Internet-Sperren Freiheit gegen Zensur

Hacking at Random – die internationale Hackerkonferenz ist Keimzelle einer neuen europäischen Antizensurbewegung, die es dringend braucht. Ein Gastkommentar

Ein Zeltplatz inmitten eines holländischen Naturschutzgebietes: Bäume, staubige Wege und Kabel in allen erdenklichen Längen, Farben und Formen. Das ist kein normales Camperparadies sondern die "Hacking at Random".

Wenn die Sonne langsam hinter den Bäumen verschwindet, katapultieren blinkende Pixellabyrinthe, in Bäumen vibrierende Farbwelten und elektronische Musik die Besucher in ein surreales Paralleluniversum. Es ist exzentrisch, aber es ist weit mehr als nur ein Spiel mit der Technik. Alle vier Jahre treffen sich in den Niederlanden Hacker aus aller Welt unter freiem Himmel, um Wissen auszutauschen. In diesem Jahr ist die Konferenz außerdem der Ort, an dem sich ein internationales politisches Bewusstsein neu formiert.

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In fast jedem europäischen Land haben in den letzten Monaten Bewegungen mehr oder weniger erfolgreich gegen staatliche Eingriffe in Kommunikationsstrukturen gekämpft. Überall wurden auf nationaler Ebene Bündnisse geschaffen. Eine starke europäische Kraft aber fehlt bislang. Die jedoch braucht es. Denn es fehlt die Möglichkeit, das Große und Ganze zu sehen. Die Chance, zu verstehen, welche Richtung der Kulturkampf nimmt, in dessen Mitte wir uns befinden.

Jedes Land, das per Gesetz bürgerliche Freiheiten zugunsten von Überwachung und Kontrolle vernichtet, ist Vorbild und Signal, dem andere Staaten folgen. Dem sind wir nur gewachsen, wenn wir unsere Kräfte bündeln, wenn wir schnell und flexibel reagieren und einmal Gelerntes verbreiten und anwenden.

Die HAR 09 war dafür so etwas wie eine Keimzelle. European Digital Rights (Edri) aus Belgien, Bits of Freedom aus den Niederlanden, Wikileaks – das sind nur einige der großen Organisationen, die in die Nähe von Vierhouten gekommen waren. Und die dabei halfen, am 14. August im Anschluss an die Diskussion beim Wikileaks-Panel die internationale Organisation Freedom against Censorship zu gründen.

Das Panel machte deutlich, wie breit gefächert das Thema "Zensur" ist. Vertreter des von Hackern gegründeten Internetanbieters xs4all, des Anonymisierungsnetzwerkes TOR oder auch eine ehemalige Agentin des britischen Geheimdienstes MI5 erläuterten, wie viele Facetten es hat und warum es im Kampf gegen Zensur eine gemeinsame Strategie braucht. So wurde sehr deutlich, dass die Entwicklung, die in Deutschland in den letzten Monaten stattgefunden hat, klare Signale an Regierungen der anderen europäischen Länder sendet, in ähnlicher Weise aktiv zu werden.

Doch ein wichtiges Signal ist auch die Heftigkeit des Widerstandes hierzulande. Es ist etwas in Bewegung geraten. Ein Beispiel dafür ist auch Freedom against Censorship, wird die neue Organisation doch letztlich getragen von Bewegungen, die sich mit dem Thema auf nationaler Ebene auseinandersetzen.

Leser-Kommentare
  1. Gestern Vormittag Diskussion mit Herrn Wiefelspütz(SPD), Schaar(Bundesdatenschutzbeauftragter), Vogel (Julis) zum Thema "Wieviel Freiheit braucht das Internet?"

    Ein Herr Wiefelspütz, der immer wieder Aussagen der anderen falsch verstehen wollte - und am Ende einfach nur noch peinlich wirkte.

    Dagegen ein sehr besonnener Herr Vogel, der sich von der gekünstelten Aufregung des SPD-Politikers nicht aus der Ruhe bringen ließ und dem Herrn Wiefelspütz immer wieder geduldig erklärte, warum Zensur und Überwachung auch im Internet nichts zu suchen haben.

