    Man könnte auch behaupten, dass hier Menschen unter dem unsolidarischen Verhalten der besser Gestellten leiden. Solidarität in einer Gesellschaft meint eben nicht nur Spenden für die lokale High-School, oder für greenpeace, sondern auch das ganz reale, (schmerzhafte?) Teilen von Besitz, Chancen und Möglichkeiten.

    Wieso sollte ein Land, dass in jeder zweiten Zeile auf seine Christlichkeit referiert soetwas ablehnen?

    Mit welchem Recht, darf ein reicher Mensch zulassen, dass ein anderer ohne Gebiss leben muss. Oder an TBC zu sterben hat und eben nicht 20 jahre später an Altersschwäche??

    Diese Frage wird in den Nationen Europas sicher schärfer gestellt, als in den USA und das ist auch gut so! Man kann sich ja Frankreich als Modell betrachten. Hier gibt es auch Schießereien und Gangs, aber eben auch mehr solidarischen Ausgleich in der Gesellschaft.

    Das es amerikanischer ist, den Einzelnen sich selbst zu überlassen ist falsch. Affirmative Action beweist das Gegenteil.

    Und seit wann soll es "amerikanischer" sein, ein Versprechen nicht einzulösen mit dem man die Wahl gewonnen hat?

    Ich wünsche den Amerikanern eine allgemeine Krankenversicherung, die ihren Bedürfnissen entspricht (freie Wahl der Gesundheitsvorsorge)

    Hier wäre auch das Defizit besser angelegt, schließlich ist die derzeitige Krise aus dem Spiel mit der Armut und Schwäche großer Bevölkerungsteile der USA entstanden. Man könnte etwas gegen diese Armut tun.

    Egal welche komplexen Mechanismen Barrack Obama eine unüberwindliche Hürde waren. In der Bewertung solcher Vorgänge, in unserer Meinung - lieber Leonas2 - sollten wir menschlich und integer sein, ....oder halt werden.

    Wäre besser für uns alle

    • hardob
    • 17.08.2009 um 22:09 Uhr

    "Zudem hatten die Amerikaner - nach dem was ich gehört hatte - auch keine Lust die Kosten für die Krankenversicherung einer riesigen Unterschicht zu übernehmen, die durch hohe Kriminalitätsraten, Drogenkonsum und immens hohe Kosten bei wellfare und sozialen Programmen schon jetzt zu Buche schlagen."

    Die Amerikaner(original) haben keine Lust für eine riesige Unterschicht aufzukommen, die überwiegend von Amerikanern (andersartig) gebildet wird. Fragte man diese Amerikanern (andersartig), käme vielleicht ein anderesErgebnis heraus.

    Aber zur Beruhigung der Amerikaner(original) werden sicher schon Untersuchungen am Genom des Amerikaners (andersartig) vorgenommen, die in Kürze nachweisen werden, das Amerikaner (andersartig) einer völlig anderen Gattung als Amerikaner(original) angehören. Diese lässt sich dann bequem mittels eines durchaus kostengünstigen medizinischen Programms dezimieren, Die günstigen Kosten sind für den Amerikaner(original) ein überzeugendes Argument, den Einsatz von Steuermitteln und Staatseingriff n diesem Fall nicht nur nicht abzulehnen, im Gegenteil, der Amerikaner (original) wird dies sogar begrüßen.Restbestände des Amerikaner (andersartig) finden als Ausstellungsstücke Platz in Reservaten als Kulturspektakel für den Amerikaner(original). Was den Regionen, die sich bei der Bewerbung für diese Reservate durchgesetzt haben werden, einen touristischen Boom verspricht.

    • Colón
    • 17.08.2009 um 20:10 Uhr

    Herr von Marschall und an die Redaktion.

    Für eine solche Überschrift und einen solchen Eröffnngssatz , hätte ich den Schreiber sofort rausgeworfen. Vielleichtg geht Herr von Marschall noch einmal mit sich in Klausur.

    "Barack Obama wird Amerikaner"

    "Allmählich machen die USA selbst Barack Obama, diesen Ausnahmepolitiker, zu einem echten Amerikaner."

    Da spricht nicht nur Häme, sondern auch noch etwas ganz Anderes, Dünkel.
    Unwürdig für die ZEIT und auch für ihren Ableger im Web. Schrecklich.
    Wir dürfen davon ausgehen, dass solche Sachen mitgeschnitten werden, vor allem von einem deutschen Korrespondenten, der einfach nicht verdauen kann, keine Exklusivinterviews zu bekommen. Einfach furchtbar.

    Für mich ist das der Tiefpunkt.

    Grüße
    Christoph Leusch

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    Immerhin ist auch der Umstand, dass auch Sie sich mal ganz grundlos gehen lassen und - wem wäre es zu verdenken bei solchen Volten - die Nerven verlieren, eine Farbmarkierung im Kalender wert.

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