    Den Link zum Podcast gibt es hier.


    Deshalb: Piratenpartei - Klarmachen zum Ändern !

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    ...schert sich einen Dreck um die Freiheiten der Bürger.

    Bei abgeordnetenwatch.de kann jeder selbst einen Eindruck über die Arroganz und Verachtung dieser Person gegenüber seinen Wählern gewinnen. Grundrechte sind gut, wenn sie ihm zum Vorteil gereichen, etwa: "Im Deutschen Bundestag vertrete ich nicht Ihre, sondern meine Überzeugungen. "und "Sie werden hinnehmen müssen, daß der Gesetzgeber in Sachen Vorratsdatenspeicherung anderer Meinung ist als Sie. Vorratsdatenspeicherung hat mit Terrorismusbekämpfung relativ wenig zu tun. Ich wäre für die Vorratsdatenspeicherung auch dann, wenn es überhaupt keinen Terrorismus gäbe."

    Der Mann gehört abgewählt!

    das ist!

    Natürlich ist auch Herr Dr. W. sich sicher dass genau aus den vorgetragenen Gründen stringente Zensur unbedingt erforderlich ist. Dazu brauchts nur Machtgespür, das Medium an sich ist egal!

    Nur so kann die Meinungs- und Deutungshoheit gewahrt werden!

    Karl Müller

    ...schert sich einen Dreck um die Freiheiten der Bürger.

    Bei abgeordnetenwatch.de kann jeder selbst einen Eindruck über die Arroganz und Verachtung dieser Person gegenüber seinen Wählern gewinnen. Grundrechte sind gut, wenn sie ihm zum Vorteil gereichen, etwa: "Im Deutschen Bundestag vertrete ich nicht Ihre, sondern meine Überzeugungen. "und "Sie werden hinnehmen müssen, daß der Gesetzgeber in Sachen Vorratsdatenspeicherung anderer Meinung ist als Sie. Vorratsdatenspeicherung hat mit Terrorismusbekämpfung relativ wenig zu tun. Ich wäre für die Vorratsdatenspeicherung auch dann, wenn es überhaupt keinen Terrorismus gäbe."

    Der Mann gehört abgewählt!

    das ist!

    Natürlich ist auch Herr Dr. W. sich sicher dass genau aus den vorgetragenen Gründen stringente Zensur unbedingt erforderlich ist. Dazu brauchts nur Machtgespür, das Medium an sich ist egal!

    Nur so kann die Meinungs- und Deutungshoheit gewahrt werden!

    Karl Müller

  2. Natürlich müssen - wie überall - Auswüchse bekämpft werden. Geschwindigkeitsbeschränkung auf Landstraßen: 100 km/h. Das ist richtig. Wenn sich nicht alle daran halten: Das ist kein Grund, das Verbot aufzuheben.
    Dass ausgerechnet das Sperren von kinderpornographischen Seiten zu solchen Widerständen führt, ist nicht nachvollziehbar. Das Vertreiben von kinderpornographischen Seiten ist verboten. Das muss auch im Internet gelten. Wenn man die Urheber weltweit nicht verhindern kann, dann kann man die Nutzung in Deutschland behindern. Wie gesagt: Wenn die Sperren eine Nutzung nicht 100%ig unterbinden kann, so kann man versuchen, es weitestgehend zu unterbinden.
    Dass sich die Piratenpartei mit Hrn. Tauss eine Laus ins Fell geholt hat, wird mehr stören, als nutzen.

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    • Timo K
    • 18.08.2009 um 16:22 Uhr

    würde man dazu vielleicht sagen.
    Das man im Ausland nicht gegen Server mit Kp vorgehen kann ist eine Behauptung von Frau vdL, Kinderschutzorganisationen haben es doch bewiesen, ein Anruf beim Hoster und der Kram verschwindet.
    VdL will lieber den Kram im Netz lassen und ein STOP-Schild davor packen.
    Das die Urheber nicht angegangen werden können ist eine der schlimmsten Lügen die vdL doch verbreitet hat. VdL hat aus der Tatsache, dass in einigen Ländern Pornografie in Gänze, also wohl einschliesslich KP!, verboten ist das Gerücht gemacht es seie in diesen Ländern KP erlaubt! Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen!
    Das wäre, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben so, als wenn man auf einem Radweg das Fehlen einer Geschwindigkeitsbegrenzung für PKW beklagt.

    KP wird sich wohl leider niemals 100 % verhindern lassen, dafür kommen die Täter ja viel zu oft aus dem näheren Umfeld.
    Sie wissen ja bestimmt wie die Sperre so technisch funktioniert und somit auch wie leicht, wie unglaublich leicht, sich der Schwachsinn umgehen lässt.

    Sie haben nicht verstanden, dass Kinderpornographie und Terrorismus nur Türöffnerthemen sind, mit denen man schön mundtot machen kann oder naive Zeitgenossen wie Sie für sich begeistern kann.

    Das deutsche System wurde auf so dubiose Weise auf die Wege gebracht, dass man das ehrliche Anliegen der Ministerin von der Leyen und des BKA _ernsthaft_ in Zweifel ziehen _muss_ und auch vor den Hintergründen der letzten Jahre betrachtet werden sollte.

    Das BKA untersteht übrigens dem Innenministerium, das seit langem verfassungsfeindlich geführt wird (ein Auszug aus "Kontraste" / ARD):
    http://www.youtube.com/wa...

    Hier (http://netzpolitik.org/20...) ist eine Diskussion mit Ziercke, Präsident des BKA und den Jusos, zu der man sich bei der SPD erst _nach_ der Verabschiedung des Gesetzes durchgerungen hat.

    Am meisten Zeit wird damit verplempert, den Anwesenden zu erklären, wie schlimm Kinderpornographie doch ist, dabei ist das _jedem_ der Anwesenden klar.
    Auf die sachliche und fachliche Kritik wird immer wieder umschweifend geantwortet, die extrem fehlerhafte Zensurliste aus Schweden wird mit "nicht aktuell" abgetan.
    Das muss man sich aber mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Wenn ein System im _Regelbetrieb_ tatsächlich _90% legale_ Webseiten sperrt, dann ist das ein statistisch äußerst auffälliger Wert. Wer akzeptiert, dass kurze Zeit später während des _Regelbetriebs_ aus 90% Fehlerquote plötzlich 0,5% oder weniger geworden sein sollen, der wurde erfolgreich getäuscht.

    Für ein System, das die Möglichkeit besitzt, deartig heftig und unkontrolliert in die Grundrechte einzugreifen - noch dazu bei einem so sensiblen Thema wie Kinderpornographie, bei der die falsche Sperrung einer Seite eine Existenz zerstören kann, muss 99,9% _Treffsicherheit_ bestehen und keine 90% Fehlerquote!!! Veraltete Listen hin oder her.
    Eine derartige Sicherheit war weder in den schwedischen noch australischen Sperrlisten festzustellen.

    Darüber hinaus, würde auch eine solche Treffsicherheit das System nicht legitimieren, weil es zig andere Punkte gibt, die rechtsstaatsgefährdend sind und über die Sie sich besser informieren sollten.

    z.B. hier:
    www.ccc.de
    http://netzpolitik.org/20...
    www.heise.de

    Jeder, der CDU/CSU oder SPD wählt, sollte diese Fakten kennen!

    • medwed
    • 18.08.2009 um 16:31 Uhr

    Bei den Verteidigern der Internetsperren hege ich langsam den Verdacht, sie wären daran interessiert, sich einen möglichst einfachen Zugang zur Kinderpornografie zu erhalten. Es sei diesen Herrschaften nochmals ins Gebetbuch geschrieben: die Sperrung einer Seite lässt sich kinderleicht umgehen, dazu braucht es nicht mal besonders gute Computer-Kenntnisse. Wer wirklich an der Bekämpfung der Kinderpornografie interessiert ist, der drängt darauf, dass diese Seiten gelöscht werden. Eigentlich eine einfache Sache. Aber eben, wollen muss man.

    • Timo K
    • 18.08.2009 um 16:22 Uhr

    würde man dazu vielleicht sagen.
    Das man im Ausland nicht gegen Server mit Kp vorgehen kann ist eine Behauptung von Frau vdL, Kinderschutzorganisationen haben es doch bewiesen, ein Anruf beim Hoster und der Kram verschwindet.
    VdL will lieber den Kram im Netz lassen und ein STOP-Schild davor packen.
    Das die Urheber nicht angegangen werden können ist eine der schlimmsten Lügen die vdL doch verbreitet hat. VdL hat aus der Tatsache, dass in einigen Ländern Pornografie in Gänze, also wohl einschliesslich KP!, verboten ist das Gerücht gemacht es seie in diesen Ländern KP erlaubt! Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen!
    Das wäre, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben so, als wenn man auf einem Radweg das Fehlen einer Geschwindigkeitsbegrenzung für PKW beklagt.

    KP wird sich wohl leider niemals 100 % verhindern lassen, dafür kommen die Täter ja viel zu oft aus dem näheren Umfeld.
    Sie wissen ja bestimmt wie die Sperre so technisch funktioniert und somit auch wie leicht, wie unglaublich leicht, sich der Schwachsinn umgehen lässt.

    Sie haben nicht verstanden, dass Kinderpornographie und Terrorismus nur Türöffnerthemen sind, mit denen man schön mundtot machen kann oder naive Zeitgenossen wie Sie für sich begeistern kann.

    Das deutsche System wurde auf so dubiose Weise auf die Wege gebracht, dass man das ehrliche Anliegen der Ministerin von der Leyen und des BKA _ernsthaft_ in Zweifel ziehen _muss_ und auch vor den Hintergründen der letzten Jahre betrachtet werden sollte.

    Das BKA untersteht übrigens dem Innenministerium, das seit langem verfassungsfeindlich geführt wird (ein Auszug aus "Kontraste" / ARD):
    http://www.youtube.com/wa...

    Hier (http://netzpolitik.org/20...) ist eine Diskussion mit Ziercke, Präsident des BKA und den Jusos, zu der man sich bei der SPD erst _nach_ der Verabschiedung des Gesetzes durchgerungen hat.

    Am meisten Zeit wird damit verplempert, den Anwesenden zu erklären, wie schlimm Kinderpornographie doch ist, dabei ist das _jedem_ der Anwesenden klar.
    Auf die sachliche und fachliche Kritik wird immer wieder umschweifend geantwortet, die extrem fehlerhafte Zensurliste aus Schweden wird mit "nicht aktuell" abgetan.
    Das muss man sich aber mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Wenn ein System im _Regelbetrieb_ tatsächlich _90% legale_ Webseiten sperrt, dann ist das ein statistisch äußerst auffälliger Wert. Wer akzeptiert, dass kurze Zeit später während des _Regelbetriebs_ aus 90% Fehlerquote plötzlich 0,5% oder weniger geworden sein sollen, der wurde erfolgreich getäuscht.

    Für ein System, das die Möglichkeit besitzt, deartig heftig und unkontrolliert in die Grundrechte einzugreifen - noch dazu bei einem so sensiblen Thema wie Kinderpornographie, bei der die falsche Sperrung einer Seite eine Existenz zerstören kann, muss 99,9% _Treffsicherheit_ bestehen und keine 90% Fehlerquote!!! Veraltete Listen hin oder her.
    Eine derartige Sicherheit war weder in den schwedischen noch australischen Sperrlisten festzustellen.

    Darüber hinaus, würde auch eine solche Treffsicherheit das System nicht legitimieren, weil es zig andere Punkte gibt, die rechtsstaatsgefährdend sind und über die Sie sich besser informieren sollten.

    z.B. hier:
    www.ccc.de
    http://netzpolitik.org/20...
    www.heise.de

    Jeder, der CDU/CSU oder SPD wählt, sollte diese Fakten kennen!

    • medwed
    • 18.08.2009 um 16:31 Uhr

    Bei den Verteidigern der Internetsperren hege ich langsam den Verdacht, sie wären daran interessiert, sich einen möglichst einfachen Zugang zur Kinderpornografie zu erhalten. Es sei diesen Herrschaften nochmals ins Gebetbuch geschrieben: die Sperrung einer Seite lässt sich kinderleicht umgehen, dazu braucht es nicht mal besonders gute Computer-Kenntnisse. Wer wirklich an der Bekämpfung der Kinderpornografie interessiert ist, der drängt darauf, dass diese Seiten gelöscht werden. Eigentlich eine einfache Sache. Aber eben, wollen muss man.

  3. Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    noch ein Beitrag zum Thema "rechtsfreier Raum Internet"

    Thomas Hoeren von der Universität Münster stellt jährlich aktualisiert Internetrecht als PDF zum Download bereit
    (vielen Dank an dieser Stelle).

    http://www.uni-muenster.d...

    Das Skript ist lang. Von rechtsfrei kann also in keiner Weise die Rede sein - denken Sie daran, wenn Sie von der Leyen oder Schäuble argumentieren hören.

    noch ein Beitrag zum Thema "rechtsfreier Raum Internet"

    Thomas Hoeren von der Universität Münster stellt jährlich aktualisiert Internetrecht als PDF zum Download bereit
    (vielen Dank an dieser Stelle).

    http://www.uni-muenster.d...

    Das Skript ist lang. Von rechtsfrei kann also in keiner Weise die Rede sein - denken Sie daran, wenn Sie von der Leyen oder Schäuble argumentieren hören.

  4. wir, ich meine Deutschland, haben die Leitlinienkompetenz. Dass kein Inder hier arbeiten wollte, dass Deutschland plötzlich höchstens 2. Wahl sein sollte, wurde ausgeblendet. Dass Deutschlands Schüler zu dem dümmsten in Europa zählen hatte nur politische Konzequenzen: die Beschwörungen der Leitkultur wurden noch eindringlicher gemurmelt.
    Nun wollen wir also verstoppschildern was niemand sehen soll. Falsch sein kann es nicht; andere Länder verfahren ja ähnlich! Wir sperren also Kindesmissbrauch, Glücksspiele und braunen Blubber weg.
    Andere sperren ja auch. Und auch Seiten aus Deutschland werden in einen oder anderen Land der Schere zum Opfer fallen. Die Seiten der Landeslottereianstalten überall, die Streams der TV-Sender im deutschsprachigen Ausland. Seiten mit christlichen Symbolen in islamischen Ländern (ich sage nur: Oberammergau) viel preussisches in Polen sowie jede 3. Seite die irgendein geschichtiches Ereignis beschreibt. So wird das Netz zum Flickenteppich, auf dem man nicht auf direkten Weg von hier nach der kommt. Der einzige Trost: Deutschland wird ignorieren dass die Welt unsere Seiten nicht mehr sehen kann. Und rufen laut: Weiter so Deutschalnd! Und noch ein Trost: es kann eine neue Industrie im Internet entstehen. Anbieter, die gegen Gebühren den ungesperrten Zugang (Proxies) zu ausländischen Seiten ermöglichen. Ein Zukunftsmarkt mit vielen neuen Arbeitsplätzen!

    • Timo K
    • 18.08.2009 um 16:22 Uhr

    würde man dazu vielleicht sagen.
    Das man im Ausland nicht gegen Server mit Kp vorgehen kann ist eine Behauptung von Frau vdL, Kinderschutzorganisationen haben es doch bewiesen, ein Anruf beim Hoster und der Kram verschwindet.
    VdL will lieber den Kram im Netz lassen und ein STOP-Schild davor packen.
    Das die Urheber nicht angegangen werden können ist eine der schlimmsten Lügen die vdL doch verbreitet hat. VdL hat aus der Tatsache, dass in einigen Ländern Pornografie in Gänze, also wohl einschliesslich KP!, verboten ist das Gerücht gemacht es seie in diesen Ländern KP erlaubt! Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen!
    Das wäre, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben so, als wenn man auf einem Radweg das Fehlen einer Geschwindigkeitsbegrenzung für PKW beklagt.

    KP wird sich wohl leider niemals 100 % verhindern lassen, dafür kommen die Täter ja viel zu oft aus dem näheren Umfeld.
    Sie wissen ja bestimmt wie die Sperre so technisch funktioniert und somit auch wie leicht, wie unglaublich leicht, sich der Schwachsinn umgehen lässt.

    Antwort auf "Falsche Zielrichtung"
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    "Das man im Ausland nicht gegen Server mit Kp vorgehen kann ist eine Behauptung von Frau vdL, Kinderschutzorganisationen haben es doch bewiesen, ein Anruf beim Hoster und der Kram verschwindet."

    Banken, die erfolgreich in kürzester Zeit erfolgreich weltweit Phishing Sites sperren lassen beweisen es ebenfalls wohl jeden Tag. Das BKA soll das nicht können.

    Vor wenigen Tagen hier in der Zeit online gab es einen nicht-kommentierbaren Artikel zum Thema, der explizit das weltweite Abschalten von kriminellen bzw. illegalen Seiten als das normalste der Welt darstellt - es ging um das Urheberrecht. Unverständlicherweise ohne den geringsten Bezug zu der aktuellen Diskussion um das absurde "ZugErschwG" herzustellen.

    Ich habe hier eben gesucht und den Artikel nicht mehr gefunden - vor wenigen Tagen war's. Wenn sich jemand anderes dran erinnert, bitte den Link mitteilen. Danke.

    "Das man im Ausland nicht gegen Server mit Kp vorgehen kann ist eine Behauptung von Frau vdL, Kinderschutzorganisationen haben es doch bewiesen, ein Anruf beim Hoster und der Kram verschwindet."

    Banken, die erfolgreich in kürzester Zeit erfolgreich weltweit Phishing Sites sperren lassen beweisen es ebenfalls wohl jeden Tag. Das BKA soll das nicht können.

    Vor wenigen Tagen hier in der Zeit online gab es einen nicht-kommentierbaren Artikel zum Thema, der explizit das weltweite Abschalten von kriminellen bzw. illegalen Seiten als das normalste der Welt darstellt - es ging um das Urheberrecht. Unverständlicherweise ohne den geringsten Bezug zu der aktuellen Diskussion um das absurde "ZugErschwG" herzustellen.

    Ich habe hier eben gesucht und den Artikel nicht mehr gefunden - vor wenigen Tagen war's. Wenn sich jemand anderes dran erinnert, bitte den Link mitteilen. Danke.

  5. Sie haben nicht verstanden, dass Kinderpornographie und Terrorismus nur Türöffnerthemen sind, mit denen man schön mundtot machen kann oder naive Zeitgenossen wie Sie für sich begeistern kann.

    Das deutsche System wurde auf so dubiose Weise auf die Wege gebracht, dass man das ehrliche Anliegen der Ministerin von der Leyen und des BKA _ernsthaft_ in Zweifel ziehen _muss_ und auch vor den Hintergründen der letzten Jahre betrachtet werden sollte.

    Das BKA untersteht übrigens dem Innenministerium, das seit langem verfassungsfeindlich geführt wird (ein Auszug aus "Kontraste" / ARD):
    http://www.youtube.com/wa...

    Hier (http://netzpolitik.org/20...) ist eine Diskussion mit Ziercke, Präsident des BKA und den Jusos, zu der man sich bei der SPD erst _nach_ der Verabschiedung des Gesetzes durchgerungen hat.

    Am meisten Zeit wird damit verplempert, den Anwesenden zu erklären, wie schlimm Kinderpornographie doch ist, dabei ist das _jedem_ der Anwesenden klar.
    Auf die sachliche und fachliche Kritik wird immer wieder umschweifend geantwortet, die extrem fehlerhafte Zensurliste aus Schweden wird mit "nicht aktuell" abgetan.
    Das muss man sich aber mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Wenn ein System im _Regelbetrieb_ tatsächlich _90% legale_ Webseiten sperrt, dann ist das ein statistisch äußerst auffälliger Wert. Wer akzeptiert, dass kurze Zeit später während des _Regelbetriebs_ aus 90% Fehlerquote plötzlich 0,5% oder weniger geworden sein sollen, der wurde erfolgreich getäuscht.

    Für ein System, das die Möglichkeit besitzt, deartig heftig und unkontrolliert in die Grundrechte einzugreifen - noch dazu bei einem so sensiblen Thema wie Kinderpornographie, bei der die falsche Sperrung einer Seite eine Existenz zerstören kann, muss 99,9% _Treffsicherheit_ bestehen und keine 90% Fehlerquote!!! Veraltete Listen hin oder her.
    Eine derartige Sicherheit war weder in den schwedischen noch australischen Sperrlisten festzustellen.

    Darüber hinaus, würde auch eine solche Treffsicherheit das System nicht legitimieren, weil es zig andere Punkte gibt, die rechtsstaatsgefährdend sind und über die Sie sich besser informieren sollten.

    z.B. hier:
    www.ccc.de
    http://netzpolitik.org/20...
    www.heise.de

    Jeder, der CDU/CSU oder SPD wählt, sollte diese Fakten kennen!

    Antwort auf "Falsche Zielrichtung"
    • medwed
    • 18.08.2009 um 16:31 Uhr

    Bei den Verteidigern der Internetsperren hege ich langsam den Verdacht, sie wären daran interessiert, sich einen möglichst einfachen Zugang zur Kinderpornografie zu erhalten. Es sei diesen Herrschaften nochmals ins Gebetbuch geschrieben: die Sperrung einer Seite lässt sich kinderleicht umgehen, dazu braucht es nicht mal besonders gute Computer-Kenntnisse. Wer wirklich an der Bekämpfung der Kinderpornografie interessiert ist, der drängt darauf, dass diese Seiten gelöscht werden. Eigentlich eine einfache Sache. Aber eben, wollen muss man.

    Antwort auf "Falsche Zielrichtung"
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    • Timo K
    • 18.08.2009 um 16:55 Uhr

    Immerhin hat es unsere Regierung schonmal soweit gebracht, dass man, falls der unwahrscheinliche Fall eintritt, als Normalpornokonsument auf eine Seite mit eindeutiger KP zu landen, man nicht die Rechtssicherheit genießt unbedacht bei einer Behörde anrufen zu können und eben den Auftrag zur Löschung zu geben.
    Auch bedenklich ist die unglaubliche Aufweichung des Begriffes der Kinderpornografie. Produzent, das könnte die eigene unwissende Tochter mit dem Freund sein, Tatwaffe, das iPhone vom letzten Weihnachtsfest. (Das klingt hoffentlich lustig, ist leider Realität)
    Aber was nuetzt das Tippen hier, es ist ein Kampf gegen Windmühlen, angetrieben durch Hirnfürze...

    • Timo K
    • 18.08.2009 um 16:55 Uhr

    Immerhin hat es unsere Regierung schonmal soweit gebracht, dass man, falls der unwahrscheinliche Fall eintritt, als Normalpornokonsument auf eine Seite mit eindeutiger KP zu landen, man nicht die Rechtssicherheit genießt unbedacht bei einer Behörde anrufen zu können und eben den Auftrag zur Löschung zu geben.
    Auch bedenklich ist die unglaubliche Aufweichung des Begriffes der Kinderpornografie. Produzent, das könnte die eigene unwissende Tochter mit dem Freund sein, Tatwaffe, das iPhone vom letzten Weihnachtsfest. (Das klingt hoffentlich lustig, ist leider Realität)
    Aber was nuetzt das Tippen hier, es ist ein Kampf gegen Windmühlen, angetrieben durch Hirnfürze...

    • Timo K
    • 18.08.2009 um 16:55 Uhr

    Immerhin hat es unsere Regierung schonmal soweit gebracht, dass man, falls der unwahrscheinliche Fall eintritt, als Normalpornokonsument auf eine Seite mit eindeutiger KP zu landen, man nicht die Rechtssicherheit genießt unbedacht bei einer Behörde anrufen zu können und eben den Auftrag zur Löschung zu geben.
    Auch bedenklich ist die unglaubliche Aufweichung des Begriffes der Kinderpornografie. Produzent, das könnte die eigene unwissende Tochter mit dem Freund sein, Tatwaffe, das iPhone vom letzten Weihnachtsfest. (Das klingt hoffentlich lustig, ist leider Realität)
    Aber was nuetzt das Tippen hier, es ist ein Kampf gegen Windmühlen, angetrieben durch Hirnfürze...

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